selbstgebaute effekte von hier im vergleich mit "normalen"

  • Hey,
    ich bin neuling hier und hab angefangen mir die verschiedenen effekte anzuschauen.
    Und was mich interessiert ist, wie gut sie im vergleich mit den originalen, die man zb bei Thomann etc kaufen kann sind.
    Oder allgemeiner, mit welcher preisklasse von geräten aus dem Handel man die bausätze von hier vergleichen kann.

    grüße und schonmal danke für hilfreiche antworten,
    Cilian

  • hi,
    Abgesehen von der Aufmachung der Gehäuse, kochen auch die Chinesen nur mit Wasser.
    Mehr wie Bauelemente auf eine Platine bringen können die auch nicht, und die meisten sind eh nur Kopien, von anderen renomierten Herstellern.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Zitat von Cilian;340440

    Hey,
    ich bin neuling hier und hab angefangen mir die verschiedenen effekte anzuschauen.
    Und was mich interessiert ist, wie gut sie im vergleich mit den originalen, die man zb bei Thomann etc kaufen kann sind.
    Oder allgemeiner, mit welcher preisklasse von geräten aus dem Handel man die bausätze von hier vergleichen kann.

    grüße und schonmal danke für hilfreiche antworten,
    Cilian

    Preis und Qualität hängen bei kommerziellen Pedalen leider kaum zusammen. Bei freestompboxes.org(z.T. auch hier) findest du ein paar abschreckende Beispiele, was für ein übler Schrott manchmal in sauteuren Geräten drinsteckt. (Hat jemand ein paar schöne Bilder parat?)
    Manche günstige Großserienpedale aus China sind dagegen sehr ordentlich verarbeitet, zB Biyang.
    Bei den Bausätzen kriegst du hochwertige Bauteile und meist auch Platinen (letzteres zB immer bei uk-electronic.de, madbeanpedals.com, musicpcb.com, bei Musikding weiß ich es nicht, ob alle durchkontaktiert, verzinnt, versiegelt sind). Was du dann draus machst, hängt stark von dir selbst ab. Frei mit Litze verdrahtete Potis/Schalter/Buchsen halte ich grundsätzlich für ein Qualitätsmerkmal, weil dann die Platine mechanisch von der Außenwelt entkoppelt ist - wenn mal ein Poti lose ist, sind nicht gleich die Leiterbahnen in Gefahr. Das kriegst du bei kommerziellen Pedalen selten, vor allem sehr selten bei eher günstigen. Gute Arbeit bei kommerziellen Pedalen siehst du zB in der teureren Serie von Mad Professor (~275€), dieses Niveau erreichst du mit den Bausätzen auch, wenn du ordentlich arbeitest. Wobei bei einem Pedal von Biyang (~45€) zwar alles auf der Platine verlötet ist, aber ansonsten das gleiche Qualitätsniveau erreicht wird. Wenn eine amerikanische Firma dagegen unheimlich gehyped wird, kann man fast sicher sein, dass Scheiß drin ist. Such dir mal Gutshots von frühen handgefertigen Versionen des SHO, allen Death by Audio's, dem Schuman PLL oder dem Big John Granny Puker, wer sowas hier im "Eure schönsten Treter" Thread abliefert, erntet nur Lachen oder betretenes Schweigen...

    mfg, Immo

  • Zitat von lmkv15;340442

    hi,
    Abgesehen von der Aufmachung der Gehäuse, kochen auch die Chinesen nur mit Wasser.
    Mehr wie Bauelemente auf eine Platine bringen können die auch nicht, und die meisten sind eh nur Kopien, von anderen renomierten Herstellern.

    Uwe

    sry, aber aus deiner Antwort werde ich leider nicht schlau.

    @roseblood11: was genau meinst du mit "frei mit Litze verdrahtet"?

  • Zitat von Cilian;340450

    @roseblood11: was genau meinst du mit "frei mit Litze verdrahtet"?

    Das der Großteil der Elektronik auf der Platine sitzt, von da aus führen dann "Drähte"* zu den Potis, also den Dingern zum dran drehen. Das hat den Vorteil, das bei einem losen Poti (was immer man vorkommen kann) nicht gleich die Platine verbogen wird, sondern nur die Kabel. Denen macht das nichts aus, die Platine kann brechen oder auch nur ganz feine Risse und ähnliches bekommen, wodurch sie eventuell nicht mehr funktioniert.

    *Immo schreibt oben "Litze", da sehr oft keine Drähte, also Kabel mit einer dicken inneren "Leitung", sondern Litze, eine Kabel aus sehr vielen dünnen Drähten. Die sind deutlich flexibler.

    [Size=1]schönen Gruß, Martin[/Size]

  • Hallo,
    soll heissen dass die (elektronische) Technik dieselbe oder eine ähnliche
    wie bei einem selbstgebauten Effekt ist, nur dass man beim Selbstbau
    einen hohen Einfluss auf die Qualität hat, nicht nur bei den Bauteilen
    sondern auch bei allen mechanischen Komponenten.
    Vieles basiert kommerziell (und auch hier) auf modifizierten Klassikern.
    Es wird grob unterschieden zwischen normalen hochwertigen Standardeffekten a'la Boss
    und Boutique-Effekten, mit einem Selbstbau liegt man dazwischen oder sogar darüber,
    je nach Aufwand (und Geschmack natürlich).

