Tone Bender MK2 Lautstärke Volumenregler

  • Hallo,
    ich habe den Tone Bender MK 2 gebaut und denke eigentlich alles richtig gemacht zu haben. Der Sound gefällt mir auch, aber ich kann irgendwie die Funktionsweise nicht richtig nachvollziehen. Bisher habe ich nur Overdrive oder Distortion Pedale benutzt.
    Kann es sein, dass wenn man den Volumenregler aufdreht, sich der Grad der Verzerrung erhöht?
    Beim Overdrive kann ich die Lautstärke dem Originalsignal (Bypass-Signal) anpassen und die Verzerrung separat regeln, bei dem Fuzz habe ich das Gefühl um so lauter ich mache, desto mehr geht das Fuzz in die Sättigung, muß das so sein oder habe ich doch einen Fehler drin?
    Wenn ich das Teil so einstelle, dass mir der Sound gefällt also ca. Volume auf 12-13 Uhr, fällt die Lautstärke zum Originalsignal (Bypass)ab. Ich muß das Teil schon ziemlich weit aufdrehen, um die gleiche Lautstärke zu erreichen die ich in der Bypass Stellung habe.

    Bei dem Attackregler denke ich, umso weiter ich aufdrehe desto schneller spricht die Verzerrung an ist das alles richtig so?

    Danke im Vorraus

    Marc

  • Wenn du den Lautstärkeregler weiter aufdrehst, bekommt die Vorstufe von deinem Amp mehr Signal ab, daher das mehr an Sättigung. Auf die Verzerrung, die das Pedal erzeugt hat er keinen Einfluss. Die regelt allein der Attack-Regler (also mehr oder weniger Verzerrung. auf die geschwindigkeit mit der es anspricht wirkt er sich nicht aus).

    Mojo wirkt!

  • Danke,
    so wie du es beschreibst, wäre es genau wie beim Overdrive. Mein Empfinden ist aber anders, ich denke ich sollte wohl noch mal die Verkabelung der Potis checken.

  • Ich habe jetzt noch einmal alles durchgecheckt, kann aber keinen Fehler finden.

    Deshalb noch eine Frage zur Funktion.
    Wenn der Attackregler auf null steht, müsste das Signal dann Clean oder nur leicht verzerrt sein?
    Bei mir ist es so, dass auch in Nullstellung des Attackreglers, also Poti voll zugedreht schon eine ziemlich starke Verzerrung zu hören ist.

  • Ich würde sagen es ist nicht deutlich weniger, ich finde es schon sehr verzerrt. Wie gesagt ein Overdive oder Distortion verhält sich da anders. Wenn ich den Poti weiter aufdrehe passiert aber schon noch etwas. Ich habe den Musikding Tonebender Mk2 gebaut, mit all den Teilen aus dem Bausatz und nach der dazu gehörigen Anleitung und Schaltplan.Klingen tut es allerdings schon so wie ich es von einem Fuzz erwarten würde.Wenn ich jetzt aber meine, ich brauche einen anständigen Boost, weil ich z.B. ein Solo spielen möchte, ist das fast nicht drin. Ich hatte bisher mit einer LP mit Humbucker drüber gespielt.
    http://diy.musikding.de/index.php/bender-mk2.html

  • Hmmm.. der Bausatz orientiert sich an der OC81D-Variante der Schaltung. Ich weiß nicht, wie gut die mit den mitgelieferten Transistoren funktioniert, aber wenn der Attack-Regler wenig macht, ist meistens der 100k Widerstand an der Basis von Q1 Schuld. Du könntest mal versuchen, den durch einen 10k (wie in der OC75-Variante) zu ersetzen.

    Das Lautstärkeproblem gibt sich vielleicht, wenn du deinen Amp cleaner/leiser einstellst..

    Mojo wirkt!

  • Vielen Dank für den Tipp,
    ich denke das werde ich mal versuchen. Das wäre schön wenn ich mit dem 10k Widerstand die Verzerrung besser regeln kann. Das Lautstärkeproblem lässt sich auch einschränken, wenn ich den Volumenpoti an der Gitarre zurück drehe, eigentlich macht sich das noch mehr bemerkbar als wenn ich am Amp etwas regel. Aber das ist wieder genau das was ich schon vorher meinte, das Volumen von der Gitarre genauso wie das vom Fuzz, wirkt sich nach meinem Gefühl , auf die Sättigung des Fuzz aus, aber nicht unbedingt auf die Vorstufenverzerrung des Amps. Um ungefähr die gleiche Lautstärke zu erreichen, wie im Bypassmodus, muss ich den Volumenregler voll aufdrehen. Es wird zwar etwas lauter aber auch verzerrter. Wenn ich mit einem Singlecoil rein spiele, ist es nicht ganz so extrem mit den Lautstärken.

