• Hallo, ein freundlicher Gruß an alle,

    Ich möchte mir das Face 69er - Fuzz bauen, wie kann ich das mit der positiven Masseführung verstehen. Wenn ich mir den Schaltplan betrachte, so ist doch wie bei allen anderen Effektgeräten der minus Pool innen an der 9 V Buchse.

    "Dadurch lässt sich dieses Fuzz nur zusammen mit anderen Effektgeräten die ebenfalls positive ground haben an einem Netzteil betreiben. "Normale" Effektgeräte benötigen ein eigenes Netzteil".

    Vielleicht kann mir das jemand erklären.

    Im Voraus danke.

  • Hi,
    Bei diesem Gerät handelt es sich um einen Vertreter welcher mit "positive Ground" arbeitet. Standardeffekte arbeiten mit "negative Ground" Wenn du jetzt beide Geräte an einem Netzteil betreibst gibt es einen Kurzschluß.
    Das ganze hat nichts mit der Verdrahtung der DC-Buchse zu tun. Wenn mit Netzteil, dann muss das positive Ground ein eigenes bekommen.

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Salut, ich klinke mich mal hier rein, um nicht einen neuen Fred aufzumachenm.
    Ich bau gerade das 69Fuzz. Laut Anleitung

    http://diy.musikding.de/wp-content/upl…/69erschalt.pdf

    soll C3 ein 100nF Kondensator verlötet werden auf dem Verkabelungsplan

    http://diy.musikding.de/wp-content/upl…/face69wire.pdf

    und auf anderen Layouts die ich mir angesehen hab sind das aber nur 10nF mach das einen Unterschied?

    bekomme nämlich im Effektweg kein Signal ^^

  • Hi,
    Das hat dann aber nichts mit den Kondensator zu tun. Der 10nF schneidet dir mehr Bässe raus. Deine Baustelle ist was anderes :D
    Die Standards hatten meistens 0.01 drinne, das Dallas Arbiter z.b. 0.1. , Roger Meyer nur 2n2 ......

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Salut,das der Kondensator am Ausgang als frequenzabhängiger Widerstand, wirkt dachte ich mir bereits. Langsam, jedoch sehr langsam werden mir die Zusammenhänge etwas klarer.

    Hab im Signalweg ein leises Dauerzerren ohne „Fuzz“ oder sonstigen Effekt.
    Verkabelung und Bestückung der Platine stimmen soweit, hab aber trotzdem noch mal Fotos drangehangen.
    (Frag mich gerade, weshalb ich einen Stereo Output verwende, da ich sowieso keine Batterie anschließen will) whatever.
    Außerdem hab ich Kohle und Metallwiderstände gemischt, weil ich gerade keine anderen mehr hatte (Fuzz darf ruhig etwas rauschen :D)
    Bypass funktioniert, LED auch (diese ist vom Signalweg sowieso unabhängig, hab ich mittlerweile gelernt) also dürfte die auch als Fehlerquelle auszuschließen sein.
    Die Poti's und Platine werd ich noch isolieren, hab aber beim Messen darauf geachtet das sie keinen Kontakt zueinander oder dem Gehäuse haben
    ist bei dem Mini Ding aber auch schwer.
    Der 3PDT Schalter ist auch funktionstüchtig, den habe ich ebenfalls überprüft.
    Transistoren hab ich gegen Masse gemessen (also schwarzer Multimeter Stecker an Masse Eingangsbuchse und Rot die einzelnen Transistoren Pins.
    Habe AC122, hfe 70-79 & 90-99 verwendet, weiß nur nicht mehr, welcher hfe Wert Q1 und Q2 ist (dumm, wenn man sich's nicht notiert hat).
    Der eine Transistor von TFK ist gelb beschriftet und der andere schwarz und hat außerdem am Kollektor einen grünen Strich.

