Frage zum "Der Range - Germanium Treblebooster"

  • Hallo zusammen,

    bin seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines "Der Range". Habe ihn auch aufgebaut und er funktioniert soweit wunderbar.

    Nun haben sich mir jedoch beim Betrachten des Schaldbildes einige Frage, bezüglich der Funktionsweise ergeben,
    welche ich mir selbst nicht beantworten kann. Vielleicht könnt Ihr mir dabei weiterhelfen.

    Ich wüsste gerne, welche Aufgabe die Widerständen R1 und R6 im Schaltbild haben?

    Und....was müsste ich an der Schaltung verändern, um aus dem "Treble Booster" einen neutralen Booster, ohne Verzerrungen zu machen?
    Also einen Verstärker der das Signal lediglich anhebt.


    Vorab vielen Dank für Eure Hilfe

    Gruß
    Steffan

  • Hallo Steffan,

    die Widerstände sind ein Klickschutz. Wenn Spannung in den Kondensatoren der Schaltung verbleibt kann die beim einschalten entladen werden. Durch die relativ großen Widerstände kann jedoch diese Spannung vorher gemächlich entweichen, sodass es keinen Impuls gibt.

    Für die Höhen sind die Kondensatoren verantwortlich...

  • Da hören meine Kenntnisse ehrlich gesagt auf. Ich verstehe noch den Sinn von R5 in der Verstärkerschaltung, aber ob C5 einen frequenzabhängigen Einfluss hat weiß ich nicht, und auch nicht, ab wann die Schaltung verzerrt. Das kann man vermutlich ohne Datenblatt und Taschenrechner auch nicht sagen.

  • hallo.
    einen wirklich neutralen Booster bekommst du auch mit Veränderungen
    der Schaltung nicht hin. Du kannst aber mal den C5 einseitig hochlöten
    und schauen ob du damit etwas anfangen kannst.

    Gruß , loco

  • Hallo Thorsten und loco,

    nun, 100% verfärbungsfrei wird gewiss nicht gehen, davon muss ich ausgehen.
    Wichtig ist mir nur, dass der Trebleboost - Effekt praktisch aufgehoben ist und sich mit dem Poti
    das Signal etwas anheben lässt. Dann bin ich schon glücklich.

    Habe die Schaltung derweil auf einem Steckboard aufgebaut und C1, C2, C3 rausgeschmissen und
    dafür 100n eingesetzt - das klingt schon mal ganz gut.
    Nun wird C5 noch entfernt, denn nachdem was ich bisher so im Netz darüber gelesen habe,
    sorgt C5 wohl auch in gewisser Weise für eine Art Trebleboost, oder ist zumindest nicht ganz unbeteiligt am Trebleboost-Effekt.

    Ich meine, wenn ich für R5 statt 3,9 k, 390 Ohm einsetze, dann steigt die Verstärkung von 2,5 auf den Faktor 25.

    Gruß
    Steffan

  • hallo,
    wenn du R5 veränderst, dann mußt du auch R3 anpassen.
    Mein Vorschlag wäre C5 auf 220µf vergrößern und zwischen
    -Pol des C5 und Widerstand R5 einen weiteren Widerstand
    zur optimalen Verstärkungseinstellung der Stufe einzufügen.

    Gruß, loco

  • Und wenn du R3 anpasst, ändert sich die Grenzfrequenz des Filters am Eingang. :D

    Wenn du das sagst.... :D

    Für mich stellt er die Basisvorspannung ein.
    Die Eingangsimpedanz ist 10kOhm+7kOhm des Singlecoil Pickups der Gitarre = 17kOhm.
    Diese 17kOhm in Verbindung mit C1,C2 oder C3, ändern die Fu des Filters.

    3 Mal editiert, zuletzt von Steff1982 (25. August 2015 um 07:04)

  • Mein Rangemaster-Clone ist nun fertig, ja der mit dem OC44. :saint:

    Jedoch in Bodentreter Variante und nicht zum "Auf-den-Amp-stellen", wie es im Dallas Rangemaster der Fall gewesen ist.

    Der Klang ist natürlich urig, aber etwas Mojo ist nie verkehrt...

    Möchte an dieser Stelle einen Dank an alle loswerden, die mit konstruktivem Rat geholfen haben.


    Gruß
    Steffan

  • By the Way.....


    Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang noch eine andere Frage.

    Ich habe gelesen, das der Rangemaster und seine Clone, nur zwischen Gitarre und Amp hängen sollen, hat wohl irgendwas mit der Ausgangsimpedanz und Eingangsimpedanz von Gitarre und Amp zu tun, weiß da jemand mehr drüber?


    Gruß
    Steffan

  • Hi,

    wichtig ist, dass der Rangemaster als erster in der FX-Katte steckt. Also direkt an der passiven! Gitarre.
    Das hängt mit seiner relativ niedrigeren Eingangsimpedanz zusammen. Dadurch wird die Resonanzspitze des PU's abgeflacht und dann werden noch zusätzlich vom Signal die Bässe und Mitten abgeschnitten.
    Zusammen mit der Eigenfärbung eines Ge Transistors (z.B OC44) entsteht ein prehistorischer Treblebooster Sound. Manche mögen das noch heute :D
    Hinter einem gepufferten Effekt würde ein RM nur noch schrill klingen.

    Viele Grüsse
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

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