True Bypass/Buffer

  • Re:True Bypass/Buffer

    Moin,

    grundsätzlich bin ich persönlich eher für TrueBypass.
    Durch lange Kabel und Effektführungen kann es natürlich zu Signal
    verlusten kommen. Um das wieder auszugleichen ist ein Buffer
    natürlich ne gute Wahl!

    Ich spiel z.B. mit nem 6m langen Gitarrenkabel, geh über das Effektbrett (BOOSTER/WAH/FUZZ/OVERDRIVE/BOSS Chorus) zum Amp über ein 3m Kabel.
    Der Chorus hat keinen Truebypass, ich weiss aber nicht, ob der das Signal mit "unity Gain" durchreicht. Im Grunde fand ich den Chorus im Bypass immer störend im Signalweg, würde dafür aber nicht extra ne Truebypassbox bauen. Und so gross dürften da die Verluste nicht sein - mein Sound gefällt mir - und darauf kommt es ja im Grunde auch an = unabhängig von der Signalqualität, die man messen kann.

    Was meiner Meinung nach Sinn machen würde:
    Wenn z.B. viele Effekte mit TrueBypass im Einsatz sind und die Kabel
    führung extrem ausgedehnt ist, würde ein "unity Gain" Buffer am Eingang des Effektebretts und einer am Ausgang alle Signalverluste ausgleichen können. Eventuell könnte man die Teile noch so gestalten, dass man das Signal (nur zum Ausgleich) leicht anheben kann.

    All dass gerechtfertigt für mich aber keine Preise wie für ein mit Platin besetztes Gehäuse und Leiterbahnen aus Gold.

    also dann, ran an die Lötkolben ;D

    ciao
    Oliver

  • Re:True Bypass/Buffer

    jo , aber nach den fuzzis !!


    auf jeden fall mal nen booster vor modulationseffekten versuchen , da wundert man sich manchmal wie fett ein chorus auf einmal klingen kann ;)

  • Re:True Bypass/Buffer

    habe ich das richtig verstanden:

    die vertreter von no-truebypass sagen:
    alle effekte an + instrumentenkabel ergibt eine gesamt kabellänge die um ein vielfaches größer ist als das kabel, welches da wäre, wenn man alle effekte im truebypass, also ausgeschaltet, hätte.
    durch den widerstand des kabels ändert sich die charakteristik des schwingungsverhaltens des pickups und die gitarre klingt anders (kann jemand mal diese sache für mich theoretisch beleuchten?).

    die vertreter von truebypass sagen:
    die effektschaltungen sollten wenn die effekte aus sind nicht noch passiv quasi am gitarrensignal hängen, da dadurch der ton 'schlecht' wird. wahrscheinlich mit der gleichen begründung wie oben; die kabellänge ist anders als wenn man nur von gitarre zum amp geht -> klangverhalten ändert sich.

    soweit verstehe ich das.
    aber was nützt ein effekt der nicht darauf ausgelegt ist im bypass gut zu klingen? da kann man doch besser truebypass im effekt einrichten, oder?
    wenn ich einen bigmuff anmache, oder einen q-tron, oder eine ratte, dann habe ich ganz klar einen effekt an.
    wieso also nicht den amp ohne effekte richtig einstellen, und dann wenn ich einen effekt anmache denken: dies ist nun ein effekt sound; ich stell den am bodentreter halt so ein, wie er gut klingt.
    was kann dann da ohne buffer oder mit true bypass schlecht klingen?
    wenn ich einen effekt anmache klingt der halt anders als mein clean signal. das liegt ja schon in der natur der sache, oder?
    ich will aber nicht boniert sein. viele berühmte musiker (siehe klientenliste auf der pete cornish website; link oben) haben seit je her auf die geräte von pete und seiner frau vertraut. da muss ja was dran sein.

    die pete cornish geräte sind natürlich alle auf einen guten ton im bypass ausgelegt. da hängt nicht 'zufällig' die schaltung passiv hinten am signal im bypass.
    aber der durchschnittliche electro harmonix, z.b., nicht. da empfiehlt sich doch truebypass, oder?