    Pedal mit Direktverdrahtung der Buchsen ect. (ist auch gleich ein möglicher Defekt zu sehen):
    http://forum.musikding.de/cpg/albums/use…%B6tstellen.jpg

    Verdrahtung mit Litze (hier kann so etwas nicht passieren):
    http://forum.musikding.de/cpg/albums/use…tronik%7E18.jpg

    Ups, da war jemand schneller als ich ;)


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

  • danke für die vielen antworten!
    wenn ich bald mein erstes effekt zusammenbaue, worauf muss ich besonders achten, das mir nicht die qualität flöten geht?

  • Hu,

    ich nehme mal an, du besorgst dir einen kompletten Bausatz dazu.
    Also, du solltest vor allem auf saubere Lötstellen achten.
    Falls du sellten, oder gar noch nie an einer Platine gelötet hast, solltest du es ev. vorher (an nem alten Radio von Oma, oder so) etwas üben.
    Wichtig dabei ist - nicht zu lange bratten. D.h wenn alles oxidfrei ist, sollte eine einzelne Lötstelle in einer bis max. zwei Sekunden gut gelötet sein.
    Länger ist weder für das Lötauge, noch für manche empfindliche Bauteile gesund.
    Auch ne sorgfälltige Verdrahtung (Schalter, Potis usw.) spielt hier eine Rolle. Und Leitungen möglichst kurz halten.
    Und ansonsten strickt nach Bauplan vorgehen.

    Auf ein frohes Löten ;)

    Gruss
    Chris

    :P Ich liebe Blondinen :P

  • Das ist die beste Anleitung, die ich kenne:
    http://www.youtube.com/watch?v=I_NU2ruzyc4
    Ganz wichtig: Bauteil stecken, fixieren (mit Klammer, "3. Hand", Gaffa etc), Beinchen auf richtige Länge kürzen (ca 1mm rausgucken lassen reicht), dann erst löten.

    Wie saubere Aufbauten aussehen, kann man ja im Thread "Eure schönsten Treter" besichtigen.
    Zwei Dinge sollte man beachten: Kurze Kabelwege sind besser, als besonder hübsche, rechtwinklige Verlegung etc. Dabei sollte man zB die Kabel, durch die unbearbeitetets Eingangssignal geht (vom Input zum Fußschalter und von dort zur Platine, bzw das vom Schalter zum Output) weit entfernt halten von allem, was Effektsignal führt, bes. zB bei High Gain Distortions.
    Zum anderen sollte man die Verkabelung aber so planen, dass man die Platine hinterher rechtwinklig rausklappen kann, damit man evtl noch Fehler korrigieren kann. Ich baue Potis, Buchsen, Schalter immer erst komplett ins Gehäuse ein, löte die (zunächst zu langen) Kabel erst alle einseitig an die Platine und implantiere das Gebilde dann ins Gehäuse.

    mfg, Immo

  • Zitat von roseblood11;340467

    Das ist die beste Anleitung, die ich kenne:
    http://www.youtube.com/watch?v=I_NU2ruzyc4
    Ganz wichtig: Bauteil stecken, fixieren (mit Klammer, "3. Hand", Gaffa etc), Beinchen auf richtige Länge kürzen (ca 1mm rausgucken lassen reicht), dann erst löten.

    Wie saubere Aufbauten aussehen, kann man ja im Thread "Eure schönsten Treter" besichtigen.
    Zwei Dinge sollte man beachten: Kurze Kabelwege sind besser, als besonder hübsche, rechtwinklige Verlegung etc. Dabei sollte man zB die Kabel, durch die unbearbeitetets Eingangssignal geht (vom Input zum Fußschalter und von dort zur Platine, bzw das vom Schalter zum Output) weit entfernt halten von allem, was Effektsignal führt, bes. zB bei High Gain Distortions.
    Zum anderen sollte man die Verkabelung aber so planen, dass man die Platine hinterher rechtwinklig rausklappen kann, damit man evtl noch Fehler korrigieren kann. Ich baue Potis, Buchsen, Schalter immer erst komplett ins Gehäuse ein, löte die (zunächst zu langen) Kabel erst alle einseitig an die Platine und implantiere das Gebilde dann ins Gehäuse.

    mfg, Immo

    ;D, Dr. Roseblood implantiert;D

    MfG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Hallo,
    auch ganz sinnvoll ist es erst die flachen Bauteile (Brücken, Dioden, Widerstände ect.)
    einzulöten und dann die höheren, so kann man die Platine auf die Komponentenseite legen
    und zumindest erstmal alle flachen Bauteile ohne Montage-Hilfsmittel verlöten...
    Wichtig: So kurz wie möglich löten und ein sauberes Blatt Papier unterlegen,
    dann kann den Widerständen nichts passieren, bei längerem löten auf einen rauhen Oberfläche
    könnte ansonsten der Lack von den Widerständen anschmelzen und sich abreiben...

    Löten am besten vorher auf einer Lochrasterplatine mit Drähten üben ;)

    Viel Spass!


    MfG
    Magnus

    Bester DIY-Tip: Vorverzinnen...

    ~Bisgon Pes Laul~

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