Strom fließt wo er nicht sollte

  • Hallo!!
    mir ist heut ne komische Sache wiederfahren.
    Bei einem kürzlich bekommenen alten Fender Röhrenverstärker, der eigentlich technisch ohne Probleme läuft.
    Ich habe während ich gespielt hab den heizkörper angefasst (Saiten und Heizkörper) und auch wiederholt einen schlag bekommen, da floss strom!! Also keine Entladungen oder sowas.
    Woran könnte das denn liegen ich hab jetzt erstmal ziemlich schiss das Dinga anzugfassen.

    Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

    Danke

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Muss noch ergänzen dass er mit Vorschalttrafo läuft, da aus USA

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    naja der Fender hat keinen Schutzleiter der hat nur die 2 Wechselstrom Kontakte. Der ist von 1965.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Stromführender Leiter vom PE getrennt?!!... Geräte defekt? Ein FI ist nicht in jedem Raum standard und wenn die Phase einen Schluß zum PE, also auch übers Gehäuse hat, dann kommt die Sicherung(!) Falls nicht, wird's schwierig, noch 'ne Frage im Forum zu stellen.

    Einfach erklärt:
    Die Hauselektrik ist das Problem. Die Spannungsversorgung der Steckdose hat vermutlich nicht das gleiche Erd-Potential wie die Heizung. Abhilfe: Erstmal Sicherung raus!!! Nachprüfen!!! Dann gucken, ob in der Steckdose der PE separat angeschossen ist und Null Ohm zum Nullleiter hat.

    Der Blaue muß am anderen Ende im Verteilerkasten sauber in die Erde rein und zwar in die selbe, "wo die Heizung drin steckt". Datt isses.

    Im Zweifelsfall den Elektriker, Hausmeister oder ähnliches zu Rate ziehen. (Nix Amp zur Rep...)

    Unser Bassmann hatte letztens das Vergnügen, in einer schlecht verkabelten Kneipe den Schlag übers Mikro im Gesicht zu spüren. (Er ist gerade noch stehengeblieben :-X ;) ) Schnell seinen Amp in den Stromkreis der Gesangsanlage gestöpselt ("Potentialausgleich") und schon ging's.

    Grüße, Fisch.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Woher sollte ich denn wissen das der kein Schutzleiter hat ;D

    In dem Fall hat Fisch recht...das ist was anderes...

    Aber, Fisch wie hast das mit dem PE gemeint...soweit wie ich weiß darf der nicht unter Spannung stehen und er darf auch nicht im Gerät mit dem N und L zusammen geschaltet wird....der muß schon getrennt sein und eben das Metallchassie erden... ::)

    mfg
    Sebastian

    Ich heiß zwar nicht Otto doch klar ist mein Motto, drum sag ich's barsch wenn nicht Rockt ist's fürn Arsch.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Der PE ist im Prinzip eine zusätzliche "Erde"; 'ist also in der Verteilung mit den blauen Nullleitern zusammen geschaltet.
    Z.B. kann nun eine abgerissene Phase irgendwo im Gehäuse herumturnen und das Blech berühren, dann knallts... und zwar die Sicherung und nicht die Herzkammern.
    Vorausgesetzt, eine Sicherung ist vorhanden.

    Auch Sicherheitssysteme funktionieren nur, wenn alles richtig angeschlossen ist.

    Grüße, Fisch.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Hmm also ich muss aber noch dazusagen, dass ich mit berühren eines anderen Verstärkerchassies (und der Gitarre), das an der selben Stechdosenleiste angeschlossen (aber ausgeschalten) ist, auch einen schlag bekommen hab.(lange Geschichte ;) )
    Deshalb ist das mit der Heizung jetzt glaub ich nicht ganz zutreffend?

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Achso....Fisch...aber ich meinte jetzt aber auch im Gerät ;D

    Üprigens war es mir neu das es auch Gitarrenamps mit Schutzklasse 2 gibt aber ich spiele auch nicht soviele verschiedene Amps. Man möge mir verzeihen :)

    Zitat

    Hmm also ich muss aber noch dazusagen, dass ich mit berühren eines anderen Verstärkerchassies (und der Gitarre), das an der selben Stechdosenleiste angeschlossen (aber ausgeschalten) ist, auch einen schlag bekommen hab.(lange Geschichte )
    Deshalb ist das mit der Heizung jetzt glaub ich nicht ganz zutreffend?

    Mhhh vielleicht liegt doch ein anderer Fehler vor...
    mfg
    Sebastian

    Ich heiß zwar nicht Otto doch klar ist mein Motto, drum sag ich's barsch wenn nicht Rockt ist's fürn Arsch.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Hmm also ich muss aber noch dazusagen, dass ich mit berühren eines anderen Verstärkerchassies (und der Gitarre), das an der selben Stechdosenleiste angeschlossen (aber ausgeschalten) ist, auch einen schlag bekommen hab.(lange Geschichte )
    Deshalb ist das mit der Heizung jetzt glaub ich nicht ganz zutreffend?

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    @Ralli
    Hast du schonmal versucht, anstatt hinzulangen und immer einen Schlag zu bekommen ;D, mit dem Messgerät (Voltmeter) das Spannungspotential zu messen?

