Schalter für mehr Widerstand

  • Hi,

    bei meinem gerade im Bau befindlichen Overdrive gibt es einen Schalter, mit dem mehr Wiederstand zugeschaltete wird.
    Ist das, wie ich es in einem englischen Forum verstehe, für Pickups mit höherem und Pickups mit weniger Output (also zB Unterschied Les Paul und Strat)?
    Reduziert die Schalterstellung mit mehr Widerstand Gain, oder was bewirkt der Widerstand?

    Und insbesondere:
    Wie benenne/beschrifte ich einen solchen Schalter auf dem Pedal? Wie sind die in der Regel benannt?

    Gruß,

    Henrik

  • Hi,
    mit Sicherheit wird da im Eingang nur ein Widerstand entweder überbrückt oder ein anderer noch parallel dazugeschaltet. Heist kleiner Widerstand also z.b Parallel oder ganz raus Strat, Widerstand drinne LEs Paul. kann man bezeichnen mit High und Low.

    LG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hi Henrik,

    Obwohl ich auch wie Uwe vermute, dass es sich um den Eingangswiderstand handelt wäre es doch ganz gut zu wissen, um welches Overdrive es überhaupt geht und mal den entsprechenden Schaltplan zu sichten. Einen Widerstand kann man an vielen Stellen zuschalten :D

    Aus deinem Post geht nur leider rein gar nichts hervor - du weißt nicht wo er geschaltet wird, noch, was dann soundtechnisch passiert, noch, wie der Schalter benannt ist. Damit können wir leider auch nur raten.

    Lieben Gruß,
    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Soooo, danke dafür.

    Also da lag die Glaskugel komplett daneben :D

    Wir sind da schonmal am Ausgang unterwegs und nicht am Eingang und der Schalter macht nicht 'mehr Widerstand', sondern schaltet einen kleineren Widerstand parallel, der quasi das Tone-Pot teilweise überbrückt. Auf die Verzerrung hat das schonmal keinen Einfluss, passiert ja alles ganz am Ende.

    Müsste sowas wie ein Bright-Switch sein, muss ich mir aber später genauer anschauen, hab grad nicht die Zeit.

    Infos zur Schaltung helfen aber generell weiter :D

    Lieben Gruß,
    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Eben nochmal geschaut... Das ist ja ein OCD-Klon und der OCD hat den Switch auch, benannt mit HF und LF (High bzw. Low Frequency Peak).

    Also...ne Art Bright-Switch.

    :thumbup:

    Gruß,
    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hi,
    nein, es heist HP und LP , Low Power und High Power. Der Pegel wird nur erhöht, bei Parallelschaltung des 2ten Widerstandes.
    Ein Bright switch würde einen Cap überbrücken.
    LG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hi Uwe,

    Big T Link

    Wir sind scheinbar beide so halb richtig bei der Bezeichnung, "High Peak" und "Low Peak" heißt es wohl beim Original ^^

    Aber ja, hast Recht. Ausgangspegel wird geschaltet.

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Hallöle,

    Jetzt hab ich mal mit Zeit drüber nachgedacht und genauer hingeschaut.
    Eigentlich müsste beides passieren:
    Mehr Output und mehr Höhen/Hochmitten.

    Wenn der Switch geschlossen ist, dann bilden R10 und R11 einen Spannungsteiler, d.h. der größte Teil des Signals geht direkt zum Output und nur ein kleinerer Teil zum Tone-Pot. Dadurch müsste die Wirkung des Tone-Pots geringer werden, der Ausgangspegel ansteigen (weil weniger Pegel an der Ton-Blende verloren geht) und damit auch mehr Hochmitten/Höhen durchgehen.

    Auf der originalen Dokumentation von Fulltone Link ist der Effekt des Schalters auch in der Art beschrieben.

    Korrigiert mich bitte, wenn ich Quatsch erzähle, aber so verstehe ich die Funktion dieses Schalters.

    Besten Gruß,
    Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • R10 oder der Ersatzwiderstand von R10 und R11 bilden zum einen mit dem Kondensator ein Tiefpassfilter und zum anderen mit dem Volumepoti einen Spannungsteiler.

  • Das heißt also...

    • Schalter offen:

      • R = R10 = 22K
      • niedrigere Grenzfrequenz
      • weniger Höhen/Mitten
    • Schalter geschlossen:

      • R = Ersatzwiderstand aus R10 und R11 = 0.96 K
      • höhere Grenzfrequenz
      • mehr Höhen/Mitten

    Bin ich jetzt richtig unterwegs? :huh:

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

  • Dem Vol-Regler mit 500k ist es ziemlich egal, ob ein 1k oder 20k vorgeschaltet ist. Der Tiefpass ändert seine Grenzfrequenz hingegen ziemlich radikal. Das hindurch bedingte Weniger an Mitten bringt natürlich auch eine Pegelverringerung mit sich. Also in gewisser Weise ein "Mid Cut Switch".

  • Na gut, mein erster Erklärungsansatz war halt kompletter Quark - R10/R11 als Spannungsteiler...wohin sollen die denn teilen, hängen ja einfach nur parallel? :D In meinem Kopf gingen die nicht beide auf den gleichen Punkt.
    Ich muss mir abgewöhnen, so schnell zu antworten und erstmal genauer hinschauen. :/
    Grenzfrequenzen liegen übrigens bei 33 und 762 Hz - also massiver Unterschied.

    <3 Max

    "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann."
    - Antoine de Saint-Exupéry

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