Rauschen und Knacken

  • Hallo,

    ich habe zwei Probleme mit meinem Selbstgebauten:

    Zum einen habe ich den LPB1 (Linearer Power Booster) nachgebaut.
    Funktioniert soweit wunderbar, mit 9 V Batterie. Sobald ich aber
    ein Netzteil dranhänge bekomme ich ein recht lautes Rauschen.
    Das Netzteil, das ich bei Conrad gekauft habe, wurde mir als
    stabilisiertes Netzteil Verkauft.

    http://www1.conrad.de/scripts/wgate/…jM2NDY2NjUyNg==

    Art.-Nr.: 518332

    Dazu möchte ich noch ergänzen, daß wenn ich das Netzteil mit
    meinem Chorus betreibe, sich das Rauschen in Grenzen hält.
    Ist aber nicht so ruhig, als wenn ich direkt mit der Gitarre in den
    Verstärker gehe. Ein gewisses rauschen bei den Bodentretern ist
    doch normal, oder?
    Was könnte ich falsch gemacht haben?

    Zum Anderen habe ich einen True Bypass gebaut. Im clean Kanal
    hört man fast nichts beim umschalten, aber im verzerrten Kanal ist ein lautes Klacken zu hören.

    Sollten die oben stehenden Informationen nicht reichen, um eine
    Antwort zu geben, fragt bitte nacht. Leider bin ich erst am Anfang
    meiner Effektbastel Karriere.

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi,

    ich bins nochmal. Sorry, aber der Link funktioniert nicht.
    Sollte sich jemand das Netzteil mal ansehen wollen, einfach
    die "518332" in das Suchfenster eingeben.

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hallo ca-music,

    da dieses Netzteil als einziges aus der Serie einen Eingangsspannungsbereich von 100-240VAC hat gehe ich davon aus, daß es sich um eine Billig-'Schalt'-Netzteil handelt.

    Da bzgl. Störspannung/Rauschen hier selbst teure Teile sehr problematisch sind und mit längsgeregelten Netzteilen nicht mithalten können, kann es durchaus an diesem Netzteil liegen.
    Unterschiedliches Rauschen div. Effekte kann u.U. an der Siebung der Versorgungsspannung im Effektgerät liegen. Zusätzliche Folien-C's (100n oder größer) parallel zum Sieb-Elko können evtl. etwas helfen um die hochfrequenten, eingestreuten Störungen auf die Versorgungsleitung wieder etwas zu sieben.
    Falls der LPB1 ein Verteiler für die Versorgungsspannung ist (kenn ich nicht) könntest Du
    diese Zusatzsiebung (evtl. auch mit zusätzlichem Elko) in diesen Gerät testen!

    Grüße Deeluxe

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hallo Deeluxe,

    erst mal vielen Dank für Deine Antwort!

    Hatte gestern zwischendurch mal etwas mehr Zeit (meine kranke Familie hat geschlafen),
    um im Forum rumzusuchen und habe auch etwas zum Thema Umschaltgeräusche gefunden.
    Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich mich dranmachen den Lösungsvorschlag zu verstehen
    und umzusetzen.

    Daß das Netzteil bestimmt nicht das Beste ist, ist mir klar. Aber mit dem Chorus funktioniert das
    ausreichend. Daher würde ich sagen ,daß ich eher meine Konstruktion verbessern muß.

    Was ich genau gebaut habe ist folgendes:

    http://diy.musikding.de/berichte/eff/lpb/lpb1.html

    Nach diesem Plan:

    http://smallbox.zeonhost.com/projects/lpb1/index.html

    Der einzige Unterschied ist, daß der 360 Ohm Widerstand einer mit 390 Ohm ist und der
    830 k Ohm einer mit 820 k. Waren einfach die nächsten, die zu bestellen waren. Kann das
    Probleme verursachen?

    Wie gesagt, mit Batterie funktioniert das wunderbar und ich habe in meiner Naivität einfach den
    Batterieklipp mit einer DC Buchse ausgetauscht. Das ich da "eingestreute Störungen"
    aussieben muß war mir nicht klar. Also vielen dank für den Hinweis!! Werde mal noch etwas
    Studieren, damit ich Deine Antwort verstehe und umsetzen kann.

