Bei den letzten Muggen zeichnete es sich bereits ab: nach dem Einschalten meines Screamer 50 ertönte ein schreckliches Verzerren. Nein, ich hatte den GAIN-Regler nicht am Endanschlag und es war auch nicht das Zerren, das ein gesunder Röhrenverstärker von sich gibt. Es erinnerte mich eher an ein Transistorradio, dessen Batterien am Ende sind. Ab und zu setzte er sekundenlang ganz aus. Habe dann hier und da mal ein bisschen an den Kabeln und Steckern gewackelt, und als der Amp warm war, gings wieder.
Heute hab' ich ihn mir mal zur Brust genommen. Das Resultat sieht man.
Engl verwendet doch tatsächlich PLASTIK- Röhrensockel. Alle verschmort, habe versucht mit 'ner Rouladennadel die Kontakte einigermaßen wieder hinzubiegen. Bei einigen ging es, andere sind hoffnungslos ins Plastik eingebraten. Da müssen wohl neue rein, wobei mir bei dem Gedanken an das Auslöten jetzt schon mulmig ist.
Hat jemand eine Idee, was man da machen kann? Am liebsten würde ich ja Keramiksockel nehmen, aber die, die ich habe, sind vom Durchmesser zu groß. Weiß jemand ob es irgendwo vernünftige Sockel für Platinenmontage gibt?
Ich könnte noch mehr über Engl-Amps berichten ...
Ich habe den Eindruck, daß bei Engl wohl nur der billigste Ramsch verarbeitet wird. Nach dem Motto: Kosten runter - Gewinn rauf. Da hats ja beim Madamp ordentliche Sockel.
Bernd
[Blockierte Grafik: http://www.xn--rhren-amps-ecb.de/resources/Pfusch.jpg]