Verdrahtung Strat mit HSS Pickup Bestückung

  • Hallo Leute,

    nach dem bei meinem letzten Thread über eine HH Bestückung wirklich viele Anregungen gekommen sind, stelle ich nun mein neues Projekt vor:

    Eine sinnvolle Verschaltung einer Strat mit HSS Bestückung (Seymour Duncan Jeff Beck, 2x Fender Squier Standard SCs)

    Mein bisheriger Plan sieht so aus:

    1) Bridge-HB ungesplittet, seriell
    2) Bridge-HB gesplittet (äußere Spule) parallel zum Mittel-SC
    3) Mittel-SC, Hals-SC parallel
    4) Hals-SC
    5) Hals-SC, Mittel-SC seriell

    Hat noch jemand einen anderen Vorschlag?
    Welche Spule nehmt Ihr meist zum splitten? Die innere oder die äußere?
    Wer von Euch benutzt auch mal den Mittel-SC allein?


    Vielen Dank!

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi Oli,

    es ist, wie immer, ne Geschmackssache, aber auf ne serielle Schaltung der SC-PUs in einer Strat würde ich verzichten.
    Klingt einfach nur mulmig.
    Stattdessen würde ich z.B in der 4 Pos. Hals + Steg PU schalten (Tele-Variante). Das klingt klasse.

    Ja, ich nutze den Mittel-PU alleine ;) Allerdings, der ist bei mir immer voll reingedreht, so dass die herausstehenden
    Polepieces beim Spielen nicht stören.
    Dadurch ist er natürlich viel leiser als die anderen beiden PUs. Ich wähle den meistens dann, wenn ich leiser, bzw. cleaner bei verz. Sounds
    spielen will.

    Ich glaube nicht, das beim einem gesplitteten schmallen Humbucker ein grosser Soundunterschied zw. den Spulen hörbar ist.
    Ich würde jedefalls die innere Spule nehmen.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hi Chris,

    danke für Deine Ausführungen.
    Ich sehe schon - ums Ausprobieren komme ich leider nicht herum und das ist bei einer Strat immer doof.
    Warum würdest Du die innere Spule bevorzugen? Ich habe eine Strat mit einem "echten" Humbucker. Zumindest bei meiner Vandenberg war schon ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden HB-Spulen beim Splitten hörbar. Die äußere klingt höhenreicher brillianter, die innere wärmer bassiger. Hier war die Kombi äußere Spule und Hals-SC parallel besser, zumindest für Clean-Sounds. Dies entspricht aber im Prinzip Deiner 4. Position, da die Vandenberg ja nur 2 PU´s hat.
    Das gute ist dieser Eyb Megaswitch M (4P5T) - mit dem kann man wirklich sehr viel umsetzten, ohne dass man noch weitere Schalter benutzen muss.

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi Oli,

    bei nem normalen, breiten Humbucker sind die Spulen weiter auseinander montiert (ca 1,8cm Abstand),
    von daher ergibt das deutlich 2 unterschideliche Abtaspositionen.
    Bei einem schmalen HB sind die Pole enger beieinander (10mm ?) und damt liegen auch die Abtastpositionen
    der Pole nicht so weit auseinander, um einen gravierenden Soundunterschied zu ergeben.
    Ein kleiner Unterschied wird aber sicher hörbar sein.
    Ich würde die innere Spule einfach nach Gefühl nehmen. Vielleicht klint sie in der Br+Mid Kombination etwas angenehmer.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • - Grade da die Soundunterschiede zwischen den beiden Spulen des JB jr. gering sind, würde ich jeweils die nehmen,die in Verbindung mit dem SC den Humbuckereffekt ergibt.

    - Stimmt schon, Steg und Hals SC parallel klingt oft sehr gut, andererseits sind ja auch schon einige Parallelsounds vorhanden. Und Hals und Mitte seriell muss durchaus nicht immer mumpfig sein. Wenn die SC's eher wenig Output haben und die Gitarre einen eher hellen Grundsound hat, kann das einen sehr guten, fetten Leadsound ergeben. Am besten testen...

