der Zen und Newbie-Fragen

  • Hallo Leute,

    grüßt euch :)

    meine fragen:

    (siehe bild)

    a) 1 und 2 scheinen mir an den gleichen platz zu gehören. im bild von musikding ist auf der platine aber nur 1 zu erkennen. wofür ist 2? woher weiß ich wie rum 1bzw. 2 angelötet werden müssen?

    b) woher weiß ich wer von 3 bzw. 4 an C7 bzw. C6 kommt? was mache ich mit den langen mitallstängeln, die durch die platine gehen? abschneiden??

    Vielen Dank für eure Hilfe,
    rocklöffel
    [ATTACH=CONFIG]10770[/ATTACH]

  • Zitat von rocklöffel;339467

    Hallo Leute, grüßt euch :) meine fragen: (siehe bild) a) 1 und 2 scheinen mir an den gleichen platz zu gehören. im bild von musikding ist auf der platine aber nur 1 zu erkennen. wofür ist 2? woher weiß ich wie rum 1bzw. 2 angelötet werden müssen? b) woher weiß ich wer von 3 bzw. 4 an C7 bzw. C6 kommt? was mache ich mit den langen mitallstängeln, die durch die platine gehen? abschneiden?? Vielen Dank für eure Hilfe, rocklöffel [ATTACH=CONFIG]10770[/ATTACH]

    Hi, du lötest natürlich zunächst den Sockel rein, wie herum der gehört, sagt dir die kleine Kerbe, die auch auf der Platine aufgedruckt ist. Dort hinein steckst du dann das IC, das auch an der passenden Seite eine halbrunde Kerbe hat. 3 und 4 sind Elkos, das lange Bein ist auf der Platine jeweils als "+" gekennzeichnet. Wenn die beide unterschiedliche Werte haben (Aufdruck "...µF"), musst du halt im Schaltplan nachsehen, welcher an Position C6 und welcher an C7 gehört. Ordentlich löten: Bauteil durch die Löcher stecken, Beine dann leicht spreizen, so dass das Bauteil nicht mehr wackelt. Evtl. anderweitig daran hindern, dass es sich beim Löten bewegen kann. Elkos sichee ich zB beim Löten manchmal mit einem Stückchen Klebeband. Widerstände kann man alle auf einmal reinstecken, dann zB Moosgummi drauflegen und mit Wäscheklammern sichern. Kabel stecke ich in Position und befestige sie mit kleinen Krokoklammen oder Wscheklammern am Rand der Platine (eine sog. "Dritte Hand" ist auch nützlich). Da braucht es halt etwas Phantasie, hauptsache beim Löten kann sich das Bauteil nicht bewegen. Dann das Bauteilbeinchen so abkneifen, dass es ca 1 bis 2mm aus der Platine ragt. Dann Lötspitze im 45 Grad Winkel so ansetzen, dass Bauteil und Patine gleichzeitig erhitzt werden. Nach gut 1 Sekunde das Lötzinn direkt an diese Verbindungsstelle halten, nicht an die Lötspitze. Es umfließt dann Beinchen und Lötauge der Platine bündig, nach spätstens 1 weiteren Sekunde Lötspitze wegziehen. (Auch die ganze Platne soll sich währenddessen natürlich nicht bewegen). Eine gute Lötstelle ist glatt, ohne Knubbel und glänzt. Manche kneifen die langen Beinchen erst nach dem Löten ab, aber dabei kann man die Lötstelle beschädigen. Quick & Dirty Version: Bauteil stecken, Beine weit spreizen, so dass es gut hält. Anlöten, dann erst abkneifen. Jetzt die Lötstellen nochmal kurz aufschmelzen, aber so langsam, dass pro Bauteil immer nur eine weich ist, sonst fällt es ja wieder raus oder wackelt... "2" ist übrigens das "Herz" des Zendrive, der Operationsverstärker, der das Sinal verstärkt. Die 2n7000, 1n34 und BAt41 clippen dann die Signalspitzen, was man als Verzerrung hört. Man kann durchaus andere IC's probieren, das ändert klanglich durchaus was, u.a. deshalb ist das Ding auch gesockelt und wird nur gesteckt. Bestell dir ruhig mal ein paar. Meine Favoriten im Zendrive sind TLC2272, OPA2604, OPA2134, NE5532AP, 4580, 4558 (in der Reihenfolge). Alles, was als "dualer Opamp", "Doppel-OPV" o.ä. bezeichnet wird und die gleiche Pinbelegung hat, wie dieser, funktioniert im Zendrive grundsätzlich: http://uk-electronic.de/onlineshop/pro…8eaab3c52a80db4

  • Guten Tag Allerseits,

    in meinem "Der Zen" Bausatz war kein Kippschalter SPDT dabei. Steht aber auf der Liste. In den Plänen finde ich den auch nicht.
    Dafür war aber eine Germanium Diode OA8211 (schwarzer Ring, weisser Punkt; die im MusikdingShop sieht anders aus :confused:) dabei. Finde ich aber auch nirgends auf den Plänen.
    Habe ich irgendwo was überlesen?

    Bitte helft mir. Ich bin Schlagzeuger :rolleyes:

    Grüße,
    Bernd

    ... und das Atmen nicht vergessen!

