• hallo zusammen,

    weiss zufälligerweise jemand von euch etwas genaueres über den KLON CENTAUR?


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    ein 0815-TS-klon bezweifle ich, man schaue auf das gain-poti...

    danke im voraus

    mfg kusi

    ps; dieser thread darf auch dazu missbraucht werden, um über andere, sauteure Boutiqe-pedale disskutiert zu werden! ;) (gruss an Baldringer, obwohl das teil wohl wirklich sackstark ist!)

    [center]blue sky[/center]

  • Re:Klon Centaur

    kusi

    Einen fast identischen Boost-Sound, ca. Gain bis auf 3 beim Klon, erzeugt auch der Hot Cake wenn man das 5k Gainpoti gegen ein 10k im Cake tauscht oder der Pharao-Booster und der Cold Fusion.

    Diesen weichen, transparenten Boostsound bekommt man auch mit 'nem leicht gemoddeten Shakabooster, SHO oder einem MXR Microamp hin.

    Der OD-Sound ist weicher, bzw. harmonischer und offener als beim Cold-Fusion. Der Klon hat auch eine sehr viel bessere Klangregelung als der Fusion.

    Innen findest du einen TLO72 der über Chargepump betrieben wird, evt. sorgt die aber auch nur für eine virtuelle Masse.

    Das Gainpoti arbeitet wie ein Panpoti zwischen Boostkreis und OD-Kreis.

    Das Teil, inc. Bypass ist gebuffert 'ala Hotcake.

    Keine Ahnung, ob da Klippingdioden drin sind, der Cake hat ja auch keine ist aber eine gute Alternative zum Klon.

    Jürgen

  • Re:Klon Centaur

    hi jürgen,

    auf dich ist verlass ;D

    zum gain-poti, das wird demfall vor der op-amp stufe und vor dem booster je ein spannungsteiler sein?

    "gebuffert a la HC", demfall kein wandler? oder hab ich beim HC was verpasst ???

    cold fusion kenn ich (leider nicht auf papier ;)), aber pharao-booster ist mir vollkommen unbekannt, kannst du mir da auf die sprünge helfen?

    und über die klangregelung des KC, weisst du da was genaueres drüber?

    ich muss eindeutig mein experimentier board mal vom DD befreien und was neues beginnen.... ;)


    mfg und wie immer, danke vielmals jürgen!

    kusi

    ps: du weisst nicht zufälligerweise noch ein paar technische details zum Baldringer dualdrive? ;)

    [center]blue sky[/center]

  • Re:Klon Centaur

    Zitat von kusi


    ps: du weisst nicht zufälligerweise noch ein paar technische details zum Baldringer dualdrive? ;)

    Lt. eigener Aussage hat der Baldringer für die Schaltung ja ein paar Patente (oder wars nur zum Patent angemeldet?). Kannst ja mal beim Patentamt recherchieren ob du was findest. Ich hab vor einer Weile mal kurz geschaut, aber nichts gefunden. Vielleicht hast du ja mehr Glück.

    Viele Grüße
    Peter

  • Re:Klon Centaur

    Zitat von 1-JHS


    Diesen weichen, transparenten Boostsound bekommt man auch mit 'nem leicht gemoddeten Shakabooster, SHO oder einem MXR Microamp hin.


    Könntest Du mir/uns diese Mods vllt verraten? Habe erst kürzlich den Microamp, den SHO und noch paar andere Booster aufgebaut, würde das gerne mal ausprobieren.

    Zitat von 1-JHS


    Das Gainpoti arbeitet wie ein Panpoti zwischen Boostkreis und OD-Kreis.


    Heisst das das Gain-Poti wird gegenläufig angeschlossen? (dreh ich z.B den oberen Teil auf schliesst der untere?)

    Danke und Gruss
    Johannes

  • Re:Klon Centaur

    Bez. des Kentaur muss ich sagen, dass nahezu jeder das Teil nur als Booster einsetzt, den OD-Sound benutzt eigentlich keiner. Im Klon befinden sich übrigens noch zwei Klippingdioden.

    Anbei ein Mod für den MXR-Microamp, der einen Boost àla Klon erzeugt.

