• Hallo zusammen,

    schön langsam bekomme ich die Krise.
    Ich komme mit dem EM-Drive nicht klar. Egal welchen 2N5088 ich einbaue, immer der gleiche beschi...e Ton. (Ton bröselt voll ab, leise angeschlagen kommt fast nichts, laut ein hässlicher Fuzz der gleich abbröckelt)
    Baue ich einen zb 2N3904 ein funkt alles (der Ton ist halt nicht wirklich toll).
    Hat jemand Erfahrung mit 2N5088 Transistoren?

    Gruß Franz
    [Blockierte Grafik: http://2.bp.blogspot.com/-5jsvB9dJYxU/UQkZiOl4qFI/AAAAAAAAEp0/y4cff0C5Q8M/s1600/Emerson+Custom+Guitars+Em-Drive.png]

  • Hallo Franz,

    ich kann Dir bei Deiner Frage leider nicht helfen, möchte aber trotzdem meinen Senf dazu geben. Ich möchte Dich nicht von Deinem Vorhaben abbringen, mir stellt sich nur die Frage, warum Du dieses Fuzz gewählt hast.

    A) Du hast schon Fuzzes gebaut (habe keine Zeit zu schauen, was Du schon gepostet hast) und findest es interessant, was man aus ein paar Teilen mit Transistor bauen kann oder möchtest es in einem anderen Zusammenhang einsetzen.
    Super - weitermachen, irgend jemand von den Fuzz- oder Schaltungs-Experten kann Dir bestimmt weiterhelfen.
    Teil B) hat sich damit schon erledigt.

    B) Du möchtest ein Fuzz selbst bauen, was dynamisch auf das Volume-Poti reagiert.
    Habe schon mal aus Interesse ein One-Knob-Fuzz gebaut, es aber nie eingesetzt, da das Ergebnis allgemein nicht zufrieden stellend war.
    Wenn man sich Schaltpläne z.B. von einem Face-Silicon anschaut, sieht man schon mal zwei Transistoren.
    <laienhaft> Hier wird das Signal schon einmal verstärkt, bevor es geFuzzt wird. <\laienhaft>
    Ein anderes Beispiel ist das DSOTM mit drei Transistoren.
    Mit einem Transistor bekommt man meiner Meinung nach nicht das gewünschte Ergebnis.

    Nur meine Gedanken dazu, rock on.
    Gruss, Jochen

  • Hallo,

    es lebe der (nicht so) kleine Unterschied:
    Small-Signal Current Gain hfe min - max
    2N3904: 100 - 400
    2N5088: 350 - 1400
    das macht schon einen Unterschied bei einem schnell abfallenden Signal.
    Nicht umsonst wurde/wird die optimale Verstärkung bei GE-Transistoren in Zerrern dikutiert.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Liebe Söhne des A-Teams,

    eure Väter konnten noch in einer halbstündigen Episode nur mit Zigarre in der Fresse, Goldketten um den Hals und einem Schweißbrenner in den behandschuhten Fäusten aus einem FIAT 500 einen Panzer bauen, der einem Leopard deutscher Bauart den Rang ablief - und was macht ihr mit einer 1-Transistor-Schaltung über Tage hinweg?
    Sie nicht verstehen aber einfach nachbauen und sich wundern, daß es nicht so läuft wie gewünscht.

    Mal im Ernst:
    Das FF hat eine ganz raffinierte, zweistufige Verstäkerschaltung, wo durch den 100k-R Arbeitspunkt und Gegenkopplung gleichzeitig eingestellt wird.

    Die Ein-Transistorschaltung hat erst mal keine Gegenkopplung und der Arbeitspunkt wird durch den 2M2 primitivst - weil verstärkungsabhängig eingestellt.

    Schulbuchmäßig würde so eine Verstärkerstufe auf Vc = halbe Batteriespannung = 4,5 V eingestellt.
    Dazu müßte der hfe des Transistors ziemlich genau 250 sein.
    Hätte er stattdessen 100 (hfe min 2N3904) dann wäre Vc = 7,2 V, das ist zwar nicht mehr viel bis 9 V, aber es ginge als Zerrer durch.
    Bei einem halbwegs "kräftigen" 2N5088 mit hfe = 1000 wäre der Transistor so stark durch gesteuert (Vc theoretisch = 0 V), dass er bei Ankunft eines Signals nur noch kotzen (="bröseln") könnte.

    Fazit für die Söhne des A-Teams:
    Einen Transistor mit geeignetem hfe auswählen oder den Arbeitspunkt mit Trimmer einstellbar machen - am besten beides.
    Dann kriegt man auch in einer halben Stunde einen 1-Transitor-Zerrer hin ;)

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Noch was,

    ich werde jetzt tausende unausgereifte Effektschaltungen - natürlich nur als quietschbuntes Layout - im WWW lancieren, um damit die junge Generation der DIYer lahmzulegen.
    :evil:

    Euer Dr. Mabuse* muhahahahaha :cursing: 8|

    *10 Jahre hab ich "geschlafen", jetzt geht's rund...

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

    Einmal editiert, zuletzt von eBernd (5. Dezember 2015 um 12:02)

  • Das FF hat eine ganz raffinierte, zweistufige Verstäkerschaltung, wo durch den 100k-R Arbeitspunkt und Gegenkopplung gleichzeitig eingestellt wird.

    Die Ein-Transistorschaltung hat erst mal keine Gegenkopplung und der Arbeitspunkt wird durch den 2M2 primitivst - weil verstärkungsabhängig eingestellt.

    Schulbuchmäßig würde so eine Verstärkerstufe auf Vc = halbe Batteriespannung = 4,5 V eingestellt.
    Dazu müßte der hfe des Transistors ziemlich genau 250 sein.
    Hätte er stattdessen 100 (hfe min 2N3904) dann wäre Vc = 7,2 V, das ist zwar nicht mehr viel bis 9 V, aber es ginge als Zerrer durch.
    Bei einem halbwegs "kräftigen" 2N5088 mit hfe = 1000 wäre der Transistor so stark durch gesteuert (Vc theoretisch = 0 V), dass er bei Ankunft eines Signals nur noch kotzen (="bröseln") könnte.

    Hallo Bernd

    danke, dass Du die Schaltung erklärst, was ich nur amateurhaft versucht habe zu beschreiben.
    Wieder was gelernt.

    Gruss, Jochen

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