Muff knistert und raschelt, aber nur sporadisch

  • Hallo,

    ich weiß, es gibt schon mega viele Threads zum Thema Muff, hab aber leider keinen über mein Problem gefunden.

    Ist jedenfalls mein erster Bausatz, und im Prinzip funktioniert er. Klanglich ist er wie es sein muss, habe ihn auch schon mit dem Original verglichen.
    Aber ab und zu hört man ein leises knistern oder rascheln, wie wenn man Papier zerknüllt. Das Gitarrensignal überdeckt es zwar weitestgehend, aber es ist natürlich trotzdem störend. Es tritt tatsächlich nur manchmal auf, wirklich komisch.

    An den Kabel liegt es definitiv nicht, und das Problem tritt auch sowohl mit Batterie als auch mit Netzteilbetrieb auf. Kann auch Fotos posten oder das Störgeräusch aufnehmen wenn es hilfreich ist.
    Hat jemand schonmal was ähnliches gehört?

    Viele Grüße

  • Poste mal paar Bilder vom Innenleben des Geräts - am Wichtigsten eine sehr gute Aufnahme von der Lötseite und natürlich auch mal alles mit Kabeln etc. in Gänze. Für mich klingt das nach kalter Lötstelle, alternativ sind auch einfach nur die Transen verbraten.

  • Ok :)
    Bin leider nicht der beste Fotograf, hoffe das geht erstmal. Werd nochmal ein bisschen nachlöten, hab gestern schon alles außer der Platine komplett auseinandergenommen und neu verlötet, hat leider nichts geholfen. Vorher hatte ich ein richtiges basslastiges lautes permanentes Brummen, das von mir beschriebene Rascheln kam dann nach dem Neu-Zusammenbau.


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  • Es schaut ein bisschen so aus, als würdest du das Lot nicht richtig fließen lassen - es wirkt klumpig. Ok es ist dein erster Bausatz - da mag das mal noch gehen :D Schnapp dir mal eine alte Zahnbürste (oder sowas in der Art) und bürste zuerst mal die Lötseite der Platine von dem ganzen Schmutz ab. Bei mir haben anfangs Rückstände vom Löten zu solchem Knistergewitter geführt. Dann checkst Du nochmal alle Lötpunkte nach und prüfst nochmals auf Lötbrücken die nicht sein dürften.

    Beim Löten immer dran denken: Bauteilfüßchen und Lötauge/anschluss auf was verlötet werden soll gemeinsam! auf eine Temperatur bringen und erst dann! Lot zugeben. Das Zugeben erfolgt auf das Bauteil nicht auf die Spitze des Lötkolbens. Lötvorgang für z.B. einen Widerstand dauert bei mir um die 3 Sekunden.

    Auf die richtige Temperatur beim Löten achten und geeignetes Lot (mit Seele) verwenden - und immer schön die Litze der Kabel die du wo ran löten möchtest zuerst separat verzinnen, also Isolation ab, Litze leicht verdrillen, mit Lötkolben erhitzen, Lot auftragen.

  • Hi,
    Ich versteht absolut nicht was es soll, diese 10cent Transen in solche wackligen Sockel zu stecken. Das kann man machen zum probieren, aber ansonsten einlöten. Ansonsten sind die Problem doch schon vorprogrammiert. Ein IC in einem Sockel sitzt doch ganz anders als diese Trannys in den SPF Leisten.

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Ja, die Lötstellen sind noch ausbaufähig ;)
    Vor allem aber die Lötstellen an Klinkenbuchsen, der Led und am Fussschalter sind sehr buckelig und matt. Das Problem: bei diesen Lötpunkten ist die Schwierigkeit beide Bauteile auf Temperatur zu bringen schwieriger als z.B. auf der Platine, weil die Materialstärken sehr unterschiedlich sind. An der Klinkenbuchse brauchst Du deutlich mehr Dampf, weil sonst nur der Anschlussdraht heiss wird, die Klinkenbuchse selber ist aber noch zu kalt ist für eine saubere Verbindung. Wenn Du keine Lötstation hast hilft es zuerst den Anschlusspunkt an der Klinkenbuchse mit dem Lötkolben vorzuwärmen und den Anschlussdraht erst später dranzuhalten. Kannst auch mal auf Utube suchen, dort finden sich viele Tutorials zum löten von elektronischen Bauteilen.

