• Re:Verkabelung

    Hi,

    ich hab günstige (keine billigen) Kabel von Thomann (Cordial), die sind gut flexibel und habe NeutrikStecker verbaut.
    Ich hab 2 Kabel a 3 Meter seit 4 Jahren (= meine einzigen Kabel)
    immer noch bestens in Ordnung !!!! und die waren echt nicht teuer !!!

    Die Verkabelung der Effekte hängt nicht nur von den Verbindungsstücken ab, auch die Buchsen spielen eine Rolle.
    Ich hab gemerkt, dass meine A/B Box ne menge Höhen schluckt (ist ne passive, die ich mir mal für das leise Tunen gebaut hab)
    Mittlerweile hängt dort wieder ein LPB1 drinnen.
    Für die Verbindung hab ich so günstige, vorkonfektionierte Patchkabel genommen. Der HÖhenklau hat sich nur bei Nutzung der A/B Box bemerkbar gemacht - was ich zunächst auf die Patchkabel zurückgeführt hab.

    Natürlich ist jede gesparte Patchverbindung gut für den Gesamtsound. Aber im Grossen und Ganzen macht sich das Effektbrett nicht so bemerktbar.

    Um solche Probleme auszugleifhen würde ich eine einfache Bufferbox bauen:
    Gitarre -> Buffer ->Effektekette->Buffer ->Amp
    Es gab doch hier im Forum mal einen Schaltplan für eine ganz einfache OPAmp Bufferschaltung.....
    Mit nem guten, rauschfreien DualOP müsste sich so eine Bufferbox mit Ein- Ausgangsbuffer aufgebaut werden können.

    Somit wären eventuell überteuerte Kabel überflüssig..

    cu
    Oliver

  • Re:Verkabelung

    Das nenne ich auf den Punkt gebracht! ;D
    Dein Resüme zum RG58 überrascht mich jedoch!!! Hätte erwartet, dass es eine gute Lösung für Patchkabel währe!

    Ja, ja, im HiFi-Lager wird manchmal viel über Kabel disskutiert und geschwachsinnt...
    Aber es stimmt schon! Wenn man billige HiFi-Geräte mit Sch...OPs im Ausgang hat, die nicht wirklich niederohmig genug sind, kann man vielleicht den Klang mit Arschteuren Kabeln (da geringere Kapazität) wieder aufwerten! ;D ;D ;D

    Aber wer möchte darüber ernsthaft disskutieren wenns um sehr niederohmige Signale bis 20KHz geht...

    Man muss so bekloppt sein das utopische zu wollen um das Mögliche zu erreichen.

  • Re:Verkabelung

    Hmmm ... also ich hab am Ein- und Ausgang sowieso gebufferte Pedale (Boss TU-2 und Line6 DL4), heißt dass die Kabel dazwischen egal sind?! Kann mich irgendwie nicht wirklich vorstellen ... Ich bin echt net scharf drauf dass mein Gitarrensound so klar wie möglich ist, nur wenn ich mit wenig Aufwand (und Kohle ;D) den Sound doch ein wenig verbessern kann bin ich gerne dabei.

    Wie war das jetzt mit den Ethernt-Kabeln? Gut oder nicht? Ich hab hier ein laaaaanges Kabel rumfahren dass gerne zerschnippelt werden würde ;)

    Give me enough knobs, and I can control the world. -Z. Vex

  • Re:Verkabelung

    Also ein Kabel hat erstmal gar keinen Klang, Frequenzspektrum, Auflösung oder was auch immer.
    Man muss hier die Zusammenhänge richtig betrachten.
    Aufgrund dessen, dass ein Koax Kabel (ausser ohmschen Widerstand und Induktivität, die jedoch bei nicht allzu langen Kabelstrecken so gering sind, dass man beide im NF Bereich vernachlässigen kann) eine gewisse Kapazität aufweist, muss man das Übertragensverhalten eines Kabel immer im Zusammenhang mit den restlichen Komponenten betrachten.
    Zu den Faktoren zählen die Eigenschaften der Signalquelle und (wenn auch mit geringerem Einfluss) des Signalempfängers.
    Erst dann kann man u.U. vom Frequenzgan, oder Klangverlusten einer Übertragungsstrecke reden.

