Diode in Gitarre

  • Hallo!
    Ich habe mir letztens gedacht, was passieren würde, wenn ich eine Diode in meine Gitarre einbauen würde. Eine Diode ist ein ja ein Gleichrichter und macht aus Wechselstrom einen pulsierenden Gleichstrom. Hat jemand von euch eine Ahnung, wie sich das anhöhren würde und ob es überhaupt funktioniert?

  • Re:Diode in Gitarre

    es würde sich wohl sehr grausam anhöhren.
    mal davon abgesehen, das an ner Diode 0,7V abfallen, was bei dem kleinen Gitarren Signal nicht so gut wäre ;)
    Aber ich geb dir nen Tip, bau doch einfach eine ein ;)

    cu

  • Re:Diode in Gitarre

    Hi freejazzer,

    täusch' Dich da nicht... peakmäßig (Spitze/Spitze) kann aus einem kräftigen, kraftvoll angeschlagenen Humbucker gut ein Volt rauskommen.

    Gruß
    Karl

  • Re:Diode in Gitarre

    tja, wenn dann nur noch 0.3V über sind ist das nimmer arg viel . . .

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Diode in Gitarre

    und wie tue ich das am besten? soll ich mir ein effektgerät bauen?
    vl mit klinke, diode, klinke :D und welche diode würde funktionieren?

  • Re:Diode in Gitarre

    Hi!

    Zitat

    und wie tue ich das am besten? soll ich mir ein effektgerät bauen?

    Die Diode kannst Du z.B. einfach im Stecker des Kabels mal so zum testen einlöten. Oder eben an der Gitarrenbuchse.

    Zitat

    und welche diode würde funktionieren?

    Kommt drauf an, was Du unter funktionieren verstehst. Aus meiner Sicht keine, denn die Diode schneidet durch die Durchlaßspannungsschwelle einen erheblichen Teil des Signals hart ab und die fehlende Halbwelle tut ein übriges. Nur bei starkem Anschlag dürfe irgendein Gekratze zu hören sein. Bei leisen Anschlägen kommt eh nix raus. Die Signalform hat nichts mehr mit dem, was aus dem Tonabnehmer kommt zu tun...

    @Karl S.: Spitze-Spitze hat er durch die Diode ja nicht, nur eine Spitze ;D (ist die Diode dann eigentlich ein Pseudofrequenzverdopller? ;)) . Aus Silizium dürfte da nur wenn überhaupt noch partiell was rauskommen und Germanium reißt es sicher auch nicht mehr raus.

    Gruß,
    Joachim

  • Re:Diode in Gitarre

    Hi

    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das Signal ohne die 0.6/0.7 Volt Schwelle gleichzurichten?

    Das typische Diodenviereck geht ja nicht.


    Wenn man das Signal dann wieder vom Gleichspannungsanteil entkoppelt, müsste es sich doch sehr lustig anhören.


    Gruß
    Matthias

  • Re:Diode in Gitarre

    Hi Leuts,

    habt ihr euch schonmal überlegt, was dann im Amp passiert?
    Da sind alle Stufe AC-gekoppelt! Da kommt dann gar nix mehr rüber, da über einen C spätestens nach der Vorstufe nix mehr geht !
    Übrigens gibt es Si-Dioden mit nur 0,2V Spannungsabfall nämlich sog. Schottky-Dioden.

    Gruss
    Kai

  • Re:Diode in Gitarre

    hi,
    ich habe das schon mal ausprobiert(Anitparalleles Hardclipping).Mit Germaniumdioden kriegt man einen dreckigen Cruncheffekt hin,aber nicht so toll.
    0,3V würden eigentlich schon bei 0,5-1,0V Gitarrensignal eine
    deutliche Verzerrung machen,aber da die Tonabnehmer so empfindlich(hochohmig) sind,bricht ihre Outputspannung sofort zusammen,sobald die Durchlaßstromgrenze bei den
    Dioden erreicht ist.
    Noch schlechter sieht es beim Gleichrichten aus,da ist der ca.
    1Mohm Verstärkereingangswiderstand/Gitarrenvolumenpotie
    noch in Reihe,so daß der Durchlaßstrom gar nicht erreicht werden müßte.
    Du brauchts also einen aktiven Impedanzwandler,bzw.
    warum nicht gleich ein Booster.
    Bei Antiparallel zur Masse kriegst du einen Distortioneffekt,
    beim Gleichrichten(mit Übertrager,wegen Massetrennung) einen Oktaviereffekt hin.
    tschüß,Thomas

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