Boss ME-5 - Modifikationen und Erweiterungen

  • Hi,




    ich habe grad ein altes Boss ME-5 erstanden und würde gern mal hören, ob noch jemand hier Erfahrungen mit dem Teil hat.


    Für alle Unwissenden: Das ME-5 war das erste "richtige" Multieffektgerät von Boss. Alle Effekte, außer Delay und Hall, werden analog erzeugt, die Schaltungen ähneln bekannten Klassikern, aber statt "analoger" Potis werden TC4051P Multiplexer verwendet, so dass man Presets speichern kann. Das ganze sitzt in einem soliden Metallgehäuse, das auch mit Anschlüssen komplett ausgestattet ist: Volumepedal, weitere Taster für Group und Manual-Mode, Einschleifweg und Midi, zudem hat die Kiste ein integriertes Netzteil. Dank sehr kompetentem Aufbau ist es auch erfeulich rauscharm.


    http://bossarea.com/other/me5.asp
    Kollege "Feierabendklampfer" hat schon ein ME-5 restauriert und viele Fotos in die Galerie gestellt:
    http://forum.musikding.de/cpg/thumbnails.php?album=503
    Sound: http://www.youtube.com/watch?v=I6vYO3RDro0
    Service-Manual inkl. Schaltplan kann man hier runterladen:
    http://www.eserviceinfo.com/download.php?fileid=44817
    Analoger Teil auf S. 7/8


    Das sieht alles sehr erfreulich aus und ist für Freunde analoger Pedale sicher weit attraktiver, als die meisten modernen Multieffekte. Wenn man ein kleines modernes MultiFX für Delay und mehr Auswahl bei den Modulations- und Halleffekten ergänzt und über Midi steuert, und in den Einschleifweg des ME-5 vielleicht noch einen moderneren Zerrer hängt, hat man ein sehr komplettes Setup.


    Dennoch gibt es immer Raum für Verbesserungen, vor allem bei den internen Verzerrern, aber auch beim Compressor, der ziemlich heftig zugreift.
    Ich frage mich, was man erstmal als allgemeines "Qualitätsupdate" machen könnte. Auf jeden Fall werde ich erstmal die Fußtaster wechseln, evtl. auch gleich die Elkos. Wie sieht es mit den vielen M5218L aus? Soweit ich weiß, ist das Motorolas Pendant zum 4558. Durch welches IC könnte man den ersetzen, um das Gerät insgesamt noch rauschärmer zu kriegen, oder "mehr HiFi"? Leider ist es die SIL-Bauform, da ist die Auswahl an Ersatztypen sicher begrenzt, aber ich hätte keine Lust, da jeweils noch Adapter einzulöten, zumal die evtl auch anfälliger für Einstreuungen wären.[INDENT](Bitte jetzt keine Diskussion, was "nötig" ist. Wenn ich das Ding sowieso komplett zerlege, um die Taster zu ersetzen und ggf das Gehäuse zu lackieren, mache ich auch gleich alles, "was geht". Kosten spielen letztlich keine Rolle, da es nur um ein Einzelstück geht, bei dem eher der ideelle Wert im Vordergrund steht.Ich will einfach mal sehen, was man aus der alten Kiste maximal rauskitzeln kann.)
    [/INDENT]

    Im Telecasterforum hat jemand einigige Modifikationen für die Verzerrer beschrieben, ich kopiere das mal komplett hier rein. Was haltet ihr davon? (Da die Forensoftware den Beitrag sonst wegen Überlänge nicht frisst, folgt das Zitat im nächsten Beitrag.)

  • Quelle: http://www.tdpri.com/forum/stomp-box/264310-boss-me5.html

  • Hi Immo,


    Zitat von roseblood11;350623

    Hi,
    (Bitte jetzt keine Diskussion, was "nötig" ist. Wenn ich das Ding sowieso komplett zerlege, um die Taster zu ersetzen und ggf das Gehäuse zu lackieren, mache ich auch gleich alles, "was geht". Kosten spielen letztlich keine Rolle, da es nur um ein Einzelstück geht, bei dem eher der ideelle Wert im Vordergrund steht.Ich will einfach mal sehen, was man aus der alten Kiste maximal rauskitzeln kann.)