    Ein und dasselbe Kabel wird sich Z.B. auf das passive Gitarrensignel völlig anders auswirken als auf ein Linesignal. Und noch anders auf ein Endstufenausgangssignal.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:Verkabelung

    Hi,

    Oliver schrieb:
    ich hab günstige (keine billigen) Kabel von Thomann (Cordial), die sind gut flexibel und habe NeutrikStecker verbaut.
    Ich hab 2 Kabel a 3 Meter seit 4 Jahren (= meine einzigen Kabel)
    immer noch bestens in Ordnung !!!! und die waren echt nicht teuer !!!

    Sowas sehe ich auch als gute und brauchbare Lösung an - weil solides Zeuch mit guten Steckern.

    Dann nochwas zum Kabelklang. Im HiFi über sowas zu reden mag seine Berechtigung haben. Bei der Gitarre sehe ich das grundsätzlich anders. Ein Beispiel: meine Gitarre klingt gut (so sollte es sein), was ich dann aber damit mache, ist "mein Sound".
    Und genau jener Sound ist sowohl subjektiv als auch alles andere als HiFi und linear - letztlich nix anderes als eine Klangverbiegung, die fängt schon mit den Tonabnehmern anfängt.
    Will das nur mal erwähnt haben, weils immer wieder vergessen wird.
    Daraus folgt dann, daß es weder eine ultimative Gitarre, noch einen solchen Pickup oder Effekt oder Kabel oder Amp gibt. Was es aber zu Hauf gibt, sind funktionierende Sachen an denen der jeweilige Spieler seinen Spaß hat.

    Zum Thema Buffer. Darüber bin ich auf der Suche nach dem heiligen Gral auch gestolpert. Muß sagen, daß ist in jedem Fall einen Versuch wert, auch hier gilt probieren über studieren. Technisch das Beste ist sowas direkt in die Gitarre einzubauen. Klanglich wie alles geschmacksache. Sehr gute Erfahrungen habe ich selbst mit dem Alembic Stratoblaster gemacht, wenig Teile, läßt sich überall einbauen (auch inne Gitarre, abba nich bei mir, will in der Klampfe keine Batterie). Dazu noch übersteuerungsfest und klanglich neutral.

    Gruß
    Günther

  • Re:Verkabelung

    an Tümmüh

    schneid doch dein Ethernetkabel kaputt und probier aus, wie es an deiner Klampfe klingt, dann weißt du es.

    Ich fand RG58 muffig, heißt ja nicht, daß du das genauso finden mußt. Dann hatte ich es 5 meter lang zwischen Gitarre und Amp und nicht 10cm zwischen Effekten.
    Gruß
    Günther

  • Re:Verkabelung

    Ich hab gerade mein TS (der ist gebuffert) mit 1m CAT5 und 1m Straight A mal einem Hörtest unterzogen.

    Beim Straight A hat man den Eindruck, dass eine Wolldecke über dem Amp hängt.

    Ergo Buffer und schlechtes Kabel funktioniert nicht.
    Die Kapazität beim CAT5 ist ca. 50pF größer als bei Straight.

    Wenn ich die Gitarre direkt über 4,5m Monster in den Amp spiele und noch 330pf Kapazität zufüge (ca. 700pF) klingt das immer noch klarer und druckvoller als 1m Straight A mit ca. 130pf.

    Wenn ich 2x4,5m Monster verbinde klingt klingt das immer noch besser als 3m Straight A.

    Ergo Kapazität sagt gar nichts aus.

    Die Kabel meiner Hifi-Anlage kosteten alleine ca. 200 Euro und ich bin desbezüglich wirklich geizig, aber gute Geräte kann man nicht mit 10 Euro Cinch-Kabel verbinden, die brauchen sowas wie MI-Terminater, phasengleiche Stromversorgung u.ä. sonst klingen die nach Media Markt Billigware von Sony.

    Ich vergleiche das immer mit einem Soldano SLO und einen Korg-Billigmultieffekt im Einschleifweg. Damit klingt der SLO auch gleich 1500 Euro billiger.

