Wie sieht Euer Lieblings Sitzmöbel zum Gitarrespielen aus?

  • Hallo,
    es geht mir die Schnapsidee im Kopf rum einen "Feuerstuhl" für zuhause zu bauen. D.h. eine bequeme, einigermaßen ansehnliche und praktische Sitzgelegenheit mit eingebautem Combo.
    Suche Anregungen.
    Wie sitzt Ihr am liebsten?
    Gruß Christof

  • Hi Christof,

    ist bei mir auch nur eine "Notlösung". Da ich zu wenig Platz habe (wie viele) sitze ich auf einem Bürostuhl mit Rollen, was vorallem wegen herumliegender Kabel die man überfahren kann, nicht zu empfehlen ist. Wichtig ist mir manchmal aber auch ein Fußabstellteil (keine Ahnung wie man das richtig nennt) in meinem Fall von Ibanez. Eigentlich sollte man ja schon allein wegen dem Rücken lieber stehen, dann kann man nämlich auch gleich seine "Stage-moves" üben :D
    Geht bei mir aber auch nicht gut, weil ich eine Dachschräge über meinem "Spielplatz" habe.
    Deine Idee mit dem Kombigerät (Sitz und Kombo) ist echt genial. Ich will mir nämlich noch eine 2.Box bauen und da könnte ich dann auch eine Sitzfläche drauf einrichten.. :thumbup: Muss ich mir mal durchdenken

    Gruß Markus


    ---- in der Beschränkung zeigt sich erst der wahre Meister -----


  • Wichtig ist mir manchmal aber auch ein Fußabstellteil (keine Ahnung wie man das richtig nennt) in meinem Fall von Ibanez.

    Fußbank (für Gitarristen) nennt man das. So etwas benutzen die Klassik-Gitarristen welche grundsätzlich im sitzen spielen. Mit dem linken Fuß auf der Bank und die Gitarre auf dem linken Oberschenkel bekommt man die optimale Stellung zum spielen.

    Seit einiger Zeit gibt es auch Teile (Gitarrenstütze) die man an der Gitarre befestigt um die nötige Höhe zum spielen zu bekommen. Man sitzt dann bequemer.

    Überhaupt sollte man der Gitarrenposition Aufmerksamkeit schenken. Das Instrument im stehen und auf Höhe der Oberschenkel spielen sieht zwar cool aus aber nicht nur Barrégriffe, mit dem Zeigefinger, werden da sehr schwierig.

    Persönlich spiele ich am liebsten E-Gitarre im stehen und wenn ich sitze habe ich das Instrument mit Gurt umgehängt. So habe ich eine ähnliche Position wie im Stehen und auf eine Fußbank oder Gitarrenstütze kann ich verzichten.

  • Interessanterweise stelle ich den rechten Fuß auf die Fußbank. :)
    Hab aber auch als Hauptgitarre eine SG die eh eine ungünstige Gewichtsverteilung hat. Das mit der Haltung stimmt schon: Will man eine gute Barree-Haltung haben und auch sonst ohne großen Druck spielen, dann ist die Handposition entscheidend und die hängt natürlich auch von der restlichen Haltung ab. Also wieder ein Argument fürs stehend spielen.
    Aber sorry - hier geht es ja um ein Sitzmöbel.
    Was ich mir überlegt habe: Wenn man auf der Box sitzt, ist zwar die Massagewirkung gut, aber die Abstrahlrichtung eher nicht so doll. Also wird die Box eher zu dumpf klingen.

    Gruß Markus


    ---- in der Beschränkung zeigt sich erst der wahre Meister -----

  • Hallo zusammen,
    vielen Dank schonmal für die Posts!
    Ja, etwas Hockerähnliches mit Fußstütze scheint sich abzuzeichnen. Wie hoch ist der auf dem Bild?

    Die Höhenverhältnisse sind mir immer noch unklar. Um wieviel muss der Fuß, der nicht auf der Stütze ist, tiefer sein? Gehe davon aus, dass der Oberschenkel vom Fußstützenbein waagrecht sein muss. Ich habe eine Dickbauchige Akustische, die muss ich auf das linke Bein auflegen, ist auf dem rechten Bein immer unbequem.
    Gesamthöhe "etwas" höher als ein normaler Stuhl?

