Stefan - vom Hardrock zu Jesus
1971 kam ich in Weiden in der Operpfalz zur Welt. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in einem kleinen, nahe gelegenen Dorf.
In der siebten Klasse am Gymnasium bekam ich die LP „Highway to Hell“ von AC/DC geschenkt. Diese Hardrockband gefiel mir bald so gut, dass ich fast jeden Tag ihre Songs anhörte. Ich kaufte mir auch noch andere Platten und wurde ein 100%iger Fan. „Das ist mein Leben!“ sagte ich einmal.
Nach Abitur und Zivildienst begann ich Agrarwissenschaften zu studieren, denn als großer Naturfreund wollte ich mich für die Verbreitung des Ökologischen Landbaus einsetzen. Im vierten Semester hatte ich viele Prüfungen zu schreiben. Ich bestand aber nur eine davon. So kam ich in eine schwere Krise. Ich bat Gott um Hilfe.
Bald darauf besuchte ich eine Jugendwallfahrt, bei der ich nachmittags an einer Veranstaltung mit Tonformen teilnahm. Ich fing einfach an zu kneten und es entstand ein Lamm in meinen Händen. „Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser!“ ein Gebet, das mir augenblicklich in den Sinn kam. Plötzlich sah ich meine Sünde vor mir. Ich war totaler Fan der Band AC/DC. Gott zeigte mir, dass ich vor ihm schuldig bin, denn diese Musik war mir wichtiger als er. Zwar betete ich vor jedem Mittagessen „Vater unser im Himmel, …“, dröhnte aber mich andererseits immer wieder mit „Highway to Hell“ zu. Nun jedoch verstand ich, dass Jesus Christus das Lamm Gottes ist, das mir meine Sünde sofort vergeben will.
Freudig nahm ich dieses Angebot an, d. h. ich bekannte Jesus meine Schuld. Erleichtert kehrte ich wieder in meine Studentenbude zurück. Ich löschte alle AC/DC-Kassetten und begann das Neue Testament zu lesen. Ich vertraute mich Jesus ganz an. Seitdem sage ich: „Jesus Christus ist mein Leben!“
Früher war ich sehr oft schlecht drauf, weil ich alles in mich hineingefressen habe. Ich konnte nicht über meine Sorgen und Nöte reden. In Jesus habe ich den allerbesten Freund gefunden, dem ich alles sagen kann. Jetzt kann ich endlich frei von Ängsten leben, weil ich weiß, dass Gott für mich sorgt. Gegenüber anderen Menschen bin ich offener geworden. Ich traue mich auch mehr Gefühle zu zeigen oder auszusprechen.
Jetzt bin ich zwar immer noch Naturfreund - ich arbeite inzwischen als Gärtner - aber Menschen sind mir wichtiger geworden als Tiere und Pflanzen. Ich will nun nicht mehr „die Welt mit Ökolandbau retten“, sondern verteile Flyer und Bücher und erzähle von Jesus Christus. Mein größter Wunsch ist es, dass noch mehr Menschen sich dem Lamm Gottes anvertrauen und dadurch gerettet werden.
Nachdem ich mit 18 meinen Führerschein hatte, war ich jedes Wochenende unterwegs in Discos und auf Rockkonzerten. Ich fühlte mich einsam und mischte mich gern unter Gleichaltrige. Trotzdem blieb ich allein. Die harte Musik hörte ich so gern, weil sie Power hatte und meinen Gemütszustand ausdrückte. Meine Einsamkeit verging dadurch nicht. Meine Power oder Kraft schöpfe ich nun aus der Beziehung zu Jesus Christus.
Seit einigen Jahren höre ich fast keine Musik mehr, sondern treffe mich mit Christen in meinem Alter. Gemeinsam singen wir Gott Lieder. Ich vermisse diese dauernde Beschallung überhaupt nicht mehr, sondern genieße gern die Stille.
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besonders lustig der teil mit den kasetten löschen