Bender MK3 Gitarrensignal stirbt schnell ab

  • Hallo an alle,

    bin ein relativer Neuling in Sachen DIY-Effektgeräte und habe einen Bender Mk3 zusammengebaut. Er funktioniert auch soweit, nur ist das Gitarrensignal sehr limitiert und stirbt nach kurzer Zeit ab, als hätte ich ein Noise-Gate zwischen Gitarre und Bender geschaltet. Mit dem Volume-Poti ist ebenfalls kein Arbeiten möglich, da das Signal ab einem Volume-Wert von etwa 9 eine Schwelle überschreitet und dumpf wird. In Sachen Ton gefällt er mir soweit gut, etwas Rauschen ist zu hören, was mich aber primär nicht groß stört. Meine Frage wäre erstmal: Ist das ein normales Verhalten für ein derartiges Effektgerät?

    Ich habe bereits alle Lötstellen überprüft und gegebenenfalls nachgelötet (Nicht schön, aber selten...). Bilder hänge ich mal an. Den Schaltplan bin ich auch komplett durchgegangen und mir ist kein Fehler aufgefallen. Wie schon gesagt Bypass und auch das Effekt an sich funktioniert erstmal.

    Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

    Beste Grüße,

    Paul

  • Hallo! Sind das Germaniumtransistoren und Stand da im Text was von Einbau mit Abstand bzw. sehr kurze Lötzeit bzw. Einbau mit Sockeln? Für gegrillte Germaniumtransistoren in einem Bender wären die Syptome jedenfalls die üblichen. Dann wäre neue Transistoren und SIPs bestellen angesagt. Sorry die News und Gruß, Bert

  • Hey ja, das hatte ich in meinem ersten Post vergessen zu erwähnen. Habe in meinem Übereifer die Transistoren direkt aufgelötet und erst im Anschluss gerafft, wofür die die Stecker sind.

    Na dann muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und mir neue bestellen. Besten Dank!

  • ...ja, "Bias", hier eben durch die Leckströme verschoben. Germaniumer sind eben extrem "magic" aber auch extrem empfindlich. Wird die Basis innen heiß (100°C reichen da schon) diffundiert die Dotierung und der Transistor wird mehr oder weniger dauerleitend. Im Bender verschiebt dann jeweils ein Transistor den Arbeitspunkt vom anderen.

  • Ein falsches Bias würde in meinem Fall ja ein Fehler im Zusammenbau oder falsche Widerstände bedeuten, richtig?

    Hab mir bereits neue Transistoren bestellt und werde mal sehen, was sich machen lässt.

  • Hi,

    ich hab das Teil mal ... 2008 für nen Kumpel gebaut - hatte das seiner Zeit auch so mit den Transen gemacht - also normal eingelötet und es hatte sauber funktioniert.
    Was natürlich nicht heißt, das ggf. einer beim Löten gehimmelt wurde.

    es gibt doch bestimmt eine Übersicht, wieviel Volt, an welcher Stelle anliegen sollte - ggf. kannst du da mal nachmessen, dass würde ja direkt zeigen, wo eine falsche Spannung
    vorhanden ist.

    ansonsten wirklich nochmal genau schauen, bezüglich Widerstände, ob da auch wirklich die richtigen Werten an den richtigen Stellen eingelötet sind.
    Ich kenn das von mir selbst, vertausche leider gern mal 470K mit 470 Ohm.. hihihi.. ist mir schon so oft passiert

    oder ein Kondensator der polarisiert ist falsch rum eingebaut.. im Eifer des Gefechtes fällt es auch beim durchsehen nicht immer sofort auf

    Gruß
    Olli

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