Parallelschalten von Röhrenvorstufen

  • Hallo zusammen,

    ich möchte mir einen Looper für mehrere Röhrenvorstufen bauen. Ich werde alle Sends parallel schalten, so dass bei aktiviertem Loop die Eingänge der ausgewählten Vorstufen direkt miteinander verbunden sind.
    Nun würde ich gerne wissen, ob ich selbes Prinzip auch mit den Ausgängen der Röhrenvorstufen machen darf, oder ob das in jedem Fall vermieden werden muss, da die Vorstufen womöglich schaden nehmen. Der Sound als Klangerlebnis sei mal dahin gestellt.

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hallo,

    so, nun habe ich hier den Schaltplan meines geplanten Loopers.
    Ich hatte schon einmal einen Looper gebaut. Hat im Prinzip auch einwandfrei funktioniert. Der Haken war, dass ich die ganzen Loops seriell geschaltet hatte, so dass sich der Send/Input und der Return/Output extrem nahe gekommen sind, da die Loops mit einem DPDT Relais realisiert wurde. Dies führte bei High-Gain-Einstellungen der Vorstufen zum Pfeiffen.

    Gruß
    Oli

    Bilder

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  • ich kann den Plan nicht öffnen, das ich grad im Zug sitze, würde aber auf jeden Fall empfehlen, jede Loop beidseitig zu buffern.

    Einmal editiert, zuletzt von roseblood11 (10. Mai 2018 um 09:00)

  • Hallo,

    doch, da die Sends alle parallel liegen und die Returns sich beim Aktivieren der Relais gegenseitig ausschließen, so dass immer nur ein Signal am Ausgang anliegt.
    Buffern möchte ich eigentlich nicht, da ich Purist bin und das direkte Signal möchte.

    Gruß
    Oli

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  • das wird immer hübsch unterschiedlich klingen, je nachdem, wie viele Loops grad aktiv sind. Deren Eingangswiederstände liegen ja jeweils parallel. Und ziehen dir mal mehr, mal weniger die Resonanzfrequenz der Gitarre runter.

  • Hi,

    für den Fall habe ich ja einen schaltbaren Buffer drin. Im Prinzip hängen aber an den Loops 12 Röhrenvorstufen dran, so dass eh meistens nur ein Loop aktiv sein wird. Die Frage bezog sich eher auf ein versehentliches Parallelschalten der Vorstufenausgänge als ein gewünschtes..

    Gruß
    Oli

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  • Dieser Schaltplan ermöglicht es doch, dass nur diejenigen Sends anliegen, deren jeweils einzeln zugeordnetes Sendrelais aktiviert ist. Außerdem schließen sich die Returns durch die Wechsler gegenseitig aus.
    Insofern rätsle ich über den Zusammenhang zwischen Frage und Schaltung.

  • Jetzt habe ich mir den Rest des Schaltplans noch angesehen. Kann es sein, dass Du hier Schaltplanblöcke zusammenkopiert hast, ohne sie so recht zu verstehen? Ehrlich gesagt, bin ich irritiert, dass Du Dich ans Zusammenschalten von 12(!) Röhrenvorstufen machst. Wenn Du mit Hochspannung auch irgendwas zusammenschaltest kannst Du ja nicht nur Dich sondern vielleicht auch noch andere umbringen.
    Dein Gain hat jedenfalls kein gain.
    Gruß Christof

  • Hallo,

    ja klar schließenen sich die Returns aus. Das wollte ich ja auch so (im Plan ist übrigens nichts "zusammenkopiert"), da ich mir mit dem Parallelschalten der Outputs eben nicht sicher bin. Sollte dies kein Problem darstellen, werde ich die Verschaltung anders machen, eben so wie die Sends. Nachteil meiner aktuellen Verschaltung im Plan ist, dass Return1 erst einmal 12 gesteckte Relais durchwandern muss, bis das Signal am Output anliegt - was dem Sound nicht dienlich sein kann, wobei die Soundeinbusen bei meinem Vorgängermodell mit 12 komplett seriellen Loops vernachlässigbar waren. Warum irritieren Dich 12 Vorstufen? Ich war eben fleißig und habe schon den einen oder anderen Preamp und Röhrenendstufe gebaut. Es geht ja auch nicht darum, 12 Vorstufen wegen des "Sounds" gleichzeitig parallel zu betreiben, das wird schon aus Gründen der Phasendrehung je nach Vorstufe nichts...

    Glaub mir, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich etwas tun kann, dann frage ich vorher, wie eben hier. Verstehen tue ich nur das Boss NF-1 nicht, macht aber nichts, denn es funktioniert.

    Warum sollte mein Gain kein Gain haben? Die Verstärkung hat den Faktor 1+JR2/2,2k. Welchen Widerstand ich für JR2 einsetze muss ich eben noch experimentell ermitteln. Wahrscheinlich irgendwas zwischen 10k und 2,2k.

