Alles klar, ich glaub ich hab noch 100nf hier rumliegen. Teste ich heute abend mal. Du meinst den 10K der nach GNDA geht von Q2 oder? Ich frage mich ob es generell besser ist gain ein wenig an mehreren Stellen zu erhöhen als drastisch nur an einer Stelle.
Lg
Fichtel
Jcm 800 emulator MEK
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Hi, hab mal 100n mit dem 10K widerstand parallel angelötet. Bringt auch noch nen Schub gain
. Wenn ich 220n nehme läßt der noch mehr gain durch oder? Ich warte jetzt noch auf die Trimmer, kommen bestimmt morgen. Bin jetzt fast im Gain Bereich den ich mir vorgestellt habe. Allerdings wenn ich gain voll aufdrehen und dann den ts808 von der Leine lasse wirds hier und da quitschig. So ein Ansatz zum fiepen/Feedback. Man kann den plek Anschlag richtig hören. Vielleicht wär was weniger an der Stelle besser. Vielleicht nur 50n oder so. Dafür dann an den trimmern etwas mehr durchlassen. Halt was ausbalancierter an mehreren Stellen.
Lg
Fichtel -
Hi!
Du meinst den 10K der nach GNDA geht von Q2 oder?
hab mal 100n mit dem 10K widerstand parallel angelötet. Bringt auch noch nen Schub gain
...jau, genau den!
Ich frage mich ob es generell besser ist gain ein wenig an mehreren Stellen zu erhöhen als drastisch nur an einer Stelle.
...im Prinzip ja, aber am besten in den vordersten par Stufen, da verstärkt man noch nicht so viel Rauschen mit.
Wenn ich 220n nehme läßt der noch mehr gain durch oder?
...nöö, nur dehnt sich das Gain dann auf tiefere Frequenzen aus. Mehr Gain gibts durch nen kleineren Source-R, muss dann halt der Drain-R mit angepasst werden und der Kondensator muss für gleichen Frequenzgang verdoppelt werden, wenn du den Source-R halbierst.
wirds hier und da quitschig. So ein Ansatz zum fiepen/Feedback. Man kann den plek Anschlag richtig hören
...für Highgain brauchts halt nen tiptop Aufbau. Kannst hier und da die höchsten Höhen rausziehen indem du bei einzelnen FET-Stufen einen kleinen (so zwischen 20pF und 500pF) Keramikkondensator von Drain nach Gate gibst. Das ist viel Platz zum Experimentieren und den eigenen Sound finden. Viel Spaß!
Gruß,
Bert -
Kannst hier und da die höchsten Höhen rausziehen indem du bei einzelnen FET-Stufen einen kleinen (so zwischen 20pF und 500pF) Keramikkondensator von Drain nach Gate gibst.
Das ist doch analog zum 'Dull-Cap' bei einer Röhrenschaltung, was du meinst? Bypass-Kondi parallel zum Load-Widerstand zwischen B+ und der Anode.
Dann müsste der beim JFET aber nicht zwischen Drain und Gate, sondern parallel zum Trimmpot, also zwischen 9V und Drain, oder ist das bei Transitorschaltungen nicht direkt übertragbar? -
Hi Moonshine!
Das ist doch analog zum 'Dull-Cap' bei einer Röhrenschaltung, was du meinst?
Nöö, das ginge vielleicht auch bei FET-Stufen, hab ich aber 0 Erfahrung mit.
Gemeint ist eine Gegenkopplung der hohen Frequenzen analog zum invertierend beschalteten Operationsverstärker. Der Kondi bewirkt in Relation zur Quellimpedanz (also Widerstand) der treibenden Stufe (also vorherige Stufe + ggf. "Gridstopper"), daß die Verstärkung der Stufe ab einer bestimmten Frequenz Richtung 0 geht. Radio, Handy, sonstige HF und Fiepen bleiben dann draußen.
Gruß,
Bert -
... so wie z.B. hier jeweils über Q2...
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Nabend,
Die Trimmer sind leider noch nicht da, sonst hätte ich mich schon mit einem Zwischenstand zurück gemeldet. Wenn die verbaut sind werde ich mich an deinen Vorschlag rantasten. Die höchsten Höhen
rausziehen. Ich weiß natürlich nicht welche von den Fets so bearbeitet werden sollen. An allen oder nur ein bestimmter, oder oder oder? Fragen über fragen
Lg
Fichtel -
Dann viel Spaß beim Tüfteln!
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Moin Moin!
Ich weiß natürlich nicht welche von den Fets so bearbeitet werden sollen. An allen oder nur ein bestimmter, oder oder oder?
Ich tät mir als erstes mal den Q2 (also den direkt hinter dem Gainregler) tüchtig vornehmen. Dann vielleicht noch etwas dezenter beim Q3 und/oder Q6.