    Man auch viel aus der Studiotechnik übernehmen, und die Leute sind beileibe keine Hifi-Hype-Fetischisten, die wissen normalerweise was als Minimum notwendig ist.

    Bei Hifi-Geräten gibt es ja für das Verbinden ein Indexsystem: gleiche Nummern für Kabel und Geräte = guter Klang. Das System ist preisunabhängig. Da kann dann jeder selber entscheiden ob er 20 oder 200 Euro für ein Cinch-Kabel mit gleichem Index ausgeben will.

    Jürgen

  • Re:Verkabelung

    @RG58

    Habe gelesen, es soll sehr gut sein als Gitarrenkabel, dass es natürlich absolut störrisch und unflexibel ist , ist klar.

    @1-JHS

    Du hast für 200 euro kabel bei deiner H-Anlage??
    Verwendest du Silber LS-leitungen mit 6mm^2 Querschnitt?

    Eine Frage: Was hast du für komponenten?

    kleines Beispiel, wenn ich eine Verdammt gut klingende Lansing Endstufe habe, die aber schon 40Jahre alt ist und somit die Cs etwas kratzen etc. muss ich di wohl kaum mit einem 50 eus kabel mit meiner Vorstufe verbinden, oder?

    @ Buffer

    Ich will keine baterien in meiner Git! also wenn dann so wie oliver es sagt.

    @Kapazität

    Wie wird die gemessen?? Auf die länge der Signalleitung, oder zwischen Schirm und Signalleitung? Das hat mir noch nie jemad gesagt, alle reden immer nur von kapazität. ich könnte mir vorstellen, dass die Isolierung der Signalleitung als dieelektrikum fungieren könnte, aber alle reden immer von kapazität/meter kabel?????


    @billige Kabel

    Ich habe bei thomann mal billige bestellt, dann war ein stecker kaputt, sie schickten mir anstandslos ein neues, aber diesmal mit einfachen neutrik klinken dran, perfekt! Einziges Manko. die Verdrillung ist grauenhaft, oder ich dreh mit einfach zu oft im Kreis.....

    Grüße

  • Re:Verkabelung

    Hi Jürgen

    Zitat von 1-JHS


    Wenn ich die Gitarre direkt über 4,5m Monster in den Amp spiele und noch 330pf Kapazität zufüge (ca. 700pF) klingt das immer noch klarer und druckvoller als 1m Straight A mit ca. 130pf.

    Ja natürlich. Es ist auch leicht zu erklären.
    So eine kleine Kabelkapazität verschiebt die Resonanzspitze eines passiven PU's viel zu weit nach oben.
    Dadurch kann, je nach verwendetem Amp der Eindruck enstehen, dass der Sound dabei flach und ausdrucklos wird.

    Zitat

    Ergo Buffer und schlechtes Kabel funktioniert nicht.

    Zitat

    Ergo Kapazität sagt gar nichts aus.

    Kannst Du bitte für die beiden Aussagen auch eine technische Erklärung liefern ?

    Zu den HI FI Kabel möchte ich mich lieber nicht äussern
    Denn ich denke, da gehen unsere Meinungen noch weiter ausseinander, als bei den Giterrenstrippen. ;)

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:Verkabelung

    Black_Chicken

    Die ganze Verkabelung hat ca. 200 Euro gekostet. Die 5 Cinchverbinder ca. 25 Euro/Stck. und die LS-Leitung ca. 100 Euro. Die Anlage ist Onkyo HighEnd und die Boxen B&W CDM7SE-Limited Edition. Habe ich jetzt ca. 10 Jahre und werde ich wohl noch 20 Jahre Nutzen.

    Die Kabel waren das Billigste was in der geforderten Qualität erhältlich war, hat mich 1 Woche Nachforschung gekostet (www. gab es noch nicht )

    Allein die Boxen habe ich schon 600 Euro billiger bekommen, der Laden war kurz vor der Pleite, da kann man dann auch in gute Kabel investieren. Die 200 Euro-Verkabelung verschmerzt man im Laufe der Zeit, dafür ärgere ich mich auch nicht jeden Tag über schlechten Ton wegen Billigkabel (die hätten aber immer noch ca. 30 Euro gekostet).

