Servus miteinander,
ich hab mir vor ca. nem halben Jahr den M15Mk1 aufgebaut. Hab dazu auch eine überaus dämliche Frage im Forum gestellt, für die ich mich in Grund und Boden geschämt habe, weil ich (meiner Meinung nach) eigentlich gar nicht so blöd bin
. Hab mich aber jetzt immer mehr ins Thema Röhrenampbau eingelesen und bin da auch jetzt schon ein ganzes Stück weiter.
Naja, Ende der Geschichte, trotz einiger Schwierigkeiten ganz am Anfang hab ich den Amp auch zügig zum Funktionieren gebracht. Spannungen passen (fast alle, dazu gleich mehr), und der Amp hört sich auch gut an. Dennoch gibt es ein paar Dinger, bei denen ich mir gerne etwas Hilfe von euch holen möchte. Also der Amp steht eigentlich auch schon 4 Monate rum, weil ich für ausgiebige Tests (Spannungen hab ich ja damals gemessen und haben soweit gepasst) noch keine Zeit hatte und den Amp auch nicht aufdrehen konnte. Man munkelt ja, dass Nachbarn gegen Verstärker-Aufdrehen wohl sehr empfindlich sein sollen
. Und da ich jetzt die Zeit habe und auch mehr Verständnis, möchte ich diesen jetzt auch wirklich ORDENTLICH zum laufen bringen, weils doch ein paar kleine Sachen gibt, die ich geklärt haben möchte.
Also dann:
1) Wenn ich zu Beginn den Hauptschalter betätige (Standby noch nicht), leuchtet ganz zu Beginn eine der Endröhren recht hell auf, wird aber sofort wieder "normal", die andere (denke ich mal) ist gleich "normal". Wie gesagt, Spannungen passen mit +- 3%. An was kann das liegen? Oder ist das vielleicht gar nicht schlimm?
2) Drei Spannungswerte weichen aussergewöhnlich ab. Also alle Spannungen liegen im Bereich +-3% nur V2a und b haben ca. 10% Abweichung, was laut Bauanleitung ja auch noch im Rahmen sein sollte, aber mich wundert es, dass diese Werte soweit abweichen? Anode V2a und Gitter V2b sind bei glaub ich 113V (statt 127V), Kathode V2b liegt bei ca 117V (statt 129V) und die Spannung an R14 ist bei ca 37V (statt 42V). Hab mir gedacht dass es wenn dann von C9 und R11 kommen könnte, aber diese Teile hab ich durchgemessen und diese passen. Kalte Lötstellen würd ich jetzt einfach mal ausschliessen, aber wenn ihr sagt dass das typisch wäre, lass ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Eins muss ich noch dazu sagen, Werte wurden gemessen nachdem der Widerstand R6 an V1b zwecks grösserer Verzerrung von 33K auf 10K heruntergesetzt wurde, sollte aber doch im Leerlauf eigentlich nichts machen, oder?
Aber mir ist damals ein Verdrahtungsfehler passiert, ich hab den Kanalschalter damals falsch verdrahtet gehabt. Wenn ich in den Cleanchannel geschaltet habe, habe ich Clean- und Crunchchannel zusammengeschaltet (ich weiss, richtig dämlich), anstatt den Cleanchannel durchzuschalten. Kann da was an der Klangregelung passiert sein?
3) Jetzt kommt noch Thema Brumm.
Das ist mein erster Röhrenverstärker (ich hab also noch keinen gekauften Originalamp, sondern der Madamp ist mein allererster Röhrenamp), von daher weiss ich leider nicht so wirklich, wie ich den Brumm beurteilen soll und hab auch beim Musikladen um die Ecke das entsprechende noch nicht ausprobiert. Es geht darum, dass der Cleankanal bei voll aufgedrehten Volumepoti (Gitarre ist eingesteckt aber Gitarren-Volumepoti ist aus) ein ganz leichtes Brumm hat, also dass kann man in aller Ruhe um Mitternacht ausprobieren ohne Probleme zu bekommen, weils vielleicht halbe Gesprächslautstärke ist. Sobald ich den Tonepoti dazu komplett aufdrehe, kommt ein leichtes Rauschen dazu, aber an der Lautstärke ändert sich nichts. Ist dass in einem angemessenen Bereich, oder sollte da wirklich gaaaar nichts klingen, wenn man voll aufdreht?
Dann im Crunchkanal: Gain und Master ca. 3 Uhr (also dreiviertl auf) ist leichtes Brumm wie bei Clean, wird der Master voll aufgedreht, wirds etwas stärker und mit Aufdrehen des Gainpotis zum Anschlag nochmal etwas lauter. Es ist zwar noch erträglich, aber ich würds jetzt nicht mehr um Mitternacht probieren.
Würd mich freuen, wenn ihr mir bei meinem Anliegen bissl weiterhelfen könnt.
Vielen Dank schonmal im Voraus.
Viele Grüße
Matthäus