    Im Telecasterforum hat jemand einigige Modifikationen für die Verzerrer beschrieben, ich kopiere das mal komplett hier rein. Was haltet ihr davon?


    Gegenfrage:
    Weißt du, was du klanglich ändern willst und wie die Schaltungen
    ungefähr arbeiten? Vom einem Nachbau der Modifikationen anderer
    halte ich nicht allzuviel.


    So verlockend es scheint, daß man, wenn die Kiste sowieso
    schonmal offen ist, alles andere mitmacht, was noch so anfällt,
    im zitierten Beitrag aus dem TPRI-Forum konnte ich (für Overdrive
    und Distortion) nicht wirklich etwas finden, von dem ich sagen
    würde, daß es in der Originalschaltung unbedingt Scheiße ist und
    ebenso unbedingt geändert werden muß [1].


    Im Gegentum und mit Verlaub – bei einigen Tipps frage ich mich
    dann doch eher, ob der Kollege die Schaltung verstanden hat und
    sich der Nebenwirkungen seiner Änderungen bewußt ist. (Eingriffe
    wie die Entfernung des 330k-default-Gegenkopplungswiderstandes,
    das Entfernen vom C66 … )


    Vor ein paar Jahren hat der Herr (Bernd C.) Meiser über
    verschiedene Overdrives, u.a. von Boss aus der Zeit Ende der
    80er Jahre geschrieben. Das Problem, was einige dieser Treter
    hatten, war wohl, dass sie für einen Einsatz mit
    „Heavy-Metal“-Gitarren, d.h. für fette Humbucker, d.h. klanglich
    eher „schlank“ abgestimmt wurden, und in den Handel kamen, als
    diese Mode schon ein wenig vorbei war, und dann zu dünn klangen.


    Das zu ändern, war keine große Wissenschaft, aber man braucht
    etwas Verständnis der Schaltung, und vielleicht Geschmack und
    die Möglichkeit, die Änderungen unter realistischen Bedingungen
    auszuprobieren. Also Zeit. Nichtzuletzt braucht man doch ein zu
    lösendes Problem ;)


    [1] Eine Ausnahme bildet vielleicht die Änderung der Gegenkopplung
    der diskreten OPV vor der Verzerrung (C16 & R68, C3 & R12, C7 &
    R30; im Schaltplan jeweils neben den Widerstandsnetzwerken der
    4051-Multiplexer), die sind jedes Mal auf den beliebten
    700Hz-Lowcut eingestellt. Da es jetzt modernere Treter
    (Tubescreamer-verwandte) gibt, bei denen diese Frequenz geändert
    wurde oder sich ändern läßt, könnte es hier einen Ansatz zur
    Anpassung an die persönlichen Soundvorstellungen oder an die
    benutzten Gitarren geben.



    Zu den OPV: Die Overdrive/Distortion-Schaltungen arbeiten mit
    diskret aufgebauten OPVs.


    Gruß


    Torsten

  • Zitat von roseblood11;350623

    Hi,
    ich habe grad ein altes Boss ME-5 erstanden und würde gern mal hören, ob noch jemand hier Erfahrungen mit dem Teil hat.
    Kollege "Feierabendklampfer" hat schon ein ME-5 restauriert und viele Fotos in die Galerie gestellt...