    Ich hab den JB jr übrigens auch in einer Strat. Die Einzelspulen fand ich nicht so prickelnd, allerdings ist es 15 Jahre her, dass ich das ausprobiert habe... Ich habe dann einen seriell/parallel Umschalter für den JB eingebaut und statt dem Fünfweg- Einzelschalter für alle drei Pickups. Es sind in dem Fall allerdings keine echten SC's, sondern Vintage Rails, also ist sowieso immer jede Position brummfrei. Mit echten SC's und Fünfwegschalter würde ich vermutlich exakt die Varianten aus dem ersten Beitrag wählen.


    mfg, Immo

    PS: Merke grad, das ich vom JB jr sprach und Chris vermutlich auch. Der war in Ollis Beitrag wohl gar nicht gemeint? Ändert aber nix an meiner Präferenz für brummfreie parallele Verschaltungen...

  • Bin in der Tat von JB Jr Humbucker ausgegangen.
    Muss gestehen, ich kannte den PU gar nicht und hab schnell gegoogelt und als erstes einen HB in SC-Format gefunden, also JB Jr.
    Für mich passte es sofort, denn für mich bedeutet Jeff Beck = Strat = Single Coils ;)

    Viele Grüsse
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hallo zusammen,

    ja ich habe tatsächlich einen "normal" großen Jeff Beck HB drin.
    Inzwischen bin ich mit meinem Projekt etwas weiter gekommen. Habe den Body (Sperrholz) gegen einen Göldo Erle Korpus getauscht und habe ein wenig mit der Verschaltung experimentiert. So richtig zufrieden bin ich mit dem elektrischen Sound noch nicht, wenn gleich der rein akustische Sound mit dem neuen Body um Welten besser ist. Habe einen one piece Ahornhals drauf und in neck und middle noch die alten Squire PUs rin, die unten dran einen Stabmagneten quer rüber haben.

    Ich würde gerne Pickups haben, die wirklich einen glocken klaren Clean Sound haben.
    Zur Auswahl habe ich mal ein bisschen rumgeschaut und muss sagen, dass man da vom Angebot nahezu erschlagen wird.
    Könnte mir folgende vorstellen:
    a) Häussel Alnico 5 Classic, wobei ich nicht weiß, ob diese gestaggerten Polepieces heuete noch Sinn machen, seit die G-Saite nicht mehr umwickelt ist
    b) Van Zandt True Vintage
    c) Seymour Duncan SSL-2
    d) Fender Pure Vintage (aber welche)

    Was denkt Ihr?

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Hi Oli,

    jeder magnetischer, passiver PU liefert einen (nahezu) cleanen Sound.
    Hör nicht auf den Werbenonsens.

    Dem elektrischen Sound ist der Bodymaterial Schnuppe ;D
    Die Klampfe wird aber mit dem neuen Body sicher viele leichter um den Hals :)

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Hi Chris,

    ich gebe Dir schon Recht, dass vieles Voodoo ist, aber denkst Du wirklich, dass es keinen "elektrischen Soundunterschied" macht, ob die Gitarre einen Serrholzkorpus oder einen schönen massiven Erlekorpus hat? Irgendwie muss doch die Steifigkeit einen Einfluss auf die Schwingungen der Saiten haben. Und wenn die Gitarre akustisch anders klingt, dann schwingen doch die Saiten anders und der PU liefert dann einen anderen Frequenzgang, oder irre ich mich? Wozu bräuchte man denn dann eigentlich mehrere Gitarren?

    Mit den unterschieden zwischen der PUs ist es doch wieder anders. Die unterscheiden sich doch in Induktivität, Widerstand, Kapazität bei der Wicklung und in der Magnetfeldstärke der verwendeten Magnete. Folglich sollte doch schon ein Unterschied (wie ausgeprägt auch immer) zu hören sein. Das Problem ist wie immer der verlässliche A/B Vergleich. Wenn ich die PUs getauscht habe, weiß ich schon nicht mehr, wie die ausgebauten exakt geklungen haben.
    Kurz um: Glaubst Du nicht, dass man durch Tausch der billigen Squier PUs einen "besseren" Sound bekommen kann.