    Q1
    E= 0.00
    B= -0.10
    C= -0.33

    Q2
    E= -0.17
    B= -0.25
    C= -6.70

    R6 unten 1.95V

    Langsam verzweifele ich an meinen Fähigkeiten, dass ich nicht mal einen Fuzz auf Anhieb zum laufen bringe.
    Jedoch mein vorheriges Projekt der Maestro FSH-1 oszilliert munter vor sich hin =)

  • Hallo,

    solange du das mißt

    Q1: C= -0.33 und gleichzeitig Q2: B= -0.25

    solltest du die Schaltung oder deine Fähigkeiten zu Messen überprüfen, denn die beiden Punkte sind elektrisch miteinander verbunden - da müssen gleiche Werte zu messen sein.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi,
    Es gibt ne schöne Methode, wie ich auch meine Transistoren ausliefere, die erhalten oben drauf Punkte z.b. Q1= 1 Q2=2 . Nie wieder durcheinander. Allerdings ist die Paarung in dem Falle fast auch wurscht. Ein Fuzz sollte Q1= 70..90, Q2= 120...140 haben.
    Und wenn du sagst ein 1590B ist Mini, fass nur keine 1590A an :D
    Und deine Buchsen Stereo und Mono wären schon richtig, sitzen jedoch auf den falschen Seiten.
    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Mein Messgerät schlägt etwas aus, hab ein Voltcraft VC150-1. Die Werte sind identisch jeweils
    -0.33V. Danke für die Info Bernd. Das der Q1 den Q2 verstärkt war mir klar, nur wie sich das genau gestalten mal wieder nicht.


    Ich weiß, wenn man sich mit Elektronik beschäftigt, sollte man sich mit den Grundlagen auseinandersetzen, das tue ich bereits. Dennoch möchte ich kein Studium der E-Technik absolvieren, auch wenn mir der Kram Spaß macht.
    Ich baue mir meine Effekte selber, weil ich nicht das Geld habe, die mir zusagenden Geräte Neuwertig zu besorgen (wobei ich glaube das es bei dem Murks, den ich bisher fabriziert habe, billiger geworden wäre) und natürlich auch, um meinem Sound hier und da auf diesem Weg nach meinen Wünschen mitzugestalten.
    I try!
    Ich hab es jetzt schon des öfteren erwähnt und das meine ich nicht entschuldigenderweiße, dass
    mir manchmal zusammenhänge nicht sofort klar sind und verunsichern.
    Deshalb frage ich ja auch wie ein doofer ob ich auf dem richtigen weg bin und schreibe meine vorgehensweiße hinzu.
    Glaubt mir ich mache lieber Musik als den Lötkolben zu schwingen (wobei das dann doch schon manchmal etwas Meditatives hat. :) )
    Also lasst euch bitte nicht alles aus der Nase ziehen, ich verlange nicht von euch mir die Hand aus der Sonne zu legen, oder für mich zu denken.
    Wenn es dem ein oder anderen so vorkommt, Sorry.

    PS: Ich hab hier noch 2x BC109 Transistoren, trau mich die aber nicht einzustecken, weil ich nicht weiß, ob ich die schrotte wenn an der Schaltung an sich etwas nicht stimmt.

  • Hi,
    lass es , da waren wieder die Grundlagen. Du brauchst GERMANIUM PNP, BC109 sind SILIZIUM NPN.
    PS: Ich habe auch nicht Elektronik Studiert. ;)

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hallo,

    bei (erprobten) Bausätzen ist es einfach so - und deshalb unabhängig von deiner Person, Wissensstand etc. - dass, solange man beim Zusammenbau genau "auf der Spur läuft", alles OK ist (solange kein defektes Bauteil im Kit ist), doch wehe man "tritt einmal daneben". Dann ist plötzlich Ortskenntnis, Pannenkoffer und Mitgliedschaft in einem Mobilitätsverein angesagt - und das hat nicht jeder.

    Aber auch schon vorher - beim genauen Abfahren der Bausatz-"Spur" sind einige allgemeine Grundfähigkeiten (nannte man früher auch soft skills) nötig wie genaue Beobachtung/Interpretation der Bausatzunterlagen, konzentriertes, sauberes Arbeiten etc...

    Die viel zu langen und dann auch noch teilweise gebündelten Verbindungsdrähte in deinem Aufbau (ist das eigentlich Schaltdraht und keine Litze, die sehen so storksig aus?) erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Schaltung schwingt (und das muß nicht im hörbaren Bereich sein), ungemein. Und mit sowas hat auch ein Profi, der über entspr. Ausstattung verfügt, seine liebe Mühe...
    Irgendjemand hat das zugehörige Foto GesamtChaos genannt - wieso? :saint:
    Ob man sowas als "Nur-Bausatz-Zusammenb/hauer" wissen muß? - Keine Ahnung. Aber die Physik/Elektrotechnik gibt von alleine eine Antwort. Geht/Geht nicht.