    Ich legte mich ins feuchte Gras
    und sang was ich aus den Wolken las.
    Und ich Verstand die Zeilen, die der Dichter schrieb:
    Das Regentropfen Tränen sind, die da fallen, wenn Regen liebt.
    KvN

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Was Fisch meint, ist der eventuell fehlende Potentialausgleich der Heizungsrohre mit dem Schutzleiter. In alten Anlagen kann das noch der Fall sein.
    Auch wenn Du Deinen Amp mit Schutzleiter nachrüstest, was sicher zu empfehlen ist, wird Dein Problem damit warscheinlich nicht behoben. Das Potential Deiner Schaltungsmasse liegt gegenüber geerdeten Potentialen immer ( schwimmend ) etwas höher. >:( .
    Das ist nicht lebensgefährlich, aber sensieble, spannungsfühlige Menschen reagieren darauf heftig. Ich kenne das z.B. von meiner Frau. Keine fiesen Hintergedanken bitte ;D .
    Geh also Heizungen, Wasserleitungen und Blitzableitern aus dem Weg, wenn Du Gitarre über Deinen Amp spielst. Es sei denn, Du möchtest Dein Vibrato mit 50 Hz boosten ;D

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Wie ich oben geschrieben hab, ist nicht nur die Heizung sondern auch anderes, wie der andere Amp, der "auslöser" (bei den Beiden sachen hab ichs zufällig gemerkt).
    Außerdem hab ich keine alte heizungsanlage, sondern sogar eine ziemlich neue.
    Also glaub ich daran mit der Heizung und dem Potenzialausgleich eher nicht.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    klar ist, dass in dem moment, in dem er das Massepotential des Amps(git-saiten->Signalmasse) und einen anderen massebezug, wie zum beispiel die Heizung oder das gegerdete Ampchassis berührt elektronen fliessen, also ein potentialausgleich stattfindet. Das sollte doch aber eignentlich nicht sein oder?????? das Gehäuse des fender muss doch eigentlich über den gleichen Schutzleiter geerdet sein???

    Vielleicht hilft es doch den Schutzleiter nachzurüsten??? oder nicht...


    Schau mal ins TT forum da gehts gerade heftig zur sache in punkto FI und Schutzleiter und sicheres arbeiten etc....

    grüße

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    also ich kann mir nicht vorstellen, dass da kein defekt vorliegen soll! ich habe das gleiche problem bei meinem alten 70 er fender dual showman. da habe ich's aber durch einen schlag über's mikro im gesicht zu spüren bekommen. :-\ und das ganze funktioniert so ziemlich zuverlässig wohl überall. hab's an drei verschiedenen orten getestet. aber da ich nicht so masochistisch veranlagt bin, spiele ich den amp schon längere zeit nicht mehr.
    aber da muß sich doch was machen lassen. bei jedem anderen amp tritt dieser effekt trotz gleicher steckdose nicht auf. ???

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Sein Fender hat keinen Schutzleiter!
    Er betreibt ihn über einen "Schutztrafo" 220/120 oder so.
    Das Problem mit der Schaltungsmasse scheint es zu sein.
    Aber TT ist immer gut fürs nachlesen !!!

    Da läßt sich natürlich was machen. Man legt Schaltungsmasse auf Gehäusemasse mit Schutzleiter.
    Das kann aber wieder Brummschleifen, im Zusammenspiel mit anderen Geräten mit sich bringen.
    Bei Ihm funzt das aber garnicht, weil er ein US-Gerät spielt und der NT nicht unserer Spannung entspricht. Deshalb auch nicht, wie beschrieben, ins Schutzleitersystem "überführt" werden kann.
    Eine Möglichkeit besteht aber dennoch. Uraltverstärker besaßen einen "Erdungsanschluß" . Das war eine Schraubverbindung an der Chassisrückwand. Dort konnte mann über eine separate lange Einzelleitung das Gehäuse per Krokoklemme auf "Erdpotential" legen( z.B. an die Heizung oder besser Schutzleiterkontakt naher, freier Steckdose ). Sind jetzt Schaltungs- und Gehäusemasse vebunden, besteht ein Potentialausgleich zwischen Gehäuse, Schaltungsmasse ( also Saiten ) und Heizung ( wenn sie Potentialausgleich hat ). Kein Vibroboost mehr ;D. Aber die Möglichkeit von Brummschleifen ist größer >:(.

    Gruß
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    schon klar dass sein fender keinen Schutzleiter hat....! deswegen meinte ich ja nachrüsten?

    Ich glaube nicht, dass der amp zwischen dem gehäuse und der signalmasse einen Potentialunterschied hat??? dann müsste er ja auch einen schlag abkriegen, wenn er des chassis berührt?

    confusing bzw. confused.....???


    @TT: Ein post bzw mehre sind dort gerade am laufen über das thema.

    I'll be back in Black

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Ich hab noch einen anderen alten Röhrenamp ohne schutzleiter, den ich schon lange hab, mal sehn ob es da auch auftritt. Bis jetzt hab ich jedenfalls noch nichts gemerkt, aber ich sing auch nicht beim spielen.

    Was ist denn jetzt das Problem mit der Schaltungsmasse? DAs mit dem Potenzialausgleich? kenn mich nicht so aus...

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    Wenn Dein Fender noch aus den 60er Jahren stammt, hat er mit Sicherheit den von mir beschriebenen Erdungsanschluß.

    Die Sache mit den Potentialausgleichen muß ich Dir warscheinlich mal aufmalen, damit Du es verstehst. Dazu bin ich aber heute schon zu müde. Mach ich demnächst mal.

    Gruß und gute Nacht
    Peter

    Die klangliche Genialität von Röhrenamps basiert auf ihren technischen Unvollkommenheiten.

  • Re:Strom fließt wo er nicht sollte

    An der Rückseite ist ein schalter "Ground" da hab ich mich schon gefragt welche bedeutung der hat , weiterhin ist daneben ein US Steckdosenbuchse, jedenfalls passt da ein normaler US Stromstecker rein. Ob das dieser Anschluss ist? Und was soll der Schalter? Vielleicht brauch ich den nur mal in andere Stellung bringen. Muss ich morgen mal testen

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