Power Soak in Volumepedal-Gehäuse!?

  • Hallo liebe Bastler!

    Im Zuge eines Theaterprojekts werde ich als Gitarrist mitwirken und Musik beisteuern.
    Mir ist aufgefallen, dass die Bühnenumgebung absolut still ist, man kann die berühmte Nadel fallen hören.

    Nun zu meinen Problem: Das Grundrauschen meines Amps. Ich spiele ein Vollröhrentopteil mit 15W in eine 1x12" Box (8Ohm). Also extra schon kleines Besteck. Dennoch ist das Grundrauschen sehr störend.
    Es ist nicht höher, als bei anderen Amps - nur in der extrem leisen Umgebund, ist es einfach deplatziert. Da ich den Amp nicht erst an machen kann, wenn ich dran bin, habe ich mir überlegt einen PowerSoak zu bauen!
    Und um die Hände freizuhaben würde ich das ganze gerne mit dem Fuß bedienen wollen. Und zwar stufenlos.

    Als Ansatz habe ich den TTPos50-Bausatz von Tubetown genommen. Allerdings wird hier zum Regeln ein Stufenschalter in Potiformverwendet. Ich hätte Angst beim schnellen Durchtreten des Pedals, das Poti zu beschädigen.

    Welche Potis, sind geeignet für die hohen Belastungen, dieses Vorhabens?

    Wäre es möglich, eine Art Blendpoti zu verwenden mit dem ich einfach von A-Signal geht zum Ausgang zu B-Signal geht zu den Lastwiderständen hin und her blenden könnte?

    Ich freue mich auf eure Antworten!

    Viele Grüße
    Ben

  • Hi, Ben,
    dass Du passende Potis findest, glaube ich eher nicht. Die Powersoaks sind ja parallel und seriell so geschaltete Widerstände, dass stets der Ersatzwiderstand des ganzen konstant bleibt. Man bräuchte also zwei gekoppelte Potis mit bestimmte Verlauf der Verhältnisse und ausserdem müssten die noch 15W verheizen können.
    Ein fernschaltbares Standby vielleicht?
    Falls Du was mit Microcontrollern am Hut hast, könntest Du damit ein Poti abfragen und mit einer Reihe von Relais die Hochlastwiderstände umschalten.
    Je länger ich grüble, desto schwieriger finde ich die Fragestellung. Ob man nicht doch leichter einen rauschärmeren Amp. finden kann?
    Christof

  • Der Amp wird doch trotzdem noch munter weiterrauschen. Im Grunde kann es doch nur an der Beleuchtung auf der Bühne liegen.

    Vielleicht hat ein Freund von dir ein NoiseGate. Ich glaube so ein Teil würde dir eher helfen. Am Besten so ein Boss-Teil, das kannste noch in den Effektweg einschleifen - die machen gut still.

  • Danke für die schnelle Antworten.

    Viell. sollte ich mein Anliegen noch etwas konkretisieren: Ich möchte absolute Stille, wenn ich nicht spiele und keinen Umschalter (Sound/Stille). Sondern mit einer Art "Expression" Pedal mit dem Fuß stußfenlos zwischen Sound (volle Lautstärke) und Stille regeln können.

    - Ein normales Volumepedal vor dem Amp bringt mir nichts, da der Amp dann munter weiter rauscht.
    - Drehe ich das alle Volumeregler des Amps auf Null, so höre ich auch kein Rauschen mehr - das ist aber absolut unpraktikabel und entspricht nicht meiner gewünschten Steuerung per Fuß

    Daher bin ich auf die Idee gekommen, mich zwischen Amp und Box zu klemmen. Denn wenn kein "Signal" vom Amp zur Box kommt, kann auch keine Rauschen aus dem Lautsprecher kommen.


    Ich habe noch etwas weiter recherchiert und bin auf folgenden Beitrag im Musiker-Board gestoßen: Attenuator - Selbstgemacht!
    Sein Projekt basiert auf dem TubeTown Pos100 Light. Der User verwendet für sein Projekt ein Drahtpotentiometer (50 Ohm, 100 Watt)

    Wäre es machbar dieses Poti, welches den Grad der Leistungsreduktion - und damit ja die Lautstärke ansich - reguliert, in ein Volume/Expressionpedalgehäuse zu bauen?

    Habe ich etwas übersehen? Wie gefährlich ist das ganze eigentlich?

  • Das "Drahtpotentiometer gibt es auch hie rund nennt sich "L-Pad".
    Probleme sollten eigentlich nicht auftreten. Also du solltest auf jeden Fall keinen 100W Verstärker mit einem L-Pad betreiben, das (oder der?) für 50W ausgelegt ist. Bedenke auch, dass hier keine Impedanzanpassung betrieben wird, wie es bei den POS Projekten der Fall ist. Zwei Buchsen + L-Pad und fertig ist es.

    Noch etwas: Leistungsreduzierung ist nicht gleich Lautstärkereduzierung. Mit einem L-Pad wirst du den Lautstärkeunterschied nciht auf dem kompletten Regelweg hören.

  • Hi,

    um welchen Amp handelt es sich denn überhaupt??
    Wenn der Amp bei zugedrehtem Volume still ist, entsteht das Rauschen in der Vorstufe. Es reicht deshalb die Vorstufe in den Pausen zu muten, das kann man z.B. ganz simpel mit einem Volume-Pedal/Kill-Switch in einem Loop machen.

    Das 100W-Drahtpoti wirst du kaum vernünftig in ein Expressionpedalgehäuse kriegen, das ist ein ziemlicher Brummer. Da das Problem offensichtlich in der Vorstufe liegt, macht es auch keinen Sinn erst nach der Endstufe anzusetzen.