    BTW: Hast du vor dem Einbau jeden Widerstand auf seinen Wert überprüft? - Die kosten zwar nur 1,4 Cent aber ein falsch markierter kann einem die ganze Schaltung versauen oder zumindetens mehrere Stunden Fehlersuche bescheren.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • @ Uwe,
    Danke für den Hinweis die Jacks hab ich umgesteckt, (mein Räumliches denken, hat mich mal wieder verarscht) :-/
    aber keine Änderung im Signalweg.

    Bei den hfe Werten der Transistoren bin ich nach meiner Logik vorgegangen (bitte keinen Kommentar dazu! :D) der niedrigere Wert verstärkt den stärkeren.

    Wie das verhalten eines PNP versus NPN funktioniert ist mir noch nicht wirklich klar, aber ich werde mir das noch genauer zu Gemüte führen.
    Die Fuzz Platine ist ja in allen drei Varianten (69, Germanium.Silizium) die gleiche.
    Das bedeutet doch nur, wenn ich Silizium verwenden wollte, müsste ich doch eigentlich nur die Diode 1 umdrehen oder?
    Die Transistoren überprüfen erscheint mir weniger umständlich.

    @ Bernd
    Die Hoffnung ist immer da beim ersten Anschluss das ersehnte Signal zu hören, leider bei mir nicht der Standard. *grumpf

    Die Litze ist 14mm aus dem Packen die immer bei Bausätzen mitgeliefert werden, hatte noch welche übrig.
    Das eine Schaltung schwingt bedeutet doch, dass Phasenverschiebungen auftreten oder?
    Dann ist das meine Spezialausführung mit integriertem Flanger und Chorus? *lol

    Ne im ernst, ich mach die immer etwas länger, damit ich mir nichts abreise beim Einbau.
    Das Ergebnis sieht dann meistens etwas chaotisch aus, vielleicht sollte ich Big Muff Blech Gehäuse verwenden *lach
    Besser ist wohl einen anderen Weg überlegen, wie ich die Komponenten verdrahte, bzw. wie viel.

    Ich hab die Widerstände nicht vorher auf ihre Werte überprüft, nur die Markierungen.
    Auch eine Sache, die ich in Zukunft anders machen werde.

    gruß
    Markus

  • Hi,
    Und wenn man den Farbcode der Widerstände von der falschen Seite aus liest, geht's auch in die Hose. Ein Meßgerät lügt eigentlich nie, es sei denn die Batterie ist runter.

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hi,
    blöde Frage: schon mal den vr verdreht? Der Arbeitspunkt ist verrutscht?
    Als nächstes würd ich die Pinbelegung der q prüfen. Sie ggf mal gegeneinander tauschen. Statt dem Netzteil mit Batterie testen, wenn es Dauergeräusche gibt.
    Viel Glück, Christof

  • Salut, mit dem VR ist bestimmt der Trimmer gemeint, oder?
    Der steht auf halb.Was bedeutet Arbeitspunkt verrutscht?

    Hab mal mit dem hFE Adapter für mein Messgerät die Transistoren überprüft
    Ob das allerdings auch etwas über die vorhandene Funktionalität der Transistoren aussagt, weiß ich nicht.
    Seltsam finde ich nur das bei dem einen ein Wert von 160 und bei dem anderen Transistor ein Wert von 190 angezeigt wird, leicht steigend und fallend.
    Vielleicht ist das DMM in diesem Falle nicht genau. Die Pins dürften jedenfalls stimmen, Nur der hohe Wert verwundert mich, da ich 70-79 & 90-99 Bestellt hatte
    Der Batterie Test verlief ebenfalls ohne positives Ergebnis.

  • dein DMM kann kein Germanium messen, Stichwort: Leckstrom.
    Setz auf Verdacht den mit dem höheren Wert an Q2.

  • Salut, danke für den Hinweis mit den Germanium Transistoren. Das die Werte steigen und fallen, hat also was mit dem Leckstrom zu tun, der durch das Gate fließt, glaube zu verstehen.

    Ich hab noch mal die komplette Schaltung durchgemessen. Siehe Anhang.
    Die Transistoren waren zwar von Anfang richtig gesteckt und ich hab auch überprüft, ob sie durch im Sockel Kontakt zur Platine haben. Gibt es vergleichbare, günstigere Transistor Alternativen zum testen, bevor ich die Germanium Teile schrotte, wenn sie es nicht schon sind?
    Was mir noch aufgefallen ist das der „Countour“ Poti, das Signal (also dieses leise dauersäuselde zerren) lauter macht, wenn ich ihn gegen den Uhrzeigersinn drehe.
    Hab auch alle Potis noch mal überprüft, ob ich die richtigen Werte verbaut habe und die Verkabelung zum 10x überprüft, aber ist alles beim alten.
    Lässt sich aus den Stromwerten auf einen Fehler der passiven Bauteile schließen?