    (Natürlich habe ich 1995 noch in DM bezahlt, habe nur in E umgerechnet)

    Evt. werde ich in ca. 5 Jahren ein paar Elkos auswechseln.

    Falls eines meiner Monster Cable (die verdrillen niemals) mal den Geist aufgibt und die lebenslange Garantie nicht greift werde ich es durch Pete Cornish Kabel ersetzen, die kosten auch nicht mehr (ca. 45 Pfund)sollen aber überragend klingen.

    Jürgen

  • Re:Verkabelung

    Zitat von Tümmüh


    Hmmm ... also ich hab am Ein- und Ausgang sowieso gebufferte Pedale (Boss TU-2 und Line6 DL4), heißt dass die Kabel dazwischen egal sind?! Kann mich irgendwie nicht wirklich vorstellen ...

    Probiers halt aus :) Ich war dazu bisher zu faul ;D Ich halte mich deshalb an die Aussage eines von mir sehr geschätzten "Kollegen" im G&B Forum. Nach dessen Aussage spielt die Kabelqualität nach einem Pedal mit Buffer keine Rolle mehr. So konnte er zwischen Gitarren- und Boxenkabel keinen Unterschied hören.

    Viele Grüße
    Peter

  • Re:Verkabelung

    Zitat von Black_Chicken


    falsch, boxenkabel sind nicht geschirmt!

    Das weiß ich und das weiß meine "Quelle". Trotzdem konnte er keinen Unterschied hören -> Kabelqualität ist egal.

    Viele Grüße
    Peter

  • Re:Verkabelung

    Zitat von Del Pedro


    .... Ich halte mich deshalb an die Aussage eines von mir sehr geschätzten "Kollegen" im G&B Forum. Nach dessen Aussage spielt die Kabelqualität nach einem Pedal mit Buffer keine Rolle mehr. So konnte er zwischen Gitarren- und Boxenkabel keinen Unterschied hören.

    Genau so ist es, @Pedro ;)
    Solche, und ein Paar andere Experimente, hab ich auch schon hinter mir. Und das sowohl hör- als auch messtechnisch. Von daher kann ich die Erkenntnisse des G&B Kollegen voll bestätigen.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:Verkabelung

    Zitat von Chris Guitar


    Genau so ist es, @Pedro ;)
    Solche, und ein Paar andere Experimente, hab ich auch schon hinter mir. Und das sowohl hör- als auch messtechnisch. Von daher kann ich die Erkenntnisse des G&B Kollegen voll bestätigen.

    Danke für die Bestätigung :)
    Hätte mich auch gewundert wenn der Kollege "Quatsch" erzählt hätte. Der ist seit ca. 30 Jahren aktiver Musiker und hat auch beruflich glaub ich was mit E-Technik zu tun, und das merkt man seinen Postings auch an.

    Viele Grüße
    Peter

  • Re:Verkabelung

    Hallo Chris,
    Habe bez. der Kabel und des O-Buffers noch ein wenig experimentiert.

    Die Qualität eines Intrumentenkabels ist nicht nur von der Kapazität abhänging sondern vom Zusammenwirken von Eingenwiderstand, Eigenkapazität und Eigeninduktivität. Bei einem "guten" Kabel wirken sich die 3 weniger negativ aus als bei einem "schlechten". Das Zusammenwirken von Induktivität und Widerstand hat dabei erheblich mehr Einfluß als die Kapazität (ist allg. Lehrmeinung).

    Mit einen O-Buffer (wie im normalen Bodentreter) verwischen die Unterschiede, d.h. "gutes" und "schlechtes" Kabel sind weniger deutlich zu unterscheiden aber der Unterschied ist immer noch wahrnehmbar (je nach Amp und FX mal mehr, mal weniger).

    Auch 1 m oder 5 m vom gleichen Kabel machen sich trotz O-Buffer im Sound bemerkbar.

    Also habe ich mir eine Dipl.-Arbeit über Bufferamps in Auszügen einverleibt.