    Mod 1 habe ich mit einem uA741 und dem RC1458 getestet und der Sound war Klonlike, der Vol-Boost hat auch überzeugt. Mod 2 erzeugt angeblich den gleichen Ton, habe ich aber nicht getestet. Der TLO71C hat eine leichte Schwingung erzeugt, mit einem vorgeschalteten Buffer war das Schwingen weg. Der TLO71 ist normalerweise intern gebuffert, mein China-Billigtyp von Meyer Electronic ist es anscheinend nicht.

    TLO61/81 habe ich auch mal durchprobiert, der TLO61 klang total verwaschen und rauschte , der TLO81 klang schrill und steril. Der TLO71 streut bez. der Eigenschaften sehr stark, hat aber einen total linearen Frequenzgang (ich kauf immer 5 Stck. und wähle davon den, der am besten klingt). Alternativ kann man auch einen TCL271 nehmen, der klingt etwas weicher als der TLO. Ein JRC4548 (braucht auch einen Buffer) erzeugt den typischen Mid-Honk mit der typischen Kompression der Mitten und war mir persönlich nicht transparent genug.

    Wirklich gut klingt die Schaltung mit weit aufgedrehtem Volumenpoti. Marshall mag die Schaltung irgendwie nicht, aber cleane Tweed, Blackface und AC30 mit Vintage-Strat um so mehr (ist ja beim Klon auch nicht anders). Das Gain habe ich fast voll aufgedreht, Tone je nach Gusto etwas auf zur Feinabstimmung, das gibt dann ein leichtes Zerren in den Höhen und macht den Ton enorm durchsetzungsfähig.

    Die Schaltung reagiert auf das Volumen-Poti an der Gitarre genauso wie ein weit aufgerissener Röhrenamp, sogar die Höhen bleiben beim Runterregeln erhalten, dass habe ich so noch nie bei einer IC-Schaltung erlebt und die enorme Dynamik dieser Schaltung ist auch beeindruckend.


    kusi
    Der Pharao-Booster ist die Alternative zum Kentaur (Kentaur aber als Booster verwendet) und dabei relativ preiswert. Nähere Infos gibt's auf der Hersteller-Website.

    Anstelle vom Baldringer (der klingt irgendwie nach Tubeamp mit Powersoakdrossel) bin ich mehr an der Schaltung vom Budda Phatman (da kann nicht viel drin sein, die Buddateile sind ja immer sehr spartanisch aufgebaut) oder dem Preamp vom Twinmaster interessiert .

    Lass dein DD noch aufgebaut, ich habe aus Japan eine getunte BM-Klangregelung bekommen (total primitiv und mit Werten), welche die LTD-Klangregelung imitiert.

    Jürgen


    [gelöscht durch Administrator]

  • Re:Klon Centaur

    Wow!

    Danke für Deine ausführliche Beschreibung, werde das auch mal austesten,
    kann aber eine Weile dauern. Das ist ja auch erstmal eine ganze Menge an Infos und Möglichkeiten.

    Aber vorab schonmal paar Fragen:
    - Da sind Kondensatoren mit 56n bzw. 82n angegeben, das sind aber keine Standardwerte oder woher bekomm ich die? Hab neulich zufällig schonmal nach 82n gesucht aber nix gefunden.
    - Hast Du die Schaltung mal mit 18V getestet? Oder reichen 9V aus?
    - JRC4548 = Schreibfehler = 4558?

    Das ganze hört sich jedenfalls schonmal gut an.

    Und vielen Dank nochmal für die umfassende Antwort!

    Gruss
    Johannes

  • Re:Klon Centaur

    hi jürgen,

    nice :)

    die tone-regelelung kommt mir irgendwei bekannt vor... ;D

    kleine frage zur spannungs-versorgung des ganzen:
    - wieso 8.2V mit der zener?
    - wieso wird die basis-spannung und die spannung vom buffer mit nem längstransitor geregelt?

    wegen dem budda-phatman werd ich mich mal umsehn, wievlleicht find ich was...

    shit, das DD hab ich gestern nach abgebaut. hab deinen beitrag erst vorhin gelesen. naja, ist ja schnell wieder aufgebaut!

    mfg und danke,
    kusi

    [center]blue sky[/center]

