Erste Eigenkreation

  • Hallo zusammen,

    Ich wollte euch hier einmal an meinen ersten "eigenen Schritten" teilhaben lassen... nicht wildes, aber ich bin trotzdem sehr glücklich damit!

    Dickes Danke an alle hier, die mich immer auf die richtige Fährte gebracht haben... Jochen, Bernd, Imme, Uwe und alle anderen!!! Ohne euch wäre das niemals möglich gewesen!

    Also... da ich irgendwas in der Art wie meinen Woodrow brauchte was aber hinter einem Buffer gut funktioniert, wollte ich mich nun einmal daran trauen etwas selbst zu aufzubauen... Eine einfacher 1-JFET-Schaltung sollte für so einen milden Crunch OD reichen.

    Die folgenden Sachen habe ich nun durchgeführt:

    • Jet aufs Breadboard (BF245)
    • Die üblichen drei Widerstände drum herum
    • Koppelkondensator am Eingang (47n nach Vorbild Woodrow)
    • Pulldown am Eingang
    • Koppelkondensator am Ausgang (die häufig gesehenen 100n)
    • Pulldown am Ausgang (wird entfernt wenn Vol.-Pot kommt)
    • Erste Bias-Anpassung über den Source Reistor auf ca. 5v (der erste Wurf viel ganz schön daneben :D)...
    • Strom-Peripherie aufbauen (Hohlschutz, Spannungsfilter)... ich wollte auf jeden Fall einen 100R/100uf Spannungsfilter haben, da dieser auch einen kleinen "Voltage-Sag" verursacht, was das Transistor Clipping in meinen Ohren etwas weicher klingen lässt.
    • Bias an die neue Strom Peripherie anpassen (wieder 5v bei ca. 8,6v-8,8v je nach Netzteil)
    • Gain Regler an die Source "andocken", 47uf wie beim Woodrow
    • Hard-Clipping anfügen (hinter den Koppelkondensator, wie ich lernen musste 8) )
    • Vol. um Ende eingefügt (ersetzt Pulldown am Ausgang)
    • Kondensator ergänzt um die Höhen vom Hard-Clipping etwas zu dämpfen

    Das entspricht dem Status Quo und ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis soweit. Ich werde wohl noch den Höhenfilter (C3) gegen einen Tone-Control nach Vorbild Jack Orman austauschen. Je nach Gitarre haben ich einfach unterschiedliche Werte bevorzugt und daher ist ein Regler wohl angebracht (speziell Humbucker vs Single Coil).


    Würde mich über jede Anregung, Kritik und sonstige Kommentar freuen! :D

    Edit: Bilder aktualisiert... die klemmten irgendwie...

    Viele Grüße,
    Anthony

  • Hallo Anthony,

    ein paar Anregungen:

    • statt der Schutzdiode könntest Du auch eine mosswitch-schaltung (R.G. Keen) nehmen; verwende ich mittlerweise immer.
    • Du könntest die Clipping-Dioden schaltbar machen, z.B. alternativ zwei rote 3mm Leds.
    • als Tonestack wollte ich immer schonmal die "Moonlight-Schaltung" für ein Effektgerät anpassen; wahrscheinlich benötigst Du dann eine Aufholstufe, was dem "einfachen" OD eventuell nicht gut tut. http://amps.zugster.net/articles/tone-stacks
      Da ist die Jack Orman Methode wohl besser.

    Mein Kommentar: ich finde es toll, werde ich mal nachbauen.

    Rock on!
    Gruss, Jochen

    Edit: oder diese Stereoklinken-Methode für die Clipping-Dioden

  • Hi Jochen,

    Danke für den Tone-Stack Link... kannte ich noch gar nicht.... werde das evtl. mal probieren.. kostet ja nix :D
    Was mir aufgefallen ist sind die recht "großen Poti-Werte"... ich glaube die sind supotimal für so einen Single-JFet Ancruncher.