    N'amp
    jo und ich habe auch Eins im Einsatz wenn auch nicht ausschliessslich wie letztes Jahrtausend, die Anforderungen und die Technik ist doch fort geschritten...;D


    die Hall- und Delayfunktionen benutze ich selten da ich dafür das Boss-Twinpedal habe welches diese Funktionen in besserer Qualität (z.B. Nachhall und Ausklingen) hat. Das schalte ich zum jeweiligen Sound dazu oder ab ohne dass ich dafür dann Speicherplätze programmieren muss – ist einfach und praktisch.
    Was ich aber immer noch am ME-5 praktisch finde ist die Programmierung von verschiedenen Zerrstufen dafür habe ich fünf Stufen programmiert:
    1.Bypass direkt in den Amp an der Grenze von clean eingestellt
    2.Angehaucht verzerrt für fast Clean Begleitung
    3.Crunchy für Rock-Begleitung wo aber noch ein Dreitonakkord und der Attack zu identifizieren ist
    4.Mehr Gain für Sololinien
    5.Noch mehr Butter für Schmalzsolos


    Wobei ich für die 5te Stufe den Sansamp einschleuse und alle anderen Funktionen am ME-5 auf neutral stelle,
    Dem ME-5 Brauchbares zu entlocken ist eine diffizile Sache, meiner Meinung nach gute Ergebnisse habe ich in der Verbindung Verzerrer und Kompressor erreicht, da der Verzerrer alleine zu schnell in den Matschbereich fährt. Dann arbeite ich neuerdings mit dem Volumepoti an der Gitte welches den Sound im Zerrbereich von dünn zu optimal bis matschig klingen lässt (Belastung Volumepoti). Ihr seid ja alle Gitarristen, ihr wisst was ich meine...


    Bei der Bedienung sollte man zuerst einmal einen Zustand einstellen wo Bypass und ME-5 gleich klingen. Dann mit dem Equaliser die Gitte deutlicher einstellen. Das kann schon der erste Sound sein. Oder vielleicht nur etwas lauter und der Amp macht den Rest. Als nächstes probiere ich am Zerrer was Brauchbares einzustellen. Wenn ich die verschiedenen Zerrsounds habe kommen auf die identischen noch Flanger oder Chorusvariationen dazu... Aber auf der ersten Bank liegen nur die Zerrstufen. Auf der nächsten vielleicht die identischen Zerrer mit Flanging usw. Wie schon jemand erwähnt hat ist das Teil eher auf Strat-Gitarren abgestimmt, moderne High-Gain-Sounds kommen deshalb von außerhalb.


    Die internen Sounds sind eher unbrauchbar weil viel zu verbogen für Showeffekte. Jemand der nicht weiss was er tut und an den fertigen Rezepten rührt kommt nicht weit. Es besteht z.B. nach jeder Sektion die Möglichkeit die Gesamtlautstärke einzustellen, das kann sehr schnell zu Rauschen führen wenn man ein zu kleines Signal wieder hochzieht. Das muss gut ausgetüftelt sein. Zuviel Rauschen ist mir bisher noch nicht aufgefallen. Man sollte halt den Frequenzgang nicht dreimal verbiegen und dann hoch ziehen. Bspw. macht das der Sansamp ja schon zur Genüge und ich kann ja blitzschnell umschalten.


    Für absolut brauchbar halte ich das Noisegate mit nur einer Einstellmöglichkeit, aber optimal auf Gitarre abgestimmt. Als ich mal den Sound für den Bond-Song-Theme von den White Stripes brauchte war damit das optimale heraus zu holen.


    Noch zum Thema Verbesserung, möglich, aber wäre mir zu viel Arbeit mich durch die Schaltung zu wühlen weil brauchbare Ergebnisse hab ich ja. Aber neuen Ergebnissen wäre ich natürlich aufgeschlossen.



    Klampfergruß

  • Ich werde noch ein Big Muff einschleifen, ein Wah Wah kommt bei Bedarf vor das ME-5. Und ein G-Major 2 kommt, je nach Amp, entweder direkt hinter das ME-5 oder in den Einschleifweg des Amps, gesteuert wird es vom ME-5 per Midi. Da das G-Major 2 noch zwei Relais mitbringt, um Ampfunktionen zu schalten, ist das dann ein sehr kleines, aber vielseitiges Setup.