  • Re:Klon Centaur

    hi cäptn,

    wir hier in Sursee (zentralschweiz, kanton luzern) sind fast verschont geblieben, ausser montags, da konnte ich nicht arbeiten gehn, weil die zugstrecke olten/luzern teilweise zu war...

    aber, ich kenne einige andere leute, die nicht so glimpflich davon gekommen sind. z.b. ein bekannter hat ein sein sportzentrum vor 1nem jahr komplett renoviert, und das steht jetzt 50cm im wasser...
    ein anderer hat sein ganzes haus verloren!

    ist schon hart. die natur rächt sich an uns ;)

    wie siehts eigentlcih bei euch in DE momentan aus?

    mfg kusi

    [center]blue sky[/center]

  • Re:Klon Centaur

    in Stuttgart is grad gutes Wetter & Sonne ;D
    Es gab hier in der Umgebung wohl direkt an Flüssen n paar kleinere Problemchen, meines Wissens nach aber nix allzu ernstes. Aber ich bin bei sowas nie so richtig auf dem Laufenden.

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Klon Centaur

    kusi

    Klar kommt dir diese Regelung bekannt vor, mir ist so schnell nichts besseres eingefallen und ich habe bei mir z.Z. auch nur einen 47k Festwiederstand eingebaut (mit TLO71). Verschiedene IC-Typen und Gitarren brauchen halt doch 'ne Höhenabstimmung, deshalb das Poti im Schaltplan. Das RC-Netzwerk (1k/ 82n) kann man auch noch feintunen, z.B. 510 Ohm/150n für weichere Höhen.

    Dieser Mod ist ja aus dem Cake abgeleitet, Gain auf min. und Tone fast zu ergeben ja schon den Klontype Boost, die beiden klingen bei min. Gain nahezu gleich, bez. des OD-Sounds natürlich nicht, der Klon ist da einfach harmonischer. Mein TS-808 klingt im Vergleich zum gemoddeten MXR wie ein Haufen Müll beim Boosten, der kann da einfach nicht mehr mithalten bez. Dynamik und Tonentfaltung, da liegen Welten zwischen.

    Der eigentliche Trick an der Schaltung ist aber das unsym. Vref (8,2V zu 4,5V), das machen einige Hersteller mittlerweile auch bei ihren ODs und Distortionteilen (das erzeugt angeblich bessere Obertöne und die Zerre wird röhrenähnlicher). Habe ich mit 'nem TS-Klon gerade ausprobiert (82k/100k/10uF Vref-Teiler für den IC), ist zwar subjektiv, aber der TS klang für mich damit irgendwie besser und lebendiger.

    Die Zehnerdiode (der 330n siebt nur die Rauschspannung ab), habe ich nur verwendet um verschiedene ICs auszutesten (sonst hätte ich den 220 Ohm Widerstand wegen der unterschiedlichen Stromaufnahme andauend anpassen müssen). Bei Verwendung eines RC1458 oder TLO71 kann man die Diode und den 330n weglassen, die angegebenen Spannungen ergeben sich dann durch die Stromaufnahme vom 1458, bzw TLO.

    In der Stabilisier-Schaltung für die Netzteilversorgung können noch Fehler stecken, die ist noch im Beta-Status, der TLO71 frisst Batterien und deshalb will ich auf Netzversorgung umstellen.
    Ergänzend kommt noch ein Inputbuffer mit 9V (evt. auch 18V über Chargepump) und ein Pseudo-True- Bypass 'ala Klon oder Guyatone und 8,2V sollen dann am IC anliegen. Die Idee mit diesem Bypass habe ich vom Kentauer.

    Bei der Netzversorgung ändert sich das Timbre in den Höhen zu stark weil die Belastung durch die Batterie fehlt. Ich denke mit einem kleinerem Vref-Filterkondensator kann man das wohl ausgleichen, den Wert kann man leider nur im AB-Hörtest festlegen.


    Albino
    Ist ein Tippfehler, sollte JRC 4558 sein.

    56n/82n sind übliche Standardwerte, die kann man in jedem Elektronikladen kaufen.

    Ein OPA2604 bringt auch bei 9V einiges mehr an Dynamik, der klippt aber etwas harscher.

    Die ganze Schaltung lässt sich übrigens ohne Probleme auf eine 5x5 cm Lochrasterplatine aufbauen.

