Madamp G3 zeigt sehr hohe Spannungen, please help !

  • Hallo an alle !

    Bin ganz neu hier im Forum.
    Habe vor einiger Zeit den Bausatz vom G3 entdeckt ... und bin gestern mit dem Zusammenbauen fertig geworden (super, dachte ich !). Habe dann begonnen, alles durchzumessen. Bis Meßpunkt Nr. 3 war alles prima, aber dann gings los:
    an fast sämtlichen VDC-Meßpunkten (außer an Nr. 9, 12 14) liegen 310 (bzw. mal 300 oder 315, s. Tabelle) Volt an !!!
    Desweitern liegt bei Meßpunkt Nr. 9, 12 und 14 überhaupt keine Spannung an !!
    Ich dachte, ich hätte sorgfältig gearbeitet, aber wer weiß ... ? Bin natürlich ganz schön frustriert, aber das muss ich als Neuling wohl in Kauf nehmen - ja, ich bin Neuling auf dem Gebiet der Elektronik (jetzt kann man gerne auf mir rumhacken ...), aber ich bin lernwillig und danke schon jetzt jedem, der mir weiterhilft.

    Leider ist der Frust heute Morgen (die Messungen fanden gestern statt ..) noch getopt worden, als mir ein "mechanisches" Mißgeschick passiert ist, bei dem die Röhren von oben gestaucht wurden. Dabei hat die 6N1P am Sockel einen Riss bekommen - also klar im Eimer ! An den beiden anderen kann ich keine Beschädigung sehen, was aber vielleicht nichts heißt ...
    Ich brauche also auch auf jeden Fall Ersatz für die 6N1P oder soll ich sicherheitshalber alle erneuern ?
    Hat jemand einen Tip, woher ich die Röhre (-n) zum annehmbaren Preis beziehen kann ?

    Gemessen habe ich mit einem Multimeter von Gossen MA 1H (ich glaube, das Gerät ist eher höherwertig).

    Beste Grüße, Norbert (hoffe, der Anhang ist lesbar - bitte sagt mir, falls nicht)

  • Hallo,

    ist das für dich annehmbar?

    Nach den wenigen Treffern im WWW und dem Zustand der dort gezeigten Gossen MA 1H, vermute ich, daß einer deiner Vorfahren Elektriker war^^. Das Teil ist alt und da mechanisch wahrscheinlich nicht mehr justiert/kalibriert und von den Leistungsdaten kommt es so gerade an ein "billiges" modernes DVM (10...20€-Klasse) heran. Dem würde ich nicht trauen ohne Referenzmessungen an bekannten Spannungen etc...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

    Einmal editiert, zuletzt von eBernd (12. Juli 2019 um 12:47)

  • Hallo Bernd,

    danke für Dein Angebot - ja, das wäre ok.
    Ich versuche nur noch hier vor Ort (Hamburg) von jemandem kurzfristig eine zu bekommen, weil ich unbedingt möglichst schnell weiter auf Fehlersuche gehen möchte. Habe das Gossen Gerät mal an verschiedenen definierten Stromquellen probiert und m. E. mißt es korrekt.

    Hättest Du ne Idee, wo der Fehler denn liegen könnte ... ?

    Gruß, Norbert

  • Die Meßbedingungen sind schon mal OK.

    Aber die Ergebnisse sind hanebüchen - z. B. 0 V an der Anode! aber 310 V an der Kathode! der gleichen Röhre. Wenn die zugehörigen Kathoden-R wirklich auf Masse lägen, wäre der ganze Amp schon abgefackelt.
    Wo hast du eigentlich die "schwarze Strippe = Minus" vom Meßgerät zur Messung der DC-Spannungen angeschlossen?
    Ohne Bilder vom Aufbau (Lötleiste und drumherum) geht hier gar nix...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo Bernd,

    habe gerade Fotos gemacht und angehängt. Minus habe ich (für alle VDC-Messungen) am zentralen "3-Fahnen-Minusanschluss" abgenommen. Hoffe, auf denFotos ist für Dich etwas erkennbar - bitte sag mir, falls ich andere Göße oder Details machen soll

    Gruß, Norbert

  • Hallo,

    zentraler Massepunkt als Bezug ist schon mal gut.
    Zur Deutung der gemessenen Spannungen:

    0 V an den Anoden: Da ist die Verbindung von der HV (A, B oder C) zu den Anoden irgendwo nicht vorhanden.
    HV (310 V) an den Kathoden: Das ist ganz spooky - vor allem wenn an der zugehörigen Anode 0 V sind. Kann ein Zeichen von fehlenden Masseverbindungen sein.

    Am besten Verdrahtungsplan nochmal ausdrucken und jede Verbindung/Lötstelle prüfen (auch mit Durchgangsprüfer! - alles natürlich im spannungslosen Zustand!) und im Plan abhaken.
    Wenn dabei Fehler gefunden/behoben wurden, noch mal alle Spannunen messen und protokollieren.