    Gerne Pyramidenstumpf als Grundform. Weiß aber nicht, ob ich das mit den Winkeln praktisch hinkriege. Vielleicht der Einfachheit halber doch alles rechtwinklig.

    Der Amp soll von oben bedienbar sein. also Knöpfe neben bzw hinter der Sitzfläche. Etwas vertieft.

    Alles schön abgerundet, gegen Macken an der Gitarre.
    Eingebaute Vielfachsteckdose.
    Fach für Treter unten zum Wegräumen.
    Ggf. "Gehörn" seitlich, das den Hals einer dagegen gelehnten Gitarre sichert, dass sie nicht umfällt.
    Angriffsmöglichkeit, um den Hocker wegtragen zu können.
    LS möglichst 10".
    Was fehlt?
    Gruß Christof

  • Der Sinn. Warum setzt du dich nicht einfach vor einen normalen Amp, wie alle anderen auch? Weniger Arbeit, der Amp sieht auch in anderen Kontexten gut aus, du wirst dich besser hören ... und du musst dir nicht die Rosette befingern, wenn du etwas mehr Bass reindrehen willst.

  • Ja, Immo, der Sinn?
    Da hast Du einen äußerst wunden Punkt erwischt!
    Man kann heute praktisch alles billiger kaufen als selber bauen. Warum machen wir da also noch rum?
    Ich beschäftige mich seit ich ca. 12 Jahre alt war mit Elektronik und seit ich ca. 14 Jahre alt war mit Gitarrespielen. Allerdings habe ich erst ca. vor 5 Jahren entdeckt, dass es nichts befriedigenderes gibt als Gitarrenelektronik.
    Der Grund liegt darin, dass Röhren immer schon teuer waren und dass deshalb wenige verwendet wurden in einer Schaltung. Daher sind Röhrenamps so einfach aufgebaut, dass man den Sinn jedes einzelne Bauteils verstehen kann. Und gleichzeitig genau den Sound bekommt, den man will, da das Ideal damals geprägt wurde. Das geht tatsächlich besser, als mit 100000 Transistoren.

    Ja und dann arbeite ich gerne mit Holz. Interessanterweise kann ich, wenn ich den Hals fertig kaufe, Pickups und ne Brücke, eine Gitarre komplett selbst gestalten und bauen. Eine Akustische würd ich dagegen nicht gut hinbekommen.

    Ein m.E. sehr gut klingendes Cab. zu bauen ist auch überhaupt keine Kunst, es muss nur großvolumig sein.

    Also, warum nicht mal experimentell eine neue Kombination probieren? Muss mich dazu aber auch noch vollends aufraffen....

    Ich hab auch noch ne Reisegitarre, die ist so klein und leicht, die kann man in allen Lagen spielen. Also, was ist der Sinn? 8|
    Gruß, Christof

  • Ich wollte dein Ansinnen nicht abwerten. Aber ich verstehe es wirklich nicht. Man will sich doch beim Spielen gut hören, und das ist per se nicht gegeben, wenn man über dem Lautsprecher sitzt. Jeder, der schonmal ein Mikro für eine Aufnahme positioniert hat, weiß, wie schwierig es ist, den "Sweet Spot" zu treffen. Wenn man vor dem Amp sitzt oder steht, ist das kein Problem, man wird sich ganz intuitiv zu solchen Punkten bewegen. Wenn man drauf sitzt, fällt das flach. Ich wäre da ständig unzufrieden... Beim Bass ist es schon was anderes, da verteilt sich der Klang eh diffuser und ein gutes Bassreflexgehäuse strahlt auch nicht so gerichtet ab, wie eine Gitarrenbox. Auf meinem Ashdown-Combo sitze ich jedenfalls manchmal, der hat auch ziemlich genau die Maße eines Klavierhockers.

    Wenn du es angehst, würde ich empfehlen, die Konstruktion der Raptor-Boxen von TT mal anzusehen. Ich habe das (vereinfacht und Pi mal Daumen) bei meinem kleinen Vox umgesetzt, und der Effekt ist enorm. Der Amp klingt viel ausgewogener, als mit offener Rückwand und abgedeckten Seiten, man kann sich quasi frei im Raum bewegen und hat überall einen brauchbaren Sound.
    Mini AC-30

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