(Millenium) True Bypass - nötig?

  • Hi Leute,

    frisch registriert möchte ich gleich mal die erste Frage an euch richten:

    Mein Setup besteht aus Gitarre-->Boss TU-2 Tuner --> Crybaby GCB 95 --> Reussenzehn Daniel D Booster --> JCM 800 Amp .

    Ich war jetzt am überlegen, ob ich in den Weihnachtferien nicht mal was nützliches (anstatt für Matura zu lernen :D) zu machn, mir ins GCB 95 den Milleniumbypass einbauen soll (kann zwar noch nicht gut löten, aber das will ich sowieso lernen).

    Mich stört eh, das nicht ersichtlich ist, ob es an oder aus ist, und True Bypass klignt gut find ich (rein vom hörensagen).
    Bringt der True Bypass aber etwas, wenn ich davor sowieso mein (bufferndes, d.h. nicht truegebypasstes) TU-2 hab?

    Vielen Dank und Gruß, Stefan

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Hi RnR-Cannonball

    Also ein Thrue-Bypass hat keinen eigenklang.
    (sollte zumindest keinen haben ;D)

    In Falle Deines Setups bringt ein Thrue_Bypas beim Deinem Wah keine wirklichen (hörbaren) Vorteile, da das Giterrensignal von dem TU-2 gepuffert wird.
    Schaden kann so ein Umbau jedoch nicht ;)

    Gruss
    Chris Guitar

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Zitat von Chris Guitar

    Also ein Thrue-Bypass hat keinen eigenklang.
    (sollte zumindest keinen haben)
    In Falle Deines Setups bringt ein Thrue_Bypas beim Deinem Wah keine wirklichen (hörbaren) Vorteile, da das Giterrensignal von dem TU-2 gepuffert wird.
    Schaden kann so ein Umbau jedoch nicht ;)

    Ok, ich habe gehört es soll sich gut auf den Sound auswirken :)

    Schadet eigentlich ein Stecker, der das Signal in zwei "splittet" dem "Hauptsignal"? Sonst würd ich einfach so einen verwenden und das TU-2 aus der Kette nehmen (könnte es aber trotzdem in der Nebenkette benutzen).

    Gruß und Danke, Stefan

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Hi Stefan,

    eventuell hast Du es schonmal ausprobiert..
    Deine Gitarre direkt in den JCM gestöpselt und drüber gegeigt.
    Gibts einen hörbaren/fühlbaren Unterschied zum Spiel über
    den TU-2?

    Ich hab es aus Zufall entdeckt, daß das reine Gitarrensignal
    über meinen Amp wesentlich lebendiger klingt als wenn ich
    einen gebufferten Treter dazwischen hab.
    Deswegen kommt mir kein Buffer mehr dazwischen, zumindest
    nicht im Bypass.

    Für den Zwecke mit dem Tuner hab ich mir eine A/B Box gebaut.
    Die kannst Du Dir relativ schnell zusammenschustern.

    Schaltplan:
    http://www.generalguitargadgets.com/v2/diagrams/ab-dod.gif

    An Teilen brauchst Du Minimun halt drei Klinkenbuchsen, ein Gehäuse, nen DPDT Fußschalter (also mindestens 2xUM) einen
    Widerstand (51 Ohm) und ein Stück Kabel.

    Für eine Luxusausführung nimmst Du einen 3PDT (3xUM) Schalter
    und schaltest über den 3. Umschalter jeweils eine passende LED
    zum ausgewählten Port. Die Spannung kannst Du dann wie bei
    allen Effekten über den Input (Stereo-Klinke) schaltbar machen
    und noch ne Netzbuchse einbauen..

    bis dann
    Gruß
    Oliver

    P.S.: ich wüsste jetzt nicht, ob mir ein Buffer im Signalweg
    bei Proben, bzw. im Bandkontext auffallen würde, aber irgendwie
    störts mich, wenn ich weiß er ist da, aus oben beschriebenen
    Grund... ;D

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Hi RnR-Cannonball

    Also, ehrlich gesagt, ich würde den TU-2 auch von der Effektenkette rausnehmen.
    Ich sag mal, fast jedes Gerät ohne Thruebypas hat auch im Bypass irgend eine Auswirkung auf das Gitarrensignal.
    Sehr oft ist der Eingangspuffer mit einem Transistor-Emiterfolger als Impedanzwandler realisiert, das eine konstruktionsbedingte Signal Abschwächung (ca V0,9)zur Folge hat.
    Hängen zw. Gitarre und Gitarrenamp mehrere solche Geräte in Reihe, und alle auf Bypas umgeschaltet sind, dann macht sich das natürlich mehr oder weniger im Pegelverlust bemerkbar. Manchmal tretten sogar Klangveränderungen, oder, wenn die Giterre mit hochpegeligen PU's ausgestattet ist, sogar ungewollte verzerrungen auf.

    Mit einem Thrue Bypass bist Du eigentlich immer auf der guten Seite, aber dennoch hat er auch einen Nachteil:
    Er verursacht nämlich leichte Knacksen beim Umschalten.
    Aber ich denke damit kan mann leben.

