Bypass/Looper mit zweiter LED und analgem VU-Meter

  • Hi,
    Also zuallererst: ich hab nicht wirklich ahnung von Elektronik, würd mir aber total gern mal nen eigenen Fußtaster bauen. Würd gern mit was einfachem Anfangen und hab mich für den Bypass/Looper entschieden ( also denhier.
    Soweit so gut, jetzt meine Frage:
    Ich würd das teil gern bisschen "Pimpen" ;), und zwar zum einen mit nem analogen VU-Meter (Also so eins mir Zeiger, wies die Ashdown-Verstärker haben). Bei eBay gibts die dinger haufenweise für wenig Geld, die sind aber alle aus irgendwelchen Tape-Decks oder Bandmaschinen, kann ich die trotzdem verwenden? Bei manchen sind die Werte "Empfindlichkeit" (in µA) und "Ri" (in kOhm), welche Werte sind da optimal?

    Zum anderen hätt ich gern ne zweite LED die leuchtet wenn der Looper auf Bypass steht (Also z.B. Grün=Loop geschaltet; Rot=Bypass)
    im aller idealsten Idealfall würden die LEDs die Hintergundbeleuchtung des VUs machen, so dass das VU in der entsprechenden Farbe leuchtet.

    Wäre schön wenn mir jemand sagen würde
    1. Was ich zusätzlich zu dem Bausatz kaufen muss
    2. Wo ich die zusätzlichen sachen anlöten muss
    3. Ob ich das als Anfänger überhaupt hinkriege.

    Danke schonmal für die Antworten und auch schonmal schöne Feiertage
    Gruß Simon

    Edit: Achso, Anwendungsgebiet: würde gern den Effektweg von meinem E-Bass mit einem einzigen Fußtritt Bypassen.
    Das VU-meter soll den Pegel ganz am Ende der Box messen (Also am ausgang, egal ob Loop aktiv oder Bypass)

  • Für die zweite LED brauchst du nur auf den freien Pin am Schalter, genau so wie die rote anschlossen ist, eine grüne LED anschließen.

    Warscheinlich mußt du dann aber rot und grün vertauschen, weil original ja die rote leuchten würde, wenn eingeschalten ist.

  • Danke für die schnelle Antwort, hab grad gemerkt dass es im shop auch LEDs mit 2 Farben gibt (Diehier wäre wohl richtig?) Also gemeinsame Kathode und dann ganz normal verlöten und die zweite Anode mit dem freien Pin am Fußschalter verbinden, richtig?

  • Hallo,

    so ein analoges VU-Meter kannst du aus zwei Gründen nicht direkt mit dem Ausgang verbinden:
    1. braucht es DC, so ein Signal vom Instrument ist aber AC -> Gleichrichterschaltung erforderlich
    2. Direkt angeschlossen würde es das Signal belasten und verformen -> Buffer erfoderlich

    Um das richtige VU-Meter auszuwählen, muß man die Größe des Signals kennen, bzw. den Buffer justierbar machen.
    Nur mal so vorab, ob du den Aufwand betreiben möchtest...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;351002

    Hallo,

    so ein analoges VU-Meter kannst du aus zwei Gründen nicht direkt mit dem Ausgang verbinden:
    1. braucht es DC, so ein Signal vom Instrument ist aber AC -> Gleichrichterschaltung erforderlich
    2. Direkt angeschlossen würde es das Signal belasten und verformen -> Buffer erfoderlich

    Um das richtige VU-Meter auszuwählen, muß man die Größe des Signals kennen, bzw. den Buffer justierbar machen.
    Nur mal so vorab, ob du den Aufwand betreiben möchtest...

    Gruß, Bernd

    Hm klingt ja ganzschön kompliziert...
    Eigentlich fänd ich son VU schon verdammt geil.
    Also mit Gleichrichterschaltung meinst du dass ich einfach nur zusätzlich eine passende Gleichrichterdiode verlöten müsste oder?
    Mit Buffer meinst du dashier? Sieht an sich auch nicht übermäßig kompliziert aus, oder täusch ich mich da? Was macht das denn genau?
    Alternativ könnt ich ja, falls das mit dem VU für den Anfang zu kompliziert ist, auch erstmal den looper mit den 2 LED-Farben bauen und das VU evtl. später nachrüsten...
    Gruß Simon

