Hallo,
ich möchte mir gerne eine kleine Class A – Endstufe bauen lassen.
Jetzt ist die Frage welche Röhren ich da am besten nehme?! Soviel ich weiß sollen z.B. EL34 und EL84 etwas rockiger und härter klingen und 6L6 etwas wärmer. Stimmt das soweit?
Meine Vorstellungen gehen da schon in Richtung eines etwas runderen, wärmeren, volleren Sounds. Jetzt bin ich im Netz mal über den Namen 6V6 gestolpert. Soweit ich weiß haben die etwas weniger Leistung als die 6L6 – oder gibt es da noch klangliche Unterschiede?
Wenn ich mir das mal so zusammenreime, kommt man bei einem Paar 6V6 in Class A – Bauweise auf so ca. 15-20 Watt. Kommt das so in etwa hin?
Lasse
Endstufenröhren - Class A (6V6?)
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Lasse -
4. August 2005 um 19:56
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
willst du Class A single endet, oder class a Push Pull?
weil für Single endet, hätte ich einen Schaltplan für einen Verstärker, der in der endstuf eine Röhre hat, ca. 10 bis 12 Watt bringt, und bei dem folgende Röhrentypen in der Endstufe verwendbar sind:
6L6, EL34, 6CA7, KT66, KT88, und wenn man den Kathodenwiderstand Schaltbar macht, ist auch der einsatz von einer 6V6 in der endstufe Möglich.
also im Prinzip ein Verstärker in dem du 6 verschiedene Endröhren ausprobieren kannst, must halt wie gesagt den Kathodenwiderstand von 330 Ohm auf 470 OHM schaltbar machen.das einzige Problem ist, dass der Verstärker nur einkanalig ist, und der nicht wirklich gain hat, sondern eher ein cleankanal ist.
kannst aber ne Rectifiervorstufe reinbauen, oder mit einer anderen Vorstufe modifizieren.hier mal der link:
http://www.tube-town.de/diy/tt66/tt66.htmlund gleich mal Tipps:
der hammond Trafo ist zu Teuer, kann dur Tubetown ringkerntrafo ersetzt werden (139VA), da sparst du schon mal 20 €
die Gleichrichterröhre kannste durch Dioden ersetzen, da sparste auch noch n bisschen, muss aber nicht sein.
wenn dir der Cleancanal ausreicht, kann er ja einfach so wie im Plan aufgebaut werden.
Gruß Sebi
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
ach ja wenn du den Menschen der dir dieses ding baut bezahlen musst, dann wirst du dadurch arm, da so etwas doch einiges an Zeit beansprucht.
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Also ich bin auf dem Gebiet mehr oder weniger Laie.
Was ist denn der Unterschied zwischen Class A single ended und Class A Push Pull? -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Moin lasse Singel endet ist eine Eintaktendstufe (sprich nur eine Röhre) und Push pull ist dem entsprechend eine Gegentacktendstufe mit 2 röhren.
Gruß
Eugen
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Hi Eugie,
SE-Endstufen können ruhig auch mehr als eine Endröhre haben, und PP auch mehr als zwei

Gruß
Karl -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Moin.
OK ich giebs auf. Keine erklärungsversuche mehr.Gruß
Eugen
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
@eugi:
bei pp Verstärkern hast du eine Mittelanzapfung am Übertrager, bei SE hast du keine.
das ist schon mal das auffälligste merkmal.und wenn du mal nachdenkst, wie soll man aus einer Röhre 75 Watt bekommen? (gibt ja Übertrager von hammond bis 75 Watt)
ich meine wenn man eine Entsprechende Röhre bauen Würde, wäre das schon Möglich, denke ich zumindest, aber mit handelsüblichen teilen wäre es nicht möglich.ps.:
ich muss aber gestehen, dass ich ne zeit lang der Festen Überzeugung wasr, dass SE und class A das gleiche ist, und dass SE endstufen nur mit einer Röhre realisiert sind, und PP immer AB betrieb sind und so weiter. und irgendwann habe ich dann mitbekommen dass das alles mist ist ;D -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Danke Sebi, genau so einen Verstärker habe ich gesucht! Röhre, class a, und nicht zu kompliziert. könnte man diesen noch vereinfachen, indem man treble und bass regler weglässt? und wie würde dies dann aussehen?