  • Um Modifikationen der einzelnen Effektblöcke besser diskutieren zu können, habe ich sie mal aus dem Schaltplan ausgeschnitten. Die Gesamtübersicht findet sich ja weiter oben.
    --------------
    Fangen wir doch mal beim EQ an.
    - die Abstimmung finde ich gelungen, bleibt so.
    - evtl Qualitätsupdate bei den OPV's, Richtung "mehr HiFi"? Was wäre am besten geeignet? OPA2134, LM833, NE5532?
    - evtl die Elkos mit 1µF oder weniger durch Folie ersetzen? Sind hier nicht viele, aber im gesamten Gerät addiert es sich.
    Wie gesagt: Kosten/Zeitaufwand spielen keine Rolle...

  • Hi Immo,


    ich dachte, es hat sich mit deinem ME-5 schon erledigt, da du dir den modernen Major geholt hast.


    Wie du schon schreibst, der EQ ist eigentlich gut abgestimmt.
    Ich würde in dieser Sektion allerding weder die OPV's noch Elkos tauschen. Abgesehen davon,
    das es sich bei den IC's um SIP-8 Gehäusen handelt und dazu bei dem PCB recht filigran zu löten/entlöten ist, wird es keiner hören.


    Ich hab mein ME-5 vor etwa 20 Jahren (oder so) auch etwas gemodet.
    Ich weiss noch, ich war am Compressor, Overdrive, Noisegate, Chorus und noch ein Paar Kleinigkeiten dran.
    Die EQ- und insbesondere die Digitale Delay/Hall Sektion hab ich in Ruhe gelassen ;D
    Wenn ich meine alten Unterlage finde (ich hab damals alles dokumentiert, ich war jung und fleissig ;D ),
    dann kann ich dir genaueres sagen wenn du willst.


    Gruss
    Chris

  • Hi Chris,


    Zitat von Chris Guitar;351644

    ich dachte, es hat sich mit deinem ME-5 schon erledigt, da du dir den modernen Major geholt hast.


    Wie ich schrob, die beiden ergänzen sich in meinem Fall perfekt!


    Zitat von Chris Guitar;351644

    Wie du schon schreibst, der EQ ist eigentlich gut abgestimmt.
    Ich würde in dieser Sektion allerding weder die OPV's noch Elkos tauschen. Abgesehen davon,
    das es sich bei den IC's um SIP-8 Gehäusen handelt und dazu bei dem PCB recht filigran zu löten/entlöten ist, wird es keiner hören.


    Mit der Löterei hab ich keine Probleme, hab es an ungefährlicher Stelle schon probiert. Zum Rauschen: Ein einzelner 5218 rauscht kaum, aber viele davon hintereinander, wenn Compressor und EQ aktiv sind, und der Overdrive es zum Teil noch multipliziert, dürften sich bemerkbar machen. Deswegen möchte ich ja herausfinden, bei welchen OPV's sich ein Tausch am meisten lohnt, denn alle werde ich sicher nicht tauschen. Wie gesagt, den NE5532 gibt es auch als SIL, an manchen Stellen passen auch andere Typen per DIP-SIL-Adapter rein, wovon ich dank Uwe einige habe. :D
    Bei den Elkos geht es eher darum, dass die ja mittlerweile 25 Jahre alt sind, und wenn man die Kiste eh zerlegt hat, ist es nicht viel Mehrarbeit, sie zu tauschen. Elkos im Signalweg wo möglich durch Folie zu ersetzen, mag auch übertrieben sein, andererseits: Wie groß der Effekt auch immer ist, er kann sich addieren, außerdem muss ein bisschen Mojo rein, sonst wirkt's doch alles nicht...


