Reverse Potis durchmessen - wie?

  • Hallo Leute,

    ich komme mit einer vermutlich ziemlichen Anfängerfrage: im Browneye-Kit liegen 6 Potis bei; die meisten davon nicht von der Beschriftung her ihren jeweiligen Werten zuzuordnen.

    Na ok - mit einem Multimeter kann ich dienen. Somit kann ich alle durchmessen und ihren Widerstandswerten zuordnen - ABER: 3 davon; das 10k und 2 der 3 100k müssten rev (also reverse?) sein - umgekehrter Regelweg? d.h. bei Linksanschlag voller Widerstand; bei Rechtsanschlag 0 Widerstand? Alle 6 Potis messen sich vom Regelweg her (links 0; rechts Widerstand) gleich. von reverse ist da nichts zu erkennen.

    Was mache ich falsch? oder wurden die Potis evtl. falsch geliefert?

    Danke Euch!

  • Hi,
    also mir sind noch keine Pots untergekommen, ohne welche Beschriftungen. Entweder steht drauf unabhängig vom Wert A=log. , B=lin und C=rev. log.

    LG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hallo,

    zu Uwe ergänzend möchte ich anmerken, daß der verlinkte Beitrag vernünftig anfängt aber dann bei der Links-/Rechtshänder-Erklärung ziemlich abdreht.
    Log-Potis sind für den klassischen Fall wie z. B. Lautstärke-/Pegeleinstellung, weil durch die logarithmische Kennlinie der Lautstärkeeindruck gleichmäßig mit der Drehung im Uhrzeigersinn zunimmt.
    Bei einem Lin.-Poti würde sich auf der ersten Hälfte "viel" ändern und dann auf der 2. Hälfte praktisch nix mehr.
    Rev(erse) log Potis sind für den gleichen Anwendungsfall (gleichmäßige Änderung einer Funktion über den Drehweg) konzipiert, nur daß hier das Poti anders in der Schaltung sitzt (z. B. bestimmte Arten der Gain-Regelung oder Frequenzeinstellung beim klassischen Tremolo-LFO).

    So unterscheidet man die Poti-Charakteristiken mit einer einfachen Ohm-Messung:
    1. Den Gesamtwert zwischen den beiden äußeren Anschlüssen messen, das ist der Nennwert - der dem Aufdruck entsprechen sollte. Aber Abweichungen von +/-15% sind bei (Billig-)Potis durchaus üblich: Also gemessene 540k können duchaus ein 470k-Poti sein.

    2. Potiachse zeigt nach oben, die drei Anschlüsse nach vorne. Potiachse so genau es geht, in Mittelstellung drehen und den Widerstand zwischen dem linken und mittleren Anschluß messen:

    a) Wert ist 45...55% vom Gesamtwert: LINEAR
    b) Wert ist 15...20 % vom Gesamtwert: LOG
    c) Wert ist 80...85 % vom Gesamtwert: REV LOG (anti-log)


    Für speziellere Charakteristiken (S-förmig oder Wah-Pot) muß man ein Diagramm "Widerstand über Drehwinkel" mit mind. 5 Meßpunkten aufnehmen.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

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