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken


    Statt "830k" 820k :

    das ist kein Problem, scheint sowieso ein Schreibfehler bei smallbear zu sein...
    und die 390 Ohm dürfen auch kein rauschen und knacksen verursachen....

    was ist "rauschen" und Knacksen....?

    Vielleicht verwechselst Du das mit brummen ?

    Mach auf alle Fälle einen 100 Ohm Widerstand in die Plus-Leitung, und auf der Seite woe der Transistor ist einen 10µF bis 100µF Kondensator gegen Masse....Das schadet nie...

    analogguru

    Man sollte sich selbst im Leben nur diejenigen Versagen zum Vorwurf machen, bei denen man es gar nicht einmal probiert hat.

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hallo Analogguru,

    rauschen, sobald ich die 9 V Batterie gegen das Netzteil tausche, ertönt ein Geräusch aus dem
    Amp. Es ist kein Brummen sondern eher ein äh... rauschen.

    Das Kancken ertönt beim umschalten der True Bypass Box. Im Cleanen Kanal ist da kaum was
    zu hören, aber im Verzerrten ist das recht laut. Da fällt mir noch eine Frage ein, kann das dem
    Amp schaden?

    Das mit dem 100 Ohm Widerstand werde ich probieren!

    Welche Seite ist das wo der Transistor ist?
    Habe letzte Woche mal etwas über Transitoren gelesen, somit vermute ich, daß es sich im o.g.
    Schaltbild um den Anschluß an C handelt. Löte ich den Kondensator zwischen den Kollektor
    (richtig oder falsch angelesen?) und den Widerstand?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi,

    noch ein Tip:

    ich hab letztens einen LPB aufgebaut (830K von 9V zur Basis der Transe/100K von der Basis zu Masse)
    Widerstand vom Emitter zu Masse habe ich als 1K Trimpot ausgelegt, sowie den Widerstand von 9Volt zum Kollektor, um den LPB auf 4.5Volt Kollektorspannung zu justieren.

    Dann hab ich noch einen 33K Widerstand in den Signalweg am Eingang eingelötet, also nicht den Eingang direkt auf den 0.1uF Kondensator, sondern über einen 33K Widerstand. Das reduziert zwar etwas die Leistung des LPB, aber der hat ansich genug
    Boostvermögen.

    Man kann den Widerstand am Eingang auch mit einem Poti oder einem Trimpot aufbauen, zum Ändern...

    ciao
    Oliver

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hallo Oliver,

    "um den LPB auf 4.5Volt Kollektorspannung zu justieren"

    Wenn dies geschehen ist, habe ich dann die optimale Verstärkung?

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi

    Ich denke nicht dass es sich hier, wie @Deluxe meint, um ein Schaltnetzteil handelt.
    So wie es aussieht, ist es ein normales, nichtstabilisiertes Universalnetzteil.
    Sowas eignet sich nur bedingt zum Betreiben von Stompboxen.

    Jedenfalls, kannst du zuerst den Tip von analogguru ausprobieren.
    Zusätzlich könntest du versuchen, hinter dem Widerstand eine 9V Z-Diode nach Masse zu schlten, um die Versorgungsspannung etwas zu stabilisieren.

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Re:Rauschen und Knacken


    Der 100 Ohm Widerstand kommt zwischen Batterie/Netzteil und dem 10k und 820k Widerstand. Eben dort (10k/820k) kommt der Pluspol des Elkos und der Minuspol kommt auf Masse...

    Die Justierung hat hauptsächlich einen Einfluß auf den Headroom, d.h. maximale aussteuerbarkeit des Signals ohne Verzerrung....

    Das war hauptsächlich bei Germanium Transistoren von Bedeutung, denn wenn der "gekippt" ist, dann hat er gräßlich geklungen....

    4,5 Volt sind bei 9V Versorgungsspannung aber eigentlich falsch.