    Kernaussage:

    Ein Buffer dient zur Anpassung einer Impedanz, z.B. beim I-Buffer von Eingangsimpedanz des Gitarrensignals an die Eingangsimpedanz eines ICs. Optimal ist es wenn die Ausgangsimp. vom Buffer der Eingangsimp. vom IC entpricht (ist z.B. beim TLO72 mit J-FET Input gegeben, also ein Problem weniger und I-Buffer gespart).

    Ein wesentlicher Teil des Ausgangsstomes wird zur Aussteuerung vom Buffer selber wieder verbraucht (über den Loop). Beim I-Buffer ist das kein Problem, beim O-Buffer schon. Die Impedanz wird zwar umgewandelt aber der Strom zum Treiben der Last fehlt oft. Weiterhin hat so ein einfacher Buffer schädliche Kapazitäten und erzeugt Stromrauschen und mindert dadurch die Signalqualität. Bei mehren I/O-gebufferten Geräten in Reihe verstärkt sich dieser Effekt und die Signalqualität wird nicht besser sondern schlechter.

    Lösung:

    Buffer-IC, z.B. OPA633 o.ä. verwenden, so wie die Studiogeräte oder Bufferbox alá Cornish. Diese Buffer-ICs haben eine Steilheit von 200-2000 und liefern auch genügen Strom zum Treiben einer Last (hier Gitarrenkabel). Dann kann man durchaus billiges Kabel nehmen und größere Längen ohne Soundverlust überbrücken.

    Der Nachteil:

    Die Dinger ziehen Strom und sind mit 9V-Batterie nicht mehr zu versorgen.

    Andere Lösung:

    Die Last auf mehrere parallele Buffer aufteilen, z.B. mit TLO74, schädliche Kapazitäten kompensieren und das Problem ist teilweise gelöst.

    Ist aber das Eingangssignal in den Buffer zu stark, dann produziert er selber Verzerrungen und komprimiert die Dynamik. Deshalb erzeugen TS und Konsorten im Vergleich zu ungebufferten FX auch nur einen geringen Signalpegel um beschriebenes Übersteuern vom O-Buffer zu verhindern.

    Das Konzept mit Bufferbox inkl. Line-Driver und Netzteil in Verbindung mit einem Looper werde ich aber nochmal überdenken und mich bei einem Cornish-Rackbesitzer mal informieren. Bradshaw und Cornish machen es ja so, und blöd sind die ja auch nicht.

    Jürgen

  • Re:Verkabelung

    Hallo Jürgen,

    so kommen wir der "Bufferwahrheit" schon mal ein Bisschen näher ;)

    Natürlich gibt es qualitative Unterschiede zw. versch. Bufferausführungen. Ein einfacher Emitterfolger als Buffer kann natürlich nicht mit einem hochwertigen OPAmp konkurieren. Dass hochwertige OPAmps mehr Strom "fressen" und sich somit weniger zum Betteriebetrieb eignen sind wir uns auch einig.

    Zitat

    Ein wesentlicher Teil des Ausgangsstomes wird zur Aussteuerung vom Buffer selber wieder verbraucht (über den Loop). Beim I-Buffer ist das kein Problem, beim O-Buffer schon. Die Impedanz wird zwar umgewandelt aber der Strom zum Treiben der Last fehlt oft.

    Also wenn der Buffer selber eine ausreichende Eingangsimpedanz aufweist, dann dürfte er keinen grossen Strom zum Aussteuern bedürfen, bzw. keine merkliche Belastung für die vorgeschaltete Stufe darstellen.
    Mit dem fehlendem Strom bin ich aber nicht einverstanden.
    Denn genau darin liegt ja die Aufgabe eines Buffers -> hohe Impedanz auf eine möglichst niedrige und automatisch kleine Leistung nach Bedarf auf eine hohe umsetzen zu können. Impedanz und Leistung und damit auch Strom hängen bei einem Buffer strickt zusammen.
    Von daher bezeichnet man einen Buffer auch als Stromverstärker.