  • Hallo,

    "Das die Werte steigen und fallen, hat also was mit dem Leckstrom zu tun, ..." - Nein, sondern mit der Temperaturänderung durch das Anfassen des Transistorgehäuses

    "...der durch das Gate fließt, ..." - Nein. Bipolartransistoren haben kein Gate, das haben FETs (Feldeffekttransistoren). Bipolartransistoren haben Collector, Basis, Emitter. Und der Leckstrom fließt vom Collector zum Emitter als Sperrstrom, also gegen die "normale" Flußrichtung.

    "... glaube zu verstehen." - Tust du anscheinend noch nicht.

    Warum hast du jetzt die Spannungen so umständlich angegeben (für mich sind die teilw. nicht eindeutig)? Im Beitrag #6 hattest du sie übersichtlicher dargestellt...

    "...mit dem VR ist bestimmt der Trimmer gemeint, oder?" - Ja.
    "Der steht auf halb" - Den stellt man aber eigentlich (nach Gehör) ein und nicht einfach "auf halb".

    "Was mir noch aufgefallen ist das der „Countour“ Poti, das Signal (also dieses leise dauersäuselde zerren) lauter macht, wenn ich ihn gegen den Uhrzeigersinn drehe." - Darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten, solange du noch den gleichen "Drahtverhau" hast.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Danke für die Erläuterungen zum Thema Transistoren.
    Da hab ich mich wohl mit dem Gate etwas undeutlich ausgedrückt. Wenn man gerade versucht die etlichen Möglichkeiten eines Transistors
    zu versehen, die meiner Meinung nach ein ganzes Buch ausfüllen könnten,
    (wenn man die Feldeffekt-Transistoren und die winzigen Transistor Schaltungen in IC's mit berücksichtigt)
    geb ich dir Recht, da steh ich noch gewaltig aufm Schlauch.

    Bei der Spannungsmessung hab ich mir Notizen auf dem Schaltplan gemacht, um den Stromverlauf besser folgen zu können.
    Dachte das ist so übersichtlicher.
    Kann man die Spannung auch auf einem anderen Weg überprüfen, als gegen Masse?

    Den VR hab ich absichtlich auf die hälfte gedreht, Das mir im Falle eine Wackelkontakts oder ähnlichem nicht der Lautsprecher um die Ohren fliegt.
    Der Volume Regler steht auch auf 12Uhr, Ist bei uns im Proberaum oberstes Gebot ! *lach*
    Aber das ändert denke ich nicht's am nicht vorhandenem „Fuzz“ Signal :-/

    Auch hab ich die Verbindungen jetzt zum 15x überprüft, doch will ich die Kabel alle noch mal von den Potis lösen, kürzen und etwas übersichtlicher bündeln.
    Vielleicht löst sich das Problem ja dabei, was ich aber bezweifele.

    Gruß und guten Start in die neue Woche

    Einmal editiert, zuletzt von FrobertRipp (15. März 2015 um 20:29)

  • Nabend hatte jetzt endlich mal Zeit die Kabelverbindungen zu kürzen und zum x-mal zu überprüfen.
    Wie bereits in vorigem Post erwähnt hab ich dieses dauerzerren im Effektweg (Anschlag ist nicht wahrznehmen), wenn ich die Transistoren herausnehme wird es etwas leiser.
    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Fehler nicht an den Transistoren festzumachen ist, sondern schon vorher durch einen erhöhten Spannungswert verursacht wird.
    Die Messergebnisse hab ich in Post 17 schon aufgelistet.
    Fällt euch dazu irgend etwas auf oder habt ihr eine Idee, welches Bauteil dieses dauerzerren verursachen könnte und warum ich nicht mal einen Anschlag wahrnehme?
    Ich bin langsam mächtig frustriert, dass ich das nicht hinbekomme.
    Ich hab zu 200% die Transistoren zu beginn richtig eingesetzt, aber falls ich diese durch einen Fehler im Vorfeld gegrillt haben sollte,
    wäre ich für einen Vorschlag dankbar welche PNP Transistoren ich zum testen als Alternative verwenden könnte.
    Jedesmal 2,50 € Transistoren zu lynchen ist echt uncool...

    Grüße
    Markus

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