Hallo zusammen,
der Nachbau von Röhrenamps macht ja wirklich extrem viel Spaß. Leider geht das aber auch richtig ins Geld, gerade, wenn man immer den kompletten Amp nachbaut, also mit Endstufe und womöglich noch mit der Box/Gehäuse, gerade wenn man z.B. einen alten Fender Combo nachbauen will. Da ich 19"-Fan bin, habe ich mal von einigen Amps die Vorstufen miteinander verglichen und bin ehrlich gesagt verwundert, wie ähnlich sich z.B. die alten Marshalls, Vox und Fenders da sind.
Nun frage ich mich natürlich, in wie weit der "Sound / Feeling" des Amps von den einzelnen Teilen des Amps abhängt:
a) Vorstufe
b) Phaseninverter
c) Endstufe
d) Box
Und dann kommen ja noch ganz andere Faktoren dazu wie Gitarre, Raumakustik, "eigene Tagesform" etc.
Mangels A/B Vergleichsmöglichkeit kann ich das so überhaupt nicht abschätzen. Wer hat schon die ganzen Amp-Klassiker zu hause rumstehen? Vieles, was man so liest ist mit Sicherheit Voodoo, aber eine 4x12" klingt definitv anders als eine 1x12" offene Box, eine Röhrengleichrichtung mit PP 6L6 anders als eine SE EL84.
Die entscheidende Frage, die ich mir stelle ist, ob es überhaupt Sinn macht, die Vorstufen der Amps ohne die zugehörige restliche Soundkette nachzubauen??? Klar, wenn man eine PP 6L6 Endstufe hat, macht es schon Sinn eine SLO100-, XTC- oder Rectifier-Vorstufe zu bauen, aber die "Klassik-Amps"?
Gruß
Oli