    Zitat

    Weiterhin hat so ein einfacher Buffer schädliche Kapazitäten und erzeugt Stromrauschen und mindert dadurch die Signalqualität.

    Stromrauschen - ok. Aber wodurch entstehen dabei, Deiner Meinung nach, die "schädlichen Kapazitäten" ?

    Zitat

    Die Qualität eines Intrumentenkabels ist nicht nur von der Kapazität abhänging sondern vom Zusammenwirken von Eingenwiderstand, Eigenkapazität und Eigeninduktivität.

    Das mag bei HF eher zutreffen, aber da wir uns hier im NF Bereich bewegen bleib ich bei meiner Meinung: Den wichtigsten Faktor spielt bei nem Koaxkabel immernoch die Kapazität. Eigenwiderstand und - Induktivität sind (natürlich bei kurzen Längen) so gering dass sie eine untergeordnete Rolle spielen und somit zu vernachlässigen sind.
    Andersrum wäre es bei einem Lautsprecherkabel. Hier spielt, wegen der sehr niedrigen Impedanz des Verbrauchers, der Eigenwiderstand des Leiters die grösste Rolle.

    Aber ansonsten sind wir uns mehr als weniger einig ;)

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:Verkabelung

    Hallo Chris,

    ich habe mich bez. der Buffer noch einmal informiert (die Uni Toronto hat da 'nen Fairchild Buffer-IC untersucht).

    Wenn ein Buffer nicht genügend Strom am Ausgang liefert, dann erzeugt die angeschlossene Kapazität beim Buffer Verzerrungen im Signal-Frequenzgang, der Buffer weiterhin eigene Verzerrungen und Übernahmeverzerrungen, welche dann dem Ausgangssignal hinzugefügt werden. Im Hifi-Bereich setzen die deswegen nach dem Buffer oftmals noch einen Current-Booster ein.

    Ein high current Buffer-IC (50-250 mA Ausgangsstrom) kann je nach Typ ca. 1,5 - 2 nF an kapazitiver Last überbrücken ohne selber durch die kapazitive Last neg. beeinträchtigt zu werden. Bei einem sehr guten Gitarrenkabel wären das ca. 15 m max.

    Verteilt man die Last alá AMZ Super Buffer kann man ca. 6m überbrücken (klappt wirklich gut bei 18V Versorgung aber auch ein einfacher Buffer arbeitet bei 18V erheblich besser - ich denke gerade an eine Charge-Pump zur Versorgung der Buffer, bzw. der ganzen Schaltung).

    Ein weiteres Problem stellt noch die Qualität vom Koppelkondensator dar, ELKOs sind wegen des Übertragungsverhaltens hier die schlechteste Wahl, da sollte man besser Folien-Cs verwenden oder spezielle Koppelelkos aus der HIFI-Technik.

    Der Cornish behauptet seine Bufferbox kann bis zu 25 m hochwertiges Kabel ohne Soundverlust überbrücken.
    Mit OPA BUF633 ICs (max. 250mA Ausgangsstrom + 2000uV/s Slewrate) und Lastaufteilung ist das durchaus bei +/-15V Versorgung möglich.

    Eine interessante Variante habe ich noch entdeckt:
    Ein vor den Buffer vorgeschalteter IC immitiert einen neg. Widerstand in Höhe des am Buffer angeschlossenen Lastwiderstandes (z.B. Eingangs-R einer IC-Stufe) und kompensiert so den eigentlichen Lastwiderstand (ist bei I-Buffern interessant).

    Beim Stöbern im web habe ich auf eine interessante Röhre gefunden -EL95 mit Novalsockel, 6,3V Heizung und kann zwischen 12-200V betrieben werden - aber viel besser, das Ding ist eine Pentode, d.h. weiche, dynamische Endstufenzerre ist möglich . Als AÜ-ersatz kann evt. ein Übertrager für Lichtorgeln herhalten

    Schädliche Kapazitäten = Eigenkapazitäten vom Bauteil (Transistor, IC):

    Bez. auf einen Transistor:
    Eigen-C zwischen B und C, Eigen-C zwischen B und E, C vom Eingang und Masse, C vom Ausgang und
    Masse.

    Jürgen

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