DynaComp lässt mich verzweifeln...

  • Hallo zusammen,

    ich habe mir am Wochenende mit viel Begeisterung meinen ersten Bausatz (DynaComp) zusammengelötet. Hat viel Spaß gemacht. Im Prinzip funktioniert er auch...
    Allerdings klingt's nicht wirklich gut, besser gesagt sogar schlecht. Also richtig schlecht.

    - Erstens ist der Sound furchtbar leise. Mit Level voll aufgedreht habe ich bestenfalls 20% der Bypass-Lautstärke.
    - zweitens ist das was ich höre furchtbar verzerrt, egal wie ich das Trimpoti einstelle
    - und drittens gibt es auch noch über den gesamten Regelweg des Sensitivity Potis eine Art "Welleneffekt". Mal höre ich was, mal nicht. Schwillt immer schon ab und an.

    Geprüft habe ich alles mehrfach. Leider habe ich die Komponenten nicht vor dem Einbau gecheckt. Das Durchmessen fällt etwas schwer jetzt. Was ich gemessen hab ist der IC. Dort scheinen die richtigen Spannungen anzuliegen, allerdings um ca. Faktor 10 geringer als das Soll (z.B. statt 4V an Pin 2 nur 0,4V (wenn ich richtig gemessen habe, bin kein Profi mit dem Multimeter)).

    Hat jemand einen Tip für mich? Ich bin für jede Anregung dankbar...

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Martin


  • .....Dort scheinen die richtigen Spannungen anzuliegen, allerdings um ca. Faktor 10 geringer als das Soll (z.B. statt 4V an Pin 2 nur 0,4V (wenn ich richtig gemessen habe, bin kein Profi mit dem Multimeter))....

    Hallo Martin,

    das kann nicht die richtige Spannung sein. Im allgemeinen geht man von einer Toleranz von 10% aus. Das heißt 3,6 bis 4,4V sollten es schon sein.
    Sollte Deine Messung exakt sein (0,4V) hast Du schon mal einen Anhaltspunkt zur Fehlersuche. Also mal die Versorgung vom der Batterie an überprüfen. Dann weißt Du auch ob Du das Richtige misst. Sofern die Batterie in Ordnung ist.

    Gruß, Fritz.

  • So... Schlauer bin ich nicht wirklich.

    Ich hab alles noch mal vermessen. Batterie ist in Ordnung. 9V kommen auch auf der Platine an. An Pin 7 des IC krieg ich aber nicht mehr als 2,2V... Grmpf...
    Leider habe ich vor der ersten Inbetriebnahme die Drahtbrücke zwischen Q5 und R14 vergessen. Kann es sein, dass ich mir damit was zerschossen habe? Die 2,2V liegen übrigens auch am südlichen Ende dieser Drahtbrücke an. Das verwirrt mich etwas...

    Jeder Hinweis ist Willkommen und ist gut für euer Karma ;)

    Viele Grüße,
    Martin

  • Hi,
    Misst du auch wirklich gegen Masse?. Durch die fehlende Brücke passiert nichts. Was liegt denn für eine Spannung zwischen dem Spannungsteiler 56K/27K? Ansonsten mal die Stromaufnahme messen.
    Das ganze sieht irgendwie nach einem Kurzschluss nach Masse aus, wenn denn die 2,2V stimmen. Denn die gehen glatt durch auf pin7

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hm... Danke für die Hinweise!

    Das werde ich mir am Wochenende noch mal ansehen (zur Zeit beruflich nur am Wochenende zu Hause ;( ).
    Gegen Masse messe ich definitiv. Ich schau mir noch mal in Ruhe die Masseverbindungen an... Mal sehen.
    Mit Spannungsteiler meinst du zwischen R21 und R22?

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Martin

  • Regel Nr 1 - wennze nach Bausatz fragst, verlink den Plan, das spart den Helfern eine Menge Clicks...

