Schaltplan Lehle Sunday Driver, Sunday Driver SW?

  • Hallo,

    kennt von euch jemand den Schaltplan des Lehle Sunday Driver oder Sunday Driver SW oder kann den gf. abzeichnen oder gute Fotos der Platine einstellen?

    Gruß,
    Stephan

  • Zitat von Caisa;332470

    Hallo,

    kennt von euch jemand den Schaltplan des Lehle Sunday Driver oder Sunday Driver SW oder kann den gf. abzeichnen oder gute Fotos der Platine einstellen?

    Gruß,
    Stephan

    Lehrreicher wäre es, das ganze selbst nachzustricken:

    - ein simpler Booster auf Basis eines JFET's, siehe Artikel dazu bei Jack Orman und R.G. Keen (muzique.com bzw geofex.com), dort wird auch klar, wie man die Eingangsimpedanz per Schalter variieren kann.
    - Voltage Doubler (oder auch Inverter?!?), siehe Datenblatt des ICL7660S, Layouts dazu in den Galerien von elkulk und mir.
    - True Bypass mit Relais und Vandalismustaster, siehe Thread "A switching scheme" von mictester auf freestompboxes.org.

    Ich würde es evtl etwas komplexer angehen: Einen "soundformenden" Booster mit JFET (oder MOSFET (siehe SHO, "Crackle NOT ok" etc)) und hoher Eingangsimpedanz und einen möglichst neutralen Buffer/Booster mit Opamp und "gemäßigter" Eingangsimpedanz, per Miniswitch wählbar.

    mfg, Immo

  • Hallo Immo,

    danke für die Anregungen. Das hilft evtl schon etwas weiter, auch wenn ich selbst eher Anfänger auf dem Gebiet bin.

    Warum würdest du für die Boost Sektion eine höhere Eingangsimpedanz wählen, als im reinen Buffer Betrieb? Ist es beim Lehle nicht genau anders, da ist doch die höhere Impedanz im TrueSound (also buffermode) aktiv!? Auch ist das ja per Schalter wählbar, daher die Frage was an deiner Version das "komplexere" ist?

    Ich würde noch einen Modi gut finden, um von Full auf Treble oder Midboost umzuschalten, aber das scheint mir eher bei Germaniumboostern üblich zu sein und nicht bei Fet Boostern. Gibt es dafür einen Grund?

    Gruß
    Stephan

  • Zur Eingangsimpedanz: Geschmacksache, andersrum macht es auch Sinn
    Komplexer: Lehle ändert vermutlich nur die Verstärkung des JFET's, ein Opamp ist laut Beschreibung nicht im Spiel.
    Eine schaltbare Klangregelung ist natürlich praktisch. Bei GE-Boostern wird dazu meist nur der Eingangskondensator gewechselt, also mehr oder weniger Basscut - völlig unflexibel. Sieh dir mal die Klangregelung des Boss FA-1 an, die ist sehr flexibel, von extremem Mittenloch zu Mittenberg. Die könnte man mit einem schaltbaren Bypass versehen. Evtl wäre der FA-1 sowieso eine ganz gute Basis, der hat zumindest einen JFET-Eingangsbuffer, die Gainstufe ist per Opamp realisiert. Wenn man den mit höherwertigen Teilen als das Original aufbaut und ihn mitg 18V betreibt, klingt er sehr sauber.
    http://trabantland.wordpress.com/2009/05/27/boss-fa-1-project/
    http://forum.musikding.de/cpg/albums/use…s_FA-1_vero.gif
    (R17 weglassen oder auf 2,2M erhöhen)


    mfg, Immo

  • Hallo,

    Wenn man also einen JFet Buffer mit schaltbarer Eingangsimpedanz (1M Ohm - 4M Ohm) baut und und am Ausgang einen Booster auf OPA Basis, welche Typen und layouts eignen sich bei beidem für einen besonders rauscharmen Aufbau? Ist doch sicher auch möglich zwischen beide noch einen schsaltbaren FX-Loop zu hängen, wie sollte man da die Impedanzen für Send und return wählen und wie könnte man das Schaltungstechnisch einfach implementieren?

    Gruß
    Stephan

  • Zitat von Caisa;332661

    Hallo,

    Wenn man also einen JFet Buffer mit schaltbarer Eingangsimpedanz (1M Ohm - 4M Ohm) baut und und am Ausgang einen Booster auf OPA Basis, welche Typen und layouts eignen sich bei beidem für einen besonders rauscharmen Aufbau? Ist doch sicher auch möglich zwischen beide noch einen schsaltbaren FX-Loop zu hängen, wie sollte man da die Impedanzen für Send und return wählen und wie könnte man das Schaltungstechnisch einfach implementieren?

    Gruß
    Stephan

    Einlesen! Is ja DIY, nich LAM (lassanderemachen)...

