• Hallo zusammen

    Ich habe meinen G3 Blues fertiggestellt und grundsätzlich klingt er super. Wie beschrieben hat er einen schönen Clean Sound, einfach grossartig.
    Leider fängt er nach einer Weile an zu knistern, nicht sehr stark, aber es nervt tödlich. Das Knistern tritt früher auf, wenn die Lautstärke höher ist und danach auch ohne Eingangssignal.
    Ich tippe mal auf eine kalte Lötstelle, da gibt es schon einige Kandidaten (Bild vom Innenleben und Messblatt ist angehängt). Die Messwerte sind generell zu hoch, aber wahrscheinlich knapp tolerierbar.
    Wie kann ich die kalte Löstelle identifizieren, ohne gleich alles nachzulöten? Oder kann es doch etwas anderes sein?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Cheers
    Bobele

  • Hi,
    die Meeswerte bezogen auf deine Netzspannung sind soweit i.O.
    Das geknister ist in der Tat eine kalte Lötstelle.
    Am einfachsten alle Lötstellen mit einem Kunststoffstab (zb. Filzstift aus Kunststoff) bewegen um die Stelle zu finden.
    Ist besser als alle Lötstellen nochmal nachlöten wegen der Wärmebelastung.
    Dieter

    A15MKII und M15MKI wechselbar im Combogehäuse Eminence Canabis Rex 12". G3 Blues / Rock / Jazz mit Jensen 10" CH 35 8 Ohm als Mini Combo Wechselgehäuse, Roland Cube XL40 mit Eminence Copperhead, Anvil, TT Tube Reverb, Vox AC10 1:1 Clone mit Reverb Addon und Celestion G10 Gold, Hagstrom 310 Clone mit Jensen P10R, Bluguitar Amp1 mit Remote und FatCab.

  • Hallo Dieter

    Vielen Dank für deinen Ratschlag. Leider konnte ich die Stelle trotzdem nicht ausfindig machen. Ist es auch möglich, via Multimeter den Widerstand zu messen, auf kleinster Stufe, und so das Problem einzugrenzen?

    Gruss
    Bobele

  • Hallo,

    "Ist es auch möglich, via Multimeter den Widerstand zu messen"

    Nein. "Knistern" sind kürzeste Spannungsänderungen durch ebenso kurze Unterbrechungen. Wie willst du das mit einem DVM, daß i. allg. 2...3 Messungen/s macht, erfassen?

    "Leider fängt er nach einer Weile an zu knistern."

    Und dann noch im Betrieb - also unter Spannung messen? Im kalten Zustand ist der Fehler wahrscheinlich überhaupt nicht meßbar.

    Profilösung: Mit spannungsfestem AC-Tastkopf und Scope der Quelle der Pulse nachspüren.
    Bastlerlösung: Alles nachlöten - wenn möglich aber nicht mit neuem Lötzinn sondern nur mit Flußmittel - und hoffen, daß die Stelle dabei ist...

    Gruß, Bernd

    Nachtrag: Für den wirklich versierten Bastler gibt's noch die Möglichkeit mit einer spannungsfesten und sicheren Audioprobe im Verstärker - natürlich im Betrieb - "rumzuhorchen". Die Störungen können ja schon in der (Gleich-)Spannungsversorgung entstehen.

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • und umgekehrt oder?

    Umgekehrt wird das wohl nicht funktionieren, da die Endstufenröhren gezogen sind und man ja nichts mehr hört. Er müßte in diesem Falle das Signal nach dem ersten Koppelkondensator der Endstufe herausführen und in einen anderen Verstärker schicken. Es müsste auch ein Kopfhörer gehen.

    Gruß, Bernd

  • Nein,

    diesmal ist "tertium datur", d. h. entgegen der klassischen Ausschlußlogik gibt es mindetens noch eine dritte Möglichkeit:
    Das Netzteil.

    Gruß, der andere Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

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