Hallo, ich habe eine (womöglich) doofe Frage ... Ich baue gerade einen Remote-Looper, welcher per Relais Effektgeräte in/aus dem Signalweg schalten soll. Da ich enorme Probleme mit Umschalt-Klicken habe, hab ich eher zufällig den DC-Anteil am Ausgang eines selbst gebauten Overdrives (Bluesbreaker-Klone) gemessen. 2.8 Volt!! Ist das normal? Sollte nicht der Ausgangskondensator jeglichen DC-Anteil herausfiltern? Wenn ich die Stromversorgung entferne, sinkt der DC-Anteil langsam (!) auf null. --- Sorry, bin blutiger Anfänger... Jedenfalls wundert mich das Klicken (klingt eher wie eine Explosion) nicht mehr... LG und danke, Phil
DC-Anteil (fast 3 Volt!) am Effekt-Ausgang?
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Also da ist eindeutig was faul! Mess mal vor und hinter dem Ausgangskondensator, der ist höchstwahrscheinlich hin.
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Vor dem Ausgangskondensator: 4,45 Volt
Nach dem Ausgangskondensator: 2,65 Volt
Der Ausgangskondensator ist doch C11, richtig?
http://home.centurytel.net/flanneldrawers/mbb-sch-n.jpg
Danke -
Sowohl C10 als auch C11, die hängen ja parallel. Demnach müsste also auch an beinde eingans/ausgangsseitig die gleiche Spannung anliegen. Bist du sicher das das reine DC ist die da durch geht, oder ist es DC mit AC-Anteil drauf. Guck mal bei deinem Multimeter, manche können das zusammen messen.
Schließe testweise auch mal den Eingang des Gerätes kurz und mess dann einmal was hinten ansteht. -
Geh es doch pragmatisch an: Kneif C11 raus. Wahrscheinlich funzt es dann. Du kannst dafür dann wieder einen 1µF (besser Folie als Elko) einlöten, ändern tut das aber quasi nix.
Ich hatte übrigens das gleiche Problem heute morgen bei einem AMZ Super Buffer, auch da unnötigerweise ein Elko am Ausgang.mfg, Immo
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Ich rätsele gerade noch über diese Elko-C-Kombination da am Ausgang? Warum ist die da?
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ach ja, C10 und C11 sind parallel, stimmt. Also wenn ich den Eingang auf Masse lege (hast du das mir Kurzschließen des Eingangs gemeint?), messe ich immer noch fast 3V am Ausgang. Wenn ich Masse und Ausgang beim Messen in der Hand halte, bekomme ich nur 1,8V (?). Am Ausgang muss eigentlich DC mit AC drauf liegen, da der Overdrive ja prinzipiell funktioniert. Aber DC nach dem Ausgangkondensator ist doch nicht normal? Da habe ich ja einen riesigen Potentialunterschied zw. Effekt und Bypass, welcher das laute Ploppen beim Umschalten mehr als erklären würde ...
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C11 ist eigentlich (laut Bill of Materials) ein Tantalum, keine Ahnung, warum der im Schaltplan als Elko/polar eingezeichnet ist. Habe an der Stelle auch einen Tantalum drinnen. Werde den mal gleich (wie Immo vorgeschlagen hat) entfernen ...
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Eingang deswegen kurzschließen, damit das Ding nicht offen ist und jeden Knies aus der Luft einfängt.
Und richtig, da sollte DC mit AC drauf sein, und das DC soll am Ausgangskondensator hängen bleiben. Wie Immo schon sagte, schmeiß mal C11 raus. Ich verstehe nicht mal warum der an der Stelle da ist. -
LEUTE, IHR SEID WAHNSINN!
Ihr habt ja keine Ahnung, wie lange ich schon an dem Relais-Klick-Problem sitze.Kurz: Durch Entfernen von C11 (keine Ahnung, ob der defekt ist oder einfach nicht da hin gehört) hab ich keinen messbaren DC-Anteil mehr am Ausgang, und folglich auch kein Klicken mehr beim Umschalten.
DANKE, DANKE, Danke

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raten wir mal: irgendeine gehypte Dumpfbacke hat die ursprüngliche Schaltung "gemoddet" und den Tantalkondensator parallel gehängt. Warum? Weil andere amerikanische Supermodder (hat das was mit Morast zu tun?) doch auch Tantal nehmen - die sehen so schön aus. Klanglich ist es scheiße, aber was soll's. Und in diesem Fall völlig überflüssig: Man kann ja einfach prüfen, wie sich die Grenzfrequenz des Hochpassfilters verändert, wenn man statt 1µF mit 2µF (C10 und C11 parallel) rechnet. http://www.muzique.com/schem/filter.htm
Gepolt ist ein Tantalkondensator übrigens wirklich.mfg, Immo
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Mit deiner Modder-Theorie hast du wohl Recht ;-), im Original-Bluesbreaker ist "nur" ein 0.1uF Ausgangskondensator vorhanden ... http://cdn.tonegeek.com/wp-content/uploads/Bluesbreaker1.png Kann eine eventuelle falsche Polung des Tantalum meine 3V am Ausgang erklären?!
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Der ist einfach gekillt, evtl zu lange gebraten beim Einlöten?
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Das kann natürlich sein ;-). Ich hab noch einen übrig und werde diesen evtl. mal schaltbar machen, um den Unterschied vergleichen zu können ... Danke auf jeden Fall nochmals für die Tipps!
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Zitat von phillip77;347346
Kann eine eventuelle falsche Polung des Tantalum meine 3V am Ausgang erklären?!
Das kann durchaus sein. Die Tantals sind sehr empfindlich gegen falsche Polung.
Gruß mike
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