  • Hab ich schon, das war auch mein erster Gedanke, weil da nicht genau beschrieben war, welcher
    1K lin oder 100K log hat.
    Da steht nur auf den Potis 1H1 und 1G4 keine Ahnung was damit gemeint ist.
    Ich hatte die aber vorher durchgemessen und nachher auch noch mal, ich hoffe, ich habe das richtig gemacht.
    Hier im Forum habe ich auch ähnliche Probleme gefunden. Mittlerweile glaube ich aber, dass das alles normal ist, also wie das Teil reagiert und umso länger ich mich damit befasse, desto mehr bekomme ich das in den Griff. Es war halt so, dass mir der Sound bei Volume auf 1Uhr für Rhythmus am besten gefallen hat, und alles drüber fand ich schon zu harsch. jetzt habe ich mal die Akaline Batterie gegen eine Zink Kohle getauscht und kann jetzt bei gleichem Sound auch lauter machen.
    Die Transistoren hatte ich mal getauscht, seltsamer Weise klang es nachdem ich 1+2 vertauscht hatte etwas härter obwohl die den gleichen Wert haben.
    Das wechseln von 2+3 hatte allerdings für meine Ohren einen leicht positiven Effekt, lauter ist es aber nicht geworden.
    Hier mal die Werte der Transistoren:
    Q1= AC 125 hfe 50-59
    Q2= AC 125 hfe 50-59
    Q3= AC 125 hfe 140-149
    Keine Ahnung wofür die Werte stehen, kann man die auch gegen andere Werte austauschen?

  • Hi,
    du must nicht auf die Rückseite der Potis gucken, sonder von vorne. Auf dem Pertinax steht der Wert z.b. 100k-B (100K linear).
    Wie haste die Transistoren denn gemessen? mit deinem Mulitmeter?, wird eh nichts, da du den Leckstrom nicht berücksichtigst.
    Ein Tonebender MK-2 bis 3 hat ca.
    T1=75..100
    T2= 70..85
    T3= 120..140

    Und die 125 steht nehme ich an für AC125

    Hfe ist die Stromverstärkung des Transistors.
    wenn die Werte völlig aus dem Ruder laufen funktionierts halt nicht bzw. nicht richtig.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hallo Uwe,
    danke für den Hinweis, das habe ich gleich mal kontrolliert. Die Potis sind demnach richtig herum eingebaut. Gemessen hatte ich nicht die Transistoren sondern die Potis. Da ich das aber nicht so oft mache, war ich mir nicht sicher ob ich richtig gemessen habe.

  • So genau würde ich mich beim MKII gar nicht festlegen wollen, manchmal funktioniert der mit einem deutlich höheren hfe als Q2 besser. Ich geh da immer nur nach Höreindruck.
    Es gibt auch unkonventionellere Setups (Q1, Q2: 20…40 bei Leckstrom gegen 0; Q3: 200…400), die funktionieren können

    AC125 hab ich drei Stück hier, allerdings Valvo und nicht Tungsram wie die aus dem Shop. Ich weiß nicht, ob die sich anders verhalten.
    Meine funktionieren jedenfalls hevorragend in der OC75-Variante der Schaltung (10k an der Basis von Q1, 47k am Collector von Q2).

    Folgende Reihenfolge klingt ziemlich ähnlich wie mein Original aus den 60ern:
    Q1: hfe: 83; Leckstrom 404µA
    Q2: hfe: 65; Leckstrom 299µA
    Q3: hfe: 80; Leckstrom 388µA

    Mojo wirkt!

  • Achso, die Werte der Transistoren waren so angegeben, stand so auf dem Aufkleber der Tütchen.
    Sind denn die Werte normal für einen MK2?
    Q1 und Q2 gleicher Wert also hfe 50-59?
    Kann man da was verbessern?
    Wenn ich z.B. Q2und Q3 tausche, hätte ich ja einen höheren Wert an Q2 aber einen geringeren an Q3?

    Allerdings muß ich sagen, der Sound gefällt mir schon sehr gut. Ich habe aber auch keine Vergleichsmöglichkeit.

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