Fotoplatinen - Welches Material?

  • Halo Forum,

    ich möchte jetzt auch mal ätzen.

    Welches Material sollte ich nehmen? Wie lässt es sich schneiden / bohren?

    1. Epoxid-Glas-Hartgewebe
    2. Epoxid
    3. Hartpapier

    Für Tips und Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    Gruß
    Sascha

    PS: Wem geht das Lochrastern noch auf die Balls?

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    hallo maxmotion
    ich benutze ausschließlich epoxid fotoplatinen von bungard(1,5mm)

    bohren tue ich mit normalem hss 0,8mm bohrer
    schneiden mit tafelschere

    gruss bastler

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Ich hab bis jetzt immer Bungard HP Platinen verwendet weil ich mir bis jetzt keine Carbid-Bits und keinen Bohrständer leisten wollte. Würde aber auch gerne auf Epoxy umsteigen.

    Zitat

    bohren tue ich mit normalem hss 0,8mm bohrer
    schneiden mit tafelschere

    Dazu zwei Fragen: wie lang hält der HSS Bohrer (wie viel Platinen kann man damit bohren bis er stumpf ist), und was ist eine Tafelschere??
    Ich hab einmal versucht eine Expoyplatine mit dem Stanleymesser oben und unten anzuritzen und dann über die Tischkante zu brechen. Hat prinzipiell auch funktioniert.

    Markus

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    hallo meatball
    wir haben zu den industriebohren auch ne passende standbohrmaschine.das is halt recht genau und wird nur für platinen genutzt,hab noch nie einen bohrer getauscht oder abgebrochen,daheim hab ich ne 30euro aldistandbohrmaschine,da musste den bohrer mit tesakrepp umwickeln,weil das bohrfutter nicht enggenug is,aber auchdort klappt es gut,macht nur bissel mehr krach,alternativ gibt es ja diese edlen bohrer bei klaus im shop,die passen aus locker in ner billigstandbohrmaschine.
    tafelschere is ein tisch mit ner grossen schneide,da kannste alu,epoxy etc. drunterlegen und mit nem hebel durchschneiden,is halt industriezeugs
    bei einer gebrochenen platine würd ich drauf achten das die bruchkante nicht zu nahe an den leiterbahnen läuft,da die kanten zum ätzen evtl. unbrauchbar werden,aber sonst spricht da nix dagegen

    nachtrag:die lebensdauer eines bohrers hängt hauptsächlich von der art und weise ab,wie man ihn benutzt,ich verasrbeite fast ausschliesslich edelstahl ,da bekommste sehr gutes gefühl fürs bohren,nicht du bohrst sondern der bohrer :)

    gruss bastler

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Ich Loch-Rastere fast gar nicht mehr. Nur, wenn ich mir mal auf die Schnelle 'nen Test-Oszillator zusammenbaue, oder kurz mal was ausprobieren will und das Prototype-Board zum Stecken zu wackelig ist.

    Als Platinen-Material benutzte ich was ich bekomme. Wenn ich bestell nehm ich Epoxyd. Wenn ich in den "Laden um die Ecke" muss wähle ich aus Preisgründen das billigste, was da ist.

    Ich Bohre mit 0.8mm und einem Hand-Dremel. Ist nicht optimal, aber geht. Die Lebensdauer der Bohrer steigt übrigens enorm, wenn man sich Zeit läßt. Das Papier/Epoxyd kann die Wärme des Bohrers nicht ableiten. Wenn man zu zügig arbeitet, dann verglüht die Härtung des Bohrers und er bricht leicht. Aus Faustregel warte ich 2-3 Sekunden zwischen den Bohrungen, damit sich die Wärme verteilen kann.

    Achja - Ich hab mir für's Belichten sogar mal so einen Isel-Belichtungsautomaten gekauft. Das ist natürlich Luxus, wenn man bedenkt, wie häufig ich ihn brauche, aber seitdem bekomme ich sogar auch doppelseitige Layouts belichtet.