    Grüße,
    Mathias

  • Zitat von tuck;339056

    Das "Drahtpotentiometer gibt es auch hie rund nennt sich "L-Pad".
    Probleme sollten eigentlich nicht auftreten. Also du solltest auf jeden Fall keinen 100W Verstärker mit einem L-Pad betreiben, das (oder der?) für 50W ausgelegt ist. Bedenke auch, dass hier keine Impedanzanpassung betrieben wird, wie es bei den POS Projekten der Fall ist. Zwei Buchsen + L-Pad und fertig ist es.

    Noch etwas: Leistungsreduzierung ist nicht gleich Lautstärkereduzierung. Mit einem L-Pad wirst du den Lautstärkeunterschied nciht auf dem kompletten Regelweg hören.

    Hi tuck,

    ich wusste nicht, dass es sich prinzipiell um das gleiche Bauteil handelt. Über die L-Pads konnte ich nur sehr wenig Informationen finden. In einem Forum habe ich gelesen, dass sie eigentlich zur Regelung von Hochtönern unter Dauerlast gedacht sind und daher nicht ideal wären, um als Attenuator für einen Gitarrenamp zu dienen.

    Was ist denn das L-Pad/Drahtpotentiometer technsich?
    Bisher stelle ich es mir als Regelbaren Lastwiderstand vor. Entlang des Lastwiderstands mit konstantem Wert bewegt sich beim Drehen des Potis im innern ein Schleifer, der das Signal abnimmt. Je nach dem wo der Schleifer steht ist der Weg des Signals kürzer oder länger, muss also mehr oder weniger "Widerstand" überwinden.
    ???

    Zitat von beano;339057

    Hi,

    um welchen Amp handelt es sich denn überhaupt??
    Wenn der Amp bei zugedrehtem Volume still ist, entsteht das Rauschen in der Vorstufe. Es reicht deshalb die Vorstufe in den Pausen zu muten, das kann man z.B. ganz simpel mit einem Volume-Pedal/Kill-Switch in einer Loop machen.

    Das 100W-Drahtpoti wirst du kaum vernünftig in ein Expressionpedalgehäuse kriegen, das ist ein ziemlicher Brummer. Da das Problem offensichtlich in der Vorstufe liegt, macht es auch keinen Sinn erst nach der Endstufe anzusetzen.

    Grüße,
    Mathias

    Das klingt nach der simpelsten Lösung - wenn es denn funktioniert!

    Es handelt sich um den Fame Studio Head 15. Er besitzt einen seriellen Effektloop. Bisher habe ich noch kein Volumepedal im Effektloop betrieben, ich werde das heute Abend ausprobieren! Das klingt nach einer sehr praktikablen Lösung!

    Ich danke euch!

  • Evtl. ist ein günstiges Noise Gateway im Effektweg (sofern vorhanden) ganz nützlich? Es muss ja nichts beim Spielen rausgefiltert, sondern nur in den Pausen unterdrückt werden oder?

    Edit: L-Pad in google eingeben und 1000 Seiten finden :D

  • Hi,

    versuch einfach mal das Volume-Pedal im Loop. Der Loop ist aber passiv, u. U. brauchst du dann für sehr lange Zuleitungen einen passenden Buffer dazwischen.

    Grüße,
    Mathias

  • Zitat von meikel;339063

    Das wäre die Funktionsbeschreibung eines Noisegate. Dummerweise rauscht aber der (Röhren)Verstärker...


    Einem Noisegate ist es egal, wo die Ursache des Rauschens liegt - ein Noisegate im Loop wäre deshalb auch eine Möglichkeit, das Vol-Pedal ist aber sicher einfacher/günstiger.

    Zitat von meikel;339063

    ECC83 am Eingang?


    Der Amp hat eine ECC83 am Eingang, das hat aber mit dem Rauschen erstmal nix zu tun.
    Falls noch die originalen China-Röhren drin sind, kann es aber helfen diese gegen ordentliche JJs auszutauschen.

    Grüße,
    Mathias

  • Zitat von beano;339064

    Einem Noisegate ist es egal, wo die Ursache des Rauschens liegt


    Klar ist das dem Gate egal. Dem Rauschen isses auch egal, weil es erst nach der Buchse und der 1.u/o2. Röhre rauscht.
    Entweder nen Standbyschalter in Hufnähe oder gleich nen ordentlichen Verstärker.

  • Zitat von meikel;339072

    Dem Rauschen isses auch egal, weil es erst nach der Buchse und der 1.u/o2. Röhre rauscht.


    und?? Das Noisegate im Loop wäre erst nach der Vorstufe (also NACH Input-Buchse, 1. und 2. Röhre!!!), das Rauschen des Preamps hätte also keine Chance.

    Einen Standbyschalter aufs Board zu führen finde ich suboptimal, weil im Vergleich zu Vol-Pedal/Noisegate viel zu aufwendig. Von einem neuen Amp mal ganz abgesehen.

    Grüße,
    Mathias

  • Hallo Leute,

    erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

    Ich bin nun endlich dazu gekommen, etwas herum zu probieren. Ein Volumepedal als letztes Element vor dem Return des Effektweges des Amps hat für mich das beste Ergebnis erzielt! Wenn ich mit dem Volumepedal stumm schalte, ist es absolut ruhig! Kein Rauschen, nix zu hören. Das ist perfekt!

    Für mich ein gutes Ergebnis und eine extrem simple Lösung.
    Da hätte ich auch früher drauf kommen können [Blockierte Grafik: http://www.musiker-board.de/images/smilies/bang.gif]

    Ich danke euch!
    Viele Grüße,
    Ben

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