Kondensator zwischen Heizspannung? Ein bißchen Theorie

  • Hi,
    hab ne Schaltung gesehen, wo zwischen der 6,3V Heizspannung (-wechsel, is klar-) ein Kondensator liegt. Hab das mal Spasseshalber eingebaut. Dann viel mir ja auf, dass ein Kondensator ja eigentlich den Strom durchläßt und es einen Kurzen geben könnte. (jaja... lang ist´s her...)

    Da es de fakto nicht passiert, hab ich mal nachgelesen.

    Ist es korrekt, dass es am kapazitiven Blindwiderstand liegt?

    Xc= 1 durch (2 x pi x f x C)

    Das wäre dann laut Meiner Berechnung so ca. 677k Ohm.
    (C=4,7nF vorausgesetzt, Wert hab ich aber nur so aus dem Hinterkopf gerade)
    So beim schreiben würde das natürlich auch die Abhängigkeiten zu den Frequenzen erklären, da dieser Wert bei der Rolle der Dämpfungen (Tiefpass/Hochpass) beim Entkoppeln z.B., ja auch mit reinspielen würde..... hmmm.....


    Vorausgesetzt, dieser Gedankengang ist sachlich richtig, welchen Widerstandswert hat C dann im Einschaltmoment? (Also an der Heizspannung)

    Nur grad so ein paar Wirre Gedanken... is nicht wirklich wichtig ;)

    Gruss, SAMARA

    Drei Zeilen reichen einfach nicht aus, um hier eine intelligente, lustige und zugleich interessannte Signatur reinzustellen!

  • Hallo,

    die Formel stimmt
    "Widerstand" des Kondensators im Einschaltmoment ist Null (für die Genauen unter uns: Wenn man den Widerstand und die Induktivität der ANschlußdrähte und des Kondensatorwickels vernachlässigt).
    Der Strom im Einschaltmoment wird nur von der angelegten Spannung und den Widerständen der Zuleitung sowie dem Innenwiderstand der Trafowicklung bestimmt.

    Falls du dich fragst, was so ein Kondensator soll, berechne dessen Widerstand mal für kurze Piekser (also MHz-Bereich).
    Der soll hochfrequente Störungen auf der Heizspannung - die kapazitiv auf die Kathode koppeln könnten - kurzschließen.
    Das Ganze ist ziemlich "akademisch", da die Kathoden ja oft relativ niederohmig mit Masse verbunden sind.

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi Bernd,
    1000 Dank für die Erklärung!
    Ist die Zeitspanne denn so kurz, dass es keinen Kurzschluss gibt? Erzeugt diese Tatsache einen kurzen Spitzenpegel im Einschaltmoment?

    Gruss, SAMARA

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  • Es gibt keinen idealen Kurzschluß (Widerstand Null, Strom unendlich), denn
    "Widerständen der Zuleitung sowie dem Innenwiderstand der Trafowicklung"
    Ich wiederhole mich...

    Aber du hast auch recht mit "einen kurzen Spitzenpegel im Einschaltmoment"

    Aberrrr issss norrrrmalll: In Miliarden von Netzteilen sind im Einschaltmoment dicke Elkos leer und für Trafo und Gleichrichter sehen diese wie "schwarze Löcher" aus...

    Wenn du es genau wissen willst, kommst du um Messen und/oder Rechnen nicht herum...

    Gruß, Bernd

    Jaichweiß (Andy Pipkin)

  • Hi,
    ja, stimmt auch wieder. Aber ich denk, dass wäre dann überzogen.
    Danke für den Input!
    Gruss, SAMARA

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