Galvanische Trennung in DC Stromversorgung per TM018 Trafo / NF-Übertrager möglich?

  • Hallo zusammen,

    kann ich durch "Einschleifen" des 1:1 Trafos TM018 (http://www.musikding.de/Passive-Bautei…8-1-1::406.html) in den "Signalweg" einer Stromversorgung eine galvanische Trennung zweier Ausgänge erreichen?

    Ich stelle mir das ungefähr so vor:
    12V DC Quelle (Li-Ion Batterie) -> Kleiner Schaltungsaufbau um 7809 Regler mit zwei Glättungselkos und 100n Keramik am "Ausgang" -> Abzweig A & B

    A = + & - direkt auf DC Buchse (Out 1)
    B = + & - an Primär TM018 (Links & Rechts) -> Sekundär TM018 (Links & Rechts) an DC Buchse (Out 2)

    Wäre anstatt dem TM018 evtl. oder auch ein NF-Übertrager das Richtige? Z.B. der hier von Reichelt: http://www.reichelt.de/Trenntrafos/NF…;artnr=NFU+1-1;

    Geht das? Oder denke ich hier völligen Quatsch? Wenn ja, warum?

    Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir hierzu ein kurzes Feedback geben könntet, besten Dank!

  • Nein, wohl nicht. :) (Ich bin so schlecht)
    Der NF-Übertrager ist also raus auf dem Rennen? Ich habe einfach mal nach 1:1 Übertragern gesucht, und dabei eben auch dieses Teil gefunden.

  • Danke für diese Information, die habe ich gebraucht!

    Ich denke da also tatsächlich Quatsch und galvanische Trennung funktioniert nur, so lange ich die AC Stromquelle noch nicht gleichgerichtet habe.
    Wenn ich mit Batterien als direkter DC Stromquelle arbeite, bleibt mir also nur die Möglichkeit, verschiedene Batterien pro gewünschtem isolierten Stromkreis zu nutzen. Oder?

  • Zurückgefragt: Wozu willst du die unabhängigen Spannungen überhaupt benutzen, evtl. tuts ja ein charge pump IC (Klassiker: 7660).

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Ich möchte gerne (mit geringstmöglichem Aufwand) die Möglichkeit haben, mehrere "Pedal-Gruppen" jeweils per Daisy-Chain mit isoliertem Strom zu versorgen.

    Ein Anwendungsfall könnte sein, dass eine Gruppe vor dem Amp, eine zweite Gruppe im FX-Loop hängt.
    Oder ich trenne meine analogen Verzerrer von digitalen Delay / Mod FX.
    Oder ich gehe mit einem "Frontend-Board" in einen A/B/Y-Splitter, und von dort in zwei Amps, wobei einer der Amps noch ein zusätzliches FX-Board vorgeschaltet hat.
    Manchmal benutzen mein Bassist und ich auch die gleiche Stromquelle, wenn wir uns in einem engen Proberaum mit unseren Pedalen quasi direkt gegenüber stehen.

    Manchmal brummt oder knackt es halt, und ich denke / hoffe, dass man über die galvanische Trennung für den einen oder anderen Fall etwas dagegen tun kann.

    Ausserdem interessiert es mich einfach, und da ich ungerne mit 230V Netzspannung "basteln" möchte, habe ich gedacht, ich könnte die galvanische Trennung auch irgendwie erreichen, wenn ich mich bereits in "sicheren" Niedervolt-DC Gefilden befinde... ;)

  • Hallo,

    die gängigste (und preiswerteste?) Methode für unabhängige Spannungen ist wahrscheinlich die Verwendung eines Trafos mit mehreren Sekundärwicklungen (zwei gleiche sind ja bei vielen Printtrafos üblich...).
    Jede Spannung bekommt dann natürlich ihre eigene Gleichrichtung und Regelung. Das bedeutet natürlich, dass man es bei der Verkabelung der Primärseite schon mit 230 V zu tun hat...

    Dass ein Schaltregler eine Taktfrequenz außerhalb des Hörbereichs hat, heißt nicht, dass man ihn auch nicht hört. Das hängt vielmehr davon ab, nach welchem Prinzip er die Ausgangsspannung (unter wechselnder Belastung) regelt (Frequenzänderung, Puls/Pausenänderung oder gar Auslassen von Impulsen...) und welcher Aufwand zur Schirmung betrieben wurde.

    Es sind oft die überdimensionierten Schaltregler die stören, wenn sie in ihrem unteren Lastbereich rumregeln müssen...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von walter11;335393

    dann nimm doch sowas....
    http://www.reichelt.de/Wandler-Module…a569110fa3f442d

    und wer jetzt jammerrt iiiiiiieeeeeeh, Schaltregler, soll ins Datenblatt schauen:
    Switching frequency 80 KHz

    Ich höre das nicht.

    Cool! Danke für den Tipp! :)

    Würde es dann evtl. Sinn machen, mir direkt einen (oder mehrere) 12V -> 9V DC/DC Schaltregler einzubauen?
    (z.B. dieser: http://www.reichelt.de/Wandler-Module…IM1-1209S+DIL8;)
    Dann könnte ich den "7809 Schaltungsaufbau" dahinter weglassen, um auf meine 9V zu kommen?
    Oder lasse ich diesen besser drin, weil der/die Schaltregler ungeregelt arbeiten? Oder zumindest die Kondensatoren hinter dem DC/DC Schaltregler verbauen?

  • Zitat von eBernd;335396

    Dass ein Schaltregler eine Taktfrequenz außerhalb des Hörbereichs hat, heißt nicht, dass man ihn auch nicht hört. Das hängt vielmehr davon ab, nach welchem Prinzip er die Ausgangsspannung (unter wechselnder Belastung) regelt (Frequenzänderung, Puls/Pausenänderung oder gar Auslassen von Impulsen...) und welcher Aufwand zur Schirmung betrieben wurde.

    ja, aber meist hörst du unterhalb der Grundschwingung nicht viel. Oberwellen sind viel kritischer, und die sind per definition höher als die Grundschwingung. Und selbst wenn: bei 80kHz haste fast ne Dekade Luft nach unten, bei Gitarrensignalen, wo der Amp bei 5k zu macht, sogar noch mehr...

    Zitat von quasi;335406

    Dann könnte ich den "7809 Schaltungsaufbau" dahinter weglassen, um auf meine 9V zu kommen?
    Oder lasse ich diesen besser drin, weil der/die Schaltregler ungeregelt arbeiten? Oder zumindest die Kondensatoren hinter dem DC/DC Schaltregler verbauen?

    diese 7809-Konstruktion ist - spätestens in Relation zum Aufwand - das beste, was du machen kannst, um Dreck aus der Leitung zu bekommen. Das sind ein Dreibeiner, 2-4 Kondensatoren und an guten Tagen noch 1-2 Schutzdioden. Bei geschickter Dimensionierung ist nicht mal ein Kühlkörper notwendig. Und dafür bekommste Ruhe - ist das nicht ein Deal?

    Grüße,
    Raph

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