Small Clone Chorus benimmt sich merkwürdig

  • Hi,

    mein DIY Small Clone Chorus (Tonepad-Version mit Depth-Pot Mod) funktioniert sein einigen Tagen nicht mehr richtig.
    Ich hab nichts verändert, davor funktionierte er tadellos.
    Ich hab mal ein Soundfile angehängt..der Chorus-Effekt ist ja schon noch zu erahnen, aber das oszilliert da ziemlich und manchmal
    kommt auch noch das Pfeifen hinzu. Also Verkabelung usw. müsste ja stimmen, sonst hätte der vorher nicht funktioniert.
    Eine defekte Lötstelle konnt ich auch nicht entdecken, hab auch schon alle Lötkontakte nachgelötet...
    Also vielleihct könnt ihr das ja zumindest irgendwie eingrenzen, woran es liegen könnte.

    Lg

  • Spontan würde ich raten, mal alle Elkos und speziell den Tantal anzuschauen, ob die auch richtig rum drinne sind. Die machen eine gewisse Zeit mit, wenn sie verpolt sind, danach wird's spooky...
    Ist Dein Chorus in einem Gehäuse? Eventuell kommt ja auch irgendwas an Masse, was da nicht hin soll. Kein Witz - schüttel das Teil mal, während Du spielst (also den Chorus, nicht den... ;D )

    Cheerio,

    Dennis

    EDIT: Noch was ganz banales: Schon am Trimmer gedreht?

    JABBA DABBA DOOM

  • Statt dem 2.2µF Tantal hab ich nen normalen Elko eingebaut..vll. liegts daran. Aber schon komisch dass das Teil trotzdem fast 2 Jahre funktioniert hat (?!).
    Den Trim-Poti hab ich auch schon bedient, der dreht den Effekt nur ganz weg.
    Ich werd mal die Elko-Geschichte überprüfen und mich dann wieder melden, danke schon mal :)

    Edit: Daran lags jedenfalls nicht...so ein Mist :P

  • Hast Du die Halbleiter gesockelt? Wenn ja, probehalber austauschen (auch die Diode am 4047).

    Den 2µ2 habe ich trotzdem im Verdacht, gerade wenn es ein Elko ist. Kleine Werte (Pi mal Daumen alles unter 4µ7) gehen schneller futsch. Und an der Stelle muss der Höchstleistungen bringen, da ist Tantalum schon besser. Ohne den 2µ2 geht die Frequenz derart in die Höhe, das Du so eine Art Ringmodulator bekommst.

    Schau auch mal hier im Forum nach "Audio Probe", falls Du das noch nicht kennen solltest.

    Halt mich auf dem Laufenden, das bekommen wir schon hin! ;)

    JABBA DABBA DOOM

  • Ich hab die Dioden jetz mal ausgetauscht und den 2µ2 durch nen Tantal ersetzt. Den 0.0027 gabs auch nur als Tantal als ich damals die Bauteile bestellt hab.
    Jetzt kommt einfach nur das unbearbeitete Signal durch, weder drehen an den Potis noch am Trimmer ändert da irgendwas daran...
    Audio Probe kenn ich, allerdings kommt bei mir ja das Signal durch, also müsst ich zunächst erst mal wissen wie sich das Signal beim funktionierenden Gerät an den entsprechenden Stellen klingen sollte :P Ich werd morgen auch mal die Spannungen an den ICs und Transistoren messen und hier posten. Vielleicht liegts ja auch an dem CD4047, der ja das Taktsignal vorgibt..?
    Und vielen Dank für deine Unterstützung :)

  • Spannungen messen ist eine gute Idee! Ich habe gestern mal meinen Clone aus der Wühlkiste geholt und wieder fit gemacht - wenn ich die Eingangsspannung runter fahre klingt es ganz ähnlich wie in Deinem Soundfile...

    Falls Du eine Schutzdiode eingebaut hast, schau mal ob die hinüber ist (irgendwann mal falschen Netzadapter drangehängt?). Oder ganz was banales - mal mit (frischer) Batterie laufen lassen?

    Zum allgemeinen testen bau mal den 22K Widerstand über dem 4558 aus, dann kommt nur noch das "nasse" Signal durch.