    Das Signal der Gitarre aufzusplitten macht ja eigentlich auch keinen Sinn. Denn dann hängen ja zwei Geräte-Eingänge direkt am Gitarrenausgang, und das belastet unnötig das Signal.
    Du könntes den Tuner, wenn er einen hohen Pegel vertragen kann, z.B. an den Line-Out des Amps anschliessen. Dann ist er ganz aus dem Signalweg.


    Gruss
    Chris Guitar

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Hi Chris, Oliver


    Danke für eure Antworten, sehr interessant das ganze.

    Ich spiele also mit dem Gedanken mir eine A/B Box zu bauen, auch weil mir eingefallen ist, das ich mal mit meinem Vater einen kleinen Mixer gebaut hab, der ganz simpel 3 Eingangssignale zu einem macht (mit Lautstärkenregelung), bestellt haben wir das so als Set glaub ich damals.
    Ich hab das Ding jetzt vor mir liegen und da ist ein Schalter drin, mit 6 Anschlüssen, da steht auf der einen Seite "3A l25VA" und auf der anderen "OH OH" drauf.
    Könnte das ein DPDT sein? Es sind nur 4 von den 6 Anschlüssen besetzt und der Schalter ist zum umschalten mit der Hand (aber für einen Prototypen rechts wohl so auch).

    Vielen Dank und Gruß, Stefan

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Ämmmm..... fast ;)

    Nö, das ist es nicht. Das auf dem Bild ist ein Miniatur Kippschalter, und Du bräuchtest einen robusten Fussschalter.

    Sachau mal hier rein: http://diy.musikding.de/
    Da findest Du viele Anleitungen mit Bilder, wo auch ein DPDT-Fussschalter zu sehen ist.

    Gruss
    Chris Guitar

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Jo, ich meinte nur zum Testen könnte ich ihn schon verwenden, die Pins müssten ja passen oder?

    Für die Bühne brauch ich dann halt einen Fussschalter.


    Gruß, Stefan

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Zitat von Chris Guitar


    Jo klar, zum testen geht es natürlich.
    Hier eignet sich jeder Schalter mit "2xUM" Kontakten.

    d.h. es gibt keinen Unterschied zwischen einem 2x UM Fusschalter und dem DPDT-Schalter den ich brauche?
    Bei Konrad hamm sie mir gestern erzählt das DPDT kein gebräuchlicher Ausdruck ist, und als ich dem Verkäufer irgendwie verständlich gemacht hab was ich brache hatten sie es nicht.

    Bei Tubetown gibt es zum Beispiel

    " SW1045PC 2x UM Fußschalter, Metall, Printmontage
    verwendet von Marshall® " 8,25 Euro"

    oder

    "SW1045M 2x UM Fußtaster, Metall, Lötösen 8,25 Euro"

    Kann ich einfach sowas bestellen?

    Bytheway: Ich weiß jetzt wo ich keinen Mosfet BS 170 herbekomme, aber kann mir wer erklären, ob und warum ich keinen normalen Transistor BS 170 verwenden kann?
    Und: Ich hab jetzt die richtigen Widerstände gekauft (zumindest hat mir der Verkäufer sie auf meine Typenbeschreibung gegeben).
    Da sind aber nicht wie bei dem Bericht über Widerstände bei Musikding, vier Ringe sondern fünf (jeweils vier ein bißchen näher aneinander und dann ein einzelner brauner....zb. gelb-rot-schwarz-braun---braun).
    Soll ich also beim zählen einfach den einzelnen Braunen weglassen? Übrigens könnte der schwarze auch dunkelBLAU sein (sieht man auf hellblauen Widerstand nicht), was ja realistisch ist, da schwarz ja gleich 0 ist (beim ausrechnen) und in dem Fall käme bei meiner Rechnung ja null heraus. ???

    Vielen Dank, Bastel ON :)
    Stefan

  • Re:(Millenium) True Bypass - nötig?

    Hi

    Wenn das bei Tubetown ein 2xUm Fussschalter ist dann ist, er ok. Du kannst dann den mit Lötösen nehmen.

    Ein Mosfet kommt deswegen bei der Mileniumschaltung zum einsatz, weil dadurch ein hoher Eingangswiderstand der Schalung gewerleistet wird, und zu dem funktioniert auch der Trick mit dem Leckstrom der Diode.
    Eine "Millenium" Schaltung lässt sich jedoch auch mit nem normalen FET, oder einem Bipolaren Transistor realisieren.
    Für Geräte mit einem hohem Ausgangswiderstand sollte der Mosfet-, oder Fet-Ausführung der Vorzug gegeben werden.

    Das "Farbringezählsystem" für Widerstände funktioniert immer nach dem gleichen Prinzip.
    Jeder Ring representier eine Ziffer, bzw Anzahl der Nullen. Sind es 5 Ringe, wie das z.B. bei 1%-igen der Fall ist, dann kommt einfach noch ne Ziffer mehr, wobei Der letzte Ring immer die Toleranz ist.
    Im Falle Deines Widerstandes -> gelb-rot-schwarz-braun---braun, wären das 4200 Ohm = 4,2 kOhm (1%).

    Gruss
    Chris Guitar

    :P Ich liebe Blondinen :P

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