    Zitat von Chris Guitar;351644

    Ich hab mein ME-5 vor etwa 20 Jahren (oder so) auch etwas gemodet.
    Ich weiss noch, ich war am Compressor, Overdrive, Noisegate, Chorus und noch ein Paar Kleinigkeiten dran.
    Die EQ- und insbesondere die Digitale Delay/Hall Sektion hab ich in Ruhe gelassen ;D
    Wenn ich meine alten Unterlage finde (ich hab damals alles dokumentiert, ich war jung und fleissig ;D ),
    dann kann ich dir genaueres sagen wenn du willst.


    Ja gerne, das wär schon hilfreich als Anhaltspunkt!
    Hall/Delay werde ich gar nicht verwenden, evtl. kürze ich da den Signalweg sogar etwas ab, so dass die Sektion komplett umgangen wird.
    Bei den Overdrives werde ich nur moderat die Filterung verändern, und evtl das Clipping etwas asymmetrischer machen, die gefallen mir aber jetzt schon ganz gut. Distortion klingt sehr nach 80ern, aber da weiß ich noch nicht, wo ich ansetzen soll. Die oben zitierten Mods sind ja sehr durchwachsen, aber die Grundidee, klanglich in Richtung Proco Rat zu gehen, finde ich interessant - mal sehen.
    Der Compressor dürfte etwas transparenter und dezenter sein, ich hab allerdings auch schon sehr brauchbare Einstellungen gefunden.
    Chorus/Flanger gefallen mir ganz gut, und da ich Modulationseffekte sowieso mit dem GM-2 abdecke, werde ich da nichts ändern. Wenn da stattdessen ein Phaser mit nur einem guten Sound säße, hätte ich allerdings mehr von der Sektion...
    Was es am Noise Supressor zu ändern gab, würde mich sehr interessieren, denn von dem bin ich eigentlich recht begeistert.


    mfg, Immo

  • Hi!
    wie ich schon schrieb bin ich mit den Möglichkeiten des Gerätes eigentlich zufrieden, ob sich wohl ein ganz anderer Klang rausholen lässt bezweifle ich. Ich will Dir ja nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber schraubst Du damit nicht an Nuancen herum? Wenn es wirklich Effektiv werden soll schlage ich vor dass Du die einzelnen Schaltungen auf dem Steckbrett nachbaust. Dann kannst Du nach Herzenslust probieren und das Beste dann umsetzen.
    Zu Aufwändig? Dreimal auf der Platine gebraten, dann is sie hin...


    Aber noch etwas Konstruktives, ich baue mir grade ein neues Board mit meinem letzten ME-5 und wollte mir nicht das teure Expression-Pedal dazu kaufen. Selbst abgeratzt über 40 Eus...>:(Man braucht eigentlich nur ein Poti ca. 20k das man auf +Ring Tip-Schleifer und Masse eines Stereosteckers lötet. Damit lässt sich wunderbar das Volumen per VCO regeln. Soll heisen das Poti regelt mit einer Gleichspannung 0-6V die Gesamtlautstärke ohne Qualitätsverluste. Dazu habe ich ein ChinaPedal passend umgebaut. Als weiteres Feature ist noch ein Preset-Poti in Reihe drin, womit ich die Anfangslautstärke einstellen kann. Ihr kennt das Problem, der Gitarrist soll mal die Sololinie übernehmen und der Mixertyp hat mal wieder keine Ahnung vom Songablauf...


    Bastlergruß

  • Olé,


    mir geht es doch auch nur um Nuancen, grundsätzlich bin ich mit dem ME-5 auch sehr zufrieden, vom Distortion vielleicht mal abgesehen, aber selbst da kriegt man gute Sounds raus.


    Zu den ganzen Pedalen von Boss gibt es Alternativen von Bespeco, die sehen fast gleich aus und sind auch genauso solide. Für den Preis kriegt man es selbst jedenfalls nicht hin. Ob das Vol-Pedal am ME-5 gut funktioniert, teste ich morgen, ich hatte es noch nie dran, weil ich auch ein originales von Boss habe.


    Für "manual" und "group" werde ich mir übrigens am oberen Rand des Gehäuses zwei Fußtaster rein basteln, wär doch blöd, wenn man dafür externe Taster nehmen müsste.


