auswahl des Chassie´s

  • hallo Leute:

    ich wollte wissen, wie man die richtige Box für einen Amp auswählt.
    Lautsprecher gibt es ja mit den unterschiedlichsten Daten, welche den einsatzbereich Festlegen.
    worauf ich ansprechen will, sind die Watt die Bei einem Lautsprecher angegeben sind.
    wenn ich, konkretes Beispiel einen 50 Watt verstärker habe, wie viel Watt sollte dan der lautsprecher dazu haben?
    angenommen ich nehme einen 100Watt Lautsprecher, dann habe ich sehr Viel Verlust an Lautstärke im gegensatz zu einem 50 Watt Lautsprecher, angenommen beide sind mit 100 dB bei gleichem Frequenzgang angegeben.

    was ich wissen will, ist: macht es einen Sinn einen 50 Watt Speaker dann an die Endstufe zu hängen?
    oder ist es sinnvoller den Speaker größer zu dimensionieren, z.B. 60 Watt.

    ich hoffe dass ihr versteht wie ich das meine.

    Gruß Sebi.

    Oh Alkohol du böser geist, der du mich zu Boden reißt, ich stehe auf du schlägst mich nieder, ich kotz dich aus und trink dann wieder.

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Hallo Sebi,

    da gibt es zwei unterschiedliche Philosophien:

    1) Der Lautsprecher soll nicht verzerren, das tut der Amp
    2) Der Lautsprecher trägt mit seinen Verzerrungen stark zum Sound bei

    Je nachdem wozu man tendiert ???, sollte der LS "etwas" belastbarer sein als der Amp Ausgangsleistung hat (2) oder deutlich mehr belastbar sein (1), da ab ca. 2/3 der Nennbelastbarkeit des LS Verzerrungen verschiedenster Art einsetzen. ABER die Ausgangsleistung des Amps ist nicht diejenige, die der LS verkraften muss, wenn du stark verzerrt spielst, denn die Ausgangsleistung ist für Sinus angegeben und nicht für nahezu Rechteck, das hat einen viel höheren Energieinhalt als eine Sinuswelle derselben Amplitude. Also mal ein Beispiel:

    Amp 20W:

    A) clean gespielt, Meinung 1) => 40-50W LS
    B) clean gespielt, Meinung 2) => 25-30W LS
    C) verzerrt gespielt, Meinung 1) => 80-120W LS
    D) verzerrt gespielt, Meinung 2) => 50-60W LS

    Ich hoffe das hilft.
    Gruß, Martin

  • Re:auswahl des Chassie´s

    erst mal danke für die antwort, jedoch sind die Lautsprecher Für Gitarrenamps mit der RMS Leistung angegeben.
    und soweit ich weis bedeutet das RMS soviel wie:
    egal welche wellenform.
    wobei sich die Sinusleistung nur auf eine Sinuskurve bezieht.
    d.H. dass der Lautsprecher eine Sinuswelle mit z.b. 50 Watt abkann.
    ein Lautsprecher mit 50 Watt RMS muss meines Wissens nach auch dreiekspannung, sägezahnspannung, etc. abkönnen. kann aber auch sein, dass ich da Falschen informationen unterliege.

    wäre gut wenn jemand das Aufklären könnte.

    gruß Sebi.

    Oh Alkohol du böser geist, der du mich zu Boden reißt, ich stehe auf du schlägst mich nieder, ich kotz dich aus und trink dann wieder.

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Hi Leuts,

    "RMS (Root Mean Square)

    Generally, the average continuous power output an amplifier is capable of producing; power output an amplifier can produce consistently over extended lengths of time. RMS power contrasts to peak power, which is used for brief moments in order to recreate sudden, high-energy sounds (transients). RMS power can be produced continuously for the length of time the amplifier is in operation. It is the most important of the two power ratings (RMS versus peak) when researching an amplifier.

    RMS is technically the average value of a particular waveform. When we say an amplifier has power output of some RMS figure, then we mean that amplifier is able to produce on average a certain amount of power. If you looked at a sine wave you would see a series of hills and valleys. The peak of the hill would be peak power. RMS measures the average area under the outline of the hill and its corresponding valley. RMS is a way of averaging the total waveform.