    vielleicht gehts den leuten um subtile klangänderungen des gitarrensignals durch einen effekt. ich bin da eher auf der sonicyouth seite des sounds, glaube ich. aber wie gesagt, ich will nicht borniert sein :p

    wieso eigentlich keinen buffer vor den fuzz machen?

    wieso kostet ein skrydstrup buffer 179 euronen?
    wie würde so eine schaltung aussehen? hat jemand einen plan? dann mach ich den mal selbst und schaue, wie mein gitarrenton sich verändert. so nach dem motto:
    the truth is out there; hear to believe. :)

    cheers,
    dual

    "All the good music has already been written by people with wigs and stuff." - Frank Zappa

  • Re:True Bypass/Buffer

    Ganz genau meine Meinung: "Gut" und "schlecht" sind nur relativ. Ich hab nen Buffer vor und hinter meinen Pedalen hängen und find meinen Sound trotzdem gut. Und dazu stehe ich ;D

    Wenn ein Pedal für mich im Bypass sch...lecht klingt (wie es bei meinem Wah war) wird es eben auf True-Bypass umgemoddet, fertig.

    und warum man keinen Buffer vor ein Fuzz schalten soll versteh ich auch nicht. Beeinflusst das den Sound wirklich?

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:True Bypass/Buffer

    Zitat von Tümmüh


    ...und warum man keinen Buffer vor ein Fuzz schalten soll versteh ich auch nicht. Beeinflusst das den Sound wirklich?

    Bei vielen Fuzz Schaltungen, wie z.B. Fuzzface wird das Gitarrensignal direkt am Eingang beeinflust. Verantwortlich dafür ist die relativ niedrige Eingangsimpedanz.
    "Verbesserst" du die Schaltung mit einem Eingangs-Buffer, bekommt das Fuzz ein "sauberes" Signal und klingt dementsprechen anders.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:True Bypass/Buffer

    danke für den link, jack.

    vor allem die messungen die jack orman vorgenommen hat sind aufschlussreich, da das hauptargument gegen true bypass die veränderte belastung des gitarrenpickups durch sich ändernde kabellängen (true bypass effekte an/aus addiert 'kabellänge' durch die eigene schaltung) im bypass modus ist.

    auch interessant:
    nur ein buffer vor allen pedalen ist dann relative wirkungslos, wenn man in der nachfolgenden effektkette vintage pedale hat, die nicht mit einem eigenen buffer ausgestattet sind.

    dafür gibts bei skrydstrup dann den mr4 audio switcher der einen buffer am input hat. dann hängt man halt jeden effekt in einen anderen loop. den kann man dann über midi switch ansteuern.
    im mr9 hat sogar jeder return noch einen buffer.
    (1400 euronen, autsch)

    jack are you jack orman? ;)

    "All the good music has already been written by people with wigs and stuff." - Frank Zappa

  • Re: True Bypass/Buffer

    Also ich bin gerade auch an einem ähnlichen Problem und durchsuche daher das Forum. Die Problematik ist wohl ähnlich wie bei Micros bei denen durch ein geringen Widerstand des Mics und längeren Kabeln die im Vergleich zum Widerstand des Mics größer sind. So neigen diese zu Rückkoplungen. Hier werden Hochohmige Mics benutzt mit 48V Phantomspannung.

    Wenn ich das nun auf meinen Muff anwende heißt das ich muss irgendwie die Eingangsimpedanz erhöhen wie es Chris Guitar schon angeschnitten hat. Mein Kabel ist jedoch nicht so lang das ich mir z.Z. gedanken um die Länge machen muss besonders da ich aktive PUs nutze und einige meiner Effekte buffern. Aber scheinbar habe ich beim Muff genau das Problem das Chris Guitar beschreibt.

    Greez
    Tigrar

    Wer unrecht hat und die Klappe hällt ist weise;<br />Wer recht hat und die Klappe hällt ist verheiratet...