  • hey zusammen,
    ich bin mal so frech und hänge mich dran.
    Mein dynacomp bausatz brummt nur und kein gitarrensignal kommt durch.
    Bypass und Led funktionieren.
    Wo fange ich mit der Fehlersuche an?
    Lg
    russ

  • Hallo Uwe,
    Vielen Dank.
    Die Masse sollte auch im eingeschalteten Betrieb durchgängig sein, sprich 0 Widerstand aufweisen, ist meine denke so korrekt?
    Kann ich das so messen.
    Ich betreibe den bausatz nur mit Netzteil.
    Die Batterie hab ich abgetrennt.
    Lg
    russ

  • Hallo Russ,
    um die Masseverbindunge zu messen musst Du den Treter nicht angeschlossen haben. Nimm Dir ein Multimeter und piepse mal alle Punkte durch, die an Masse hängen sollten, also: Masse der Klinkenbuchsen, des DC-Anschlusses und aller Punkte auf der Platine (z.B. R4, R5, R6, IC1 Pin 4...) und an den Potis, die mit Masse verbunden sein sollten.
    (Natürlich ist es auch Sinnvoll das Netzgerät mit einem anderen Treter zu testen; Der Fehler ist meist nicht da, wo man ihn vermutet.)

    Gruß,

    Thorsten

  • Hi Thorsten,
    Hi Uwe,
    danke für eure Hilfe,
    ich habe im Schaltplan und dem dynawireplan eine Abweichung entdeckt:
    Laut Schaltplan liegt die Kathode der LED an Schalter C2, hingegen auf dem Verdrahtungsplan liegt an C2 des Schalters die Masse der Outbuchse. und die Kathode der LED an C1. Ist das der Fehler, der mein Brummen verursacht? Sorry, mein Hirn erlaubt mir gerade nicht weiterzudenken, deshalb bitte ich um Hilfe.
    Frage 2 an Thorsten, mit Durchpiepsen meinst du, alle auf dem Schaltplan mit Ground bezeichneten Punkte auf der Platine abzupiepsen, mach ich das besser an der Vorderseite, und auf der Rückseite? Öhm...
    Schönen Samstag noch.
    Lg
    Russ

  • Hi,
    ne, das glaube ich nicht. Wie rum ist eigentlich Wurst. Eignetlich legt man die Katode der LED an C1 und die Masse an C2. Kommt allerdings auch immer drauf an, wie man den Schalter verdrahtet. Gibt mehr als nur eine Möglichkeit.
    Löte ganz einfach die Sache für die LED ab, hat in dem Moment keinen Einfluss auf die Funktion des Comp. Ist das brummen weg, hängt es mit der LED zusammen, wenn nicht an der gesamten Verdrahtung.
    Mein Standardscheme sieht eigentlich immer so aus:

    MfG uwe

  • hier mal die Pläne nach denen ich gebaut habe.

    http://diy.musikding.de/wp-content/upl…/compschalt.pdf

    und

    http://diy.musikding.de/wp-content/upl…06/dynawire.pdf

    Edit 3: Ich habe jetzt Alle Masseverbindungen durchgepiepst, die sind alle wie sie sein sollen.

    Fehlersuche, wie geht es weiter? Signalweg checken, oder?
    Warum habe ich kein Gitarrenausgangssignal, sondern nur Brummen bei eingeschaltetem Effekt, ( Uwe, an der LED lags auch nicht, das abtrennen hat nichts gebracht)
    @Thorsten, mein Netzteil funktioniert an 2 anderen Effektgeräten.


    und meine Bilder:

  • Hi,
    Jetzt gibts nur 2 Möglichkeiten. Entweder du findest jemanden, welcher mal den CA3080 testet, warum? Ich habe auch schonmal Fakes bekommen mit dem Aufdruck CA3080 (Intersil). Im inneren werkelte allerdings ein OPV. Damit läuft die Platine natürlcih nicht.
    Oder du mailst Klaus mal an, er möge mal die CA3080 testen in einem Muster von ihm.
    Was anderes fällt mir jetzt im Moment nicht ein.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hi,
    Ihr könnt eure CA380E ganz einfach überprüfen. MEsst von Pin5 nach 4 mit Diodentest. Dort muss das Mesgerät ca. 0.6V anzeigen, also eine Diode. Bei Fakes ist das nicht der Fall :D , weil es die interne Diode nicht gibt.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

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