Sagt mal, wie seht Ihr das? Ist Euch der Gitarren-Sound wirklich wichtig?
Ich habe bei mir folgende Beobachtung gemacht:
Mein Amp im Übungsraum ist ein Laney LH50 über ein recht dürftiges, geerbtes Selbstbau-Cabinet. Der rockt zwar schon ganz gut, aber eigentlich möchte ich immer etwas anders klingen. Ehr richtung Marshall.
Das hat mich jahrelang genervt. Ich hab zwischendurch einen Triaxis Preamp gekauft, und jetzt hab ich all die Sounds, die ich immer haben wollte.
Aber aus purer Faulheit lass ich das Teil meistens zuhause (Proberaum wird von mehreren Bands benutzt, und ich will nicht, das die Jungs das Teil kaputtrocken bzw. zu Geld machen. Also muss ich es immer, wenn ich es spielen will rumtragen, und glaubt mir, das Teil ist tonnenschwer).
Seit ich das Ding habe, und den Sound haben könnte, den ich will, ist es mir überhaupt nicht mehr so wichtig. Ich geh zur Probe, steck mein Kabel rein, mach das Multi-FX klar (overkill, ich benutzte eh nur das Delay, und das nur für zwei Songs).
Ansonsten spiele ich so puristisch, wie es überhaupt nur geht, und ich hab verdammt nochmal jede Menge Spaß dabei. Kein rumgeschraube, kein geschleppe, kein generve mit Kabeln.
Manchmal schau ich mir nichtmal an, wie mein unbekannter Mit-Amp-Benutzer den EQ verstellt hat.
Irgendwie ist das doch komisch, oder? Eure Meinungen würden mich mal interessieren, hier sind ja schließlich viele, die Effekte und Amps bauen, also irgendwie schon einem Ton-Ideal hinterherlaufen und probieren sich dem anzunähern.
Gruß,
Nils (sollte mehr üben) Pipenbrinck