  • Re: True Bypass/Buffer

    Je kleiner die Ausgangsimpedanz der Quelle, desto kleiner kann auch die Eingangsimpedanz des Empfängers ausfallen.
    Ein Passiver Gitarren PU hat eine relativ hohe Ausgangsimpedanz, vondaher wird das Signal bei einer Eingangsimpedanz von weniger als 500kOhm wesentlich belastet. Das äussert sich vor allem in der weniger ausgeprägten Resonanzspitze des PU's (die ja durch die Parallelschaltung der PU-Induktivität und der Kabelkapazität zustande kommt).
    Allerdings lassen sich die Verluste, die durch einen "zu niederohmigen" Eingang des Empfängers verursacht werden, durch ändern der Länge des Kabels keineswegs kompensieren.
    Bei aktiven PUs bzw, Buffer zw. Gitarre und Empfänger tritt die o.g. Problematik nicht mehr auf.

    Übrigens Tigrar
    Mikros mit einer niederohmigen Abschlussimpedanz und symetrierten Ausgängen (meist Trafosymetriert) vertragen locker 50-100m Kabel und das ohne nennenswerte Klangeinbussen.
    Bei Mics, die mit mit 48V gespeist werden, handelt es sich keineswegs um hochohmige Micros. Es sind i.d.R. Kondensatormikrofone, die eine Phantomspeisung von 48V benötigen, um den internen Impedanzwandler und oft auch die Kapsel selber mit Spannung zu versorgen. Die Ausgänge solcher Mics weisen ebenso wie ihre dynamischen Kollegen eine niederohmige Ausgangsimpedanz auf.

    :)
    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re: True Bypass/Buffer

    Zitat von Chris Guitar


    Bei aktiven PUs (...) tritt die o.g. Problematik nicht mehr auf.
    :)
    Gruss
    Chris

    Scheinbar doch...
    Bei mir z.B. ich denke ich muss den Eingangswiederstand des Muffs erhöhen...
    Jedenfalls trifft mein Problem mit Deiner Beschreibung überein.
    Jedoch rätsel ich noch wie ich (zum Test) den Eingangswiederstand erhöhen kann.

    Greez
    Tigrar

    Wer unrecht hat und die Klappe hällt ist weise;<br />Wer recht hat und die Klappe hällt ist verheiratet...

  • Re: True Bypass/Buffer

    Zum Thema "True Bypass" und Selbstbau von True Bypass Pedalen, bzw. Multiloop True Bypass Strips schau mal auf meiner Webseite http://www.singlecoil.com vorbei, in der FX Abteilung findest Du eine sehr ausführliche Abhandlung und Anleitung zum Thema.

    Sartre: To do is to be<br />Rousseau: To be is to do<br />Sinatra: Doobedoobedoo

  • Re: True Bypass/Buffer

    Tigrar

    Wenn bei Dir, trotz aktiven PUs-Schaltung das Problem dennoch auftritt, dann gibts dafür auch Erklärungen.
    Möglich wäre also:
    1. Deine PU's sind zwar intern gepuffert, aber erst dahinter hängt das hochohmige Vol. Poti. Wird das Poti etwas zurückgedreht, wird die Ausgangsimpedanz des Ausgangs drastisch erhöht und der Sound dann durch zu niedrige Eingangsimpedant des Pedals gekillt.
    2. Der/die Buffer sind nicht wirklich niederohmig, bzw. niederohmig genug, um einem Muff Stand zu halten. ;D

    Wollte aber noch anmerken, dass der Sound durch so eine Fehlanpassung (z.B. bei einer passiven Git.) nicht zwangsweise schlecht sein muss. Es kann bei manchen Kombinationen von PUs und niederohmigen Zerrer a'la Muff durchaus reizvoll sein. Wenns gefällt ist auch völlig OK :)

    Die Eingangsimpedanz des Muffs kannst Du am besten erhöhen, in dem Du dem Eingang einen Impedanzwandler spendierst. Somit bleibt die Eingangssektion des Muffs unberührt.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:True Bypass/Buffer

    Zitat von dualaud


    danke für den link, jack.

