M15Mk1 mit Bedroom Funktion

  • Guten Tag,
    ich bin neu hier im Forum und bin an einem M15Mk1interessiert und überlege mir gerade diesen Röhrenverstärker als Bausatz zubestellen.
    Den AMP möchte ich zukünftig gerne Zuhause zum Proben undfür kleine Sessions verwenden. Auf der einen Seite zum Üben gemäßigt, aber aufder anderen Seite für Sessions schon durchsetzungsfähig.
    Meine Sorge ist, dass der AMP aber für den Hausgebrauchzu laut ist.

    Nun meine Frage: Kann man durch einen Schaltungstrick denM15Mk1 leistungsmäßig drosseln und trotzdem auf dem einen Kanal Clean und aufdem anderen Kanal ein wenig verzerrt spielen?
    ( Evtl. Master Volume Regler, kurz vor der Endstufe ?) Diegewünschte Wirkungsweise des Verstärkers wäre angelehnt an den ORANGE ROCKER 15Hier gibt es die sogenannte Bedroom Funktion.
    Angeschlossen wird eine Les Paul.
    Bin sehr interessiert.

    Viele Grüße,
    Friedhelm

  • Die wirksamste Maßnahme ist eine kleine Box mit einem Lautsprecher mit niedrigem Wirkungsgrad.
    Ein PPIMV ist sicher auch sinnvoll. Und ein "VoCo" Regler von Tube Town zur Senkung der Schirmgitterspannung (G2-Control).
    Gerade mit den beiden letztgenannten Maßnahmen zusammen kann man einen mehr als passablen Sound hinbekommen.

    Grüße, Immo

    Einmal editiert, zuletzt von roseblood11 (3. Dezember 2019 um 19:16)

  • Aufwändigere bzw teurere Lösungen:

    - Power Soak kaufen / bauen. Siehe auch bei TT.

    - eine zweite kleine Endstufe mit einer 12au7 einbauen.

  • Hallo Immo,
    vielen Dank, für die tollen Anregungen.
    Ich werde wahrscheinlich eine zweite kleine Endstufe mit einer 12AU7 zusätzlich einbauen
    und dir Eingänge zu den Endstufen umschaltbar machen.
    Erst einmal werde ich den Röhrenverstärker so wie er ist verwenden und ausprobieren.
    Auf jeden Fall gibt es mal wieder was schönes zum basteln.
    Darauf freue ich mich schon.
    Die Tonbeispiele des M15Mk1 sind ja überzeugend !
    Vielen Dank, viele Grüße,
    Friedhelm

  • Ehrlich gesagt ist das von den Ansätzen der letzte, den ich gewählt hätte. Relativ viel Aufwand, aber doch unflexibel und klanglich ... naja.
    Ich würde als erstes für zuhause eine kleine Box bauen, zB mit einem WGS Veteran 10 oder dem Celestion G10 Greenback. Das auf jeden Fall, denn:
    Die Membranfläche und den Wirkungsgrad der Speaker zu verringern bringt mit Abstand am meisten. Die Reduktion der Leistung weit weniger.
    Ich habe mal die Formel gelernt: zehnfache Leistung = doppelter Schalldruck, aber doppelte Membranfläche = vierfacher Schalldruck. Das ist zu sehr vereinfacht, aber die Richtung stimmt.

    Danach würde ich VoCo und Mastervolume einbauen. Das sind einfache Maßnahmen, die aber auch bei Sessions nützlich sind, weil man sie einfach zur Feinabstimmung mit nutzen kann. Mit einer potenten Box ist ein M15 ja auch dort vermutlich schnell arg laut, wenn er ordentlich zerren soll.

    Grüße, Immo

  • Hallo zusammen,
    Vielleicht sollte man die "kleine Box" von der Größe her nach unten begrenzen, da sonst die Eigenfrequenz zu hoch wird und die Box wie aus dem Eimer klingt, wenn sie nicht als Bassreflexbox gebaut ist.
    Meine Erfahrung ist, dass man klanglich mit einer großen Box es viel einfacher hat.
    Gruß Christof

  • zehnfache Leistung = doppelter Schalldruck, aber doppelte Membranfläche = vierfacher Schalldruck. Das ist zu sehr vereinfacht, aber die Richtung stimmt.

    10-fache Leistung ist 10-facher Schalldruck, was aber ungefähr doppelter subjektiver Lautstärkeeindruck ist.
    Doppelter Membrandurchmesser ist vierfache Membranfläche, was im Bereich der unteren Grenzfrequenz tatsächlich rund vierfacher Schalldruck ist, was dann wiederum rund 50% lauter erscheint.
    Um es etwas ausgeführt zu haben.

    Zum eigentlichen Thema: Tschuldigung, aber bei nur 15W kostet doch ein Power Soak mal echt nur Peanuts.

    Grüße,
    Bert

  • Zufälligerweise habe ich in den letzten Wochen einige Methoden am M15 ausprobiert, um die Lautstärke zu reduzieren zwecks "sweet spot" für den ersten Kanal bei niedrigeren Lautstärken. Ich habe probiert:
    1) PPIMV (250K log Stereopoti mit 220pF drüber anstatt R24/R25
    2) Umschaltbare Kathodenbeschaltung der Endröhren (getrennte Ck mit jeweils 330R nach Masse), 100% bzw. ca. 50% Leistung (nicht Lautstärke !)
    3) Power Scaler (regelbare Ug2 oder Ug2 und Ua), das Modul von TT muss für eine Ua+Ug2 Regelung angepasst werden (R2/R3 jeweils 56R) und der MosFET gut gekühlt werden (isoliert am Chassis)
    4) LPTI Scaler (50k Poti zwischen R19 und R19/20/21)

    Wenn es um den Sweet Spot bei verschiedenen Lautstärken geht, ist 1) + 2) mein Favorit, damit bekommt man schöne Crunchsounds hin, es zeigt sich mal wieder dass die Übersteuerung des PI den Sound ausmacht, nicht die (angenommene) Übersteuerung der Endröhren.
    Wenn es um viel Verzerrung bei geringer Lautstärke geht, ist 1) + 4) mein Favorit.
    Die regelbare Ug2 Regelung finde ich(!) sinnlos, wenn man Ua regelt ist der Effekt deutlicher und besser einstellbar aber gemessen am Aufwand finde ich das Resultat bescheiden.

    Mein Vorschlag wäre, 1), 2) und 4) anzutesten, lässt sich bis auf 1) ja gut temporär einbauen, und das PPIMV würde ich auf jeden Fall empfehlen...

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