MXR Microamp vs. Das Lineal

  • Hallo.

    Ich habe gerade den MXR Microamp fertiggestellt. Allerdings wundert mich, dass er bei voller Lautstärke anscheinend zu zerren scheint. Ich hab' den original MXR nur einmal über einen leicht verzerrten Verstärker gestestet, da ist mir das nicht aufgefallen. Ist das normal? Klingt jedenfalls net schlecht.
    #edit: Der Microamp ist von Tonepad: http://tonepad.com/project.asp?id=6

    Ausserdem hab ich noch die Einzelteile von "Das Lineal" hier liegen. Welcher LPB gefällt euch besser?

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Tja, ich kram das Thema mal wieder aus.

    Mich würde interessieren, wo die Unterschiede klanglich zwischen MXR Micro Amp und dem Lineal liegen?
    Oder sind sie sich doch recht ähnlich? Habe bissher noch nicht die Möglichkeit gehabt, zu testen.
    Interessieren würde es mich trotzdem.

    Gruß, Mini! :)

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Da, das würde mich auch interessieren, wo die Unterschiede zwischen dem MXR Micro Tub und dem Lineal liegen...ich meine...was rechtfertigt den Preis vom MXR?

    Wär toll, wenn hier mal jemand was dazu sagen könnte :)

    Vielen Dank

    Matze

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Alle Jahre wieder... ;D

    Naja, versuchen wir uns mal an einer Antwort. Das Rechtfertigen von Preisen lohnt sich nicht, warum auch. Jeder nimmt das, was seine Kunden bereit sind zu zahlen. Manche sind dabei etwas dreister, andere weniger.

    Ich nehme an, auch Du meinst den Micro Amp, nicht Tub, richtig? Das wäre mir nämlich nicht geläufig. Unterschiede zwischen dem Micro Amp und dem Lineal/LPB gibt es reichlich. Zum einen sind sie vollkommen unterschiedlich aufgebaut, einmal mit Opamp, einmal mit einem Transistor. Das benötigt schonmal unterschiedlich viele Komponenten. Außerdem ist das Aus- und Übersteuerungsverhalten ein anderes, der Opamp dürfte länger linear bleiben, clippt dafür aber noch harscher als ein Si-Transistor alleine.

    Ein häufiges Problem beim LPB ist dann auch, dass er übersteuert (siehe entsprechende Posts hier im Forum). Problematisch ist hier zusätzlich, dass nicht etwa die Verstärkung regelbar ist, sondern der Transistor mit einer festen Verstärkung arbeitet und man nur hinterher die Lautstärke wieder absenken kann. Das heißt nicht nur, dass man das Zerren nicht wieder loswerden kann, sondern auch, dass man permanent mehr Nebengeräusche hochverstärkt als man bräuchte (es sei denn, man betreibt das Ding permanent voll aufgedreht, dann ist es wurscht).

    Beim Micro Amp dagegen regelt man den Verstärkungsfaktor, so dass tatsächlich immer nur so viel hochverstärkt wird, wie man braucht. Auch hier kann es sein, dass bei maximalem Gain Verzerrungen hörbar werden, aber dann muss man eben nur etwas zurückregeln, beim LPB müsste man damit leben oder Rumlöten.

    Beide verstärken voll aufgedreht etwa gleich viel, zwischen 26 und 28 dB.

    Trotzdem dürfte der Sound der beiden deutlich unterschiedlich sein, weil die Eingangsimpedanz höchst unterschiedlich ist. Der LPB müsste mit seinen knapp über 30kOhm einiges an Höhen platt machen (wie etwa ein Fuzz Face oder ein Big Muff), während der Micro Amp mit seinen mehreren Megaohm das Signal auffrischt.