    Cheerio,

    Dennis

    JABBA DABBA DOOM

  • Also ich hab jetz mal die Spannungen gemessen mit ner Spannungsversorgung von 8,6 Volt.
    Die Datenblätter aus dem Shop hab ich jeweils in der Überschrift verlinkt.
    Der Trimmer ist bei etwa 86k (ich hab den 22k Widerstand überm 4558 jetz rausgenommen, und es gibt da so einen streng definierten Bereich beim Trimmer, ab dem das normale Gitarrensignal durchkommt. In den Übergansbereichen ist das Signal stark verzerrt, danach kommt gar nix (bzw. nur knacken).

    IC 4558
    1: 4,3
    2: 4,3
    3: 4,3
    4: 0

    8: 8,6
    7: 4,3
    6: 4,3
    5: 4,3

    Transistor 5087 "Q1")
    C: 0
    B: 0,04
    E: 0,65

    Transistor 2N5088 ("Q2")
    C: 8,6
    B: 3,8
    E: 3,3


    Transistor 2N5088 ("Q3")
    C: 8,6
    B: 8,6
    E: 7,8


    IC MN3007
    1:7,8
    2: 0 bis 7 Volt (wechselt)
    3: 1,23
    4: 0

    8: 4,2
    7: 4,1 bis 4,3 (wechselt)
    6: 6 bis 8 (wechselt)
    5: 0
    (Im Datenblatt vom Shop ist ja Eingang 1 als GND bezeichnet, aber in der Tonepad Schaltung sowie auch meinen Messungen zufolge liegt hier durchaus ein Signal an. (?!)


    IC LM358:
    1: 1,6
    2: 3,8
    3: 3,8
    4: 0

    8: 8,6
    7: 3,8
    6: 2,1
    5: 2,1

    IC CD4047
    1: 7,8
    2: 0
    3: 3,8
    4: 7,8
    5: 7,8
    6: 7,8
    7: 0

    14: 7,8
    13: 7,8
    12: 0
    11: 0 bis 4 (schwankend)
    10: 0 bis 4 (schwankend)
    9: 0
    8: 0

  • hi,
    Wenn dein Pin3 vom MN3007 wirklich nur 1,23 V hat, kann's nicht funktionieren. Das ist der Eingang und der muss (sollte) auf ca. Ub/2 liegen. Und läuft dein LFO überhaupt, Spannungsschwankungen am Ausgang?
    Im Zweifelsfalle habe ich glaube ich noch einen rumliegen (Platine), wo ich mal nachmessen kann. Heute allerdings komme ich nicht mehr dazu.

    Uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

  • An Pin3 beim MN3007 liegen tatsächlich nur 1,23V an, hab gerade nochmal nachgemessen. Der LFO (CD4047, hab vorhin aus Versehen TL074 geschrieben) hat an Pin 11 und 10 Spannungsschwankungen, also an den beiden "Q" Ausgängen wie es im Datenblatt steht. Am "OSC"-Ausgang sollte das Signal ja mit der doppelten Frequenz rauskommen wie bei den Q-Ausgängen. Mein Multimeter ist möglicherweise zu langsam dafür, es registriert jedenfalls keine Spannungsänderung (Oszi hab ich momentan leider keines da).

  • Hallo,

    an den Pins 10 und 11 liegen Taktfrequenzen jenseits des Hörbereichs an. Da kannst du keine "Schwankungen" mit einem Multimter messen, höchtens die Taktfrequenz, wenn dein DVM auch Frequenzen messen kann...

    Schwankungen kannst du nur am LFO (IC2, LM358 ) an Pin 1 und 7 messen. Das ist aber nur die Modulationfrequenz im Subaudiobereich.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Also die Diode hab ich mal ausgetauscht aber da hat sich nichts geändert. Außerdem hab ich gesehen dass ich je nach Trimmer-Einstellung die Spannung an Pin3 regeln kann, also auch die U_B / 2 einstellen kann. ABer selbst dann hat sich nichts geändert...

  • moin,
    Da wirste dann nicht umhin kommen mit Audiprobe oder einem Oszi zu gucken, ob erstmal was am Mn3007 ankommt und hinten wieder raus. Taktsignale anschauen und ob die auch vom LFO moduliert werden. (4046).

    MFG uwe

    Uwe = MEK-Sounddesign
    --> Weniger ist manchmal mehr <--

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!