    Grüsse,
    Manu

  • Danke für die ganzen Tipps!

    Bin nochmal die ganzen Lötstellen durchgegangen an den mechanischen Bauteilen, glänzen jetzt auch alle richtig schön, der Tip mit dem Erhitzen vorm Festlöten war echt gut. Das Knistern ist leider wieder da. Muss folglich an der Platine liegen, ich bin mir eigentlich recht sicher dass ich die anderen Fehlerquellen jetzt eliminiert hab. Hab heute aber keine Motivation mehr ;D Melde mich wenns was neues gibt.

    Schönes Restwochenende!

  • Zitat von Sanitoeter;349896

    Bin nochmal die ganzen Lötstellen durchgegangen


    Gute Idee. Ca. 80% Deiner Lötstellen waren kalt u/o geklebt.

    Zitat

    Das Knistern ist leider wieder da. Muss folglich an der Platine liegen,


    Da ich keine Röntgenaugen habe, kann ich nicht sehen, wies unter den 3 Potis aussieht. Nicht auszuschließen, daß da eventuell ein Anschlußdraht eines der Potigehäuse berührt. Was auch möglich wäre, daß beim Löten Kolophonium ins Poti geflossen ist.
    Die Fassungen sind Unfug, auch wenn sie mit in der Tüte lagen.

    EDIT:
    Was mich etwas verwundert: theoretisch haben die Transistorbeine nen Abstand und ca. 1.26mm, die Löcher in der Fassung sind im 1/10" Raster (2.53mm). So, wie Du die Transistoren in die Fassung geprügelt hast, besteht die Gefahr, daß das C- oder E-Bein das Gehäuse aufschert.

    Falsch, meikel. Opa Uwe kennt das Zeuch ausm Regal besser.

  • Zitat von meikel;349904

    Gute Idee. Ca. 80% Deiner Lötstellen waren kalt u/o geklebt.

    Da ich keine Röntgenaugen habe, kann ich nicht sehen, wies unter den 3 Potis aussieht. Nicht auszuschließen, daß da eventuell ein Anschlußdraht eines der Potigehäuse berührt. Was auch möglich wäre, daß beim Löten Kolophonium ins Poti geflossen ist.
    Die Fassungen sind Unfug, auch wenn sie mit in der Tüte lagen.

    Was mich etwas verwundert: theoretisch haben die Transistorbeine nen Abstand und ca. 1.26mm, die Löcher in der Fassung sind im 1/10" Raster (2.53mm). So, wie Du die Transistoren in die Fassung geprügelt hast, besteht die Gefahr, daß das C- oder E-Bein das Gehäuse aufschert.

    Moin Meikel,
    ne, das passt schon es sind aber 2.54mm;D. Allerdings wackeln die eigentlich da drinne wie Lämmerschwänze, daher mein Rat zum experimentieren ok, im Betrieb einlöten. Einmal auf die Erde gworfen oder sonstwas und die Dinger sind raus.

    Mfg Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von lmkv15;349906

    Moin Meikel,


    Dito. Uwe

    Zitat

    ne, das passt schon es sind aber 2.54mm;D.


    Shit! Kaum guck man mal nich ins DS und denkt an nen SC239 <ggg>, schon fällt man auf die Fresse.

    Zitat

    Allerdings wackeln die eigentlich da drinne wie Lämmerschwänze, daher mein Rat zum experimentieren ok, im Betrieb einlöten.


    Jo.

    Ma ne Frage an Dich als Frauenarzt:
    der Fußschalter des Fragestellers sieht auch schon etwas mitgenommen aus. Überlebt der son Grillfest schadlos?

  • Hi Meikel,
    Kommt drauf an wie warm es war. Manchmal klappts manchmal nicht. Meistens verrutschen innen drinne die Pins wo die Wippe dann aufschlägt. Dann reicht der Abstand nicht mehr und das war. Dann gehts halt nur noch 3x On-OFF und nicht mehr 3xUM;D

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Aus diesem Grund löte ich die Fußschalter liegend. Also so, dass sie nicht reinrutschen können, ist zwar etwas schwieriger als im eingebauten Zustand, man umgeht jedoch diese Pineinrutschgefahr.

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