    Note that RMS Power is equal to RMS Voltage multiplied by RMS Current. The term RMS is often used in audio to refer to continuous power output; however, RMS is not technically a power term since it applies to waveforms. However, you will hear RMS referred to most often relating to power."

    RMS ist ergo das Integral einer anliegnden Leistung über einen bestimmten Zeitraum, wobei Frequenz und Signalform eigendlich undefiniert sind.
    Dies zeigt nur, was ein Chassis auf Dauer verträgt.
    Hat man nun einen Rechteck vorliegen, so reduziert sich über den gleichen Zeitraum wie beim Sinus die maximale Leistung in der Spitze, wodurch die Leistung im Mittel dann wieder passt.

    Gruss
    Kai

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Vielleicht verstehe ich dich falsch, aber der Effektivwert ist bei einer Rechteckschwingung größer (!) als bei einer Sinusschwingung gleicher Amplitude, wie kann dann die Leistung gleich sein ;)
    Gruss, Martin

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Nochmal zur Verdeutlichung:
    Der Effektivwert einer symmetrischen Rechteckspannung ist gleich dem Spitzenwert, bei einer symmetrischen Sinusspannung ist es 1/1,41 davon. Damit ist die Leistung (vereinfachend an einem rein ohmschen Verbraucher) bei einer sinusförmigen Spannung natürlich auch geringer (P=Ueff*Ueff/R) bei gleicher Amplitude (Spitzenwert) der Spannung.
    Gruss, Martin

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Hi,

    gemeint ist, dass die Spitzenleistung beim Rechteck deutlich geringer ist als beim Sinus ( Faktor 1.414 ) bezogen auf die gleiche RMS-Leistung, da RMS genau das Integral der Leistung ist !

    Gruss
    Kai

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Völlig Richtig, aber das Problem liegt ja darin, daß die Leistung des Amps für z.B. 5% Klirrfaktor angegeben ist, unsereiner aber den Amp weiter aufdreht, damit's schön zerrt und damit zwar nicht die Spitzenspannung/strom weiter steigt, wohl aber der Effektivwert und deshalb ein "50W" Verstärker einen "80W" Lautsprecher zerstören kann :o
    Gruss, Martin

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Hi Sebi,
    ich bin eher dafür den Speaker nicht "auf der letzten Rille" zu fahren. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Habe mit meiner 2*12 etwas experimentiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
    Ausgangsleitung Amp 30 W
    Speaker (G12M-Greenback)25W bzw 50W
    Bei der 50W Variante hört es sich geringfügig weicher, nicht so agressiv an. Habe einen Unterschied aber nur bei sehr hoher Lautstärke ausmachen können.
    Würde mich Interessieren, ob man bei anderen Speakern ebenfalls Unterschiede hören kann.

    Gruss
    Markus

    Go fast

  • Re:auswahl des Chassie´s

    Zitat von MAD


    Völlig Richtig, aber das Problem liegt ja darin, daß die Leistung des Amps für z.B. 5% Klirrfaktor angegeben ist, unsereiner aber den Amp weiter aufdreht, damit's schön zerrt und damit zwar nicht die Spitzenspannung/strom weiter steigt, wohl aber der Effektivwert und deshalb ein "50W" Verstärker einen "80W" Lautsprecher zerstören kann :o
    Gruss, Martin

    Dabei kann es dann auch bei tiefen Frequenzen im Rechteckbetrieb dazu kommen, dass die Spule in die Sättigung geht, und dann nur noch der ohmsche Anteil zählt, und der induktive Anteil gegen 0 geht. Das ist dann der Anfang vom Ende !

    slowhand:
    Das dürfte wohl auch trotz gleicher Spec. an den unterschiedlichen Charakteristiken der Chassis liegen. Denn bei der von Dir angegebenen Leistung ist eigendlich noch keiner der beiden Typen so richtig am Ende. Aber je höher die Max-Leistung, umso höher ist auch die benötigte Grundleistung für 100dB (wenn auch eher minimal)!

    Gruss
    Kai

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