    Die Sache mit den 18V kann ja jeder selber ausprobieren, der extrem weiche JRC4558D klingt damit besser, erzeugt aber diese enorme Mittenanhebung..

    Beim heutigen Austesten bin ich sogar bis auf 27V gegangen (natürlich ohne die ZD 8,2). Persönlich gefiel mir der Ton mit einer 9V Batterie am besten, bei 18V entstehen mehr Höhen und zu wenig Kompression, der Ton wird in den Höhen bretthart und steril, bei 27V klingen die Höhen dann schon stark nach SHO.

    18V machen m.M. nach keinen Sinn (es sei denn man verwendet das Teil für Bass), da der Sound mit 9V sehr gut war und die 18V nur einen harten, exiterartigen Ton erzeugen.

    Ich habe dann die Höhen mittels Trimkondensatoren reduziert, die RC-Netzwerke modifiziert und eine Kompressionsschaltung mittels Dioden eingebaut, damit die Signalspitzen komprimiert werden (keine Klippingschaltung ! ) und den 2,7k am Gainpoti auf 2,2k reduziert damit es etwas mehr zerrt. Das klang dann schon wesentlich musikalischer aber damit erzielt man dann wieder den alten Ton wie mit der 9V Batterie, allerdings auch mehr Output.

    Jedenfalls bleibe ich bei 9V und einem guten TLO71 (der ist klarer, druckvoller und linearer als der 1458), evt. finde ich ja noch einen IC, der mir noch besser gefällt. Die Schaltung wird nun eingeboxt und ist erstmal mein Fullrangebooster Nr. 1 (der Boost reicht für mich allemal aus).

    Wer will kann auch noch einen SHO o.ä. vor die Schaltung hängen und mal ausprobieren wie das dann klingt, mir hat dieser transparente Super Duper OD-Sound ganz gut gefallen.

    Jürgen

  • Re:Klon Centaur

    Hier noch einige Infos zum Klon:

    Wie allg. bekannt sind ja das Cold-Fusion und das Zoom PD-01 quasi Klone vom Klon.

    Der Centaur arbeitet intern mit 18V über Chargepump.

    Er beinhaltet einen linearer Booster und einen gemoddeten TS, die über ein umgekehrt verdrahtetes Doppelpoti (Gain) gemischt werden (Gain auf 0 = nur Booster, Gain voll auf = nur TS).

    Der Klon hat einen gebufferten Bypass

    Der TS-Kreis erzeugt eine starke Mittenanhebung (etwas höher angelegt als beim TS und dadurch etwas klarer in den Höhen) bei gleichzeitiger Bassabsenkung auf TS-Niveau.

    Jürgen

  • Re:Klon Centaur

    Bin spät dran! die Eiffel ist grösssten Teils verschont geblieben!

  • Re:Klon Centaur

    Hallo Forum, hallo 1-JHS,

    ich habe eine Frage zur Klangregelung, fürchte aber, dass ich diese auf einem anderen Niveau stellen muss!

    Also unter Klangregelung verstehe ich Potis für Höhen, Mitten usw. oder halt den dargestellten Regler Tone.

    Was ist nicht ganz durchblickt habe ist, wie Ihr eine solche Regelung in einen vorhandenen Schaltplan integriert. Das kann doch nicht empierisch (wie schreibt man das?) sein?

    Ich habe heute den Sili Face gelötet. Hat leider nur einen Volume Regler. Da bin ich noch am räzeln, wie man das Gain steuert.... geschweige denn den Klang.

    http://www.runoffgroove.com/sili-face.html

    Vieleicht könntest Du ja mal etwas zu Deiner Klangregelung sagen und mir einen Hinweis zum möglichen Gain Regler geben!?

    Vielen Dank!

    Gruß
    Sascha

  • Re:Klon Centaur

    Hey, danke für die Hilfe. Super, gleich mit Schaltung.

    Auf die Lösung für das Gain hat mich Peter (Del Pedro) schon gebracht.

    Er sagt: Einfach mal mit anderen Fuzzes vergleichen. OK, kann ich nachvollziehen.

    Aber wie kommst Du auf die Sache mit der Tone-Regelung. Sind 1K bzw. 22K Standard-Werte, die mit 10-33nF immer funktionieren?

    Viele Grüße + nochmals Danke
    Sascha

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