    Was ich noch nicht so ganz raus habe ist gute Foto-Vorlagen zu machen. Laserdrucker-Folien sind ok, haben aber nur dann eine gute Schwarz-Abdeckung, wenn ich sie doppelt Ausdrucke und dann mit zwei Filmen belichte. Ist eine ewige Fummelei, bis die Folien wirklich genau ausgerichtet sind. Leiterbahnen zwischen IC-Pins zu führen ist aber leider schon Glückssache.

    Früher mal hat mein Vater die Filme auf der Arbeit belichtet. Das war genial - richtige gute Filme, eigentlich für den Offset-Druck gedacht. Da ist schwarz wirklich schwarz, ohne Löcher oder Verzerrungen. Hab leider noch keinen Laden in meiner Nähe gefunden, der mir solche Folien herstellen kann (dafür würd ich richtig Geld hinlegen).

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hi Forum,

    vielen Dank für die Antworten!


    Hi Torus,

    ich habe gelesen, dass ein Tintenstrahldrucken lictundurchlässigere Folien Druckt, als ein Laserdrucker.


    Hallo Bastler,

    die Bungardplatinen sind doch IMMER mit Glasgewebe im Epoxid?! Bis zur Standbohrmaschine mit HSS Metallbohrer und Hartmetalbohrer kann ich Materialmäßig mithalten. Was mir fehlt ist die Tafelblechschere... würde sich bestimmt gut machen im Keller. Kriegt mein Dad bestimmt einen mittelschwerer Herzklabuster.


    Hallo Meatball,

    das HP steht sicherlich für Hartpapier, oder? Sind die von der Haltbarkeit her ok. Ich meine stabil genug? Ich habe mal eine Epoxidplatine mit Glasfaser versucht mit einem superscharfen Cuttermesser zu schneiden. Das war voll der Krampf.


    Also, zur Zeit sieht es so aus, dass ich zwischen Epoxid und Hartpapier tendiere. Wie schneide ich die Epoxidteile denn. Wenn die sich so schei** schneiden lassen, wie die mit Glasgewebe, werde ich die aus Papier nehmen müssen.

    Schreibt Eure Meinung!

    Gruß
    Sascha

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    hallo maxmotion
    ja die bungards sind epoxy mit glasgewebe,sind halt auch stabil,für stompboxen,müsste aber jegliches material aureichen
    tafelscheren bekommste schon um die 1000euro,lach

    aber schau mal hier für europlatinen müsste das doch reichen,werd diertage mal in der firma schauen,ob man mit diesen scheren,sauber und ohne bruch ne platine schneiden kann,bin ziemlich sdicher das des geht :)
    http://cgi.ebay.de/Hebelblechsche…1QQcmdZViewItem

    gruss bastler

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Vielen Dank für die Tips!

    Sprich ein Dremel + Bohrständer und ein paar HSS Bohrer wären OK. Mit welcher Drehzahl bohrt ihr denn epoxy. ??

    Hi Maxmotion: HP steht für Hartpapier und gibts auch von Bungard. Ich bestells immer bei Conrad. Ansich hatte ich mit HP Platten bisher keine Probleme. Sie lassen sich mit einem Dremel + HHS Bohrer leicht bohren, auch ohne Ständer. Ausserdem sind sie auch leicht zuzuschneiden. Ich ritze sie einfach oben und unten 2-3 mal mit einem scharfen Messer an und brech sie dann über die Tischkante. Funktioniert prächtig. Was die Stabilität anlangt sind epoxy sicher besser, war bei mir aber noch nie ein Problem. Noch ein Vorteil: meine HSS Bohrer haben schon einige HP Platinen überlebt, wahrscheinlich auch weil ich nur relativ langsam bohre. Wobei langsam beim Dremel immer noch ziemlich schnell ist.

    Im Prinzip würde ich nur gerne auf Epoxy wechseln weil expoy einfach besser und professioneller aussieht (zumindest meiner Meinung nach), mittlerweile fast leichter zu bekommen ist und ausserdem, wenn auch nicht unbedingt nötig, stabiler ist.