    An der Stelle ist eigentlich so viel Platz, dass man sich dort einen Effekt inkl Potis reinbauen könnte. Angenommen, man könnte wählen, ob man den originalen Distortion-Sound hätte oder so einen klitzkleinen Rose Screamer... :rolleyes:


    Ernsthaftere Idee: Wenn die Buchsen für "group" und "manual" nicht mehr benötigt werden, könnte man als Alternative zu Distortion noch eine Umschaltung zu einer weiteren externen Loop realisieren, die dann den großen Vorteil hätte, dass sie vor dem EQ und der Modulation liegt.


    mfg, Immo

  • Zitat von roseblood11;351697

    Olé,
    Für "manual" und "group" werde ich mir übrigens am oberen Rand des Gehäuses zwei Fußtaster rein basteln, wär doch blöd, wenn man dafür externe Taster nehmen müsste.
    mfg, Immo


    Gute Idee, werde ich mal klauen...:)4
    Für Nichteingeweihte: Mit der Manual-Funktion verhalten sich die 5 Treterchen als Ein/Aus-Schalter der jeweiligen Effekte -Comp/OD/EQ/CH/REV.

  • ME-5 an G-Major 2 anpassen...


    ...hab ich auch nur geklaut! :D


    -----------


    Was ich an den einzelnen Effekten am Ende wirklich ändere, lasse ich erstmal offen, ich muss die Kiste einfach noch eine Weile unter realistischen Bedingungen (laut...) spielen. Viel wird es wohl doch nicht, außer bei Distortion.
    Für Vorschläge bin ich dennoch offen. Hast du deine alten Aufzeichnungen gefunden, Chris?


    -----------


    Eine wichtige Modifikation steht aber noch aus: Ich möchte das ME-5 nicht nur direkt vor dem Amp verwenden (dafür ist es ja gedacht), sondern auch in folgender Anordnung: Boss ME-5 -> TC Electronic G-Major 2 -> Vox AC-15


    Das G-Major 2 ist aber eigentlich für Linepegel ausgelegt. Wie kan ich das ME-5 am Ausgang so modifizieren, dass es (per Kippschalter umschaltbar) an den Input des Amps oder an den Input des G-Major 2 optimal angepasst ist? Es geht erstmal um die passende Lautstärke. Master am ME-5 kann man (digital) von "0" bis "7" regeln, bei "5" entspricht der Pegel dem Eingangssignal, wenn kein Effektblock ihn beeinflusst. Vor dem Amp ist das praxisgerecht, vor dem G-Major 2 wäre mehr Pegel wohl besser. Schön wäre ein einach zuschaltbarer Boost am Ausgang, aber wie löst man das am besten? Zu den beiden 10k (R62, R64) in den Rückkopplungszweigen von IC 8a/b jeweils eine Hälfte eines Stereo-Potis (etwa 25k log) in Reihe, per Schalter überbrückbar? Oder müsste dann an dem 1k/33nF jeweils parallel dazu auch etwas geändert werden?
    Und macht es Sinn, die Widerstände am Ausgang (R82, R86) zu veringern, zB auf 10k? (R81 und R85 dann um den gleichen Faktor?)
    Kann ich IC 8 ohne weitere Änderungen gegen ein OPA2134 tauschen? (Oder welcher rauscharme Typ wäre geeigneter?)


    Ich hänge den Plan des Ausgangs des ME-5 dran und das, was die Anleitung zu den technischen Daten des G-Major 2 hergibt...


    mfg, Immo

  • Hallo,



    Die beiden Rs (R61, R62) und C60 bilden i.m.h.o die Deemphasis
    -- eine Höhenanhebung am Effekteingang wird am Ausgang wieder
    zurückgenommen -- das ganze zwecks Rauschverringerung. Das ist
    nicht sinnvoll, daran rumzuschrauben.