  • Hallo,

    nein, ein Buffer ist nichts spezifisches aus der Effekte-Ecke, sondern ganz allgemein eine Schaltung, die ein Signal hochohmig abgreift (und dadurch die Quelle nicht belastet/das Signal nicht verformt) und es niederohmig mit einer Verstärkung von 1 (also nicht verstärkt) abgibt. Am Ausgang ist es dann auch belastbar(er).
    Je nach VU-Meter kann etwas Verstärkung aber nötig sein. Deswegen halte ich die verlinkten Buffer nicht für geeignet. Am einfachsten geht es mit einem Opamp in Standardbeschaltung, dem man noch zwei (oder 4) Dioden spendiert um das VU-Meter direkt dranzuhängen.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;351006

    Hallo,

    nein, ein Buffer ist nichts spezifisches aus der Effekte-Ecke, sondern ganz allgemein eine Schaltung, die ein Signal hochohmig abgreift (und dadurch die Quelle nicht belastet/das Signal nicht verformt) und es niederohmig mit einer Verstärkung von 1 (also nicht verstärkt) abgibt. Am Ausgang ist es dann auch belastbar(er).
    Je nach VU-Meter kann etwas Verstärkung aber nötig sein. Deswegen halte ich die verlinkten Buffer nicht für geeignet. Am einfachsten geht es mit einem Opamp in Standardbeschaltung, dem man noch zwei (oder 4) Dioden spendiert um das VU-Meter direkt dranzuhängen.

    Gruß, Bernd

    Mein Gott was hab ich mir da mal wieder in den Kopf gesetzt ;D
    Aber ich fürchte ich muss das jetzt vollends durchizeiehn sonst schwirrt mir die idee noch ewig im Kopf rum.
    Also ein Opamp, wenn ich das richtig verstanden hab ist das ein relativ simples Bauteil das einfach nur ein Signal verstärkt. Was meinst du mit Standartverschaltung?
    Oder noch besser, gibts irgendwo ne Seite wo die ganzen Elektrischen BAuteile (Opamp, Diode, Kondensator, ... für den Laien verständlich erklärt werden?

  • Nein.

    Abgesehen davon, dass solche preiswerten Meßgeräte nur im Bereich von 50...400 Hz halbwegs genau messen - und das nur bei Spannungen im mindestens einstelligen Voltbereich.
    So ein PU liefert aber vielleicht nur direkt nach dem Anschlag mal ein Signal über 1 V, was dann innerhalb von Millisekunden exponentiell in den (zweistelligen) mV-Bereich absinkt.
    Zusätzlich ist der niedrigste Wechselspannungsbereich des angebotenen Meßgerätes 200 V, da würde - wenn überhaupt - nur die Nachkommastelle zappeln.

    Aber mal generell meine Meinung zu deinem Wunsch:

    Deine eigenen Kenntnisse, so etwas zusammenzustricken sind (noch) nicht ausreichend. Etwas fertiges, was genau deinen Wünschen entspricht, habe ich nicht gefunden (außer Profilösungen für ca. 200 $ pro Kanal) - als LED-VU Bausaätze gibts da schon viel mehr (ab ca. 5 €). AUf jeden Fall brauchst du ein Netzteil dazu (oder einen Batteriepack) - das wär dann wahrscheinlic hdas nächste Problem für dich.
    Dann solltest du dir darüber im Klaren sein, daß solche kleinen, billigen VU-Meter mit einem Anzeigeumfang von typ 23 dB (-20, +3) bei so einem unkomprimierten Signal wie das Original vom PU auch sehr unbefriedigend anzeigen (entweder zucken sie nur oder stehen am Anschlag).
    Wenn dir also keiner deine Wunschlösung auf dem Teller serviert, probier doch einfach rum. Von passivem VU-Meter bis aktiv, da gibst viel zu probieren...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Einfache Lösung

    Tataaa!

    Ich wußte doch, dass ich irgendwo mal ein einfaches analoges VU-Meter gesehen habe.

    Hier ist es, und es erfüllt (nach Umdimensionieren einiger Widerstandwerte) alle Anforderungen, läuft mit 9...12 V und enthält nur billige Standardteile.
    Außerdem kann es auch symmetrische Signale verarbeiten. Mehr (= einfacher) DIY is nich! Meine Meinung.
    Wenn dir das trotzdem zu aufwe/ändig sein sollte, mein Rat: Laß es.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi,
    Also danke erstmal für die antworten, sieht ja schon sehr vielversprechend aus, aber ich glaub ich würd mich für den Anfang doch etwas übernehmen damit, deshalb bau ich den Looper jetzt erstmal ohne VU bauen, aber ich denk wenn ich bisschen mehr erfahrung hab bau ichs nachträglich noch ein.
    Gruß Simon

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