    Hi Torus,
    ursprünglich hab ich auch immer Laserausdrucke (in der Arbeit ausgedruck) verwendet. Nachdem ich mir aber vor einiger Zeit einen Tintenspritzer gekauft hab, bin ich auf Ink-Jet Transparentfolien umgestiegen.....und mitllerweile sehr froh darüber. Mit den Laser layouts wars wie du sagst immer eine Fummlerei zwei Kopien übereinander zu legen, mit den Inkjet-Ausdrucken geht das viel leichter. Liegt, denke ich daran, dass der Laser die Folien ziemlich aufheizt wodurch sie sich etwas verformen. Das passiert beim Tintenstrahler nicht. Und lichtdicht sind die schwarzen Stellen bei Verwendung von zwei kopien sicher auch, sieht fast wie ein offset Film aus ;)
    Belichte übrigens gerade ein 17x9 cm layout. Die 2 Kopien aufeinander anzupassen war in 2 min erledigt. Das Belichten wird allerding länger dauern (60 min) da ich meine Schreibtischlampe verwende. ;)


    Markus

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hi Sascha!

    Also ich fertige immer für die Projekte Platinen an, die ich ausgiebig geplant hab.
    Wenn ich einfach mal spontan Lust hab mir was zusammenzubraten, dann kommt das auf Lochraster.

    Bohren tue ich mit einem Dremel Professional + Stativ + 1mm Bohrer. Ich bohre auf niedrigster Drehzahl (5000 U/min), das geht wunderbar.
    Mir ist übrigens aufgefallen, dass es bei den Bohrern große Qualitätsunterschiede gibt: Ich habe mal eine Platine gebohrt, mit irgendeinem Noname Bohrer aus dem Elekroniklädchen um die Ecke. Der Bohrer ist mir dann nach ein paar Löchern abgebrochen und der neue Bohrer war von Bosch. Mit dem Bohrer von Bosch ging das Bohren viel leichter, denn der Bohrer hat sich durch die Platine gefressen wie durch Butter, ganz im Gegensatz zu dem Noname Ding. Ausserdem hat der Qualitätsbohrer deutlich länger gehalten, aber ich denke man sollte immer mehrere Ersatzbohrer zur Verfügung haben, denn die kleinen Bohrer neigen einfach dazu abzubrechen.

    Mit dem Schneiden habe ich auch noch so meine Probleme. Im Moment verwende ich eine Handelsübliche Metallhandsäge und mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Hartpapier lässt sich damit deutlich einfacher Bearbeiten als Epoxid. Epoxidplatinen sind dafür stabiler.

    Ich denke du solltest dich nach dem Einsatzzweck richten. Für ein Effektgerät dürfte eine Hartpapierplatine eigentlich voll und ganz ausreichen. Die ist billiger und einfacher zu bearbeiten.

    Gruß Tim

    Nach viel zu langer Zeit endlich mal wieder im Forum unterwegs! :)

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hi,

    das ist übrigens gestern mit meinem low-tech-low-budget Verfahren rausgekommen. Eine Schreibtischlampe und ein paar alte tuperwares genügen also als Equipment.

    Keep etching..

    Markus


    [gelöscht durch Administrator]

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    yeah, der String Ringer ;D
    Probe-Aufbau und bei Erfolg Veröffentlichung der PCB und des Layouts? ::) ICH FROOOOOI MICH!

    übrigens: Das Layout gefällt mir SEHR gut! Drehschalter zum direkt auf der Platine festlöten, Poti-Anschlüsse sauber gegliedert, evtl. auch für die direkte Poti-Montage auf die PCB .... wenns jetzt funktioniert hast Du meinen vollen Respekt!!! (haste für DIE Platine aber eh schon. War bestimmt viel Spaß beim routen, oder? ;))

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Zitat von Tümmüh


    yeah, der String Ringer ;D
    Probe-Aufbau und bei Erfolg Veröffentlichung der PCB und des Layouts? ::) ICH FROOOOOI MICH!