    Der Widerstand im Emitter dient normalerweise zur Temperaturstabilisierung, und dort sollte ca. 1V abfallen...dann kommt noch die Sättigungsspannung des Transistors (C-E)hinzu, zwischen 0,2 und 1 Volt....

    Damit das Signal symmetrisch begrenzt (und bei Ge nicht gräßlich klingt), sollte daher am Kollektor 5,5 - 6 Volt zu messen sein....

    Was der 33k bringen soll, außer einer etwas höheren Eingangsimpedanz ist mir ein Rätsel...

    Wollts ihr jetzt einen Vintage-LPB-1 nachbauen, oder einfach einen guten Transistor-Booster bauen...das geht anders auch... ?

    analogguru

    Man sollte sich selbst im Leben nur diejenigen Versagen zum Vorwurf machen, bei denen man es gar nicht einmal probiert hat.

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi,

    o.k., ich werde jetzt erst mal den Tipp von Analogguru nachgehen.
    100 Ohm Widerstand in die Plus-Leitung und den Kondensator danach
    an Masse.

    Wegen des Knacken nochmal: Brauch ich mir keine Sorgen um den Amp zu
    machen?

    Gruß
    Christian

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi,

    also um Deine Frage (Analogguru) zu beantworten, bezüglich Original=Vintage oder nur Transenbooster....

    Meine Intention war es einfach den LPB aufzubauen, da der für die wenigen Bauteile, die er benötigt einen echt klasse Job erledigt.

    Nachteile, die ich schonmal beobachtet hab:
    Mit stärkerem Signal (z.B. Humbucker) vor dem LPB fängt die Schaltung schonmal leicht an mitzuzerren (fusselt dann leicht) und klingt im cleanbetrieb nicht soooo ganz so schön.
    Um das anzupassen hab ich zunächst die Kollektorspannung auf 4.5Volt angepasst, das hat ein bischen geholfen die Schaltung ausgeglichener zu fahren.
    Der Widerstand am Eingang dient wirklich nur der höheren Eingangsimpedanz und bremst das eingehende Signal ein Stück aus - sonst nix.

    Aber in der aktuellen Konstellation kommt der Booster richtig gut!!

    Eintransistorbooster hätte ich noch den Minibooster im Hinterkopf mit J201 und
    den Mosfetbooster..

    Gibst für den normalen Transistor noch ne bessere Variante, als den LPB?
    Ich hatte ja schonmal in einem anderen Post nach einem Gegenstück des JFet Miniboosters gefragt, der mit zwei J201 arbeitet. Aber sowas hab ich bislang mit
    normalen NPN Transen nicht gesehen.

    ciao
    Oliver

  • Re:Rauschen und Knacken

    Oliver: yes, you can build a mini-booster type of circuit with two bipolar transistors, or even easier with a bipolar on the bottom as the gain device and a jfet on the top. There are examples of this and other variations in my paper at http://www.muzique.com/amproj.htm

    best regards, Jack

  • Re:Rauschen und Knacken

    Zitat von ca-music


    Hallo,

    kein Rauschen und Knacken mehr!!!!

    Vielen Dank für Eure Hilfe!!

    Gruß
    Christian

    Hi,

    schön, dass Du es hinbekommen hast - was hat letzten endes zum Erfolg geführt?

    der 100Ohm Widerstand im Weg der Spannungsversorgung?

    cu
    Oliver

  • Re:Rauschen und Knacken

    Hi,

    beim LPB1 funktionierte der 100 Ohm Widerstand in der Plusleitung alleine nicht.
    Dahinter habe ich dan noch einen 47 MikroF Kondensator an Masse gelötet und
    es funktioniert!

    Beim Bypass habe ich an den Effekteingang einen 100 MOhm an die Masse gelötet
    und es knackt nicht meht!

    Das habe ich gestern abend zu Hause getestet. Bin mal gespannt, ob das
    bei der Probe immer noch so gut klappt (wenns lauter ist!).

    Bin aber recht zuversichtlich, da die Tests zu Hause vor der Modifikation Knachen
    und Rauschen hervoriefen.

    Gruß
    Christian

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