Grüße,
Bert -
Moin,
Q2 war mein erster Einfall, mal mit 220pf testen was sich so tut. Aber als erstes werde ich die Trimmer testen wenn die heute kommen. Step by step
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Hallöle,
ich bin gerade eine Schaltung am Basteln und habe beide Varianten mit LTSpice simuliert. Habe zwei Transistoren und bei beiden einmal den Kondi als "Dull-Cap" und einmal wie von Bert vorgeschlagen geschaltet. Beide Varianten reduzieren die Höhen, aber die Steilheit und die Grenzfrequenz sind verschieden. Wieder was dazugelernt.
Die stärkere Höhendämpfung beim Bert-Cap zahlt man allerdings mit recht erheblichem Pegelverlust (also Gain). Frequenzgänge im Anhang.Hi Moonshine!
Nöö, das ginge vielleicht auch bei FET-Stufen, hab ich aber 0 Erfahrung mit.
Gemeint ist eine Gegenkopplung der hohen Frequenzen analog zum invertierend beschalteten Operationsverstärker. Der Kondi bewirkt in Relation zur Quellimpedanz (also Widerstand) der treibenden Stufe (also vorherige Stufe + ggf. "Gridstopper"), daß die Verstärkung der Stufe ab einer bestimmten Frequenz Richtung 0 geht. Radio, Handy, sonstige HF und Fiepen bleiben dann draußen.
Gruß,
Bert -
Ah, interessant. Dem werde ich mich widmen wenn das mit den trimmer durch ist. Sind heute gekommen. Gleich mal ne runde Löten.
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Hi Max!
Wäre jetzt noch interessanter, wenn der Vergleich nicht mit demselben Kondi, sondern mit derselben Grenzfrequenz wäre.
Bei Maxcap ist die stark abhängig von der Eingangsimpedanz der folgenden Stufe, bei Bertcap dafür von der Ausgangsimpedanz der vorherigen Stufe.
Zusätzlich zum analysierten Tiefpass ist in Deiner Simulation ja noch ein Hochpass mit einer Grenzfrequenz von ein par hundert Hz ersichtlich, wie ist denn der realisiert? Klangregelung voll auf Höhen oder ein sehr kleiner Koppelkondi oder ein sehr kleiner Source-R-Überbrücker?
Grüße,
Bert -
So. Trimmer eingesetzt. Noch etwas rausgekitzelt. Also der 33k widerstand ist jetzt was reduziert. Hab nicht nachgemessen, einfach den trimmer vorher auf 33k gesetzt und dann weiter runter gedreht. Wenn man zuviel runtergeht hört es sich etwas blechen beim Anschlag an. Den andern Widerstand mit 2,7k hab ich nur gering runter gedreht. Der Sound wurde bei starkem drehen irgendwie aufgehellt. Klang nicht so schön. Wenn man jetzt das Gain auf max hat gibt's nen ordentlichen rocksound. Mit dem ts808 angefeuert gibt's ein ordentliches Brett. Etwas meht Tiefgang könnte er jetzt noch vertragen. Den 100n kondi hab ich ja schon parallel eingelötet an dem vorgeschlagenen Widerstand. Wenn ich den jetzt noch auf 220n ändere bekomme ich doch dadurch den gewünschten Effekt oder?
Lg
Fichtel -
220nF, oder auch mehr...
Gruß, Bert -
In meinen Bilder war es jeweils ein 510 pF.
@Loetbert genau so, der Hochpass kommt durch nen 1 nF Koppelkondi zustande.
Wie gesagt, ich bin am Tüfteln. Hab konkrete Vorstellungen und vertiefe gerade mein Verständnis mittels Recherche und LTSpice-Simulation für meine erste 'Eigenentwicklung'.
Bock auf Kooperationsprojekt?
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Hi, den keramikkondensator der zwischen drain und gate soll um die höchsten Höhen... Kann ich den einfach von der Platinen Unterseite an die Beinchen vom Q2 löten?
Lg
Fichtel -
Jo. Nur vorher vom Sockel ziehen, nicht den Transistor frittieren!
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Hi, welchen sockel meinst du? Q2 hat keinen. Meinte die Beinchen von Q2 die unten aus der Platine kommen vom Pf5102.
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Hallo allerseits,
ich füge mal ein wenig Klugscheißerei, hoffentlich zur Klärung beitragend, bei.
Die klangverändernde Wirkung von Kondensatoren bzw. die Ansatzfrequenzen
hängen ab vom Wert des Kondensators und der Größe des beteiligten Widerstandes.Bei den einfachen Filterschaltungen (ein R, ein C)
entsteht bspw. beim Tiefpass eine eher sanfte Dämpfung von 20dB/Dekade für die
Signale oberhalb der Filterfrequenz. Die Dämpfung für die Filterfrequenz beträgt bei einem
so einfachen Filter 3dB (deswegen die Frequenz auch manchmal 3dB-Frequenz genannt
wird). Die Frequenz berechnet sich zu:f_3dB = 1/(2*pi*R*C)
(mit R in Megaohm und C in µF kann man das gut rechnen).