    übrigens: Das Layout gefällt mir SEHR gut! Drehschalter zum direkt auf der Platine festlöten, Poti-Anschlüsse sauber gegliedert, evtl. auch für die direkte Poti-Montage auf die PCB .... wenns jetzt funktioniert hast Du meinen vollen Respekt!!! (haste für DIE Platine aber eh schon. War bestimmt viel Spaß beim routen, oder? ;))

    Bin gerade bei den Widerständen :)

    Das layout ist im Prinzip vom original gefladert (geklaut für alle Nichtösterreicher ;) ), erweitert um einen Doppel-opamp und ein Volume poti. Hab mir sogar die originalen Bourns 91 potis geleistet. Sind zwar schei..teuer aber was solls. Dann bin ich noch ein paar Abende an kosmetischen Verbesserungn gesessen.
    Mal sehen in ein paar Tagen sollten wir mehr wissen......

    Markus

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Ich bin gespannt!!!

    Wirds auch Soundsamples geben? *sabber* Du merkst, ich bin ZIEMLICH heiß auf das Teil ..... :P :)

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hallo Meatball,

    sieht sehr sauber aus, wirklich super.

    Welchest Material hast Du benutzt?

    Zum Thema Schreibtischlampe: Ich habe einen Phillips Gesihtsbräuner beim Ebay geäuft. Hat einen Euro gekostet... und einen Siebener Porto.

    Gruß
    Sascha

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hi,

    Sascha: Bungard HP Material

    Zitat von nessbass


    Vielleicht klingelt der Ring Stinger ein bisschen mehr? Das wäre mein Verständnis...

    Wäre auch meins ;) http://www.lovetone.com

    Ist auf jeden Fall ziemlich krank die Kiste.......was von einem Ringmodulator mit ein paar Zusatzfeatures wohl nicht anders zu erwarten ist.


    Markus

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hey cooler Sound das Teil.

    Wenn meine Ätzerei funktioniert, werde ich es auf meine Wunschliste aufnehmen... unter der Überschrift "Abgefahrene Pedale die man unbedingt haben muss".

    Viele Grüße
    Sascha

    PS: Shake your Balls!

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Zitat von meatball

    Hi Torus,
    ursprünglich hab ich auch immer Laserausdrucke (in der Arbeit ausgedruck) verwendet. Nachdem ich mir aber vor einiger Zeit einen Tintenspritzer gekauft hab, bin ich auf Ink-Jet Transparentfolien umgestiegen.....und mitllerweile sehr froh darüber. Mit den Laser layouts wars wie du sagst immer eine Fummlerei zwei Kopien übereinander zu legen, mit den Inkjet-Ausdrucken geht das viel leichter. Liegt, denke ich daran, dass der Laser die Folien ziemlich aufheizt wodurch sie sich etwas verformen. Das passiert beim Tintenstrahler nicht. Und lichtdicht sind die schwarzen Stellen bei Verwendung von zwei kopien sicher auch, sieht fast wie ein offset Film aus ;)
    Belichte übrigens gerade ein 17x9 cm layout. Die 2 Kopien aufeinander anzupassen war in 2 min erledigt. Das Belichten wird allerding länger dauern (60 min) da ich meine Schreibtischlampe verwende. ;)


    Markus

    hallo,
    bei mir haut das mit dem tintenstrahler überhaupt nicht hin, ich kann durch die schwarzen flächen fast durch schauen (ja ich hab tintenfolien verwendet), bisher behelfe ich mir immer damit die bahnen mit einem folienstift nachzuzeichnen... das macht aber auf dauer wirklich keinen spaß...

    hast du da irgendeinen trick dabei? oder benutzt du spezielle folien?

  • Re: Fotoplatinen - Welches Material?

    Hi,

    Ich drucke auch mit Tintenspritzer (Canon i320), relativ einfache Folie. Der Drucker hat einen relativ genauen Einzug. Daher drucke ich zweimal. also über das erstemal, nach kurzem trocknen gleich nochmal drüber. Und dann ist nichts mehr mit durchgucken. ;D

    mfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

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