J5Mk1 in anderem Chassis und spiegelverkehrt aufbauen?

  • Hallo zusammen,

    ich überlege gerade mir einen J5Mk1 Bausatz zu kaufen.
    Allerdings soll das ganze später kein Topteil werden, sondern ein kleiner Combo, bei dem der Verstärkerteil an die Rückwand montiert wird, so dass die Buchse, die Potis und die Schalter von oben erreichbar sind (wie z.B. bei einem Peavey Classic 30).

    Dabei soll dann, wie eigentlich üblich, die Buchse ganz nach links und die Schalter nach rechts, also in diesem Fall im Prinzip spiegelverkehrt zum eigentlichen Layout.

    Wäre es möglich den Amp komplett spiegelverkehrt aufzubauen oder kann es da Probleme geben?

  • Hey,

    es ist kein Problem, den Amp spiegelverkehrt aufzubauen. Du musst halt dann bloß tierisch aufpassen, weil die Anleitung ja alles verkehrt zeigt. Mir ist es z.B. dann schon passiert, dass ich das Board eines Amps in der falschen Reihenfolge bestückt habe und somit nochmal von vorn anfangen musste.

    Allerdings sehe ich auch kein großes Problem darin, die Reihenfolge der Bedienelemente einfach so zu lassen - ist doch eigentlich egal, oder?

    Grüße
    Mathias

  • Hallo,

    außer der Umkehrung der Reihenfolge der Komponenten auf dem Chassis betrifft das natürlich auch die Komponenten auf der Lötleiste und - was gerne übersehen wird - sollte man die Röhren auch um 180° (also jede um sich selbst) drehen, weil sonst nicht das "richtige" Triodensystem seinen Komponenten auf dem Board gegenübersteht.

    Die Lösungen, bei denen das Originalboard im ansonsten spiegelverkehrten Aufbau verwendet wird, führt wegen der unnötig langen und sich kreuzenden Leitungen zu einem sehr schwingfreudigem und störungsanfälligen Amp - beim J5 auf jeden Fall, hab ich selber durch exerziert - inklusive Einbau in ein kleineres Chassis.

    Auf jeden Fall sollte man auf dem Level "Ich hab den Zusammenhang zwischen Schaltplan und Layout klar" arbeiten, sonst sind, wie mein Vorgänger schon schrieb, ruckzuck Verdrahtungsfehler drin.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;343763

    ... und - was gerne übersehen wird - sollte man die Röhren auch um 180° (also jede um sich selbst) drehen, weil sonst nicht das "richtige" Triodensystem seinen Komponenten auf dem Board gegenübersteht.

    Ein "richtiges" Triodensystem gibt es ja eigentlich nicht, die Systeme sind gleichwertig. Das zweite System der ECC83 soll zwar laut einem alten Datenblatt weniger anfällig für Heizungsbrummen sein, ich habe in der Praxis aber noch keinen Unterschied feststellen können.

    Grüße
    Mathias

  • Ja,

    das ist auch mein Wissensstand.

    Dann sollte man aber die Röhrennummerierung (A/B und Pin-#) in seinem persönlichen Schaltplan anpassen,
    damit man beim Messen nicht immer über "Ungereimtheiten" bei der Spannungsmessung stolpert.

    Ich kann meine Meinung auch so zusammenfassen:
    Zum Bausatz zusammenbauen gehört Genauigkeit - Zum eigenständigen Modden gehört Verständnis der Materie.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;343767


    Zum Bausatz zusammenbauen gehört Genauigkeit - Zum eigenständigen Modden gehört Verständnis der Materie.

    Sehr gut auf den Punkt gebracht, dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen!

    Grüße
    Mathias

  • Zitat von eBernd;343763


    Die Lösungen, bei denen das Originalboard im ansonsten spiegelverkehrten Aufbau verwendet wird, führt wegen der unnötig langen und sich kreuzenden Leitungen zu einem sehr schwingfreudigem und störungsanfälligen Amp - beim J5 auf jeden Fall, hab ich selber durch exerziert - inklusive Einbau in ein kleineres Chassis.


    Deswegen hatte ich vor auch das Board Spiegelverkehrt aufzubauen.

    Zitat von eBernd;343763


    Auf jeden Fall sollte man auf dem Level "Ich hab den Zusammenhang zwischen Schaltplan und Layout klar" arbeiten, sonst sind, wie mein Vorgänger schon schrieb, ruckzuck Verdrahtungsfehler drin.


    Das würde ich mir zutrauen.

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