    Diese Arbeit kann dir keiner abnehmen.

    Viel Erfolg, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo Bernd,
    der Ausdruck "spooky" lässt ja nix gutes hoffen ...
    Werde mich also an die Arbeit machen - melde mich, wenn ich damit durch bin. Besten Dank zunächst für Deine Tips !

    Beste Grüße

    Norbert

  • Hallo Christof und Bernd,

    ja, die grünen Masseanschlüsse habe ich von hinten aufgelötet. Dabei ist mir aber ein heftiger Anschlussfehler aufgefallen: hatte einen roten Schaltdraht (s. Fotos, roter Stift zeigt korrekte Pos.) zwei Pins nach links versetzt angelötet - darunter (also hinten) befindet sich ein Massekontaktpunkt !!
    Könnte das die spookigen Werte erklären, Bernd ? (nehm ich ja mal an ...)
    Werde jetzt gleich versuchen, die Röhre zu bekommen (habe einen privaten Anbieter vor Ort entdeckt, der aber ert ab 14:00 uhr erreichbar ist).

    Ich brenne natürlich darauf erneut zu messen - hoffentlich ist nichts anderes durch meine "Unachtsamkeit" kaputt gegangen - ist das sehr wahrscheinlich ?? oder kann ich auch Glück gehabt haben ?

    Melde mich, sobald ich neue Ergebnisse habe (oder abgefackelt bin ...).

    Norbert

  • Hallo,

    mach nach vollständiger Prüfung und Röhrenwechsel einfach nochmal die Spgs-Messungen und tue sie hier kund.
    Da kann man eher was zu sagen als zu den Fotos, denn a) man kann nicht hinter die Lötleisten schauen und b) an den Fassungen gehts teilweise was "knubbelig" zu, wie der Rheinländer sagt...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Guten Morgen zusammen,

    habe neue Erkenntnisse: nachdem ich gestern zunächst den falschen Anschluss des roten Schaltdrahtes entdeckt hatte (s. oben ...), habe ich per Durchgangsprüfer festgestellt, dass die Masseleitung, die hinten auf dem board verlötet ist gar keine Verbindung zum zentralen Massepunkt hat ! Warum ! ich hatte sie einen Pin zu früh enden lassen, soll heißen, die Masseleitung zum zenralen Massepunkt hatte gar keine Wirkung (entschuldigt bitte meine unfachliche Ausdrucksweise ...).
    Jedenfalls habe ich diese Lücke überbrückt ! Danach Messung durchgeführt und siehe da: nix mehr 310V , sondern fast komplett akzeptable Werte (also innerhalb der 10 % Toleranz). Nur an drei Meßpunkten sind sie etwas außerhalb der Toleranz - habe ich auf der Liste eingekreist.
    Frage: sind diese Werte trotzdem noch akzeptabel oder muss ich nach Ursachen dafür suchen ?

    Gruß, Norbert


  • Ja, jetzt mußte ich sogar die Brille absetzen, damit es nicht zu groß wurde^^

    Sieht gut aus. Die angezweifelten Spg. am PI V2b sind unproblematisch weil konsistent, da Ia = Ik = 1,4 mA und der bei der Vorstufe V2a 2,7 mA.
    Was mich aber wundert, daß du bei 210 V Netzspannung (-9%) - und entsprechend niedriger Heiz- und Anodenwechselspannung am Trafo - trotzdem leicht erhöhte DC-Spg. überall hast.
    Oder hat der Selenglr. für die VAC-Messung bei deinem betagten Multi einen wech?

    Und, kommt den auch ein Ton raus?

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo Bernd,
    ja, dass das Blatt dann so groß wurde, war auch nicht beabsichtigt, aber egal ...
    Beruhigend, dass Du die angesprochenen Werte für ok. hälst … und: ja, ja, der kleine Apparat gibt Laut !! also funktioniert! bin ganz happy!

    Was mich allerdings auch wundert sind die angezeigten 210 V Netzspannung (- ist zwar ein altes Haus hier, aber daran wird's wohl nicht liegen … hi hi ). Ich hatte mir auch schon überlegt, dass die niedrige AC-Spannung und die auf der anderen Seite fast alle im oberen Toleranzgereich liegenden Werte (DC) nicht zusammenpassen.
    Du hast wahrscheinlich recht, dass dies wirklich am Meßgerät liegt. Werde nächste Woche versuchen ein anderes Gerät zum Vergleichsmessen zu organisieren. Ich melde mich dann noch Mal und berichte !

    Nun denn, vielen Dank zunächst für Deine Unterstützung und Tips !

    Dankeschön auch an Christof!

    Find ich ja sehr faszinierend (und aufregend), aus so vielen kleinen Teilen einen (jetzt!) funktionierenden Verstärker zusammen zu bauen !! (hatte sowas noch nie vorher gemacht)

    Beste Grüße

    Norbert

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!