Phantomspeisung für Speaker Simulatoren

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich mich derzeit mit dem Thema Speaker Simulatoren beschäftige und vom Bedienkomfort mit der Behringer GI 100 Ultra-G hoch zufrieden bin, habe ich mich gefragt, wie das mit der Phantomspeisung denn so funktioniert und wie man sich die 48V Phantomspeisung eines Mischpults zu nutze machen könnte. Wäre doch cool sich ein Bodenpedal mit ein paar Effekten, Preamp, Boxensims zu basteln und nur ein XLR Kabel zur Stagebox zu benötigen.
    Leider habe ich zu diesem Thema nichts wirklich brauchbares gefunden, deshalb meine Frage an Euch, ob ihr da einen beispielhaften Schaltplan habe, aus dem die Logik / Prinzip der Nutzbarmachung der Phantomspeisung hervor geht. Ein reverse-engeneering der Behringer Ultra-G habe ich schon versucht, aber da ist wegen Kompaktheit und SMD nichts zu holen...

    Ich verstehe auch nicht, wie man z.B. ein Audiosignal einer DC Spannungsquelle aufpfropfen kann. Die positive Halbwelle kann ich ja noch nachvollziehen, aber würde nicht die negative Halbwelle des Audiosignals dazu führen, dass der Spannungsregler (z.B. 7809) sofort gegensteuert und diese negative Welle im wahrsten Sinne des Wortes platt macht?

    Vielen Dank für die Anregungen!

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi Oli,

    die Idee mit der Phantomspeisung für Effektgeräte ist nicht verkehrt, aber nicht ohne weiteres machbar. Da ist z.B der Strom auf ein Paar mA begrenzt. Viel zu wenig, um mehrere Bodentretter damit zu versorgen.
    Schau dir am besten im Netz das Grundprinzip der (üblichen 48V) Phantomspeisung an. Da ist ist die Spannung beideseitig mit Widerständen auf einen höheren Innenwiderstand gestzt (da sonst Kurzschluss) und die Wechselspannung, auchg beideseitig mit Kondesnatoren enikoppelt. Recht simpel.
    Schwieriger wirds, wenn der Geber Trafosymetriert und galvanicht getrennt werden soll.
    Behringer z.B. bedient sich in seiner GI-100 einses kleinen "Tricks" Und zwar mit hilfe eines winzigen, intergrierten Schaltnetzteils. Dadurch wird die Speisspannung galvanisch von der prim. Elektronik enkoppelt und das Nutzsignal wird auf übliche Weise mit einem Audioübertrager simetriert.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Leider habe ich zu diesem Thema nichts wirklich brauchbares gefunden, deshalb meine Frage an Euch, ob ihr da einen beispielhaften Schaltplan habe, aus dem die Logik / Prinzip der Nutzbarmachung der Phantomspeisung hervor geht. Ein reverse-engeneering der ...

    Hallo Oli,

    zum Prinzip der Phantomspeisung: Phantom Power Box für zwei Kanäle inkl. Pre-amp Kabel stereo - XLR

    Gruss Jochen

  • Hallo Chris,

    woher weißt Du das mit der GI-100? Hast Du da zufällig einen Schaltplan? Wie viel mA kann denn die Phantomspeisung?
    Galvanisch getrennt werden muss ja nicht, da ich bei so einem Bodenpedal keine weitere Spannungsquelle hätte, nur evtl. eine Batterie von der aktiven Gitarre.


    Hallo Jochen,

    so ganz erschließt sich mir der Schaltplan für den Gebrauch mit einer Gitarre nicht. Ein Gitarrensignal ist ja Mono, habe also schon mal keinen "ring". Und für den Eingang ins Mischpult brauche ich ja idealerweise ein relativ niederohmiges symmetrisches Signal, was ja etwas völlig anderes ist, als ein Stereo-Signal. Warum haben R1 und R2 unterschiedliche Werte? Symmetriert denn der Preamp? Auch der Strom, der durch R11 und R12 maximal fließen kann ist ja bei 48V gerade mal 3,5 mA. Das reicht ja nicht einmal für zwei low current LEDs. Jetzt ist halt die Frage, wie klein ich R11/R12 machen darf.

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi Oli,

    nö, nen schaltplan hab ich davon leider nicht, aber ich hab 2 Stück von den roten Kisten <X 8o
    Hab die Schaltung schon mal analisiert und auch aus Neugier durchgepfieffen, um das Filter zu "sehen",
    denn das Auge hört bekanntlich mit :D

    Na ja, der, von Jochen verlinkte Plan, stellt eine konkrete Schaltung eines phantomgespeisteten Stereo-FET-Preamps und weniger das Grundprinzip einer Phantomspeisung. Von daher etwas verwirrend.
    Aber mit Bisschen Gugeln findest du schon was. Das prinzip alleine ist recht simpel.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hallo,

    hier ist auch eine kurze Erklärung auf Deutsch zu finden.

    Phantomspeisung wurde entwickelt, um Kondensatormikrofone aus Mischpulten zu speisen.
    Dabei sollten die Mixereingänge aber auch für dynamische Mikros - die keine Speisung brauchen - kompatibel bleiben.
    Das ganze wurde für 48 V (24 V und 12 V gibts auch) und maximale Stromentnahme von 10 mA pro Mikro-Eingang konzipiert.
    Die Mixer-Hersteller halten sich daran auch - ein Mehr an Strom wäre nicht mit vertretbarem Aufwand möglich.
    Außerdem setzt die Phantom-Mimik symmetrische Signalführung, also 3-adriges Kabel mit Singal+ und Signal- und Schirm=Masse, voraus.
    Da das Audiosignal über die gleichen Adern wie die DC-Versorgung geführt wird, muß ein Kompromiß gefunden werden:
    Das Signal erfordert einen (halbwegs) hohen Eingangswiderstand, sonst wird es kurzgeschlossen.
    Die Versorgung erfordert einen (halbwegs) niedrigen Innenwiderstand, sonst bricht sie bei Belastung am Verbraucher zusammen.
    Die Phantomspeisung realisiert diesen Kompromiß im niedrigen kOhm-Bereich (die ominösen zwei 6,8 kOhm Widerstände liegen für die Versorgung parallel und für das Signal in Reihe).

    Das bedeutet für die Nutzung der (im Mischer eingebauten) Phantomspeisung: Friß (die Bedingungen) oder stirb!

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo zusammen

    sorry für die Verwirrung, aber im Schaltplan steht auch die Quelle von Tillman drin, der es Mono gebaut hat.
    Phantomspeisung vom Mixer ist symmetrisch, da hat Bernd natürlich recht.

    Es ging um das Prinzip, also der "Tip-Teil" reicht für unsymmetrisch.
    R1 und R2 sind in der Schaltung unterschiedlich, da über den Tip ein Humbucker, über den Ring ein Akustik-Pickup verstärkt werden. Für je ein J201 reicht der Strom. Aber wie gesagt es ging nur um die Filterung von DC.

    Gruss, Jochen

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