Litze mit Alu verbinden

  • Hi,

    ich plane eine DIY-Harp Guitar ähnlich folgendem Video zu bauen:

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    Dabei werden sechs leitfähige Metallkontakte mit einem Gerät namens MakeyMakey verbunden, das den Impuls durch die Berührung in ein für den PC verständliches Signal über USB überträgt/übersetzt.
    Eigentlich habe ich auch schon alle Teile beisamen nur weiß ich noch nicht so ganz, wie ich die Verbindung zwischen den zu berührenden Metallplatten und der Litze, die den Kontakt mit dem MakeyMakey verbindet, gestalten soll. Bisher habe ich nur Musikding-Bausätze verlötet und da ist das Löten von Litzen an die Platine ja kein großer Act.
    Die Metallkontakte, die ich bisher im Sinn hatte wären aus Aluminium und das lässt sich ja bekanntlich äußerst schlecht löten.
    Im Anhang befindet sich eine Skizze eines Kontakts, wie ich ihn mir vorstelle. Warum Alu? Ein Freund von mir hat eine kleine Drehmaschine rumstehen und dreht Alu für mich für umme. Alles andere müsste gekauft werden. Das wäre auch kein Beinbruch, wenn ich es aber vermeiden könnte, dann hätte ich damit auch kein Problem.

    Also: Draht durchstecken und an die Platte ranlöten wird mit Alu kaum klappen, richtig? In das Loch der Platte einen Lötnagel mit selben Durchmesser reinjagen und diesen dann mit dem Draht verlöten ist auch eher so làlà oder?
    Was gäbe es noch für Möglichkeiten? Es besteht auch die Möglichkeit statt dem Durchgangsloch ein Gewinde (bis M3) rein zu schneiden. Gibt es dazu irgendwelche Kabelklemmen, die man in solch ein Gewinde reindrehen könnte und die dann einen elektrischen Kontakt zwischen Aluplatte und Draht herstellen? Oder würdet ihr es ganz anders machen?

    Ich bin auf eure Vorschläge gespannt.

    slugs

  • Hallo,

    warum Alu? Warum gerade 21,2 mm Ø? Warum nicht irgendwelche Münzen wie im UT-Video?

    Die Crux an Alu ist, das es sofort oxidiert. Es gibt Anleitungen im I-Net, wie man unter einem Öltropfen eine Stelle auf dem Alu blankschabt und dann - ebenfalls unter Öl und mit normalen Lötzinn - Litze anlötet. Ist mir ein paarmal gelungen (just for fun). Aber einfacher und vorhersagbarer geht es mit speziellen Alu-Lot (Wie Elektroniklot nur mit spezieller Flußmittelseele, die das Alu zuverlässig von der Oxidschicht befereit).
    Aber du brauchst zur Lötung auf solchen Blechstücken auf jeden Fall einen "dicken" Kolben (Ein 30 W-Elektronik-Lötkolben reicht da nicht...)
    Wenn du eh ein Gewinde reinschneiden kannst, kannst du auch eine Lötöse draufschrauben (gibts hier im Shop) und erst daran die Litze löten.
    Wenn das aber "weiches" ALu ist - ich hab gerade die amtliche Bezeichnung nicht parat - ist das Gewindeschneiden in ein dünnes Blech nicht so der Bringer...
    Ich würde so oder so das Material wechseln - oder in was für einem Plattenbau ohne umliegende Handwerksbetriebe wohnst du, dass du nicht an irgendwelche Metallreste kommst ? :)

    spanende Grüße, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • *batsch* Auf die Sache mit der Lötöse hätte ich ja mal selber kommen können. Habe den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen, denn ich habe mich krampfhaft an einem lötösenähnlichen Teil orientiert, das man direkt in das Gewinde reinschrauben kann. Lötöse + M3 Schraube ist jetzt auch nicht so der Act. :rolleyes:

    Warum 21,2? Joa, die Adapterplatte für die Münzen existiert schon und wurde für 5 Cent Münzen konzipiert. Ich will jetzt nicht nochmal eine neue Adapterplatte fertigen.
    Da meine Versuche Litze an eine 5 Cent Münze ranzulöten kläglich scheiterten, habe ich mich jetzt auf dieses Konzept hier eingeschossen.

    Eigentlich sollte das mit der Lötöse und dem Gewinde klappen, da das Gewinde mechanisch quasi kaum beansprucht wird.

  • Interessante Sache!
    Wenn Du an den Münzen nicht löten kannst, ist wohl Dein Lötkolben zu klein.
    Falls Du mit einer Flamme Löten willst, brauchst Du ein Flussmittel wie man es auch zum Löten von Kupferrohren nimmt und Zinn OHNE Kollophonium

  • Hallo,

    "...Versuche Litze an eine 5 Cent Münze ranzulöten..."

    würde ich nicht so vorschnell aufgeben:
    Mit Glasradierer Stelle blank schaben, evtl. ein bißchen Lötfett (kein Lötwasser, das führt zu Korrosion!) auftragen und dann mit Elektroniklot und min. 100 W Kolben vorverzinnen und dann erst - aber zügig - Litze anlöten.

    Solche "Pads" (elektronisches Bongo etc.) habe ich früher mit Platinenmaterial gemacht...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Wer versucht hier Staatseigentum zu zerstören!?

    (Entschuldigt, OT, ich weiß)

    Kauf Dir doch einfach für n paar Euro n Stück Kupferblech und schneid ein Stück ab. :P
    Damit tust Du auch was für den Staat... :D Oder willst du Deine Gitarre aufwerten???
    (Noch mehr OT :whistling: )
    Ne, jetzt ganz ehrlich. Die Iddee an sich hat ihre Reize. Ist was anderes und interessant. Allerdings, wenn ich meine Gitarre(n) so umbauen wollte, wurde ich doch lieber Taster nehmen. Sieht meiner Meinung nach schöner aus. Die Gestaltung mit den Münzen, naja. Bastelkram halt. Ich will, aber ich kann nicht oder einfach nur billig. Srry, wenn das jetzt harsch klingt. Aber ich meine, wenn dann richtig, oder? Sicherlich hat es irgenwo nen "Kick" Münzen zu verarbeiten, wenn man es mag. Aber ich finde, auf dem Video sieht das einfach nach Provisorium (Bastelkeller) aus. Ich würde dem Ganzen auch eine entsprechende Optik geben.
    So das waren meine 5 Cent.
    Gruß
    Peter

    2 Mal editiert, zuletzt von aravon (14. November 2015 um 05:02)

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