Schwierig ist es allerdings, in der Schaltung den Wert von R abzuschätzen:
Kondensator/Höhendämpfung vom Ausgang der Stufe (Drain, Kollektor, Anode) gegen Masse:
Hier ist R etwas kleiner als der entsprechende Arbeitswiderstand -- das aktive Bauelement
hat noch einen sog. Innenwiderstand, mit dem die Verstärkungsverluste z.B. der Röhre zu einem
Wert zusammengefasst werden.Ein Beispiel:
Eine ECC83 hat in der Standardschaltung
(Katode: 1,5k parallel 22µ, Anode 100k, Steilheit 1,6mA/V, 300V Betriebsspg.)
laut Datenblatt einen Innenwiderstand von etwa 60kOhm. Wenn man jetzt die Höhen über einen
Kerko 1n an der Anode gegen Katode bzw. Masse dämpft (kerko einfach mit auf die Röhrenfassung),
so realisiert sich ein Tiefpass von 1nF mal 100k||60k (~40k) -->Tiefpass ~4kHz.Hat die Schaltung mit dem JFET einen kleineren Drain-Widerstand, muss der Kondensator
entsprechend größer sein.Kondensator/Höhendämpfung zwischen Ein- und Ausgang der Stufe
Hier entsteht eine sogenannte Miller-Kapazität -- durch die (negative) Verstärkung der Stufe
erhöht sich die Kapazität, vom Eingang aus gesehen, entsprechend.Wenn die Stufe eine Verstärkung von bspw. (-)zehn hat, liegt über den Kondensator zwischen
Eingang und Ausgang die elffache Signalspannung an, d.h. durch den Kondensator fließt auch
der elffache Signalstrom und deswegen "denkt" der Eingang, der Kondensator wäre elfmal
so groß (bzw. man sagt, der Eingang "sieht" einen elfmal so großen Kondensator.Wieder ein Beispiel:
Bei einem klassischen Röhrenverstärker sind zwischen Eingang und Gitter der ersten Röhre
Widerstände geschaltet, oft 2x68k. In Richtung der Röhre entsteht so ein Parallelwiderstand
mit 34kOhm oder ein Spannungsteiler mit Ausgangswiderstand 34kOhm.Die Röhre hat eine Kapazität von 2pF zwischen Gitter und Anode. Durch die übliche
Verstärkung der Stufe von 50 entsteht eine Miller-Kapazität von etwa 100pF und
ein Tiefpass von etwa 50 kHz (der Radiosignal herausfiltern soll).Ende Beispiel
Die verlinkte Coloursound-Schaltung ist da schon etwas komplizierter, weil die Eingangsstufe
zweimal gegengekoppelt ist.Mitten-Höhenboost/Bassdämpfung durch C parallel zum Source/Kathodenwiderstand
Das ist jetzt schon ein wenig komplizierter. Bei der Schaltung ohne Sourcekondensator wird das
Eingangsignal zwischen Gate-Source-Strecke und Sourcewiderstand aufgeteilt.Mal eine Steilheit von 1mA/V im Arbeitspunkt und einen Sourcewiderstand von 1,5kOhm
angenommen (der Widerstand ist notwendig, um den Arbeitspunkt einzustellen),
gehen so 60% des Signals verloren. Man könnte das ganze auch als Eingangsspannungsteiler
mit zwei Widerständen interpretieren, dem Sourcewiderstand 1,5kOhm und der inversen Steilheit
(1/[1mA/V] d.h. 1kOhm).Wird der Sourcewiderstand jetzt mit einem Kondensator überbrückt, so entsteht eine
Mitten-Höhen-Anhebung "von-Bis", d.h. mit zwei Frequenzen -- von Frequenz eins bis
Frequenz zwei.Frequenz eins ergibt sich aus den Größen von Sourcekondensator und Sourcewiderstand,
Frequenz zwei aus den Größen von Sourcekondensator und Sourcewiderstand
parallel inverser Steilheit.Wieder ein Beispiel:
In der Eingangsstufe eines JCM800 hat die erste Röhre einen Sourcewiderstand vom 2,7kOhm,
(die Steilheit der ECC83 wird hier etwas geringer sein als oben angegeben, vielleicht 1,3mA/V)
und einen Sourcekondensator von 680nF.Hier beginnt die Mitten-Höhen-Anhebung bei etwa 100Hz (680nF, 2,7kOhm) und endet bei etwa
400Hz (680nF, 2,7kOhm parallel [1/1,3mA/V]).Ende des Beispiels -- auf die JFET-Geschichten umgedacht:
Hier sind die Widerstände u.U. nicht die gleichen und die JFETs haben nicht die gleiche
Steilheit wie die ECC83 und auch die JFETs unterscheiden sich da voneinander. Da hilft wohl
nur grob schätzen bzw. probieren, zumal auch das Simulationsprogramm auch nicht die genauen
Werte des konkreten JFETs kennt.Hi, den keramikkondensator der zwischen drain und gate soll um die höchsten Höhen... Kann ich den einfach von der Platinen Unterseite an die Beinchen vom Q2 löten?
Lg
Fichtel
Hast du keine Möglichkeit, erstmal mit Krokodilklemmen etc. mehrere Kondensatorwerte
auszuprobieren, bevor du zigmal auf dem JFET oder der Platine rumlötetst?Schöne Grüße
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