Funksteckdosen-Looper

  • Habe mal schnell aus einer Funksteckdose (wer kennt sie nicht) einen Funksteckdosen-Looper zusammengebaut.
    Der ist nicht sicher genug für die Bühne. Aber dafür billig.
    Aufwand ohne Buchsen pro Loop 4 Euro (10Euro : 3 + Relais): Ein paar Bauteile incl. Relais rausgelötet. Das schafft den nötigen Platz für ein 2 x UM - Signalrelais, was ich auf ein Lochraster gelötet habe, gleich mit Sockel und Verdrahtung, welches anschließend auf die Platine der Funksteckdose gesetzt wurde. Man kann noch mehr herauslöten (vielleicht aufgrund des LM358 auch noch zum Hao Rust Driver umbauen ...)
    Die Schaltung + Relais arbeiten bei mir mit 12V. 9V geht aber auch schon gut, was den Vorteil hätte, die übliche Stromversorgung anzuzapfen. Ich hatte nur gerade kein 9V-Relais zur Hand. Die sichere Signalerkennung erfolgt bei mir so ab 7,5V.
    Geschaltet wird mit dem üblichen Handsender (12V-Batterie). Man könnte das Ding in einen 5er Fußtaster einbauen, was ich noch vor habe.

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    Die meisten Funksteckdosen stammen von der chinesischen Firma Kangtai Electric Co. ,Ltd Inc, und arbeiten mit einer Frequenz von 433,92MHz.
    Der für die Funksteuerungen freigegebene Bereich macht natürlich eine Ansteuerung total anfällig und ist k e i n e solide Bühnenlösung. Ich höre schon einige Bekannte meckern: "Da bekommt das Mitspielen eine ganz neue Bedeutung ...". Versteh' ich vollkommen:
    Ich wollte eine billige Lösung für den Kellergebrauch. Ich mag auch keinen Funk, schon gar nicht auf der Bühne.
    Mir kam es aber genausogut auf die einfache Codierung a la Carl Martin Octa-Switch mit Dip-Schalter an, um verschiedene Loops zusammenzuschalten und auf eine variable Platzierung der Looper zu ermöglichen.
    Die DIY-Looper in diversen, nie zu Ende gehenden Projekten, kosten vermutlich inzwischen genausoviel Kohle, wie kommerzielle Lösungen, brauchen meist filigrane Platinen, dauern viel Zeit, und obendrein benötigt man inzwischen fünf Semester Mikrocontroller plus permanenten Laptop möglichst mit funktionierenden USB-Midi-Adapter auf der Bühne, um zwei Minuten vor der Angst doch noch alles umkrempeln zu können. Ob das dann wirklich sicher ist?


    Ausbaufähig:
    (1) AVR
    Wer will, kann einen HX2262 = PT2262 - Chip mit einem AVR simulieren, das Sendemodul am oberen Ende der Fernbedienung ablöten (vorher Pegel anpassen), oder sich für 2,50Dollar ein RF Transmitter + Receiver-Modul leisten, und über Computer die Funksteckdosen ansprechen. Erfahrungen gibt es dazu massig.
    Dann sind auch viel mehr als derzeit fünf Kanäle (nicht so schlecht für den Preis ...) möglich. Arduino- oder Raspberry Pi Boards sind billig:


    AVR:
    http://ccc.zerties.org/index.php/BitfehlerASK


    Arduino:
    http://blog.sui.li/2011/04/12/…t-funksteckdosen-arduino/


    Raspberry Pi:
    http://www.gsurf.de/funksteckdosen-mit-raspberry-pi-steuern/
    http://www.gtkdb.de/index_36_2261.html


    Wenn ich Signal-Relais-Karten chinesischer Anbieter mit 8 2xUM-Relais für ca. 17Euro sehe, müßte sich eigentlich schon längst jemand darüber gemacht haben - komisch, man findet nix.


    (2)
    Vielleicht ist ja die geringe Sendeleistung bei der Funkübertragung der größte Unsicherheitsfaktor - nicht die Codierung. Gibt es Transmitter mit höherer Ausgangsleistung? Würde mich mal interessieren, was die Gemeinde so darüber denkt.


    Und ganz zum Schluss:
    Ich liebe meinen Valley Arts Midi-Patcher/Looper (den Vätern dieses Dings aus Köln sei dank - siehe Rack im Hintergrund - Bild 05). Den hatte ich seinerzeit in 10 min begriffen, funktioniert bis heute ohne Tadel, macht entgegen mancher Aussagen kein bißchen Nebengeräusche (Funklooper überraschender Weise auch nicht) und verlangt dem Besitzer keine Controller-Programmierung ab. Seit vielen Jahren suche ich vergebens dazu einen Schaltplan. Vielleicht hat jemand einen Plan für mich ... .

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