    Bezüglich der Schutzdiode wollte ich den Voltage Drop mitnehmen... aber evlt. probieren ich mal deine Variante....
    wobei ich sogar schon überlegt hatte den AMZ Mini-Booster Fat Mod zu testen... noch mehr "konstanten voltage drop" :D

    Kann aber leider erst nächstes WE weiter dran basteln :(

    Viele Grüße,
    anthony

  • Hallo,

    hier ist die Original-Schaltung als Simulation aus meinem Archiv.
    Lautstärke mit 0, 50, 100% darauf jeweils Tone mit 0, 33, 66, 99 % simuliert
    Einfügedämpfung ca -10 dB (Faktor 3,2).

    Für eine Halbleiterschaltung könnte man alle Widerstands-/Potiwerte auf den Faktor 10 verkleinern und den Kondensator 10x größer wählen.
    Mit dem Wert für C sollte man dann aber "spielen".

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi Bernd,

    Whow, danke für die Sim! Lese ich das richtig, dass bie der Moonlight Variante bei 100% Vol. ca. 6-10dB verloren gehen? Das würde nämlich dann in etwa Unity bie max. Vol bedeuten...

    Gruß,
    anthony

  • Hallo,

    "Lese ich das richtig, dass bie der Moonlight Variante bei 100% Vol. ca. 6-10dB verloren gehen?" - JA, das meinte ich mit Einfügedämpfung ca -10 dB (Faktor 3,2).


    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hallo,

    "Lese ich das richtig, dass bie der Moonlight Variante bei 100% Vol. ca. 6-10dB verloren gehen?" - JA, das meinte ich mit Einfügedämpfung ca -10 dB (Faktor 3,2).


    Gruß, Bernd

    Und schwups, ergibt das Wort "Einfügedämpfung" einen Sinn 8)

  • Hallo zusammen,

    Ich habe nun mal diverse Tone-Regler-Varianten durchprobiert... Alles was mehr als einen Regler hatte war irgendwie viel zu überdimensioniert oder ich hatte einfach keine richtige Intuition bei der Bedienung (AMZ Presence Control).. Die "einfache" Variante mit dem gemischten "Bass- / Höhen-Boots" vom guten alten Jack gefiel mir immer noch am besten...

    Den Eingangskondensator habe ich nochmal auf 33n reduziert, um den Bass ein wenig weiter "aufzuräumen"...

    Und es gab noch eine Änderung bei den Clipping Dioden. Das neue Arrangement soll wohl eine Art Soft-Cliping erzeugen. Vom Klang und noch vielmehr vom Dynamic-Verhalten (wie sich die Zerre entwickelt bzw. wie sich der "stehende Ton im Obertonepsecktrum entwickelt") finde ich es einfach phenomenal!

    Die Kombi der Änderung Clipping + Tone ist voll der bringer... Nur leider geht ein wenig Zerre durch das neue clipping verloren und ich überlege, wie ich dieses noch hinbekommen kann... wenn ich diese Schaltung mit einem selbstgebauten EP3 Preamp anfeuere (ca. +3DB) bin ich eigentlich am Ziel Ich bräuchte also 3-6db (also ca. Faktor 2) mehr am Eingang. Dieses hört sich für mich eigentlich nach einer Fetzer Valve inspirierten 2n5457 Stufe an. Diese sollte recht clean mit klassischer 12AX7 Charakteristik die 6DB bringen.

    Um dieses zu testen hat mir allerdings meine "Messtechnik" einen Strich durch die Rechnung gemacht :(

    Spannend finde ich auch noch die Frage, wie ich dann in einer zweistufigen Lösung den Gain-Regler realisiere... Voltage-Divider-mäßig zwischen den Stufen oder über den Bypass in der Zweiten Stufe? Ich werde auf jeden Fall alles testen :D Ich kann mir auch gut vorstellen, beides zu haben (Mein ADA MP1 hat ja auch 2 Gain Regele, was durchaus sehr interessant sein kann...)


    Viele Grüße,
    Anthony

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