    Hier steht z.B. eine Menge: http://www.elektronikinfo.de/audio/elektrogitarre.htm#Sound

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

  • Selbstverständlich macht der Korpus einen großen Unterschied. Kannst ja die Saiten mal versuchsweise über einen Granitblock spannen und dann über ein Toastbrot... Wobei Erle tendenziell eher für einen weicheren, gutmütigeren Ton gut ist, wenn es sehr hell und perkussiv werden soll, würde ich eher Esche nehmen, aber das sind dann wirklich Nuancen.

    Bei den PU's würde ich auf eine starke Resonanzspitze achten, die man tendenziell eher bei schwachbrüstigen PU's hat. Also schon eher bei den "altmodischen", aber nicht bei denen, die durch spezielle Maßnahmen auf "Vintage" getrimmt sind. Da wird nämlich eher der weichere Sound eines gealterten PU's nachgebildet, indem zB schwächere Magnete verwendet werden. (Außerdem kosten die meist Voodoo-Aufschlag)

    "Staggered Polepieces" sind sinnvoll, um Lautstärkeunterschiede zwischen den Saiten auszugleichen, wobei natürlich für moderne Saiten die Höhen anders ausfallen müssen als für alte... Besser sind da natürlich PU's mit Balkenmagnet und verstellbaren Schrauben als Polepieces, wie etwa beim P90. Ich schätze auch sehr PU's mit Balkenmagnet und durchgehenden Klingen, zB die Vintage Rails, weil der Ton da beim Saitenziehen nicht leiser wird, der Klangeindruck ist insgesamt dadurch homogener, stabiler. Ich kriege mit den Vintage Rails in einer Erle-Strat übrigens einen mehr als respektablen Cleansound hin, ganz so offen wie klassische SC's klingt es aber nicht.

    Ist denn die sonstige Hardware der Gitarre gesund? Bei Strats hängt auch sehr viel am Steg/Tremolo. Wenn da billige Gussteile verwendet wurden, wird obenrum klanglich was fehlen. Wobei bei den Vintagetremolos die Saitenreiter und die Grundplatte i.d.R. massiv sind, der Block meist nicht. "Berüchtigt" war das frühere Tremolo der American Std Strat, wo auch die Reiter aus Guss waren. Wobei das für eine Gitarre, die hauptsächlich fett verzerrt genutzt wird, ja auch sehr gut sein kann...

    mfg, Immo

  • Hi,

    die restliche Hardware wird gesund sein werden:

    a) die Tuners sind Vanson Locking Tuners
    b) Saitenniedhalter sind von Graph Tech aus diesem schwarzen selbstschmierendem Kunststoff
    c) Sattel belibt bis jetzt noch der originale Squier
    d) Reiter sollen die Graph Tech Ferra Glide PG 8000-00 werden (Stahlreiter mit dieser Stringsaver Kunststoffeinlage)
    e) Tremolo ist ein Squier Vintagetremolo mit Zinkblock, welches ich aber immer so anziehe, dass es plan auf dem Korpus aufliegt, quasi als fixed bridge

    Bei einer anderen Strat hatte ich durch die Stahlreiter wirklich einen sehr höhenbetonten Sound, der wie Du sagtest beim verzerrten spielen störend war. Das lies sich aber mit einem Drehschalter und Kondensatoren zum Einstellen der Resonanzfrequenz super gerade biegen. War schon am überlegen, ob ich nicht dem Steg-HB einen festen Kondensator spendiere, damit ich nicht immer zwei Schalter betätigen muss, wenn ich mal verzerrt spiele und mal wieder clean.

    Was haltet Ihr denn jetzt von der Ausführung des o.g. links? Und wwas soll ich mit den PUs machen?

    Gruß
    Oli

    [size=1]DIY: Soldano X88R, Peavey 5150, Engl 530,Boss AC-2,BD-2,BF-2,CE-2,DM-2,DS-1,DS-2,EH-2,FT-2,HM-2,MD-2,MT-2,NF-1,NS-2,OC-2,OD-1,OD-2,OD-3,OS-2,PH-1, SD-1,SD-2,SG-1,SP-1,TW-1,XT-2,Rocktave Divider,Small Stone,Woody,STL,TS10,TS9,TS808,Obsidian 1+2,EasyVibe,Ultraflanger,Zombie Chorus,PT-80,MU-TRON, etc.[/size]

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