Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

  • Hallo ich bin gerade dabei mir einen Fulltone2 zu bauen. Ich wollte diesen auf einer Lochrasterplatine aufbauen. Ich habe jetzt erstmal mit ein paar alten Widerständen rumgelötet, da es lange her ist, das ich den Kolben das letzte mal in der hand hatte.
    Nun würde ich gern wissen, wie ich die Lochrasterplatine am besten breche. Ich hab versucht mit nem Seitenschneiden ein Stück rauszubekommen, aber das ist dann gleich ein ganzen Stück rausgebrochen. Das sollte natürlich nicht passieren, wenn ich die Schaltung fertig hab und sie zurechtschneiden will.

    Das andere ist das Löten. Ich habe hier Lötdraht, mit 1,5 quadratmm durchmesser und einem Schmelzpunkt von 183grad. Meine Lötstation kann ich vonn 120 bis 450 Grad regeln, aber das Lötzeug lässt sich erst ab ca 350Grad ordentlich löten.

    Und wie lange muss ich die zu lötende Stelle vorwärmen, damit das Zinn hält? Denn heute ist mir ein Widerstand angeschmolzen, das geht ja nicht.

    Über ein paar Infoswäre ich dankbar.

    gruß
    jan

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Hi Creep!

    Lochrasterplatinen kann man am besten brechen, indem man sie an der zu brechenden stelle anritzt (mit einem stabilen Messer) und dann mithilfe einer Flachzange abbricht. So bekommst schön grade Brüche hin.

    Löttemperatur ist vom Zinn und vom zu lötenden Bauteil abhängig. Ich löte immer so zwischen 280 und 300°C.

    Du solltest die Lötstelle nicht zu lange erwärmen. ICs und Transistoren mögen die hohen Temperatuen nicht besonders. Deshalb solltest du ICs IMMER sockeln und eventuell auch die Transistoren, vor allem, wenn du diese noch gegen andere austauschen willst.

    Grüße

    edit: Den entsprechenden Bericht solltest du dir auch einmal durchlesen.
    http://diy.musikding.de/berichte/grund…ochraster1.html
    Viel Erfolg!

    Nach viel zu langer Zeit endlich mal wieder im Forum unterwegs! :)

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Hallo, ich hab hier Lötzinn, der eigentlich mit 183´C zu löten sein soll, aber er fängt erst bei ca 300´C an überhaupt mal flüssig zu werden, ab ca 380´C kann man dann damit löten. Das ist aber schon recht heiß für die Bauteile. Mach ich da was falsch. Denn die sollen ja auch nicht kaputt gehen.
    Bin jetzt hier seit Tagen damit beschäftigt test lötungen vorzunehmen, da ich ja die Komponenten für den FD 2 nicht kaputt machen will. Ich verzweifle langsam, weil nichts so geht wie es soll.
    Welches Lötzinn soll ich denn sonst holen, was man auch bei niedriger Temp gut löten kann.
    Please help

    Jan

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Hi, hier steht
    Rothenberger elektroniclot 60% mit 1,5mm durchmesser. Hoffe das wars, denn sonst steht hier nichts. Hab ich aus dem Baumarkt.

    Jan

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Naja, ne Angabe über den Inhalt wäre recht interessant ...

    Ist Deine Lötspitze denn soweit noch in Ordnung? Wenn die schon ein wenig ... "abgenutzt" ;D ist kanns auch sein dass die die Wärme nicht mehr richtig abgibt.

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Zum Brechen:

    Ich lege die Lochraster-Platine an die Kante eines Tisches (je eckiger, desto besser). Darauf kommt dann je nachdem was griffbereit ist ein altes Stahllineal, ein Buch oder halt auch mal 'ne Sortierkiste mit Zeugs drin. Gut drücken, damit die Platine nicht verrutscht.

    Dann drück ich langsam den überstehenden Teil der Platine runter, bis es leise knackt. Danach bricht die Platine genau da, wo sie brechen soll.

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Das ist die Zusammensetzung.
    Hmm, eigentlich ist das schon ein gescheites Lötzinn das auch bei der von Dir genannten Temperatur schmelzen sollte. Hat mir Benny (34stg4t3) erklärt ;D Pb ist Blei, das senkt den Schmelzpunkt.

    Und die Lötspitze ist okay?

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    ich krieg nur beim abstreifen am schwann nicht mehr alles lötzinn ab und das dampft dann immer ein bischen, aber daran kann es doch nicht liegen. Das das zinn was bei 183C schmelzen soll dies erst ab 300c macht.

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    naja, die Lötspitze muss eh verzinnt sein.
    Allerdings ist es normal dass man im Endeffekt mit einer Löttemperatur um die 260°C arbeitet! Soooo schlimm sind die 300°C auch nicht und wenn das Löten bei der Temperatur gut geht spricht mMn nix dagegen damit zu löten. ICs und Transistoren würd ich sockeln, aber das würd ich aus Prinzip eh IMMER machen. Und Widerstände und Kondensatoren wie auch Dioden halten sowas schon aus.

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Also ich finde 1,5mm ein bisschen dick. Ich nehme 1mm für Stecker, Buchsen und Lochrasterplatinen, und für gedruckte Schaltungen sogar nur 0,5mm.

    Wenn der Lötdraht dünner ist, wird sich das Lot auch schneller erhitzen lassen. Glaube ich zumindest ;D

  • Re:Fragen zum löten und zur Lochrasterplatine

    Hi,

    Ich schliesse mich meinem Vorredner an. In unserer Branche lötet man meistens mit 0,7mm und einer Temperatur zw. 300 -350°C (Ich jedenfalls) ;D

    MfG Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

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