    Gruß Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi,
    Naja, ich glaube, dass es einen Unterschied macht, ob Du ein mit 9V betriebenes Noisegate in einer Schaltung verwendest, ohne es zu verstehen, oder ob Du Schaltungen einsetzt, die mit 250V betrieben werden, ohne die Ausgangsfrage selbst beantworten zu können.
    Es ist auch ein Unterschied, ob man Schaltungen nach Vorlage erstellt, oder ob man sie neu zusammensetzt.
    Es könnte halt mal sein, dass Du gar nicht drauf kommst, dass Du hättest fragen müssen.
    So, genug hier von meiner Seite.
    Gruß Christof

  • Hi Oli,

    Grundsätzlich gillt:
    Eingeänge der Vorstufen kann man in der Regel parallel schalten, Ausgänge jedoch nicht.
    Sei denn, man entkoppelt die Ausgänge mit Widerständen und fürt sie dann einer Mischstufe zu,
    ohne Pegelverluste zu erleiden. Evtl kannst du dir dabei Brummschleifen holen, aber das wäre ein anderes Thema.

    Beachte aber die Nachteile parallelgeschalteten Eingänge, die Immo schon oben erwähnt hat.
    Ohne einen Buffer davor und passiven PUs wirds bei 12 Vorstufen ordentlich muffig.

    Wenn du allerdings Übersprechungen oder Nebengeräusche möglichst klein halten willst,
    dann solltest du die Eingänge nicht stur parallel hängen, sondern alle unaktiven Eingeänge immer nach masse Schalten und nur den gewählten Eingang öffnen.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hi Chris,

    ist schon klar, dass wenn man Vorstufen vernünftig mischen will man zunächst einen Buffer, dann einen optionalen Inverter und dann einen Summierer braucht. Das ist aber nicht die Frage, sondern ob ein Defekt auftreten kann sollte man die Vorstufenausgänge parallel schalten. "Entkoppelt" sind sie ja alle mehr oder weniger, denn die Ausgangsimpedanz der einschlägigen Preamps (Soldano X88R + SP77, Mesa Studio Preamp, Engl 530) liegt so zwischen 10k und 100k. Wahrscheinlich will sich da aber niemand festlegen, da Vorstufen einfach zu unterschiedlich sind...

    Seis drum, noch ein paar praktische Fragen:

    a) Hat schon mal jemand zwei Vorstufen parallel betrieben? Ist das etwas, was man haben sollte?
    b) Mit welchen Pegeln muss man größenordnungsmäßig bei Preamps rechnen? Ist aber wahrscheinlich nicht zu beantworten, da der Quad im Vergleich zum Engl 530 zig mal lauter ist....

    Gruß Oli

    PS: In meinem Plan liegen die unbenutzten Eingänge schon an Masse!

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  • zu a) Ja, oder auch zwei ganze Amps. Sinn ergibt es für mich persönlich nur, wenn man beide Signale separat aufzeichnet. Eins clean, eins stärker verzerrt -> Flexibilität beim Abmischen. Live könnte es zB bei modernen Metal Sounds nützlich sein, ähnlich wie es viele bei verzerrtem Bass machen: Tiefe Anteile clean(er) lassen, hauptsächlich die Höhen / Hochmitten verzerren.

  • ...und zu b)
    in der Tat kann man es nicht pauschal beantworten.
    Bei "fertigen" Preamps sollte man schon irgenwo mit nem standarisiertem Linepegel rechnen.
    Oft haben sie aber auch nen Masterregler, mit dem sich der Pegel regeln lässt.

    Aber noch mal zum Parallelschalten von Preamps.
    Alles hängt davon ab, an welcher Stelle in der Schaltung man die Signale abgreift und für welchen Zweck.
    Wenn die Ausgänge - wie du schreibst - tatsächlich entkoppelt sind, dann dürfte dabei nichts kaput gehen.
    Der Pegel wird aber an dem Summenknoten mit jedem weiteren Preamp (je nach Ausgangsimpedanz) immer kleiner.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Oli, wenn Du die Frage mach der Überlastung genauer klären willst, dann must Du das für jede Vorstufe getrennt machen. Dazu schlägst Du im Datenblatt der letzten Röhre den max. Anodenstrom nach und rechnest durch, ob das Widerstandsnetzwerk der belastenden Schaltung diesen Strom zu groß werden lässt. Genauso verfährst Du mit den Anodenwiderständen. Wie gaaanz oben schon erwähnt, braucht man sehr genaue Angaben oder man muss mit der pauschalen Antwort leben.
    Zum Thema Mischen mit Röhrentechnik könntest Du Dir anschauen, wie man ein Reverbsignal zumischt über zwei Widerstände.
    Gruß Christof

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