    Was man jetzt eher gebrauchen kann, muss jeder selbst entscheiden, würde ich sagen. ;)

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Hi,

    alles klar!
    Das sind doch wirklich mal Aussagen, mit denen man was anfangen kann.
    Wenn ich jetzt alles richtig verstanden habe, dann müsste ich wohl dem MXR Micro Amp den Vorzug geben, weil ich lediglich mit etwas mehr Pegel den Crunch-Kanal meines Amps anfahren will, um etwas mehr Gain zu erreichen, ohne aber den Klang zu verändern.

    Eine Frage hätte ich noch, vielleicht lässt sich die ja schnell klären, ohne dass ich dafür einen neuen Thread aufmachen muss:
    Ist es (ohne größeren) Aufwand möglich, die Fußschalter, die in einem der True ByPass Schaltungen hier auf Musikding verwendet werden, gegen Relais zu ersetzen, so dass ich den True ByPass mit dem Relais-Out meines G-Majors steuern kann? (So könnte ich dann die TrueByPass-Schaltung per Midi steuerbar machen...)

    Vielen Dank! :)

    Matze

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Zitat von nessbass

    Ein häufiges Problem beim LPB ist dann auch, dass er übersteuert (siehe entsprechende Posts hier im Forum). Problematisch ist hier zusätzlich, dass nicht etwa die Verstärkung regelbar ist, sondern der Transistor mit einer festen Verstärkung arbeitet und man nur hinterher die Lautstärke wieder absenken kann.

    Mal ganz blöd gefragt: Was passiert, wenn ich ein Poti einfach vor den Eingang hänge?

    Lutz

    "So ist das im Leben, Jack. Sie schenken ein . . . und ich trinke aus!"

  • Re: MXR Microamp vs. Das Lineal

    Um mein Problem vielleicht klarer auszudrücken: Ich hab eine Weissenborn-Gitarre (so eine Akustische Lapsteel). Um die zu verstärken, benutze ich einen Schallloch-Tonabnehmer (Dean Markley). Der Sound ist okay, weil aber der Pickup bei der Weissenborn weiter weg von den Saiten liegt (höhere Saitenlage) ist das Teil sehr leise. Jetzt hab ich gestern aus Restbeständen einen LPB1 gebastelt. Hatte aber nur ein 500K Poti statt 100K und zwei Widerstände hab ich auch nur mit angenähertem Wert eingebaut (z.B. 470 statt 390 Ohm). Trotzdem klappt's soweit. Hab nur das Problem, wenn ich das Poti zurückdrehe, brummt's. Bei voll auf nicht. Da ich ja an der Gitarre kein Vol.-Poti hab, war meine Überlegung, das Poti an den Eingang zu legen. Macht das Sinn? Woran kann der Brumm liegen? Vielleicht doch an den nicht 100%ig übereinstimmenden R-Werten?

    Lutz

    "So ist das im Leben, Jack. Sie schenken ein . . . und ich trinke aus!"

  • Ich kram jetzt mal diesen Uralt-Threat wieder raus um ihn für meine Frage zu nutzen:
    Beim Lineal ist es ja so, dass der Ton bei komplett zugedrehtem Poti eigentlich weg ist und erst bei ca. 1/4 oder so die Bypass-Lautstärke erreicht wird.
    Nun hab ich den MXR Microamp gebaut und bin damit auch sehr zufrieden. Aber eines wundert mich etwas: Auch bei komplett zugedrehtem Poti gibt der bei mir schon einen deutlich lauteren Ton von sich als im Bypass. D.h. es gibt einen Grundboost, der quasi nicht unterschritten werden kann. Ist das richtig so, oder hab ich einen Fehler gemacht?

    gochx

    P.S.: Layout von General Guitar Gadgets

  • Dann würde ich mal die Werte von R4 und R6 prüfen. Sollte das ergebnislos bleiben, ruhig auch R5, also das Poti durchmessen und gucken, wieviel Widerstand das Ding maximal bringt. Wenn das z.B. ein 50k-Poti ist, hast Du minimal schon gute 6dB Boost.

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