    vor allem die messungen die jack orman vorgenommen hat sind aufschlussreich, da das hauptargument gegen true bypass die veränderte belastung des gitarrenpickups durch sich ändernde kabellängen (true bypass effekte an/aus addiert 'kabellänge' durch die eigene schaltung) im bypass modus ist.

    auch interessant:
    nur ein
    dafür gibts bei skrydstrup dann den mr4 audio switcher der einen buffer am input hat. dann hängt man halt jeden effekt in einen anderen loop. den kann man dann über midi switch ansteuern.
    im mr9 hat sogar jeder return noch einen buffer.

    Eventuell etwas Offtopic.....aber wenn du nach einer intressanten Möglichkeit für einen Multi-True-Bypass bist, dann kombiniere doch mal einen Zähler-Baustein (gibt sicher so etwas in der CMOS 4xxx Serie) mit vier 2UM-Relais (pulldown-widerstände nicht vergessen)...mit einem Taster könntest du dann durch vier verschiedene Loops schalten..... ;)

    Gruzz
    Paco

  • Re: True Bypass/Buffer

    Zitat von Chris Guitar


    Die Eingangsimpedanz des Muffs kannst Du am besten erhöhen, in dem Du dem Eingang einen Impedanzwandler spendierst. Somit bleibt die Eingangssektion des Muffs unberührt.

    Gruss
    Chris


    Danke Chris,

    nun habe ich ein Begriff nach dem ich suchen kann. Auf meiner Suche habe ich folgendes gefunden:

    "Unlike many fuzz circuits the Flying tomato has an input buffer in front of the effect. This allows you to use it after virtually any pedal, or with active pickups."

    Mein Verdacht war das der Gain für den Eingang des Big Muff zu hoch ist. Somit werden Verzerrungen erzeugt wo sie nicht angedacht sind. Dagegen spricht jedoch das wenn ich durch den Poti der Gitarre den Pegel verringere ändert sich nicht wirklich was am Sound. Sustain kann und muss weiter aufgedreht werden, jedoch ändert sich der Sound nicht wirklich dabei. Der Sound bleibt bis zu einer geringen Zerrung benutzbar (wie drive), darüber hinaus wird der Muff unberechenbar. Der typische Muff Sound bleibt unerreicht bzw. taucht in der Unberechenbarkeit kurzzeitig auf.

    Daher gehe ich davon aus das das Problem tatsächlich hier liegt.

    Als ich passive PUs hatte war das nicht so. Allerdings hatte ich da noch ein Solide state Amp der nicht mit dem Muff geklungen hat.

    Vorteil des Ärgernisses ist das ich viel lerne und ich gehe davon aus das wenn mein Muff fertig gemoddet ist ein knaller ist, vor allem weil der zu 100% auf meine Bedürfnisse abgestimmt sein wird. Lieber wenige sehr gut abgestimmte Effekte als eine ganze Lagerhalle voll die nicht zu gebrauchen sind.

    Gnacht. Bald darf ich wg meiner Tochter wieder raus.

    Greez
    Tigrar

    Wer unrecht hat und die Klappe hällt ist weise;<br />Wer recht hat und die Klappe hällt ist verheiratet...

  • Re: True Bypass/Buffer

    Zitat von amz-fx

    Was läßt Sie das denken?

    Well... not very well in any case! But I manage to follow most conversations. ;D

    Grüße, Jack

    Hi Jack, it´s me, Dirk. Wow, it´s really you, how´s life over there in LA ? I hope Rita did not hit you the same way as Katrina did but at least it looks as if you have electricity and an internet connection this time ;D

    Sartre: To do is to be<br />Rousseau: To be is to do<br />Sinatra: Doobedoobedoo

  • Re: True Bypass/Buffer

    Zitat

    I hope Rita did not hit you the same way as Katrina did but at least it looks as if you have electricity and an internet connection this time

    The power went out for about 24 hours and there was lots of rain. Some trees were knocked down but overall it was not too bad. I may have to move to the mountains! :D

    Grüße, Jack

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