    Zitat von roseblood11;351767


    Und macht es Sinn, die Widerstände am Ausgang (R82, R86) zu
    veringern, zB auf 10k? (R81 und R85 dann um den gleichen
    Faktor?)


    Du willst am Ausgangs-OPV die Verstärkung erhöhen und dann,
    wenn nötig, über R82 R81 einen Spannungsteiler einfügen?


    R82 & R86 sind Pulldowns, wenn man da eine höhere vorherige
    Verstärkung ausgleichen soll, müssen die schon extrem klein sein.
    (< 1k). Der Spannungsteiler R354/R81 hat sonst Verluste von
    Null-komma-fliegendreck dB. R354 dient als Arbeitswiderstand
    für Q41, der den Ausgang stummschaltet. Ich glaube nicht, daß
    man den beliebig vergrößern kann.


    Zitat von roseblood11;351767


    Kann ich IC 8 ohne weitere Änderungen gegen ein OPA2134
    tauschen? (Oder welcher rauscharme Typ wäre geeigneter?)


    Keine Ahnung. Rauscht es denn?


    Ansonsten zwei Fragen:
    -- Reicht der Pegel für das TC wirklich nicht? Rauscht es? Kann
    man das nicht im TC einstellen?
    -- Wie groß ist denn der Headroom (die internen
    Versorgungsspannungen) beim ME5? Kann man da überhaupt
    noch Gas geben?



    mfg, Immo
    [/QUOTE]


    Gruß


    Torsten

  • Hi Immo,


    Zitat von roseblood11;351649

    Wie groß der Effekt auch immer ist, er kann sich addieren, außerdem muss ein bisschen Mojo rein, sonst wirkt's doch alles nicht...


    Ok, das verstehe ich. Ein Bisschen Mojo muss schon sein. Gehört ja dazu :D


    Zitat von roseblood11;351649

    Was es am Noise Supressor zu ändern gab, würde mich sehr interessieren, denn von dem bin ich eigentlich recht begeistert.


    Das ist eine berechtigte Frage.
    Was kann man denn schon bei einem einfachen Gate tunen ? Nix ;D
    Ne, doch. Der Einstelbereich des Thresholds (hat ja nur 8 Stuffen) war mir zu grob.
    Hab ihn etwas eingeengt und in den praktikablen Bereich verschoben.


    Meine alten Unterlagen hab ich leider noch nicht gefunden.
    Die hab ich sicher noch, aber wahrscheinlich irgendwo im Keller verschollen.
    Bin aber dabei, aus dem Gedächtnis, zumindest ein Liste mit Anhaltspunkten anzufertigen,
    was ich bei welchem Block geändert habe. Ich melde mich dazu noch.


    Übriegens, Pegelanpassung für Linesignale hab ich dem Ding damals auch verpasst.
    Muss aber rausfinden wie.


    Gruss
    Chris

  • Hallo,


    - es rauscht erstaunlich wenig, aber schon wahrnehmbar. Beim Tausch des OPV dachte ich daran, dass es bei höherer Verstärkung ja auch mehr würde. Aber das wäre etwas, was ich nur gleich mit machen würde, wenn ich an der Stelle eh rangehe. Ich sehe jetzt nichts, was gegen einen Tausch gegen OPA2134 spräche, oder?
    - der analoge Teil der Schaltung läuft mit +/- 6V.
    - Wenn man "Master" im ME-5 sehr weit anhebt, reicht es bei cleanen Sounds leidlich aus, um das G-Major ordentlich auszusteuern, wenn dessen Input auf "Consumer"-Modus geschaltet ist. Das wäre aber die unpraktische Lösung, denn dann ist das ME-5 viel zu laut, um es mal direkt an den Amp zu hängen. Und eine globale Lautstärkeeinstellung hat es eben nicht, die Stellung des "Masters" wird nur per Preset gespeichert. Es wäre also sehr schön, wenn man den Ausgangspegel umschalten könnte, wobei das nicht regelbar sein müsste, ein Kippschalter würde genügen.


    mfg, Immo

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