Re:Reußenzehn Effekte
Hi Leute,
ich muss da mal in die Bresche springen, obwohl ich mit Herrn R. weder verwandt noch sonstwie in geschäftlichen Beziehungen stehe...
Ich finde hier geht's etwas hart zu.
Fakt ist doch: Er hat anscheinend den Sprung in den kommerziellen Ampbau der 90er verpasst. Es sieht aus, als wenn er jedes Gerät persönlich zusammenschrauben/-löten würde und auch gleichzeitig seine eigene Werbe-/Support und Sonstwas-Abteilung ist.
Der ist halt Idealist - vielleicht auch etwas in der Zeit stehengeblieben, aber wir brauchen sowas!
Der Vergleich mit z.B. Marshall & Co. hinkt da gewaltig, da die ganz anderer Stückzahlen bauen - ob da wirklich besser gefiltert wird, weiß ich auch nicht - ich hatte mal einen Marshall-Verstärker, der nach 1/2 Stunde den ersten Defekt hatte...
Guckt Euch doch mal die ganzen PCB-Kisten an, das könnten auch Taschenrechner sein. Geiz ist nunmal geil, und solange diese ganzen "Pseudo"-Fachzeitschriften "testen" wird da keine wirkliche Aufklärung passieren!
Ich hatte mal eine Reußenzehn Slave 100-Endstufe, da gab's nix zu meckern (war nur ziemlich schwer und für mich etwas überdimensioniert) - der innere Aufbau war völlig iO, mit Edding war markiert, wo 42V-Bias zu sein hatten - ist doch schon fast kundenfreundlich...
Zu werbewirksamen Wortschöpfungen kann man stehen, wie man will, aber was alle dürfen, darf Reußenzehn doch wohl auch und somit auch seine Klangregelung umbenennen! Entfernen eines Bright-Kondensator darf ja auch "Warren Haynes Mod." heißen...
Man bedenke nur den genialsten Schachzug der 90er. Ein Rasterpoti an dem statt Zahlen Verstärkerbezeichnungen wie "Blackface, Class A, Rectifier..." stehen. Als der POD rauskam gab's sogar noch so'ne Art "Kundenzeitung" - das war die größte Verarxxxxxx vor dem Herrn - von den Line6-Manuals ganz zu schweigen.
Letztens hat mir jemand so beiläufig erzählt, daß die neue Digitalgitarre ja der Hammer wäre, nur Palm-Mutings klängen irgendwie unnatürlich... Hallo! Jemand zu Hause???
Fazit: Leben und leben lassen ![]()
Gruß
Andy