WAH WAH und die Spule

  • Hi,

    ich hab von den WahWah Schaltkreisen nicht die grösste Ahnung, mich interessiert, aber worauf und in welcher Art und Weise
    die Spule des Wah einen Einfluss auf den Tone hat?

    Kann das jemand auseinanderdröseln = nicht zu wissenschaftlich (meine Lieblingssendung war für sowas früher immer "Die Sendung mit der Maus")

    bis dann

    Oliver

  • Re:WAH WAH und die Spule

    hi oli!

    auf die gefahr hin dass ich dir totalen mist erzähle, probier ichs trotzdem mal:

    ein wahwah ist ja eigentlich ein verschiebbarer bandpass. der bandpass selbst wird mit der Spule und dem Paralleln R (33k) "gemacht". wird dieser widerstand erhöht, wird der bandpass "schmaler", d.h. der wah-sound "schärfer".

    der hauptunterschied zwischen der gelben und der roten fasle ist nicht die induktivität (beide ca. 580mH), sondern der spulen-kern.
    die gelbe hat glaubeich n luftspalt kern, die rote n "normalen".

    irgendwo habe ich noch ne g/b-ausgabe, wo die gelbe und die rote miteinander verglichen werden... soll ichs mal scannen?


    wie gesagt, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das stimmt was ich hier erzählt habe :P


    mfg kusi

    ps: mein countdown: T - 6h 43min ;D

    [center]blue sky[/center]

  • Re:WAH WAH und die Spule

    Hi,

    erstmal Danke für die schnelle Antwort.

    Wenn es Dir nicht zuviel Mühe macht das Magazin rauszukramen (unter allen Pornomagazinen rauszuziehen, wobei der 1,5 Meter hohe Stapel dann umfällt und die auf dem Boden abgestellte Kaffeetasse umwirft und den Teppich mit Kaffee versaut)
    und den Artikel einzuscannen?

    GERNE *freu*

    Mein WahWah hat aber ne schwarze Spule... ???

    Kann man sowas auch selbst wickeln?

    cu
    Oliver ;D

    RTTW (=Remaining Time Till Weekend) 6Std/38Min

  • Re:WAH WAH und die Spule

    Das Geheimnis der Wahs-Wahs enthüllt:

    Der kusi hat teilweise recht....

    So eine Wah-spule besteht aus Kupferdraht einem Plastikspulenkörper und einem Eisen oder Ferritkern.

    Der Plastikspulenkörper ist klar, damit man den Kupferdraht irgenwohin wickeln kann.

    Damit man nicht so viele Windungen machen muß, wird der Eisen oder Ferritkern quasi als "Multiplikator" verwendet.

    Shin-Ei Ibanez haben Eisen (Trafo-Kerne) verwendet, sonst wird eher ein Ferritkern verwendet.

    Jetzt ist vom verwendeten Eisen- Ferrit-kern der Multiplikationsfaktor unterschiedlich.

    Naturgemäß bekommt man auf so ein Plastikspulenkörper nur eine gewiße Menge Kupfer drauf, je kleiner, desto weniger.

    Die Windungsanzahl muß aber gleich bleiben um die gleiche Induktivität zu bekommen, also was tun ? dünneren Draht nehmen, dann paßts wieder.

    Obwohl Kupfer ein "Leiter" ist hat er einen gewißen (Gleichstrom-) Widerstand, je dünner und länger, desto mehr.

    In den 70ern war die Gras-wachsen-Wi*xerei den Leuten ziemlich egal, hauptsache pedal und uaah-uaah...

    Billig mußte es sein, weil 1000e Teile produziert worden sind und man profitorientiert gearbeitet hat, kleinere Spule, kleiner preis, mehr profit

    So, dieser Widerstand ist elektrisch gesehen in Serie zur tatsächlich Induktivität, so wie das 1k Q-Poti beim Dunlop.

    Nimmt man ein ClydeMcCoy war der Kern viel größer als bei späteren Wahs, also auch teurer, dafür konnte der Draht stärker sein, und dieser "Widerstand" wurde dadurch kleiner, die Güte Q der Spule war häher also "steiler, schärfer"...

    Der 33k Widerstand parallel hat eine ähnliche Wirkung auf die Güte...

    Das ist der Hauptunterschied zwischen den Spulen.

    Alles andere, Luftspalt etc. ist Wi*erei die zwar einen Einfluß auf Verzerrungen im promillebereich hat, aber sonst schon gar nichts.

    Selber wickeln geht, bei großen Spulenkernen und daher dickeren Drahtstärken.

    plastikspulenkörper auf achse in den Akkuschrauber stecken, draht festhalten und der Schrauber wickelt

    analogguru

    Man sollte sich selbst im Leben nur diejenigen Versagen zum Vorwurf machen, bei denen man es gar nicht einmal probiert hat.

  • Re:WAH WAH und die Spule

    Die Soundqualität ist im Wesentlichen nur von der Güte Q der Spule abhängig und ob man eine Spule oder einen Gyrator verwendet ist dabei auch egal.

    Die benötigte Induktivität hängt vom Schaltungslayout ab und sagt daher nichts über die Qualität einer Spule aus.

    Mit dem Schaltungslayout , der Wahl und Qualität der restlichen Bauteile wir dann das Verhalten und der Grundsound des Wahs festgelegt und da hat ja jeder andere Vorstellungen.

    Fakt ist jedoch, dass bei "billigen" Wahs oftmals Spulen mit minderer Güte eingebaut sind - und das kann man durchaus hören.

    Heute gibt es von diversen Anbietern Spulen für Wahs in sehr guter Qualität zu kaufen, z.B. Fulltone, Roger Mayer. Selberwickeln würde ich deshalb persönlich nicht mehr.

    Eine 500mH Fasel oder Toshiba-Spule gilt unter den Wah-Fans immer noch als das Non+Ultra (kann man halt in fast jedes alte Wah einbauen).

    Jürgen

  • Re:WAH WAH und die Spule

    Hi,

    nur nochmal zum Verständnis....

    -gute Spule bessere Spule (Klangtechnisch)
    -Selbstwickeln bei Stückpreis 15.- Euro lohnt nicht
    -je grösser der Kern, desdo dickerer Spulendraht möglich = bessere Qualität der Spule?

    Ich bin noch ein bischen verwirrt, weil ich das ganze noch versuche in Toneeigenschaften zu zwengen...

    Aber erstmal vielen Dank für die bisherigen Beiträge !!!

    Wah ON
    Oliver

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