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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
hallo kwak:
ich nehme jetzt mal an das du lasse bist.
also erstens:
die klangregelung würde ich nicht weg lassen, da sie eigentlich sehr einfach gehalten ist. auserdem müsstest du die Potentiometer in der Klangregelung dur festwiderstände ersetzen, und das lohnt sich einfach nicht.an sonsten kann man das ding nicht wirklich einfacher machen.
du könntest den amp billiger machen, indem du eine EL34 oder eine 6L6 statt der kt66 nimmst, und wenn du die Gleichrichterröhre durch dioden ersetzt.
und nochwas:
wenn du diesen amp selbst bauen willst, musst du unbedingt die Sicherheitsvorschriften für so ein projekt wisssen, und auch ein bisschen Ahnung von der Materie haben, da 300 Volt wechselspannung nicht geraden Ungefährlich sind.wenn du wenig Ahnung hast, aber Löten kannst, kannst du ihn ja Zusammen bauen, und vom Fachmann in betrieb nehmen lassen.
ich weise noch mal darauf hin dass 300 Volt alles anders als Harmlos sind, und fachkenntnise zur Inbetriebnahme des Gerätes unentbehrlich sind.
Gruß Sebi
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
hi!
bin bernahrd, nicht lasse... ich habe aber auch so etwas gesucht... ::)
wo treten leicht so hohe spannungen auf, wenn man den verstärker einschält?
lg bernhard -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
die Spannungen treten permanent auf
du hasst einen Trafo mit einer Sekundärspannung von 300 Volt.
geht durch den Gleichrichter, also mal 1,41 macht nach adam riese 423 Volt gleichspannung, und die liegen am Ausgangstrafo an, und gehen weiter auf die anoder der Endröhre.
an der Anode der vorstufenröhren liegen dann etwas weniger an aber immernoch Tödliche Spannung.im Schaltplan steht das aber drin, zumindest indirekt.
du hast halt im Schaltplan die 300 Volt angegeben, den rest musst du halt errechnen.aber wen du Laie bist, so sieht es zumindest aus, dann Lass es Lieber, es sei den du hast sowieso schon einen Suizid vor. ;D
gruß Sebi
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Hi kwak,
bau Dir doch zuerst mal ein ganz einfaches Gerät, das mit einer 9 Volt- Batterie betrieben wird. Beschäftige Dich gut mit den Grundlagen der Elektronik/ Röhrentechnik und "taste" Dich nach und nach weiter vor.
Und immer dran denken:
"...don't support your local undertaker..."
Gruß
Karl -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Hi
samma kennt hier einer ne röhrenvorstufe als bodentreter (bzw als einfache zerre vorm amp?)...daran wär ich auch nteressiert...danke
nico -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
sowas in der Art?
http://diy.musikding.de/berichte/eff/chandler/chandler1.html
;D -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Ich glaube, der arme Lasse weiß nu' garnix mehr!!
Die Grundlagen-Erklärungen sollte man dem R-Opa oder Martin überlassen. :-XZumindest kann man auf folgendem Link ganz gut die Unterschiede bei nem kleinem Amp zwischen 6V6 und EL34 hören. Damit ist vielleicht erstmal die Grundsatzfrage der Röhrenwahl zu klären!!
http://franck.davot.free.fr/G5/proto-fda/samples.html
Grüße, Fisch.
(die Samples sind spielerisch nicht besonders toll ...) -
SE, PP und die Klassengesellschaft

Oh Toll, ich darf was erklären ;D
Im Ernst, mich hat das früher auch immer verwirrt, und leider geistern auch ziemlich fragwürdige Erklärungen im Internet rum. Also zum Mitschreiben:SE = Single Ended = Eintakt
Eine (oder mehrere parallel geschaltete) Röhre(n) verstärken das SignalPP = Push-Pull = Gegentakt
Zwei (oder ein vielfaches von zwei => wieder jeweils parallel geschaltete) Röhren verstärken das Signal, dieses wird vorher auf geeignete Weise (heutzutage fast immer eine Phasendrehstufe = PI = Phase Inverter) für die eine Hälfte der Röhren invertiert (wohlgemerkt in der Phase gedreht, nicht um 180 Grad verschoben !). Das Ausgangssignal wird dann im Ausgangsübertrager wieder "zusammengesetzt".Class A
Durch die Röhre(n) wird/werden zu jeder Zeit das gesamte Signal verstärkt (also z.B. die komplette Sinuswelle). Dieses kann nun SE oder PP erfolgen (bei PP verstärken dann beide Seiten der Endstufe jeweils das gesamte Signal, nur gegeneinander phasengedreht) Class A hat also NICHTS mit SE oder PP zu tun.Class B
Der Arbeitspunkt der Röhren wird so eingestellt, dass jeweils genau (!) die eine Halbwelle des Signals durch die eine Hälfte der Röhren verstärkt wird. Das kann logischerweise also nur bei PP funktionieren, da durch die eine Hälfte der Röhren also immer nur für ihre Hälfte des Signals Strom fließt, wird die Röhre weniger belastet, man kann also mit den gleichen Röhren bei Class B höhere Ausgangsleistungen als bei Class A oder AB erzielen bzw. die Röhren "schonen".Class AB
Diese Betriebsart liegt zwischen A und B, dabei wird bei geringer Aussteuerung das gesamte Signal in allen Röhren verstärkt, bei Vollaussteuerung befinde ich mich nahe am B-Betrieb. Das macht natürlich auch nur bei PP Sinn, SE und Class AB passt nicht zusammen. Hier gibt es noch zwei Unterbetriebsarten, bei AB1 wird die Röhre so betrieben, dass kein Gitterstrom fließt, bei AB2 fließt Gitterstrom. Für Gitarren/Bassverstärker wird praktisch nie AB2 verwendet.Class C, D usw.
Hier wird nicht mehr das gesamte Signal verstärkt, sondern nur ein Teil. Spielt für uns keine Rolle, wird z.B. verwendet, um ein HF Trägersignal zu erzeugen.Also für uns wichtige Kombinationen:
SE Class A, PP Class A, PP Class AB1, PP Class BGruß, Martin
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Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Hi Martin,
Superbeitrag !!!
Irgendwo hatte ich das auch schon, aber nicht soooo ausführlich.
Die Fragen werden aber immer wieder kommen, solange die Sufu nicht richtig verwendet wird.
Vielleicht solltest Du so einen Grundlagenthread mal pinnen, damit nicht 10 Leute 40 mal das mehr oder weniger Selbe schreiben

Gruß
Peter -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Hallo Peter,
werde ich machen, vielleicht schaffe ich es aber auch noch, ein Buch über Röhrengitarrenverstärker zu schreiben, das "Skelett" habe ich schon lange im Kopf, aber wenn es in dem Tempo weitergeht, dauert das noch bis zur Rente
Gruß, Martin -
Re:Endstufenröhren - Class A (6V6?)
Ein Buch? Mönsch Martin, halt Dich ran, ich denke das würde EINIGE Leute interesserien. Und wenns so gut ist wie Deine Madamp-Bausätze (zumindest nach dem was ich so gehört habe . . . ;)) wird auch das Buch nicht gerade von schlechten Eltern sein

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