  • Hallo,

    rauschoptimierte Schaltungen zu entwickeln ist schon ganz schön anspruchsvoll.

    Beliebte Fehler:

    - Schaltungen (wie hier) möglichst hochohmig zu machen: Das ist der Hauptgrund für Rauschen, mal abgesehen von der Quelle selbst, die hier ja nicht genau bekannt ist.
    Man sollte also wirklich mal hören, ob ein niedrigerer Eingangswiderstand, sich auf die Klangqualität auswirkt...

    - super rauscharme (und damit auch superteure) Opamps in Schaltungen zu verwenden ohne verstanden zu haben, ob in der Schaltung eigentlich das Stromrauschen oder das Spannungsrauschen eine größere Rolle spielt.
    Doch selbst wenn man das beachtet, ist der hörbare Gewinn gegenüber einem preiswerten rauscharmen (z. B. bei den bipolaren Opamps der NE5534A) oft enttäuschend gering.

    - Teure Schaltungen aber billige (Instrumenten-)Kabel verwenden

    - Rauschende Spannungsversorgungen verwenden

    - Verstärkung mit Spannungsteilern runterknüppeln und in der nächsten Stufe wieder aufholen (OK, in Röhrenamps ist das ein Teil der gängigen Soundformungpraxis)

    - Volumenregler statt Gainregler zu verwenden: In empfindlichen Eingangsstufen ist eine Einstellbarkeit der Verstärkung immer besser als den Eingangspegel (davor oder dahinter) "platt" zu machen.

    Wer es wirklich auf deutsch und praxisbezogen mal durchexerzieren will, dem lege ich diese Seite ans Herz.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Zitat von eBernd;332671

    - Schaltungen (wie hier) möglichst hochohmig zu machen: Das ist der Hauptgrund für Rauschen, mal abgesehen von der Quelle selbst, die hier ja nicht genau bekannt ist.
    Man sollte also wirklich mal hören, ob ein niedrigerer Eingangswiderstand, sich auf die Klangqualität auswirkt...

    +1!
    Was meist besser klingt und mit jedem Pedal funktioniert: Der Gitarre per Minischalter einen Bypass für die Potis verpassen. Dadurch liegt die Resonanzfrequenz etwas höher.

    Wenn man generell den Eindruck hat, dass der Sound zu dumpf ist, könnte man sich auch mal dem Amp widmen.

  • Hallo Bernd, hallo Immo!

    vielleicht ist das Projekt für mich schon etwas "zu hoch" da ich bisher wirklich sehr wenig Erfahrung und Hintergrundwissen habe. Trotzdem danke für die wertvollen Tipps. Ich hofe mir sind dennoch ein paar (blöde, unbeholfene) Fragen gestattet, da ich gar nicht so recht weiß wo ich anfangen soll mich einzulesen, es ist einfach insg. sehr viel und sicher in kurzer Zeit nicht machbar.

    Zu den angesprochenen Punkten:

    Die hohe Eingangsimpedanz ist von mir ja quasi aus dem Datenblatt des Lehle SundayDriver übernommen, ich fand das Teil beim Test als Buffer recht brauchbar, nur brauche ich zwischen Buffer und Boost eben noch einen FX Loop. Zwei Lehle anzuschaffen ist mir einfach zu teuer. Die Quelle ist eine E-Gitarre, das final verstärkende Glied ist ein Vollröhrenverstärker mit einer VOX EF86 Vor- undeiner Marshall 18 Watt (EL84) Endstufe. Dieser Verstärker wurde für mich aufgebaut und ist EXTREM Nebengeräuscharm. Daher ist es mir auch so wichtig nicht unnötiges Rauschen über Buffer, Effekte usw. einzufangen. Generell ist der Verstöärker nicht zu dumpf, es geht mir nur um das "treiben" Langer Kabelwege (über 20m) und auch ein zwar kleines, aber vorhandenes Effektboard ist dabei.

    Der Booster am Ende der Signalkette vor dem Amp. ist eher als Soloboost gedacht und weniger als Ausgleich von "liegengebliebenem" Signal.

    Welche JFet oder OPA Buffer/Booster Schaltungen sind denn von der Schaltung her so gut entwickelt und daher rauscharm. Immos Beiträgen entnehme ich, dass sowohl der AMZ JFet als auch der Boss FA-1 solche Entwicklungen sind. Auch der Microamp von MXR schein ja ein sehr brauchbarer Booster zu sein. Die Idee einen Fet basierenden Eingansbuffer und einen OPA verstärkten Booster am "Ausgang" zu verwenden finde ich interessant.

    Die verwendeten Instumentenkabel sind von der Firma Spectraflex und wohl ein gesundes Mittelmaß was das Preis/Leistungsverhältnis angeht oder?!

    Die verlinkte Seite zum Rauschverhalten von OPAs schau ich mir mal an, danke!

    Gruß
    Stephan

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