  • Zitat von Karambakaracho;344481

    Guten Tag Allerseits,

    in meinem "Der Zen" Bausatz war kein Kippschalter SPDT dabei. Steht aber auf der Liste. In den Plänen finde ich den auch nicht.
    Dafür war aber eine Germanium Diode OA8211 (schwarzer Ring, weisser Punkt; die im MusikdingShop sieht anders aus :confused:) dabei. Finde ich aber auch nirgends auf den Plänen.
    Habe ich irgendwo was überlesen?

    Bitte helft mir. Ich bin Schlagzeuger :rolleyes:

    Grüße,
    Bernd

    Hi,
    Also der Zehndrive hat definitiv keinen SPDT Schalter. Da hat Klaus Murks gepackt. Die OA8211 ist die GE-Diode für (1N34A/1N60O o.ä.) Der Ring ist die Katode.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • Vielen Dank Uwe.
    Also ist der Kippschalter auf der Stückliste ein Fehldruck.
    Für was ist aber dann die GE-Diode? Brauche ich die für den Zen oder hat die sich versehentlich in die Tüte verirrt?
    Ich geh jetzt die Stückliste zusammenlöten und wünsche noch einen schönen Abend :)
    Grüße,
    Bernd

    ... und das Atmen nicht vergessen!

  • Wenn ich mich richtig erinnere, hat das originale Zendrive an Position D2 eine Germanium-Diode, D1 und D3 sind Schottkys (BAT41). Du findest den alten Retracing-Thread, aus dem der Schaltplan, der allen Bausätzen zugrunde liegt, hervorgegangen ist, noch auf freestompboxes.org, evtl sind da die Fotos noch drin. In meinem Bausatz (von Uwe) hab ich es jedenfalls so und es klingt 1a nach Zendrive. Wieso Klaus jetzt bei D1 eine Si-Diode (1n4148 ) drin hat, weiß ich nicht. Das war bei dem genannten Original damals nicht so, das weiß ich genau. Evtl hat Klaus irgendwoher Infos über eine neue Version, oder die Änderung entspricht einfach seinem Geschmack. (Um mehr geht es ja letztlich auch nicht).

    Was man beim Zendrive nicht übersehen sollte: Da zerrt nicht wirklich der Mosfet (2n7000) sondern jeweils nur dessen interne (Silizium-) Schutzdiode. Will man wirklich den Mosfet zerren lassen, müsste man D1, D2 und D3 umdrehen. (...und das würde dann mit einer 1n4148 nicht mehr funktionieren)
    Das geht mit einem 2pdt (on/on) Schalter auch so, dass man beide Varianten hat. Diese Modifikation würde ich wirklich mal gerne in einem Bausatz sehen. Kann man natürlich nachträglich machen, aber dann fehlen Lötaugen auf der Platine und man muss behelfsweise zwei der Dioden senkrecht stellen...

  • Danke für die ausführliche Erklärung :)
    Dann könnte ich auf D2 die OA8211 einbauen?
    Ich versuche es erst mal mit den Dioden nach Plan. Wenn mir das dann nicht gefällt, baue ich mal die GE ein.
    Mal schauen was passiert ;)
    Grüße,
    Bernd

    ... und das Atmen nicht vergessen!

  • Wie gesagt, D2=Ge, D1/D3=Schottky ist original. Wie Klaus zu der anderen Kombination kommt, kann er ja mal selbst beantworten.
    Ge-Dioden mögen nicht allzu viel Hitze, also vorsichtig ein- und auslöten!

  • Hallo,

    der Kippschalter ist aus der Liste, da musste noch das pdf "geupdatet" werden. Wieso ich da damals die Dioden so gewählt habe, weiß ich leider nicht mehr genau, entweder aus versehen oder weil es mir besser gefallen hat :)
    Den Prototypen habe ich leider nicht mehr, sonst würde ich das mal prüfen. Den Schaltplan ändere ich dann noch auf die gängige Diodenbelegung.

    Schöne Grüße
    Klaus

  • Hallo zusammen, vorab mal vielen Dank für die nützlichen Informationen und die gute Hilfe hier im Forum. Das Lesen hier und die Meta-Suchfunktion von underwood haben mir oft weitergeholfen.

    Zum Thema Dioden im Zendrive: Hier sind die Links zu den Infos von rosewood.
    Der Thread auf fsb: http://freestompboxes.org/viewtopic.php?…6bf4ab5fc1dc7fa
    Das einzige Foto, das ich von den Dioden im Original-Zen finden konnte (und gestern erst) für mich alle Widersprüche beseitigt hat, denen man bei der Recherche zwangsläufig begegnet: http://freestompboxes.org/download/file.…=4142&mode=view
    (Man muss da angemeldet und eingeloggt sein, damit die Links funktionieren.)

    Letztlich ist es ja wohl Geschmackssache, aber wenn man´s so nah wie möglich am Original haben will...

    Uwe schrieb in einem anderen Forum über vertauschte Ge- und Schottky-Dioden im Zen: "...der Sound Unterschied (ist) mit Sicherheit marginal, denn sowie die BAT41 und die 1N60 bzw. 1N34 haben jeweils eine Durchbruchspannung von ca. 0.3V. Die Dioden im Zusammenhang mit den 2N7000 sind ja dafür verantwortlich wann die Ausgangsspannung des ersten OPV begrenzt wird."

    Gruß
    Oliver

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